Forum: Wirtschaft
Heime, Pflegedienste, Kliniken: Das steckt hinter der "Pflegeoffensive"
Britta Pedersen/DPA

Der Pflegenotstand ist so groß, dass gleich drei Minister überlegt haben, was helfen könnte. Die kurze Antwort: Geld - und mehr Geld. Lesen Sie hier, was Sie über die lange Antwort wissen sollten.

Seite 1 von 6
bartsuisse 04.06.2019, 21:39
1. schlechte Ausbildung

deutsche Pfleger sind nach der Grundausbildung nicht annähernd vergleichbar mit italienischen, französischen und schweizer Pflegefachleute. Die Kompetenz fehlt. Keine Blutentnahme, keine IV Spritzen, keine Infusionen. Das müssen Kräfte mit Zusatzausbildung übernehmen oder die Ärzte selbst. Diese Ausbildung muss professioneller sein um dann den Berufsstand aufzuwerten. Heute sind diese auf Niveau Altenpfleger der Schweiz. Sie werden leider akzeptiert wegen Personalmangel, müssen aber überwacht werden mangels Kenntniss

Beitrag melden Antworten / Zitieren
winnischneider 04.06.2019, 21:48
2. Der falsche Weg

Solange mit Gesundheit Geld verdient werden kann, landen die euros nicht beim Patienten und beim Personal sondern in den Geldbeuteln der Aktionäre. Ich meine mit Gesundheit darf kein Geld verdient werden. Es ist eine Aufgabe des Staates
Winfried

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eckmuq 04.06.2019, 22:05
3. Heime verbessern. Privat weiter Frust.

Reden wir doch auch mal wieder über die Pflege Angehöriger Zuhause. Viele möchten dort gepflegt werden. Angehörige wollen dies unterstützen. Und bekommen im Pflegegrad 5 (die höchste Stufe) genau 901 ?.
Heimunterbringung 2400 ? . Komisch....oder? Wer wird denn da schon wieder protegiert? Noch ein Porsche für die Leitung?
Noch dazu ist die finanzielle Unterstützung so kompliziert, daß ohne Beratungsstellen niemand zu seinem Recht kommt. Fristen verstreichen, Gelder werden verzögert ausgezahlt.... Himmel.....
Haben die Pflegekassen nicht auch viel Geld in der Finanzkrise in den Sand gesetzt? Komisch hat man wenig von gehört....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AdK 04.06.2019, 22:11
4.

Und wenn ihr es schafft am Ende mehr zu bezahlen als in einem Industrie Job der genau so Nacht/Wochend und Feiertagsarbeit beinhaltet dann findet ihr vl sogar mal genug. Da habe ich aber wenig Hoffnung. Am Ende gibts statt 10€ evtl 10,30€ und der Notstand ist für die Legislatur gelöst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Teutonengriller 04.06.2019, 22:13
5. Verbindliche Personalschlüssel???

Gibt es schon lange, nur,daß die wohl nicht verbindlich für alle sind, bzw. Makulatur. In der Pflege wird nur gemauschelt und Dokumentation ist der reine Selbstzweck. Diese Parteien vergurken den selbstfabrizierten Notstand noch weiter. Die sind so dreist und stellen sich hin und verkaufen den selbstfabrizierten Murks als irgendwie vom Himmel gefallen und präsentieren dann gleich die gleiche Murkslösung,die auch nur Wischi Waschi Lösungen sind. Da wird sich gar nichts ändern. Wir werden immer älter, unsere Kinder kümmern sich ums Welt-Klima und pflegen sollen uns später Afrikaner,Araber und Balkantypen oder wo die immer herkommen. Und wenn das nicht reicht werden irgendwo welche shanghait die noch nicht in der EU sind wie Serbien , Ukraine und Weißrußland. Man kann die auch nich nicht mal mit der Bundeswehr von ihrem Glück überzeugen, weil die kein funktionierendes Gerät haben. Was für ein Quark

Beitrag melden Antworten / Zitieren
auchalt 04.06.2019, 22:15
6. Was soll man schreiben?

Ich arbeite nun seit über 30 Jahren in der Pflege und Betreuung von geistig Behinderten Menschen. Wir gehörten und gehören teilweise immer noch zu den privilegierten in den Sozialen Berufen, vor allem weil alle zufrieden sind wenn sie nichts mit dem Thema zu tun haben (wollen) und trotzdem merken auch meine Kollegen und ich,dass es im grossen und ganzen um den monitären Teil unserer Arbeit geht. Was die Herren Pflegewissenschaftler, die Vertreter der kK , aber natürlich auch die Vertreter der Leistungsträger ( das vergessen viele, dass dich ein großer Anteil der Heimplätze steuerfinanziert sind) ist , dass es ,Achtung Lieblingswort,Kostenneutral bleibt. Solange Krankenkassen , Pflegewissenschaftler, Heimaufsichten und Politiker davon schwärmen, was "sie"erreicht haben.... so lange gibt es keine echte Reform.
Und Ausbildung....man kann über die Generalisierte Pflegeausbildung denken wie man will....es wird sich zeigen ,ob die vielen erwarteten Bewerber genauso schwärmen, wie die von vorneherein für alle Pflegeberufe so wichtigen Quereinsteiger (ohne Realschulabschluss, ohne Abi)...denen in Zukunft der Quereinstieg noch schwerer bzw. unmöglich gemacht wird .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brooklyner 04.06.2019, 22:15
7.

Pflege... Ich habe letzte Woche einen Freund mit Bandscheibenvorfall in die Charité fahren müssen und bin im Wartebereich noch ein Weilchen geblieben, um ihm die Zeit nicht allzu lang werden zu lassen. Jesusmariaundjosef, ist das der Stand der deutschen Krankenhäuser? Das ist ja unterirdisch. Ich war als Besucher in Krankenhäusern in Bangkok (unfassbar gut), Finnland und Schweden, (beide Male vorbildlich), aber zum Glück nie als Patient. Was um alles in der Welt sind das für Zustände in diesem Erste Welt Land? Eine Freundin aus Athen fliegt regelmässig nach Athen, wenn sie zum Arzt muss, weil sie sich das hiesige System beim besten Willen nicht antun möchte. Zuerst war ich überrascht, aber nach dem Kurzbesuch in der sich selbst feiernden Charité muss ich Mal darüber nachdenken, wie ich vorgehe, sollte mein Vater oder ich selbst Mal genötigt sein, solch einen Service benötigen. Und für diese Aussichten zahle ich 450€ im Monat an die Krankenkasse? Oh Gott!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ornis 04.06.2019, 22:25
8. Hoffnung aufgegeben...

Nach fast 30 Jahren als Pflegekraft an einer Uni-Klinik war ich in den letzten 5 Jahren mittlerweile etwa 2 Jahre wegen Burnouts mit schweren Depressionen krank geschrieben. Die Hoffnung, jemals unter fairen Bedingungen in diesem Job zu arbeiten, habe ich schon lange fahren gelassen.
In den späten 80ern wurde der Pflegenotstand bereits breit diskutiert. Es geschah - noch nicht einmal nichts, sondern politisch gewünschte und gezielt provozierte Verschlimmerung der Situation! 15 Jahre später war aus dem Pflegenotstand bereits eine Pflegekatastrophe geworden. Es geschah - das selbe wie zuvor.
Das Pflegepersonalstärkungsgesetz, welches diesen Januar in Kraft trat, war nichts anderes eine Ohrfeige für alle Pflegekräfte, war in krassem Gegensatz zu seinem Namen sogar für die meisten Kliniken und in fast allen Bereichen eine Blaupause zu weiterem Personalabbau!
Nur so als kleines Rechenexempel: wären in den letzten 30 Jahren die Gehälter unbesetzter Planstellen auf das vorhandene Personal umgelegt worden (was nur fair gewesen wäre, denn die zu erbringende Leistung wurde nicht entsprechend runtergefahren, sondern hat sich im Gegenteil immer weiter erhöht), dann würde ich nicht mehr zur Miete wohnen, sondern in schon lange abbezahltem Eigentum...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zuckerfuchs 04.06.2019, 22:28
9. Zumindest...

... MACHT dieses Trio aktiv etwas, wo Jahrzehnte lang bewusst die Augen geschlossen wurden. Dass solche Missstände nicht von heute auf morgen aus der Welt geschafft werden können, sollte jedem klar sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6