Forum: Wirtschaft
Hauptversammlung: VW stellt weitere Werke für Batteriezellen in Aussicht
John MacDougall/AFP

Herbert Diess stellt sich als VW-Chef den Aktionären - und bekräftigt seinen Kurs in Richtung Elektromobilität. Dazu gehört in Zukunft auch eine eigene Batteriezellenfertigung in Deutschland.

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jasper366 14.05.2019, 21:08
10.

Zitat von Daggobert
Ohoh, wenn sich VW da mal nicht verzockt. Andere Konzerne wie Hyundai/Kia, Toyota, Honda, Mercedes und ab nächstem Jahr auch BMW setzen verstärkt auf die Brennstoffzelle mit Wasserstoff. Ein Lithium-Akku mit 100KW hat schon allein ein Gewicht von ca. 700kg, völliger Quatsch so was zu bauen. Hinzu kommt die Ökokatastrophe beim Abbau des Lithiums, lange Ladezeiten und recht kurze Reichweiten (im Winter noch viel kürzer). In meinen Augen macht ein Akku-Auto beim derzeitigen technischen Stand der Akkus keinen großen Sinn. Ein großer Durchbruch wird bei den Batterien in den 5-10 Jahren auch nicht kommen. Was bleibt ist die Brennstoffzelle mit Wasserstoff...
Das der Toyota Mirai soviel wiegt wie ein Tesla Model 3 wissen Sie?

Beide Fahrzeuge haben die gleichen Bauteile, mit dem Unterschied das beim Mirai die Batterie etwas kleiner ist, dafür zusätzlich ein schwerer Tank (über 100 kg) sowie eine Wartungsintensive Brennstoffzelle die ebenfalls ein gewisses Gewicht auf die Waage bringt.

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chris_123ich 14.05.2019, 21:24
11. Batterie-Fabriken in Polen und Ungarn

Und wann berichtet SO über Batterie-Fabriken in Polen (gebaut von LG) und Ungarn (Samsung)? Beide Werke sollen bereits in diesem Jahr liefern.

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ernstrobert 14.05.2019, 22:05
12. Dümmer gehts nicht.

Allein in e-motoren mit Batterien zu investieren ist nur dumm.
Genau so dumm, wie BAYER, als sie Monsanto meinten kaufen zu müssen. Da wirkt das Märchen der Merkelschen Alternativlosigkeit nach. Mit offenen Augen in den Abgrund!
der Brennstoffzellenantrieb steht endlich kurz vor der serienreif. Und alle denken nur an schwere Bleibatterien, Technoligie wie im 19.Jhdt. Dümmer gehts nicht.

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Bibs1980 14.05.2019, 22:10
13.

Zitat von Daggobert
Ohoh, wenn sich VW da mal nicht verzockt. Andere Konzerne wie Hyundai/Kia, Toyota, Honda, Mercedes und ab nächstem Jahr auch BMW setzen verstärkt auf die Brennstoffzelle mit Wasserstoff. Ein Lithium-Akku mit 100KW hat schon allein ein Gewicht von ca. 700kg, völliger Quatsch so was zu bauen. Hinzu kommt die Ökokatastrophe beim Abbau des Lithiums, lange Ladezeiten und recht kurze Reichweiten (im Winter noch viel kürzer). In meinen Augen macht ein Akku-Auto beim derzeitigen technischen Stand der Akkus keinen großen Sinn. Ein großer Durchbruch wird bei den Batterien in den 5-10 Jahren auch nicht kommen. Was bleibt ist die Brennstoffzelle mit Wasserstoff...
Dank Rekuperation spielt das Gewicht bei batterieelektrischen Autos so gut wie keine Rolle, da die aufgewendete Energie für die Fortbewegung der Masse beim Verzögern in erstaunlicher Höhe wieder zurück gewonnen werden kann.

Dass Li-Ionen-Batterien noch nicht das Ende der Entwicklung sein können steht außer Frage. Ich glaube, die nächste Entwicklungsstufe wird eine Kombination aus schnellem Kurzstreckenspeicher mit Hilfe von Ultrakondensatoren und langsamerem Langstreckenspeicher auf Batteriebasis sein.

Die Brennstoffzelle stellt nach aufgrund der Ineffizienz bzw. der enorm hohen Verluste derzeit keine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Alternative dar. Es wäre allerdings wünschenswert, dass sich auch diese Antriebstechnik weiterentwickelt.

Leider benutzen viele die Brennstoffzelle als Argument, um die Emissionsdebatte auszukontern und am Verbrenner festzuhalten. Fakt ist, der Verkehrssektor muss die Emissionen senken. Wir haben keine Zeit mehr für "Abwarten und Diesel verbrennen".

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Bibs1980 14.05.2019, 22:23
14.

Zitat von PriseSalz
Hoffentlich baut VW auch ein Werk für das Recycling ausgelutschter Batterien, denn wenn die Entwicklung so weitergeht werden bald zehntausende Tonnen Altbatterien herumliegen. Geht übrigens die Entsorgung derselben in die Umweltbilanzrechnung der E-Mobilität ein?
Googeln Sie mal nach der Firma Duesenfeld im niedersächsischen Wendeburg. Diese Firma bietet ein umweltfreundliches Batterierecycling auf Basis mechanischer Stofftrennung.

Davon abgesehen ist noch lange nicht klar, wieviel Altbatterien tatsächlich zum Recycling anfallen. Die heutigen Auto-Batterien haben eine Lebensdauer, die über die des Autos hinaus geht. BMW hat daher bereits Energiespeicher aus ausgedienten i3-Batterien aufgebaut, die Johann-Cruyff-ArenA in Amsterdam nutzt ausgediente Nissan-Autobatterien für einen Speicher zur Netzstabilisierung.

Möglichkeiten gibt es genug, beispielsweise auch als dezentrale Hausspeicher, um die tagsüber gewonnene Solarenergie bei Dunkelheit selbst zu verbrauchen...das geht auch mit "alten" Autoakkus.

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s.lorenz 14.05.2019, 22:28
15. In China führt kein Weg am E-Auto vorbei

.. und das ist imho der Hauptgrund für die rasche Umstellung bei VW. China ist für alle deutschen Autobauer der wichtigste Markt und die neuen Vorschriften fordern dort einen relevanten Anteil an E-Fahrzeugen.
Ich denke aber generell, dass die Mobilität auch bei uns exponentiell wachsen wird. Es sind hier Analogien zum Handy/Smartphone zu sehen. Innerhalb von 20 Jahren von braucht doch keiner zu hat jeder.

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Bibs1980 14.05.2019, 22:29
16. Batteriezellen-Standard

Ich hoffe inständig, dass Herr Diess beim Thema Batteriezellenfertigung das Gespräch mit allen europäischen Autoherstellern sucht, um standardisierte Zellen zu bauen. Es wäre falsch, wenn jeder sein eigenes Süppchen braut.

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ernstrobert 14.05.2019, 22:33
17.

Zitat von Bibs1980
1. Dank Rekuperation spielt das Gewicht bei batterieelektrischen Autos so gut wie keine Rolle, da die aufgewendete Energie für die Fortbewegung der Masse beim Verzögern in erstaunlicher Höhe wieder zurück gewonnen werden kann. ... 2. Leider benutzen viele die Brennstoffzelle als Argument, um die Emissionsdebatte auszukontern und am Verbrenner festzuhalten.
1. Na ja, wie man weiß, lassen sich max. 10% der verbrauchten Energie beim Abbremsen durch Umpolung wieder in die Batterie zurückladen. Da hat man ja einschlägige Erfahrungen mit el. Straßen- und Eisenbahnen. Wirklich 'erstaunllich' ist das nicht.
2. Mitnichten am Verbrennungsmotor festhalten. Es ist nur eine Frage der Emissionen. Solange Batterien mehrheitlich mit hohem CO2 Ausstoß produziert, und mit Strom aus fossilen Energien (v.a. Kohlkraftwerke) aufgeladen werden, sind sie keine zukunftsfähige Lösung der individuellen Mobilität. Einzige Ausnahme: das e-Rad, dennn da ist das Verhältnis Energie/zu bewegende Masse halbwegs zu vertreten, zumal gehörig mitgestrampelt werden darf - der Gesundheit zu liebe!

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Bibs1980 14.05.2019, 22:38
18.

Zitat von s.lorenz
.. und das ist imho der Hauptgrund für die rasche Umstellung bei VW. China ist für alle deutschen Autobauer der wichtigste Markt und die neuen Vorschriften fordern dort einen relevanten Anteil an E-Fahrzeugen. Ich denke aber generell, dass die Mobilität auch bei uns exponentiell wachsen wird. Es sind hier Analogien zum Handy/Smartphone zu sehen. Innerhalb von 20 Jahren von braucht doch keiner zu hat jeder.
Völlig richtig. China hat eine verbindliche Elektroauto-Quote von 12% für das Jahr 2020 beschlossen. Das bedeutet - aufwachen, liebe Verbrenner-Fans - dass auf dem Weltmarkt entsprechend weniger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nachgefragt werden.
Und wenn die weltweite Nachfrage sinkt, dann wird hier weniger hergestellt. Wird weniger hergestellt, steigen die Preise.

Die Elektroautoquote in China hat unmittelbare Folgen für den Produktionsstandort Deutschland und wer zu lange ausschließlich an der auslaufenden Technik festhält, wird es bereuen.

Deswegen finde ich absolut richtig, welchen Kurs VW eingeschlagen hat und ich bin sehr sehr gespannt auf die ersten Praxistests des ID.3. Wenn die Vorankündigungen stimmen, kann dieses Modell ein echter Durchbruch werden.

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ernstrobert 14.05.2019, 22:48
19. lieber teilen, also weniger

Zitat von s.lorenz
Ich denke aber generell, dass die Mobilität auch bei uns exponentiell wachsen wird. Es sind hier Analogien zum Handy/Smartphone zu sehen. Innerhalb von 20 Jahren von "braucht doch keiner" zu "hat jeder".
Vorher ist es immer gut, zwecks Verständlichkeit, sich der Hilfsmittel zu bedienen, die Schreibschrift zu bieten hat, z.B. Anführungstriche ;-)
Ich hätte Ihren Text fast in die Tonne getreten, wegen idiotischer Unlesbarkeit, bis...
Aber zum Inhalt, den ich ja jetzt verstanden habe: Das bedürfnis nach individueller Mobilität per Automobil geht bei den Jüngeren seit mehr als 10 Jahren zurück - 'Auto braucht keiner' - wenn man gerade per smartphone viel schneller und spontaner da hin kommen und mit den kommunizieren will, wo und wie man gerade möchte. So wie das smartphone aufstieg, stieg der eigene PKW ab. Exponentielle Steigerungswerte sind also illusorisch.
Ich persönlich wünschte mir ein leichtes Auto (auch mit gasantrieb?), vor allem aus praktischen Gründen, mit dem man die Familie kutschieren kann und alle möglichen Sachen transportieren kann. Zur Not würde ich es auch teilen, allerdings nur mit Leuten, die ich mag und denen ich trauen könnte.

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