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Heizen, Pendeln, Stromverbrauch: Wen das Klimapaket belastet - und wer spart
imago images / blickwinkel

Das Klimapaket wird Verbraucher sehr unterschiedlich stark belasten. Berechnungen für den SPIEGEL ergeben: Manche Haushalte dürften bis zu 300 Euro jährlich draufzahlen - andere profitieren sogar. Die Übersicht.

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Olaf 27.09.2019, 14:05
1. Zufälle gibt's

Zitat von SPON
Die Unterschiede sind laut EWI-Berechnungen recht groß. Während der Single in seiner modernen Großstadtwohnung mit guter ÖNPV-Anbindung unterm Strich sogar etwas Geld spart, würden die anderen Beispielhaushalte bis 2025 deutlich höhere Heiz- und Kraftstoffkosten haben
Ausgerechnet die Wählerclientel der Grünen profitiert vom Klimawandel. Wer hätte das Gedacht?
So lasst uns alle in große Singelwohnungen in die Großstadt ziehen. Ein Klimafreundlicheres Leben ist kaum möglich.

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skylarkin 27.09.2019, 14:07
2.

Es ist vor allem die Lage zur Arbeit und die nötigen Versorgungs- und Sozialwege die entscheidend sind. Kurz, wer sich die hohen Preise in der innenstadt oder dem Ballungsraum leisten kann, also i.d.R. der Besserverdiener, wird belohnt, wer schlechter verdient und auf Vorstadt, Randgemeinden oder Land ausweichen muss, wird bestraft und der Niedrigverdiener gleich doppelt, da er zusätzlich nicht von der Pendlerpauschale profitiert mangels ausreichend Steuerzahlung. Ziemliche soziale Schieflage, da die Wohnlage entscheidend ist.

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hellmut1 27.09.2019, 14:10
3.

Eine vierköpfige Familie mit einem Einkommen von 100000 €. Das ist also die Durchschnittsfamilie. Wo, in Singapur? 4 köpfige Familie ja, Einkommen nein.

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women_1900 27.09.2019, 14:10
4. ich, Ü60, weiß,

dass ich zu den Verlierern gehören werden. Liegt in der Natur meines Alters. Vom AG zur Pendlerin gemacht, muss ich halt zahlen. Einen neuen Job suchen ist ein viel gelesener Ratschlag all derer, die sich offensichtlich noch nicht oder nie bewerben mussten. Als Asthmatikerin kann ich nur bei relativ warmen Temperaturen mit dem Rad zum Bahnhof fahren, Busverbindung gibts keine und zu Fuß sinds gute 40 Minuten. Selbst schuld, dass ich mir diese angeborene Krankheit aussuchte. Meine Kinder sind erwachsen, selbst schuld, dass ich zur falschen zeit Kinder groß zog.
Tja, ich habe schon die Bekämpfung des sauren Regens , das Ende des Fischsterbens, des Ozonlochs mitfinanziert, weshalb sollte ich jetzt nicht auch noch die Klimarettung finanzieren? Meine Kollegen freuen sich, warten sie doch schon länger auf staatliche Zuschüsse um ihre altersschwachen Heizungen austauschen zu lassen. Mir bleibt das gute Gefühl, sie mit unterstützt zu haben.
Eines bleibt mir dennoch: Reduzierung meiner Steuerlast durch Reduzierung meiner Arbeitszeit und Konsumverweigerung.

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newliberal 27.09.2019, 14:16
5. Diesen Satz sollte man sich einrahmen und aufhängen....

"Gut möglich also, dass der Schubs, den die Regierung ihren Bürgern in Richtung Klimafreundlichkeit geben will, letztlich noch etwas stärker ausfällt."

Gott sei Dank lieben es die Bürger in D rumgeschubst zu werden, die Franzosen reagieren da irgendwie empfindlich. Wenn man sich die aktuellen Wahlumfragen ansieht, scheint es allerdings mit einem Schubs nicht getan zu sein. Die Bürger wollen Richtung Klimafreundlichkeit geprügelt werden, geht eben nicht anders. Eine Familie wird wohl kaum wegen ein paar tausend Euro Beihilfe ihre Autos und Heizungsanlage freiwillig für ein E-Auto und klimafreundliche Heizung umtauschen, da müssen die richtigen Kosten richtig wehtun.

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Vincent.V. 27.09.2019, 14:16
6. Das ist Augenwischerei und blinder Aktionismus...

Es wird definitv für alle teurer, genau wie es damals nach dem Ausstieg aus der Kernkraft und einFührung der Energiesparlampen wurde.
Ich kann mich nicht mehr genau an das JAhr erinnern, aber noch sehr gut an die Folgen:
Nach dem Kernkraftausstieg wurden die jährlichen Strompreiserhöhungen mit der Umstellung auf alternative Ernergiequellen begründet und die Auswirkungen waren spürbar.
In der Folge haben viele massiv angefangen Strom zu sparen, was noch durch spätere Änderungen wie AAA-Energiespargeräte etc. unterstützt wurde.
Doch anstatt das die Stromrechnung günstiger wurde, bekam ich abermals eine Stromkostenerhöhung, diesmal allerding mit der Begründung, das zuwenig verbraucht und somit die kosten nicht gedeckt werden.

Wetten, das es hier genauso läuft? die Wirtschaft wird immer einen Grund finden, de Abnehmer schröpfen zu können, egal wie sehr man spart.
Wäre sinnvoller, wenn man dieser Stelle mal ansetzen würde. Der Klimaschutz wird immer nur vorgeschoben und für solche Dinge mißbraucht.

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barstar 27.09.2019, 14:16
7. Das Land wird benachteiligt

Es wundert mich nicht, dass das „Land“ wieder einmal den kürzeren zieht. Der Städter hat Glück! Er hat einen öffentlichen Nahverkehr, 5G an jeder Milchkanne, mega-schnelles Internet, gut bezahlte Jobs - gerade für Akademiker- und die Jugend zieht nicht weg. Nun werden den Heimattreuen, also diejenigen, die da wohnen wollen, wo sie groß geworden sind und auf individuelle Mobilität angewiesen sind, zur Kasse gebeten. Auf dem Land geht kein öffentlicher Nahverkehr. Es geht einfach nicht. Selbst wenn jede Stunde ein Bus fährt, fährt er nicht dahin wo man hin möchte.
Ja, es gibt den menschengemachten Klimawandel. Er darf aber nicht zu Lasten des Menschen und seiner Freiheit, Komforts und Wohlstand bekämpft werden. Ich bin nicht bereit Kosten dafür zu tragen, Verbote hinzunehmen oder mich einzuschränken.
Ich sage es gerne: der Markt soll es regeln. Genau wie der Markt die Mieten in der Stadt regelt. Wenn es sich lohnt, werden die Menschen es auch machen. Aber durch Verteuerungen, wird die Akzeptanz sinken. Siehe Fridays for Hubraum.

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spon_4666721 27.09.2019, 14:17
8. Da lese ich schon gar nicht mehr weiter

Eine 4 Köpfige Familie auf dem Land mit zu versteuerndem Einkommen von 100.000€ ist für mind. 80%+ völlig utopisch. Genau dieses Beispiel mit 30.000€ zu versteuerndem Einkommen, damit könnten sich die meisten identifizieren, denn sie lägen mehr oder weniger dicht daran oder leicht darüber. Ich glaube, der Begriff zu versteuerndes Einkommen ist für die meisten ein Begriff mit dem sie gar nichts anfangen können.

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heinz.murken 27.09.2019, 14:20
9. @Olaf

Kennen Sie wirklich das Wählerklientel der Grünen?
Soweit es Berlin betrifft, sind das häufig auch Familien mit Kindern.
Oder einfach enttäuschte frühere SPD Wähler

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