Forum: Wirtschaft
Haushalt 2015: Schäuble macht 12 Milliarden Euro Plus
AFP

Die Finanzlage des Bundes ist deutlich besser als noch vor kurzem erwartet. Für das Haushaltsjahr 2015 meldet Finanzminister Schäuble einen Überschuss von 12,1 Milliarden Euro. Auch für das laufende Jahr sieht es gut aus.

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hans.lotz 13.01.2016, 19:59
80. Aha, der Bund hat 12 Mrd. erwirtschaftet

Fragen Sie sich doch einmal, wer für Erträge sorgt und wer die Kosten verursacht. Die schwarze Null hat außer für sich selbst noch keinen Cent für Deutschland erwirtschaftet.

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Karl Auer 13.01.2016, 20:01
81.

Zitat von ausmisten
dass die Staatsschuldenuhr bei derartig tollen Wirtschaften pro Sekunde um 1556 Euro steigt. Muesste die "schwarze Null" abzuschreibende Buergschaften ausweisen, waere der Ueberschuss noch deutlich hoeher oder?
Sie könnten ja auch eine "Schuldenuhr" angeschaut haben, deren Projektion (und mehr sind "Schuldenuhren" ja nicht) einfach falsch ist.

Ansonsten, schaunse doch mal hier:

http://www.haushaltssteuerung.de/schuldenuhr-deutschland.html

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wll 13.01.2016, 20:36
82. Kein Titel

Zitat von Flugor
Dass Steuersenkungen die Wirtschaft ankurbeln ist bekanntlich Wunschdenken aus der Zeit Ronald Reagans... Damit eine Wirtschaft brummt, muss Geld zirkulieren. Ob dies via Privatwirtschaft oder Staat geschieht, hängt vom Sparverhalten der Bevölkerung ab: Senkt der Staat die Steuern und sparen die Leute dann mehr (z.B. "fürs Alter"), ist die zugehörige Nachfrage futsch, was kontraproduktiv bei sehr niedriger Lohn-basierter Inflation ist. Also sind Investitionen der richtige Weg. Aber eine Investition in potentiell niedrigere zukünftige Fremdkapitalkosten über geringere Nachfrage und damit weniger Lohnsteigerungspotential bei zugleich höherem Arbeitslosenrisiko und somit höheren Sozialausgaben "erkaufen" zu wollen, halte ich für einen sehr gewagten Weg. Eine stärkere Kapitalkonzentration kann man beispielsweise über eine höhere Besteuerung von Kapitalerträgen angehen. Also beispielsweise die 25%ige Quellensteuer durch den persönlichen Steuersatz ersetzen. Zusätzlich höhere Erbschaften stärker zu besteuern, senkt auch das Risiko der Kapitalkonzentration. Wenn Sie es zusätzlich noch ermöglichen, Rentenpunkte "nachzukaufen" (bis zum Gegenwert der Beiträge von 45 Jahren Beitragsbemessungsgrenze) und jenes Geld dann durch Schuldenabbau auch "vernichten", dann hätten Sie ein nachfrageneutrales Lösungsmodell.
Tja, wenn man es wie Reagan macht und vor allem den oberen Zehntausend die Steuern eindampft, dann funktioniert es natürlich nicht - die stoßen beim Konsum an ihre Grenzen und packen das Geld stumpf in irgendwelche Finanzvehikel.

Senkt man dagegen den unteren und mittleren Einkommen die Abgabenlast, dann wird ein erheblicher Teil in den Konsum wandern und eben die Wirtschaft ankurbeln. Dass diese Klientel auf einmal wie wild zu sparen anfängt, ist dann doch ziemlich unwahrscheinlich, Rentenlücke hin oder her.

Kapitaleinkommen und Erbschaften stärker zu besteuern ist fraglos sinnvoll, hier ist ein Abbau der bestehenden Privilegien dringend geboten, allein schon aus Gerechtigkeitsgründen. Warum der "Nachkauf von Rentenpunkten" im Gegensatz zum privaten Sparen nachfrageneutral sein soll, erschließt sich mir allerdings nicht. Vielleicht könnten Sie das noch näher ausführen.

Angesichts der fortwährenden willkürlichen Eingriffe des Staates in die Rentenversicherung, die imho teilweise an Untreue bzw. Unterschlagung grenzten, halte ich es allerdings für keine besonders ratsame Idee, dort Geld zu investieren. Solange derlei Eingriffe nicht zuverlässig ausgeschlossen werden, dürfte das Verlustrisiko sich in ähnlichen Größenordnungen wie bei langfristigen Anlagen in vergleichsweise sichere Wertpapiere bewegen...

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Ri Chie 14.01.2016, 09:49
83. 300 eur

Meine Güte... das sind rund 300 EUR pro offiziellem Erwerbstätigen, was man damit alles sinnvolles machen könnte... Spielplätze restaurieren, Schlaglöcher flicken, mehr Kinderbetreuung für Arbeitende.... aber man kann es auch Menschen geben die davon keinen einzigen Cent erwirtschaftet haben... willkommen in Dunkeldeutschland

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karljosef 14.01.2016, 12:35
84. Wo leben Sie denn?

Zitat von braindead0815
viel mehr würde es bringen die indirekten steuern (z.b. mehrwertsteuer) zu senken, den soli abschaffen, den spitzensteuersatz um 2-3% anheben. dadurch werden die niedrigen einkommen entlastet, dadurch wird mehr konsumiert und die paar prozent von totem kapital merken die reichen überhaupt ......
Wissen Sie denn nicht:
- Leistung muss sich wieder lohnen,
- die Steuern müssen gesenkt werden,
- die starken Schultern tragen doch viel zu viel,
- die HartzIV-Beträge verführen doch nur zum Nichtarbeiten
- alle >75-jährigen Rentner, die arbeiten, hätten sonst Langeweile
- 8,50€ Mindestlohn ist auf jeden Fall im internationalen Wettbewerb zu viel
schwurbel, schwurbel, schwurbel, schwurbel

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Flugor 14.01.2016, 13:32
85. Nachkauf von Rentenpunkten...

Zitat von wll
Tja, wenn man es wie Reagan macht und vor allem den oberen Zehntausend die Steuern eindampft, dann funktioniert es natürlich nicht - die stoßen beim Konsum an ihre Grenzen und packen das Geld stumpf in irgendwelche Finanzvehikel. Senkt man dagegen den unteren und mittleren Einkommen die Abgabenlast, dann wird ein erheblicher Teil in den Konsum wandern und eben die Wirtschaft ankurbeln. Dass diese .......
Die Möglichkeit des Nachkaufs von Rentenpunkten würde primär jene betreffen, welche bereits privat Altersvorsorge betrieben haben und sich an der Nullzinsphase und/oder der hohe Volatilität stören.

Es wäre also nur eine Umschichtung von Assets wie Aktien/Anleihen in das "Asset" Rentenpunkte.
Natürlich muss dabei die Gesamtanzahl der sich ergebenden Rentenpunkte auf das begrenzt sein, was sich für 45 Jahren Beitragszahlungen für Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze ergeben würde.
Für die Staatsfinanzen würde dies bedeuten, dass die aus jener Umschichtung in Rentenpunkte sich ergebenden Mehreinnahmen der Rentenversicherung in die Rückzahlung von Staatsschulden nutzen ließen.

Nachfrageneutral, wenn man es so wie beschrieben angeht.
Natürlich besteht so das Risiko, dass eine eher "linke" Regierung jene Mehreinnahmen zweckentfremdet. Der Gesetzestext sollte also so abgefasst sein, dass man nicht den Hund auf die Wurst aufpassen lässt. ;)
Zum Thema Steuersenkungen:
Da die untere Einkommensgruppe kaum Einkommenssteuer zahlt, wäre nur eine Senkung der MwSt potentiell nachfragewirksam.

Eine Senkung der MwSt ließe sich wiederum über Mehreinnahmen finanzieren, welche durch ein Mehr an Steuergerechtigkeit erzielt wurden. Also ohne die Ankündigung von Steuererhöhungen.

Das ließe sich auch gut als Wahlkampfslogan formulieren... ;)

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Peter Pan47 16.01.2016, 09:43
86. Ich frage mich

was kann er für die 12 Milliarden plus???

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wachsames_auge 19.01.2016, 16:27
87. Der Gelddruck wird noch größer

weil die Mineralölsteuer heraufgesetzt werden muß, um unsere regenerativen Projekte nicht zu gefährden und den nächsten Anstieg des Rohölpreises unter der Steuerlast relativ klein werden zu lassen.
Prestigeprojekte werden Konjunktur haben.
Und dann?
Griechenland läßt grüßen!

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