Forum: Wirtschaft
Haushalt in Rezessionszeiten: Die schwarze Null von heute ist die Krise von morgen
Rupert Oberhäuser / imago images

In Zeiten des Abschwungs auf die schwarze Null zu pochen, ist ökonomisch unseriös. Und für die Zukunft kommender Generationen unverantwortlich.

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proffessor_hugo 13.09.2019, 14:50
1.

da ist schon die Überschrift falsch.... Ohne Schulden kein Schuldendienst. Warum wurde in den letzten Jahren kein "Guthaben" aufgebaut? In den 50gern kamen so die Goldreserven zusammen - seit her wurde nur noch verpraßt.

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mckberlin 13.09.2019, 14:51
2. Wer schreibt den so was

Was haben den die kinder damit zutun so ein Unsinn. Der staat hat schulden bei Unternehmen und banken und reichen. Nicht mehr und nicht weniger staatsschulden sind nur ein zeichen das sich bestimmte Bevölkerungsgruppen an der Mehrheit bereichern.

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Johann Dumont 13.09.2019, 14:52
3. die Zukunft sieht ganz anders aus !

Ändern wir doch einfach unsere Schwerpunkte - anstatt Unsummen für Öl, Gas und Kohle zu überweisen - in Länder die ggf. die Welt destabilisieren sollten wir den Zukunftstrend aufgreifen. Wir selbst haben die entscheidenden Grundlagen zum Teil mit steuerfinanzierter Forschung geschaffen.
Wir müssen anfangen weniger zu verbrennen. Dazu müssen einige Gesetze rückgängig gemacht werden: wie beispielsweise das von Herrn Gabriel wo selbst erzeugter und selbst verbrauchter Strom besteuert wird. Auch die 10 H Regelung von Herr Seehofer ein faktisches Verbot für Windräder in Bayern.
Wenn wir weniger verbrennen wollen haben wir nur drei Werkzeuge dafür:
1. Photovoltaik auf alle Dächer und
2. Windräder in Mengen (die drehen sich auch nachts). Und
3. Batterien - wir brauchen Hausbatterien und große Batterien wie RedoxFlow Batterien.
In Japan werden diese schon genutzt - mit 60 MWh, es sind große preisgünstige beliebig skalierbare chemische Batterien.

In Dänemark sieht man wie es funktioniert, dort dürfen keine Öl oder Gasheizungen mehr eingebaut werden.
Hausbatterien sind dezentral und stabilisieren und entlasten unsere Stromnetze.
Zur Umsetzung brauchen wir Wärmepumpen - welche mit Strom und 70% Wärme aus der Umwelt die Häuser heizen, solare Klimaanlagen und elektrisch betriebene Autos - innerhalb kurzer Zeit können die Hälfte an Öl, Gas und Kohle eingespart werden.
Alles finanziert durch weniger Geld für Öl, Gas und Kohle. Wir brauchen dazu viele Menschen die das alles umsetzen - und dabei werden viele neue innovative Produkte entstehen - alle Produkte auch für den Weltmarkt - billige Elektroautos kommen leider schon zur diesjährigen IAA aus China. Und dank Seehofer und Altmaier, gehen bei uns die Windradanbieter jetzt alle Pleite.

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itzenflitz 13.09.2019, 14:53
4. Die staatlichen Haushalte

haben allein im ersten Halbjahr 2019 einen Überschuss von 45,3 Mrd. EURO erzielt. Es besteht auch vor dem Hintergrund der hohen Rücklagen überhaupt gar keine Notwendigkeit, den ausgeglichenen Haushalt in Frage zu stellen. Der Staat bekommt schon jetzt das Geld nicht mehr ausgegeben, da z.B. in der Bauwirtschaft keine freien Auftragskapazitäten mehr vorhandern sind...

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ostseekuestenbewohner 13.09.2019, 14:54
5. der Schuldenberg bleibt aber auch den nachfolgenden Generationen

Mehr Geld in der Krise ausgeben ist o.k. und sinnvoll, aber dafür muß man das Geld in guten Zeiten zurücklegen. Sonst haben die nachfolgenden Generationen einen großen Schuldenberg.
In guten Zeiten das Geld ausgeben, weil wir haben es ja, und in schlechten Zeiten dito, um der Krise gegenzusteuern, funktioniert auf Dauer nicht.

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Jay Huber 13.09.2019, 14:55
6. Politischer und ökonomischer Unsinn

Diese Kolumne, wer auch immer sie verfasst haben mag, ist sowohl politisch als auch ökonomisch unqualifiziert. Sie verkennt, wer im föderalistischen deutschen Staat für welche Aufgaben zuständig ist, dass sich Länder, Kommunen, Firmen und Privatleute weiterhin verschulden können und werden, die Ausgaben von heute den Handlungsspielraum von morgen einschränken, gerade im Bereich der Infrastruktur in den letzten Jahren ohnehin schon mehr Geld im Markt war als verbaut werden konnte (und wir in diesem Bereich weiterhin kaum Kapazitäten haben), Deutschlands Wirtschaft aufgrund des begrenzten Binnenmarktes stets exportabhängig sein wird und all das nichts mit dem Bundesfinanzminister zu tun hat.

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PeterPe 13.09.2019, 14:56
7. Wann Schulden abbauen wenn nicht jetzt?

Je mehr Schulden der Staat heute abbaut, je mehr kann er in kriesenzeiten wieder aufnehmen. Sparen in Guten Zeiten, dann hast du in der Not!

Bei den billigen Zinsen darf man nicht übersehen: irgendwann ist eine anschlussfinanzierung nötig, und wenn die Zinsen dann hoch sind, wird rächt sich das. Da werden sich unsere Kinder für „bedanken“.

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urskenner 13.09.2019, 14:57
8. Schulden braucht das Land!

Seit die schwarze Null steht wurde kaum für Entlastung auf der Schuldenuhr gesorgt. Die fetten Jahre sind vorbei und die Rezession klopft gewaltig an der Türe. Der Ruf nach Schulden mag zwar inhaltlich logisch sein, bringt aber auch gefahren mit sich. Dafür muss man nur den Blick gegen Süden richten...

Für Schulden werden Zinsen fällig, Zinsen reduzieren das verfügbare Kapital drastisch. Kapital das Wiederum dann im Haushalt fehlen wird, um das zu kompensieren werden weitere Schulden benötigt oder Steuern.

Kredite sollten dazu dienen, dass sie Investitionen ermöglichen die auf Zeit Ertrag erwirtschaften. Nicht um sich Jahr für Jahr die Wohlfühlgeschenke für die Wähler leisten zu können. Bildung wäre z.B. eine solche Investition.

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tailspin 13.09.2019, 14:58
9. Verursachungsgerecht sparen

Der Autor ist der irrigen Annahme, dass alle Ausgaben, so wie sie sich darstellen, gerechtfertigt sind. In Zeiten der Krise gehoert alles auf den Pruefstand. Insofern war es ein schwerer Fehler, sich noch vor der Krise unproduktive Neubelastungen wie eine CO2 Steuer aufzuhalsen. Die Deutschen werden sich entscheiden muessen, ob Eis in der Antarktis, das komischerweise immer noch da ist, oder etwas zum Essen auf dem Teller wichtiger ist. Wenn es darum geht zu sparen, fallen mir immer die Politiker ein, die fuer sich in alles und jedes einmischen. Dann kann man sie auch fuer die Krise verantwortlich machen und dauerhaft auf Schmalkost setzen, um wenigstens da etwas zu sparen.

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