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Heimliche Steuererhöhungen: Merkel stellt sich gegen den Abbau der kalten Progression
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Die SPD und Teile der Union fordern den Abbau heimlicher Steuererhöhungen - doch Kanzlerin Merkel weist solche Pläne zurück: Die Konsolidierung des Haushaltes habe Vorrang vor der Abschaffung der kalten Progression.

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steinbock8 04.08.2014, 17:07
1. Progression

Arbeit muss sich immer mehr lohnen fuer den Staat Motivation ist anders Frau Merkel

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denkdochmal 04.08.2014, 17:07
2. Unsere beliebte Volkskanzlerin,

Zitat von sysop
Die SPD und Teile der Union fordern den Abbau heimlicher Steuererhöhungen - doch Kanzlerin Merkel weist solche Pläne zurück: Die Konsolidierung des Haushaltes habe Vorrang vor der Abschaffung der kalten Progression.
"dat Calamity Angie", sie sorgt für die Reichen und nimmt von jenen, die weniger haben. Von der schwäbischen Hausfrau hat man in MeckVor noch nichts gehört. Also, trotz sprudelnder Steuereinnahmen immer druff, auf die Kleinen. Sinnvoll sparen? Wozu denn das?
Kann jemand seriös erklären, woher ihre unglaublichen Umfragewerte kommen?

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carstenBochum 04.08.2014, 17:11
3. Kalte Progression? Gibt es nicht!

Es gibt Inflation und Steuerprogression. Aber keine kalte Progression. Mit so einer Wortschöpfung wird nur eine Ungerechtigkeit oder ein unerwünschter Nebeneffekt einer Lohnerhöhung suggeriert. Das ist keine Wortklauberei. Denn die Reparatur an einem schlecht oder nicht definierten Gegenstand führt zu einem falschen Ergebnis. Soll eine Lohnerhöhung zu einer höheren Leistungsfähigkeit führen muss an der Inflation oder an der Steuerprogression geschraubt werden. Ersteres ist schwierig, letzteres in Dt'land unmöglich.
Steuerklassen gibt es für Ledige, Verheiratete etc. Meine letzte Lohnerhöhung hat aber nicht dazu geführt, dass automatisch in den Stand der Ehe gewechselt bin.

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krassopoteri 04.08.2014, 17:44
4.

Zitat von carstenBochum
Es gibt Inflation und Steuerprogression. Aber keine kalte Progression. Mit so einer Wortschöpfung wird nur eine Ungerechtigkeit oder ein unerwünschter Nebeneffekt einer Lohnerhöhung suggeriert. Das ist keine Wortklauberei.
???
Das sollten Sie mal näher erklären.
Die Kombination von Inflation und Steuerprogression, wird nun mal so bezeichnet. Wo ist das Problem?
Ist doch wesentlich treffender als „negatives Wachstum“.

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Treeman 04.08.2014, 17:46
5.

Zitat von carstenBochum
Es gibt Inflation und Steuerprogression. Aber keine kalte Progression. Mit so einer Wortschöpfung wird nur eine Ungerechtigkeit oder ein unerwünschter Nebeneffekt einer Lohnerhöhung suggeriert. Das ist keine Wortklauberei. Denn die Reparatur an einem schlecht oder nicht definierten Gegenstand führt zu einem falschen Ergebnis. Soll eine Lohnerhöhung zu einer höheren Leistungsfähigkeit führen muss an der Inflation oder an der Steuerprogression geschraubt werden. Ersteres ist schwierig, letzteres in Dt'land unmöglich. Steuerklassen gibt es für Ledige, Verheiratete etc. Meine letzte Lohnerhöhung hat aber nicht dazu geführt, dass automatisch in den Stand der Ehe gewechselt bin.
Wo ist ihr Problem? Dem Phänomen "Inflation + Lohnerhöhung führt aufgrund aufgrund der Steuerprogression potenziell zu einem Kaufkraftverlust" hat man halt den Namen "Kalte Progression" gegeben. Ich finde das sehr passend und überhaupt nicht falsch definiert.

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aamax 04.08.2014, 17:47
6. 130 Milliarden Geschenk gibts für Rentner

Die Rentner mit 63 bekommen ca. 30-40.000 geschenkt (2 jahre Rente früher) insgesamt über 130 Miliarden aber die die das Geld verdienen die sollen immer mehr blechen. Eine Krachende Ungerechtigkeit, vielleicht werden nun ein paar Rentner die SPD und CDU wählen aber nach dieser Nummer der Rest nicht, denn der zahlt die Zeche. Als langjähriger CDU/CSU Wähler ärgert mich das ganz besonders da ich weder Facharbeiten noch 63 Jahre alt bin (Akademiker und 46 Jahre alt)

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klaus meucht 04.08.2014, 17:51
7. Kalte Progression schützt die Reichen

Ich sehe keinen Widerspruch zwischen Haushaltssanierung und Abschaffung der kalten Progression.

DAs Problem der kalten Progression ist dass man schon mit einem mittleren Einkommen in hohe Steuersätze hineinrutscht. Das führt u.a. dazu dass die Reichen sich hinter der Mittelschicht verstecken können. Wenn die Mittelschicht schon in den Spitzensteuersatz hineinrutscht, kann ihn nicht erhöhen ohne dass es die Mittelschicht trifft.

Natürlich kann man die kalte Progression abschaffen ohne dass Einnahmen verloren geht. Nur muss man die Steuererhöhungen explizit verkünden. Und das gibt schlechte Presse.

Die Opposition ist immer unabhängig ob links oder rechts für die Abschaffung der kalten Progression, die Regierung (egal links oder rechts) lehnt dies ab. Diese automatische Steuererhöhungen sind halt zu bequem, als dass man sie abschafft. Man hat Steuererhöhungen ohne dass man diese explizit beschließen muss.

Aber sie führen dazu, dass es immer schwieriger wird die starken Schultern stärker zu belasten - weil schon die schwachen Schultern in den Spitzensteuersatz hineinrutschen.

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cirkular 04.08.2014, 17:51
8. Bei jeder Lohnerhöhung

Zitat von carstenBochum
Es gibt Inflation und Steuerprogression. Aber keine kalte Progression. Mit so einer Wortschöpfung wird nur eine Ungerechtigkeit oder ein unerwünschter Nebeneffekt einer Lohnerhöhung suggeriert. Das ist keine Wortklauberei. Denn die Reparatur an einem schlecht oder nicht definierten Gegenstand führt zu einem falschen Ergebnis. Soll eine Lohnerhöhung zu einer höheren Leistungsfähigkeit führen muss an der Inflation oder an der Steuerprogression geschraubt werden. Ersteres ist schwierig, letzteres in Dt'land unmöglich. Steuerklassen gibt es für Ledige, Verheiratete etc. Meine letzte Lohnerhöhung hat aber nicht dazu geführt, dass automatisch in den Stand der Ehe gewechselt bin.
sollten 50% an den Staat gehen und der Rest in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Das wäre eine gerechte Aufteilung und die Forderungen nach einer Lohnerhöhung wären schnell obsolet.

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pirmence 04.08.2014, 17:52
9.

Die Konsolidierung des Haushalt? Es geht darum das der Mittelstand bereits alle Rechnungen trägt. So ist das nämlich.

Die der Unterschicht schon lange, die der Oberschicht seit 10 Jahren.

Und natürlich die reich und früh abgefundenen Pensionäre unseres mutierten Selbstzweck-Beamtenstaates.

Sozialer Friede? Legt die Zahlen offen - dann ists damit vorbei.

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