Forum: Wirtschaft
Hauptversammlung: VW stellt weitere Werke für Batteriezellen in Aussicht
John MacDougall/AFP

Herbert Diess stellt sich als VW-Chef den Aktionären - und bekräftigt seinen Kurs in Richtung Elektromobilität. Dazu gehört in Zukunft auch eine eigene Batteriezellenfertigung in Deutschland.

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gerd0210 15.05.2019, 09:45
30.

Zitat von helmut.alt
Autos mit Wasserstoff als Antriebsmittel, z.B. mit Brennstoffzellen, werden immer nur ein Nischenprodukt bleiben, weil die Herstellung von Wasserstoff zu teuer ist und mit Erdgas nicht konkurrieren kann. Erdgas ist der preiswerteste fossile Energieträger. Wasserstoff wird übrigens durch Umsetzung von Methan (= Erdgas) mit Wasserdampf bei etwa 1000°C hergestellt. Warum also den Umweg? Beim Hüttenprozess wird man mit Sicherheit nicht Koks durch Wasserstoff ersetzen, sondern durch Erdgas (s. oben). Brennstoffzellen-Autos mit Erdgas oder Methanol als Treibstoff könnten eine vernünftige Alternative darstellen.
Ich dachte, man will weg vom Kohlenstoff?

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ernstrobert 15.05.2019, 11:13
31. mein Fehler, an 27. und 25.

Zitat von Bell412
Wenn der Titel ihrer Botschaft nun hoffentlich nicht auf Sie zurückfällt.. "Bleibatterien" sind nun das letzte, was bei den aktuellen (und zukünftigen) elektrischen Antriebskonzepten zum Einsatz kommt. Genauso gestrig wie Ihre Denkweise.
ok, auch an 25.: völlig richtig, Blei ist vorbei. Ich meinte damit, dass auch neuere Batterien immer noch sehr schwer sind und Zeit brauchen, um aufgeladen zu werden. Lithium und Kobalt sind übrigens auch nicht viel besser...

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gerd0210 15.05.2019, 11:52
32.

Zitat von ernstrobert
ok, auch an 25.: völlig richtig, Blei ist vorbei. Ich meinte damit, dass auch neuere Batterien immer noch sehr schwer sind und Zeit brauchen, um aufgeladen zu werden. Lithium und Kobalt sind übrigens auch nicht viel besser...
Der Hauptanteil bei den Autobatterien ist Kohlenstoff. Für einen Akku mit 100kWh braucht man über 100 kg Kohlenstoff. Dann muss jede Zelle in einen Stahlmantel als Druckbehälter verpackt werden. 5000 Zellen mit je 60mm ergeben zusammen 300m Stahlrohr mit knapp 30mm Durchmesser. Das möchte ich nicht heben wollen.

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Beat Adler 15.05.2019, 12:01
33. Zukuenftiger Markt fuer Mobilitaet

Zitat von ddcoe
das sich VW zu 100% auf EAutos konzentriert und alle anderen Antriebskonzepte von vorn herein ausschließt. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit groß, das dem EAntrieb die Zukunft gehört, aber noch niemand kann sagen, wann die Nachfrage in Europa signifikant steigen wird. Die Gefahr daß der VW Konzern sich verzockt ist doch recht groß.
Zukuenftiger Markt fuer Mobilitaet wird aufgeteilt in Fahrzeuge (Flugzeuge, Schiffe) mit fest eingebauten Batterien, mit Wechselbatterien, Wasserstoff-Brennstoffzelle, Syngas und Synfuel, CO2 neutral aus Sonne und/oder Wind hergestellt.

Es ist fuer Alle etwas dabei. Nur Eines ist sicher: Am Steuer sitzt ein Automat!
mfG Beat

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rumans 15.05.2019, 13:31
34. Batterien selbst sind Treibstoff und Abgas gleichzeitig

Die Batterien sind als Treibstoff zu betrachten, da sie nach ca. 7 Jahren als Ganzes ausgetauscht/nachgetankt werden müssen. Und alte ausgetauschte Batterien sind quasi das, was im 7.Jahr hinten rauskommt, was für die 7Jahre zuvor nicht sichtbar war. Herr Diess, übernehmen Sie durch einen erhöhten Verkaufspreis gleich die kostenlose Rücknahme. Nicht dass uns das Gleiche passiert wie mit dem Atomabfall. Das Material der Batterien muss durch fälschungssichere Materialcodierung dem verantwortlichen Käufer zu zuordnen sein, wenn sie kostensparend in der Gegend abgelegt wird. Herr Diess, da E-mobile dreimal solang halten, garantieren Sie den Wagen in 20-30 Jahren eine Batterie- und Softwareversorgung. Für viele E-bikes gibt es heute schon nach 3Jahren keinen Ersatzakku oder in den Rahmen passenden eMotor mehr und man kann es wegwerfen. Also sofort die Kosten auf den Tisch, und auch nicht in leasing auf später versteckt und dann einen auf too big to fail machen oder den Aktionären dann überlassen. Und Sie sind dann mit Ihrem Job schon längst über alle Berge. Gut, dass es noch Audi gibt mit seinem Wasserstoffkurs. Dort die
Süddeutschen, auch mit Bosch, hier die Norddeutschen, aber leider nur der Leuchtturm Alstom. Mit Wasserstoff brauchen beide auch keine Stromtrassen zwischen sich.

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i.haugk 16.05.2019, 01:00
35. #28

Zitat von helmut.alt
Autos mit Wasserstoff als Antriebsmittel, z.B. mit Brennstoffzellen, werden immer nur ein Nischenprodukt bleiben, weil die Herstellung von Wasserstoff zu teuer ist und mit Erdgas nicht konkurrieren kann. Erdgas ist der preiswerteste fossile Energieträger. Wasserstoff wird übrigens durch Umsetzung von Methan (= Erdgas) mit Wasserdampf bei etwa 1000°C hergestellt. Warum also den Umweg? Beim Hüttenprozess wird man mit Sicherheit nicht Koks durch Wasserstoff ersetzen, sondern durch Erdgas (s. oben). Brennstoffzellen-Autos mit Erdgas oder Methanol als Treibstoff könnten eine vernünftige Alternative darstellen.
Es ist die alte Leier, immer wieder die wohlfeilen fossilen Brennstoffe, Gott sei Dank keine Braunkohle mehr, vorzubringen. Typisch deutsch.
Andere können es besser. Wie z.B. NIKOLA Motors in den USA.
Die präsentieren LKW mit BOSCH Ausrüstung, die mit H2 1600 km Reichweite haben. Und die bauen gleich das Tankstellen-Netz mit und killen damit das Henne-Ei-Problem. Anhauser-Bush hat gleich 700 Trucks bestellt. Ich habe mir heute ein Video bei Youtube über das nette deutsche "NischenprodukT" ein Mercedes mit Brennstoffzelle angesehen. Dagegen sieht das Topmodel von Tesla alt aus.
Weitere Länder verfallen nicht in die deutsche Misepeterkeit betr. Energiewandelskepsis: Island, Niederlande, China, Japan, Korea.
Bis vielleicht in ferner Zukunft die Kernfusion mal läuft, bleibt uns nur der Wasserstoff, der funktioniert bekanntlich. Man muss sich nur schlau machen.
Das www. macht's möglich.

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