Forum: Wirtschaft
Haushalt in Rezessionszeiten: Die schwarze Null von heute ist die Krise von morgen
Rupert Oberhäuser / imago images

In Zeiten des Abschwungs auf die schwarze Null zu pochen, ist ökonomisch unseriös. Und für die Zukunft kommender Generationen unverantwortlich.

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Freier.Buerger 13.09.2019, 15:17
30. Hauptsache rot

Man braucht nur die Überschrift zu lesen, um zu wissen, dass der Beitrag von T. Fricke ist. Genau wie unsere Ein-Themen-Frau vom Dienstag - eine Ausnahme wie diese Woche bestätigt die Regel - in jedem Nichts Zeichen von Sexismus, falschen Rollenbildern und struktureller, patriarchalischer Unterdrückung findet, gibt uns unser Ein-Themen-Mann vom Freitag jede Woche die Erleuchtung.
Wir könnten die ganze Welt retten. Klimawandel, Digitalisierung und soziale Ungleichheit wären wären mit einem Mal in Luft aufgelöst würde unser Regierung nur endlich schulden machen. Für was ist wahrscheinlich egal. Hauptsachen die schwarze Null wird rot, die Zahl wird groß und das Minus dick, dann fügt sich alles andere wie von selbst.
Ironie gibt bei mit immer für lau.

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realisierer 13.09.2019, 15:18
31. Notwendige Investitionen jetzt

Jährlich lässt sich der Staat Steuereinnahmen von 150-200 Mrd EUR entgehen.
Dieses dem Staat zustehenden Mehreinnahmen sind dringend notwendig um die 650.000 vakanten Stellen im öffentlichen Dienst zu besetzen und zu bezahlen. Die notwendige Ausstattung nicht zu vergessen. Die übrigen Steuereinnahmen für die Infrastruktur, Schiene, Straße, Schiffahrt Digitalisierung und Bildung investieren.
Dann sieht der Bürger binnen vier, fünf Jahren eine notwendige Verbesserung der Infrastruktur.

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JohnMaynard 13.09.2019, 15:20
32. Wir haben immer noch Rekordeinnahmen!

Der Artikel trifft nicht den Punkt. Es ist ein absolutes Armutszeugnis des Staates, dass man es bei Rekordeinnahmen und Negativzinsen nicht schafft, eine vernünftige Infrastruktur aufzubauen. Mehr Schulden zu machen, ist immer eine sehr einfache Lösung für die Politik, schafft aber überhaupt keinen Anreiz vernünftig zu haushalten! Die Schuldenpolitik der europäischen Staaten (flankiert durch die EZB) hat dazu geführt, dass die Sparer inzwischen überhaupt keine Zinsen mehr bekommen und damit die Altersversorgung sehr stark gefährdet wird. Ein weiterer sehr negativer Effekt ist die Explosion der Immobilienpreise, so dass Normalverdiener kein Eigentum mehr erwerben könne. Schulden machen ist sicherlich nicht die Lösung!

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Freidenker10 13.09.2019, 15:22
33.

Keine Schulden zu machen ist für die kommende Generation unverantwortlich? Ernsthaft jetzt? Ich stimme darin überein das die Infrastruktur im Westen komplett vernachlässigt wurde, aber dem stehen gigantische Steuereinnahmen der letzten Jahre gegenüber mit denen man durchaus mehr auf den Weg hätte bringen können. Man kann doch nicht bei Rekordsteuereinnahmen zusätzlich noch Schulden machen, auch wenn diese gerade billig sind! Wenn eine Regierung mit diesen Einnahmen nicht klar käme wäre ihr wirklich nicht mehr zu helfen!

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salomon17 13.09.2019, 15:22
34. Schulden sind Mist

Denn sie sind nichts anderes als eine Umverteilung von Arm auf Reich. Oder kennt jemanden einen Armen, der Staatsanleihen hat?

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kurtbaer 13.09.2019, 15:23
35. Jede Politik, die das Schulden machen fördert...

ist per se gegen künftige Generationen gerichtet. Und zwar dann, wenn nach dem Abschwung nicht sofort mit dem Abbau der zuvor gemachten Schulden begonnen wird. Dies war in der Vergangenheit leider nie der Fall!

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Wolpyy 13.09.2019, 15:24
36. Schuldenbarone

retten die Wirtschaft nicht, das haben die etlichen nutzlosen Strohfeuer mit Schuldengeld in der Vergangenheit gezeigt. Die derzeitige Entwicklung in den USA hat trotz Zoll-Orgien zu einem Staatsschuldenzuwachs von einer Billion Dollar zu den bestehenden 14 Billionen (in europäischer Zählweise) allein in diesem laufenden Jahr geführt. Was derartiges für die nachfolgenden Generationen bedeutet, verschweigt der engagierte Autor. Und die positiven Entwicklungen in Irland, Portugal und in Ansätzen Griechenland beruhen auf Haushaltdisziplin und Euro-Hilfen mit Rückzahlungsverpflichtung und nicht aus laszivem Geldausgeben wie kürzlich in Italien versprochen.

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Patenting 13.09.2019, 15:26
37. Die Schulden von heute sind die Armut von morgen !!

Nicht mehr tilgbare Schulden führen zwangsläufig in die Währungsreform (d.h. Armut unserer Kinder).

Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. Leider wurde nicht gespart.

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mostly_harmless 13.09.2019, 15:27
38.

Zitat von cto74
Es mehren sich zurzeit die Stimmen von Wirtschafts"wissenschaftlern", die dem erneuten Schuldenmachen des Staates das Wort reden. Mir ist unbegreiflich, wie man so abgrundtief verantwortungslos handeln kann. Wenn ein Staat es nicht schafft, in 10 Jahren des Aufschwunges [...] Wer Staatsschulden das Wort redet, lebt auf Kosten seiner Kinder und Enkel. Wer dies als sogenannter Wirtschaftswissenschaftler tut, tut dies wissentlich und damit vorsätzlich, also in betrügerischer Absicht, daher verbrecherisch. Wer trotz seines "Diploms" diese Zusammenhänge nicht begreift, kann sogar den "Wissenschaftler" zwischen den Anführungsstrichen streichen. Der ist nur noch ein "". [...]
Ich muss sagen, ich finds immer wieder großartig, wenn Leute, die von Ökonomie so viel Ahnung haben wie ein Fisch vom Fahrradfahren, Leuten die eine jahrelange Ausbildung über das Thema hinter sich haben, Inkompetenz unterstellen. Und das auf Basis eines Wissens, das nicht mal Oberstufenniveau hat.
Das zeigt das ganze Dilemma, in dem dieses Land steckt.

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Equalizer 13.09.2019, 15:29
39. Entweder hinterlassen wir den späteren Generationen mehr Schulden oder

eine kaputte Infrastruktur.
Wer heute nicht in die Zukunft investiert wird keine haben.

Was ist da wohl besser?
Der Rest der Welt macht übrigens auch permanent Schulden, warum glauben wir als einziges Land es besser zu wissen?

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