Forum: Wirtschaft
Haushaltsdefizite: Euro-Partner stellen Spanien und Portugal Ultimatum
AP

Spanien und Portugal müssen binnen zehn Tagen Maßnahmen gegen ihre hohen Haushaltsdefizite vorlegen. Das verlangen die anderen Euro-Staaten - sonst drohen Sanktionen.

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Marius S. 12.07.2016, 11:51
1. Und was ist mit Frankreich?

Soweit ich weiß ist es um Frankreich nicht besser bestellt, nur weil es ein Grundpfeiler der EU ist, sollte es sich nicht aus seiner Verpflichtung nehmen können.

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j.vantast 12.07.2016, 11:56
2. Unglaublich bedrohlich

Die Länder bekommen also eine Strafe über 0,- Euro und wenn sie Besserung geloben werden auch die Strukturmittel freigegeben?
So etwas nennt die EU "Sanktionen"? Lächerlich.
Und dann wundert man sich das in der Praxis nichts passiert und sich somit an der Situation nichts ändert?

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joerg.braenner 12.07.2016, 12:06
3. Kontraproduktiv

Gerade haben sich die Wirtschaft von Spanien und Portugal erholt und nun werden gleich wieder Sparauflagen durchgepeitscht. Die EU wiederholt immer wieder die gleichen Fehler. Das zaghafte Wirtschaftswachstum wird wieder abgewürgt durch bürokratische Sparregelungen. Wann kapiert von den EU-Bürokraten endlich jemand, dass man jedem Land die Möglichkeit geben muss, sich selbst aus der Krise zu manövrieren? Der gleiche Irrsinn läuft gerade mit der italienischen Bankenrettung ab, wo man jede Form von Rettungspaket von Seiten der EU erst mal kategorisch ausschließt und das Problem so lange ignoriert, bis es so groß ist, dass man wieder in panischem Aktionismus hunderte Milliarden in die Banken pumpen muss. Auch hier hat die EU wieder einmal nichts aus der vergangenen Krise gelernt. Zwar bin ich ein großer Unterstützer eines geeinten Europas, glaube aber nicht daran, dass die zentrale Krisenbewältigungspolitik der EU jemals erfolgreich sein wird.

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dingstabumsta 12.07.2016, 12:07
4. Und immer...

....schön brav sozialen Raubbau betreiben, um diese forderungen zu erfüllen bzw. defizite zu bekämpfen.
Was wäre ein Europa ohne der gemeinsamen Währung?
Zitat: Daneben droht beiden Staaten ein Einfrieren von EU-Strukturmitteln. Diese könnten sich auf dem Papier auf 1,3 Milliarden Euro für Spanien und etwa 500 Millionen Euro für Portugal summieren.
Jep...eine eh schon prekäre Situation der beiden Länder noch zu verschlimmern statt sich endlich von den zu starren Vorgaben zur Reduzierung der Haushaltslücken für alle zu lockern, denn diese gemeinasame Währung hat sich im Grunde schon Überlebt, und wird das nächste Beben eh nicht mehr Überstehen.
Es wird ein Wunschdenken bleiben, dass Länder wie Italien oder Spanien eine Art von Deutscher ....oh sorry....Nordeuropäischer Arbeits - Wirtschaftsmentalistät entwickeln werden (was nix mit Faulheit zu tun hat)
Ohne Rücksicht, sondern nur im Interesse des Kapitals, welche mittlerweile Sparauswüchse erreicht hat, wir hierbei nur reine Klientelpolitik gemacht, wobei es nur eine richtung gibt - die von unten nach oben.
Niemand in Europa kann mit der gemeinsamen Währung glücklich sein...zumindest nicht diejenigen, die trotz Arbeits und - Lebensleistung dadurch Verarmen.
Jedes Land täte gut daran, per Volksentscheide sicher zu stellen, ob die Bürger überhaupt noch diesen Euro haben wollen bzw. in der EU zu verbleiben, Erst dann wird man sehen, wie sehr sich die Europäer ein solches Europa welches nur über Kaitalverflechtungen funktioniert haben wünschen.

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lousytania 12.07.2016, 12:12
5. Spanien? Portugal?

Portugal wird die Vorgaben um 0,2% (in Worten: Nullkommazwo!!!) verfehlen! Das Land liegt nach jahrelanger, am Volkseinkommen gemessen unverhältnismässig harter Sparpolitik am Boden und braucht dringend Luft. Was soll das???

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toroa 12.07.2016, 12:12
6. Politik der schlaffen Hand ...

... "Sanktionen" ohne Wirkung sind Appelle, bestenfalls. Gerade diese Politik der schlaffen Hand unterhöhlt jede Glaubwürdigkeit. Mit verheerenden Folgen. Dass die schwer gebeutelten Länder nicht noch Strafzahlungen leisten können, ist offensichtlich. Dass sie allerdings im Wissen darüber munter weitermachen können, allen "Sanktionen" zum Trotz ist ein Skandal, für den die genialen Strategen dieser Union zur Verantwortung gezogen werden müssen. Ein Regelwerk a la carte kann und darf es nicht geben.

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spontanistin 12.07.2016, 12:19
7. Vereinswechsel!

Wenn die Mittelmeer-Anrainerstaaten ein anderes Verständnis von Staat und insbesondere Wirtschaft und Haushaltsführung haben, sollten sie dem Beispiel von UK folgen und einen eigenen Verein gründen. Niemand hat sie mit (militärischer) Gewalt gezwungen, der EU beizutreten. Wo ist das Problem? Das Problem besteht in unterschiedlichen politischen Kulturen! Eine Zwangsheirat ist sicher nicht kulturvermittelnd!

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reinhard_becker 12.07.2016, 12:22
8. wieso

Wieso ist hier eigentlich von "Sparpolitik" die Rede ? Spanien und Portugal haben jedes Jahr zusätzliche, neue Schulden aufgehäuft. Ist es schon "Sparen" wenn man weniger neue Schulden macht, als früher ? Das ist doch schon eine verschleiernde Wortwahl.

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Emderfriese 12.07.2016, 12:25
9. Time

Zitat von j.vantast
Die Länder bekommen also eine Strafe über 0,- Euro und wenn sie Besserung geloben werden auch die Strukturmittel freigegeben? So etwas nennt die EU "Sanktionen"? Lächerlich. Und dann wundert man sich das in der Praxis nichts passiert und sich somit an der Situation nichts ändert?
Die EU weiß doch genau, dass man einem nackten Mann nicht in die Tasche greifen kann. Wie will man Geldstrafen umsetzen, wenn der Kandidat pleite ist? Tut man es doch, riskiert die EU einen echten Volksaufstand in Spanien und Portugal. Bis jetzt ist über die Wahlen und die neuen Regierungen ein Ventil eingebaut, wenn der Spardruck im Kessel aber zu hoch wird, kracht es.
Allerdings - es wird sowieso krachen, weil die jetzige EU-Administratur die Probleme nicht in den Griff kriegt... time for a change.

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