Forum: Wirtschaft
Haushalt in Rezessionszeiten: Die schwarze Null von heute ist die Krise von morgen
Rupert Oberhäuser / imago images

In Zeiten des Abschwungs auf die schwarze Null zu pochen, ist ökonomisch unseriös. Und für die Zukunft kommender Generationen unverantwortlich.

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Bibe 13.09.2019, 15:05
20. Herr Fricke,

egal, wie es um die Wirtschaft steht: Sie sind IMMER fürs Schuldenmachen. In Ihren Kommentaren scheint es sich stets um das Gleiche zu drehen: Schuldenmachen, Schuldenmachen, Schuldenmachen, als Allheilmittel für alles. Es wird einfach langweilig mit der Zeit.

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mathiasraschke 13.09.2019, 15:06
21. Schulden in der aktuellen Lage?

Die schwarze Null von heute (keine Krise) ist die beste Vorbereitung auf eine mögliche Krise von Morgen!

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dwg 13.09.2019, 15:07
22.

Wenn Steuersenkungen schon nicht gewollt sind, wo soll den der Bund wesentlich anders als in Infrastruktur investieren? Fördertöpfe zu allen möglichen Maßnahmen werden heute schon nicht ausgeschöpft. Die Bauwirtschaft ist ausgelastet bis zur Überheblichkeit Kunden gegenüber. Nachdem man schon so erfolgreich mit dem Pampern der Solarmodulproduktion war, versucht man es nun mit der Batteriefertigung. Das hat ungefähr den gleichen Charme, wie blue-collar-jobs wieder zurück in die USA zu holen.

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verita.severum 13.09.2019, 15:09
23. Subventionen kürzen

Und schon wieder wird Verschuldung eingefordert?!
Warum wird nicht gefordert, Subventionen zu kürzen/streichen, z. B. für Kohle, Kerosin und Vergiftung der Landschaft?
Warum wird nicht nach Einsparmöglichkeiten geschaut und die Punkte des Bundesrechnungshofs aufgegriffen? ###
Vermutlich weil es einfacher ist Schulden zu machen, erst recht, wenn man so schöne Argumente wie einen möglichen Rückgang der Produktion verwendet. ###
Im Gegenteil brauchen wir weniger, damit mehr für die Zukunft bleibt. Mehr brauchen wir von Gemeinwohlkökonomie und Postwachstumsökonomie. ###
Wie können wir mit weniger auskommen und dennoch gut (zusammen) leben.

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sw-grisu 13.09.2019, 15:13
24. selten so viel Blödsinn gelesen.

Fängt schon im ersten Absatz an mit "...also im Namen des Volkes mehr Geld eintreiben, als sie dem Volk an Geld ausgeben." Das tut der Staat ja nicht einmal. Er nimmt nur keine neuen Schulden auf. Der Abbau der Schulden in absoluten Zahlen war ja sehr übersichtlich. Das Ergebnis nach einer Dekade schwarzer Null ist von daher eher beschämend.

Zur Infrastruktur. Ja, das ist richtig, dass diese verwahrlost ist und einen Schub benötigt. Das Problem dabei ist nicht, dass es zu wenig Geld geben würde. Ganz im Gegenteil, es ist mehr als genug vorhanden. Allerdings gibt es niemanden der die Arbeit macht. Die Betriebe haben nach wie vor alle volle Auftragsbücher. Der Staat bekommt für Ausschreibungen kaum oder gar keine Angebote herein. Und wenn Angebote ankommen, dann sind diese oftmals so überzogen, dass das Vorhaben wieder aufgegeben oder zumindest verschoben wird. Der konjunkturelle Abschwung kommt hauptsächlich aus der Autmobilindustrie und dem Maschinenbau. Beide stark exportabhängig. Der Bedarf an Maschinen in D ist übersichtlich, da geht der größte Teil ins Ausland. Bleibt also die Automobilindustrie. Soll die Regierung nun den Verkauf von Autos puschen, die doch aktuell so verteufelt werden, nach wie vor noch Verbrenner sind und die ohnehin schon marode Infrastruktur weiter belasten würden?

Nein, die schwarze Null zu verteufeln ist einfach nur billige Polemik. Das Problem ist deutlich komplexer.

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favorit601 13.09.2019, 15:13
25.

Vor einer Fahrt in die Wüste braucht man nicht nochmal das Auto volltanken. Das kostet zu viel Geld, für 10 Euro nachtanken reicht völlig.

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kayakclc 13.09.2019, 15:14
26. Denkfehler: Strukturproblem lassen sich mit Geld nicht lösen

Natürlich ist die schwarze Null kein Dogma. Hier sitzt der Autor einem Irrtum auf. Die schwarze Null ist doch nur deshalb entstanden, dass trotz wachsender Ausgaben, die Steuereinnahmen viel schnelle gestiegen sind. Noch schlimmer: es liegt beim Staat viel Geld rum, dass gar nicht abfliesen kann, weil es an Personal im öffentlichen Dienst fehlt. Infrastrukturmassnahmen gehen nicht wg Geldmangelns nicht voran, sondern weil das Personal in den Bauämter fehlt, um Genehmigung zu erheilen, oder Strassenbau oder Schulmodernisierungsprojekte anzugehen. Es ist ein grundsätzliche Irrtum, dass mehr Geld hilft.
Mehr kluge Köpfe an den richtigen Stellen, also kluge Personalpolitik würde helfen. Aber seit jahren betreiben man nur Lohnpolitik für die unteren Einkommen im öffentlichen Dienst. Die Schere gegenüber der Wirtschaft ist so groß, dass selbst die Sicherheit einer Dauerstelle beim Staat nicht attraktiv genug ist. Zudem, immer neue Vorschriften, gute gemeinte Regulierungen im Sinne der "Gerechtikeit" die zu Gängelungen der Mitarbeiterinnen führen, und damit zu Frust würde selbst bei bessere Bezahlung keinen Leute anlocken.
Wir sehen das ja auch beim Lehrerberuf. Lehrermangel überall und dann rufen Lobbygruppe nach bessere Bezahlung. Aber deutsche Lehrerinnen verdienen schon das doppelte Gehalt im Vergleich zum OECD Durchschnitt. An der Bezahlung liegt es nicht, sondern an den Rahmenbedingungen, die die Politik vorgibt. Lehrerinnen lassen sich reihenweise frühpensionieren, weil sie die Bildungspolitikexperimente der letzte 20 Jahre satt haben. Attraktiv ist der Beruf eben nicht mehr.

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cto74 13.09.2019, 15:15
27. Schulden machen?

Es mehren sich zurzeit die Stimmen von Wirtschafts"wissenschaftlern", die dem erneuten Schuldenmachen des Staates das Wort reden. Mir ist unbegreiflich, wie man so abgrundtief verantwortungslos handeln kann. Wenn ein Staat es nicht schafft, in 10 Jahren des Aufschwunges Schulden abzubauen, dann wird er es nie schaffen. Wir müssen also schließen: Der Staat wird seine Schulden niemals zurückzahlen. Was bedeutet das für den Bürger? Seine Altersversorgung wird entwertet, vielleicht, weil sie zum Teil auf Staatsanleihen beruht, vielleicht, weil der Staat die Inflation hochtreibt, um sich so zu entschulden. Der Gestaltungsspielraum späterer Generationen wird enger und enger, weil ein immer höherer Teil des Staatsbudgets in den Schuldendienst fließen muss.

Wer Staatsschulden das Wort redet, lebt auf Kosten seiner Kinder und Enkel. Wer dies als sogenannter Wirtschaftswissenschaftler tut, tut dies wissentlich und damit vorsätzlich, also in betrügerischer Absicht, daher verbrecherisch. Wer trotz seines "Diploms" diese Zusammenhänge nicht begreift, kann sogar den "Wissenschaftler" zwischen den Anführungsstrichen streichen. Der ist nur noch ein "".

Ein historischer Treppenwitz am Rande: Die CDU warf in vergangenen Zeiten der Sozialdemokratie stets vor, nicht mit Geld umgehen zu können. Tatsächlich ist die Verschuldung der Bundesrepublik unter der CDU durch die Decke gegangen, unter der CDU wurde Deutschland zum kranken Mann Europas und musste von der Sozialdemokratie gerettet werden. Jetzt ist es wieder die CDU, die einen weiteren Schuldenaufbau predigt und damit die Fehler der Vergangenheit perpetuiert. Wann sieht die Öffentlichkeit einmal, dass der Kaiser keine Kleider anhat? Es sitzen wirtschaftliche Nullen in der CDU.

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maxi_stulz 13.09.2019, 15:17
28. Das ist wieder ein "Kommt darauf an"-Thema

Wie Herr Fricke richtig erkannt hat ist die Schwarze Null per se weder gut noch schlecht. Wenn man aus der Vergangenheit lernen will, weiß man wo man nicht kürzen darf (oder sogar im Gegenteil mehr investieren muß). Ich schreibe es so oft, aber den Kommentatoren ist es wohl zu mühselig zu recherchieren. Was spricht denn dagegen Umsatzsteuerkartelle, Steuerbetrug allgemein, Verschwendung, Schwarzarbeit, Korruption durch Lobbyismus, ... einzudämmen? Dann muss niemand woanders kürzen. Da sind die großen Summen zu holen. Ist aber politisch nicht gewollt (s. Lobbyismus).

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malcom1 13.09.2019, 15:17
29. Schwarze Null

Ich kann dem Beitrag nur zupflichten. Jetzt investieren wo das Geld billig bist und nicht erst in einer Krise. Dann ist es eventl. zu spät. Schwarze Null = marode Schulen, schlechtes Internet, Ivestitionssrau bei der DB, usw.

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