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Heizkosten-Horror: Darauf sollten Mieter achten - und darauf Vermieter
DPA

Ein großer Teil der Heizkostenabrechnungen weist Mängel auf - im schlimmsten Fall wird erheblich mehr Geld berechnet, als angemessen wäre. Zwei Checklisten helfen.

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jk1! 12.01.2019, 19:38
10. Aktuelle Geschichte

Habe die NK im letzten Jahr durch die Verbraucherzentrale checken lassen. Ergebnis: die vom privaten Vermieter beauftragte Firma hat seit Jahren zu meinen Ungunsten falsche Abrechnungen erstellt.
Der Vermieter hat nach Widerspruch eine neue Abrechnung erstellen lassen, die aber immer noch nicht die Frage beantwortet hat, wo in einem 2-Familienhaus 150€ Stromkosten anfallen, die nicht über die Stromrechnungen der beiden Haushalte beglichen werden.
Der Vermieter verweigert eine Auskunft über die Quelle der Kosten mit dem Hinweis ich könne ihn ja verklagen.
Genauso verhält es sich mit Wärmedämmung und Heizung. Ein Energieberater hat eine völlig unzureichende Dämmung der obersten Geschossdecke ( Bußgeld bis zu 50.000 € ! ) und eine sanierungsbedürftige Situation bei Wohnungstür und Wand zum Treppenhaus diagnostiziert. Die Wärmedämmung der Geschossdecke soll irgendwann beauftragt werden. Sanierungsbedürftige Wand und Wohnungstüre bleiben wie sie sind. Klageweg offen.
Bei der Heizung soll nach Energieberater dringend ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, da vier von fünf Heizkörpern bei Stufe eins nicht warm werden. Reaktion des Vermieters: mache ich nicht, sie können mich verklagen.
Rücksprache beim Mieterverein bringt das Ergebnis, das ich im Recht sei mir den Klageweg aber überlegen solle, wenn ich dort wohnen bleiben möchte, da der Vermieter eventuell persönlich angefasst reagiere...

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steuerzahler1972 12.01.2019, 20:25
11. Einfache Lösung

Nachdem es in meinem Bekanntenkreis viele Probleme zwischen Vermietern und Mietern gegeben hat, auch Streit bei Abrechnungen habe ich diese Lösung für mich gefunden.


Entweder vermiete ich an Verwandtschaft oder Freunde, gute Bekannte.

Durch das echte Vertrauensverhältnis ist dies ein ganz anderes Vermieten. Gerne legen dann beide Parteien einen großen Wert auf Energiesparen und tragen JEDER seinen Teil dazu bei. Da brauche ich auch keinen Abrechnungsdienst, den ja alle Parteien auch zahlen müssen. Und wer möchte schon seine Freunde betrügen?

Es gab in 15 Jahren nie ein Problem. Im Gegenteil, die Wohnungen wurden gut behandelt, teilweise liegt da noch der ERSTE TEPPICH und der sieht aus wie neu! So kann ich auch mit einer niedrigen Miete kalkulieren.
Bei Problemen wird sofort repariert, ich helfe und repariere auch mal eine Waschmaschine usw. oder nehme Sperrmüll mit.

Hier weiß ich als Vermieter auch um die Persönlichkeit der Mieter. Immerhin vertraut man diesen Personen einen beträchtlichen Wert an.

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permissiveactionlink 12.01.2019, 21:00
12. #9, Flari

0°, nicht 180° ! Mein Kommentar zu den Grundversorgungstarifen bezog sich auf die Grundversorgingstarife für die Gas- und Stromanschlüsse einzelner Wohnungen. In dem Post hier ging es aber um die Empfehlung an den Vermieter, den günstigsten Gasversorgungstarif für die Heizungsanlage eines Mehrfamilienhauses in Erwägung zu ziehen. Dieser Tarif ist aber mit einer deutlich größeren Grundgebühr verbunden, und lohnt nur bei jährlicher Abnahme größerer Gasvolumina, nicht aber als Gastarif für eine ansonsten zentral geheizte Wohnung. Praktisch sieht das so aus : Grundversorgingstarife : Grundgebühr 79 Euro, 6,44 Cent pro kWh. Günstigster Gastarif beim Anbieter : Grundgebühr : 182,07 Euro, 4,39 Cent pro kWh. Bei einem Wohnungsverbrauch von 1000 kWh zahlt man im Grundversorgungstarif dann 143,40 Euro, also 14,34 Cent pro kWh. Im günstigsten Privattarif (s.o.) hingegen 225,97 Euro, bzw. 22,6 Cent pro kWh. Letzterer Tarif lohnt nur, wenn damit auch geheizt wird, nicht aber, wenn man damit nur Warmwasser erzeugt oder womöglich einen Gasherd betreibt. Alle Klarheiten und Winkelmaße restlos beseitigt ?

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Crom 12.01.2019, 21:14
13.

Ich vermietet möbliert und verlange eine Pauschalmiete. Wenn man sich die Kosten, die gewisse Ablesedienste verlangen, fährt man so besser auch wenn der Mieter vielleicht mal mehr verbraucht als kalkuliert.

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steuerzahler1972 12.01.2019, 21:19
14. Einfache Lösung

Zitat von jk1!
Habe die NK im letzten Jahr durch die Verbraucherzentrale checken lassen. Ergebnis: die vom privaten Vermieter beauftragte Firma hat seit Jahren zu meinen Ungunsten falsche Abrechnungen erstellt. Der Vermieter hat nach Widerspruch eine neue Abrechnung erstellen lassen, die aber immer noch nicht die Frage beantwortet hat, wo in einem 2-Familienhaus 150€ Stromkosten anfallen, die nicht über die Stromrechnungen der beiden Haushalte beglichen werden. Der Vermieter verweigert eine Auskunft über die Quelle der Kosten mit dem Hinweis ich könne ihn ja verklagen. Genauso verhält es sich mit Wärmedämmung und Heizung. Ein Energieberater hat eine völlig unzureichende Dämmung der obersten Geschossdecke ( Bußgeld bis zu 50.000 € ! ) und eine sanierungsbedürftige Situation bei Wohnungstür und Wand zum Treppenhaus diagnostiziert. Die Wärmedämmung der Geschossdecke soll irgendwann beauftragt werden. Sanierungsbedürftige Wand und Wohnungstüre bleiben wie sie sind. Klageweg offen. Bei der Heizung soll nach Energieberater dringend ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, da vier von fünf Heizkörpern bei Stufe eins nicht warm werden. Reaktion des Vermieters: mache ich nicht, sie können mich verklagen. Rücksprache beim Mieterverein bringt das Ergebnis, das ich im Recht sei mir den Klageweg aber überlegen solle, wenn ich dort wohnen bleiben möchte, da der Vermieter eventuell persönlich angefasst reagiere...
Da sind sie scheinbar auf eine "Schrottimmobilie" reingefallen. Zum Glück haben Sie diese nicht gekauft. Da hätten Sie jetzt ein richtiges Problem!
Die Lösung ist einfach: ausziehen! Den Rest erledigt ein guter Anwalt.
Und....ein guter Mieter findet immer eine neue Wohnung oder
wie wäre es damit sich autark zu machen?
Als Besitzer einer Immobilie können Sie das alles besser machen!
Als besserer Vermieter würden Sie andere Mieter vor Unrecht und Betrug schützen!!

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steuerzahler1972 12.01.2019, 21:30
15. Win-Win-Situation

Zitat von Crom
Ich vermietet möbliert und verlange eine Pauschalmiete. Wenn man sich die Kosten, die gewisse Ablesedienste verlangen, fährt man so besser auch wenn der Mieter vielleicht mal mehr verbraucht als kalkuliert.
Genau das ist mein nächstes Projekt. Mehrkosten und Ablesedienst halten sich die Waage und man hat gegenüber den Mieter auch andere Vorteile. Bei diesem Konstrukt vermietet man an eine Person. Somit sind die Nebenkosten und die Abnutzung der Wohnung niedriger. Der Mieter hat es leichter in einer neuen Stadt Fuß zu fassen und kann auch für eine kürzere Zeit mieten ohne renovieren zu müssen.
Außerdem gibt es relevante Vorteile beim Kündigungsrecht. Wenn sich die beiden Parteien nicht vertragen ist nach kurzer Zeit Schluss!
Traurig ist da besonders der Mieterverein und die Anwälte!

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karlsiegfried 12.01.2019, 23:39
16. # 10 Bitte bedenken

Zitat von jk1!
Habe die NK im letzten Jahr durch die Verbraucherzentrale checken lassen. Ergebnis: die vom privaten Vermieter beauftragte Firma hat seit Jahren zu meinen Ungunsten falsche Abrechnungen erstellt. Der Vermieter hat nach Widerspruch eine neue Abrechnung erstellen lassen, die aber immer noch nicht die Frage beantwortet hat, wo in einem 2-Familienhaus 150€ Stromkosten anfallen, die nicht über die Stromrechnungen der beiden Haushalte beglichen werden. Der Vermieter verweigert eine Auskunft über die Quelle der Kosten mit dem Hinweis ich könne ihn ja verklagen. Genauso verhält es sich mit Wärmedämmung und Heizung. Ein Energieberater hat eine völlig unzureichende Dämmung der obersten Geschossdecke ( Bußgeld bis zu 50.000 € ! ) und eine sanierungsbedürftige Situation bei Wohnungstür und Wand zum Treppenhaus diagnostiziert. Die Wärmedämmung der Geschossdecke soll irgendwann beauftragt werden. Sanierungsbedürftige Wand und Wohnungstüre bleiben wie sie sind. Klageweg offen. Bei der Heizung soll nach Energieberater dringend ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden, da vier von fünf Heizkörpern bei Stufe eins nicht warm werden. Reaktion des Vermieters: mache ich nicht, sie können mich verklagen. Rücksprache beim Mieterverein bringt das Ergebnis, das ich im Recht sei mir den Klageweg aber überlegen solle, wenn ich dort wohnen bleiben möchte, da der Vermieter eventuell persönlich angefasst reagiere...
Mit den unbekannten Stromkosten ist das schon böse. Mit der Geschossdämmung so eine Sache, denn diese kostet viel Geld und bringt keinen Cent mehr Miete. Eher weniger. Mit der Kündigung des Vermieters ist den wenigsten bekannt, Kündigung eines Mieters im selbstbewohnten Zweifamilienhaus ist einfach und ohne Begründung möglich. Nur die Kündigungsfrist muss um 3 Monate verlängert werden. Ich rate ausziehen aus diesem Haus. Der Vermieter ist bestimmt kein freundlicher Nachbar, wie es aussieht.

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mobes 13.01.2019, 00:25
17. Besserwisser ...

Zitat von permissiveactionlink
1. Eine jährliche Wartung der Heizungsanlage kostet (die Mieter !) zwar Geld, spart aber auch enorm Geld, da ein verdreckter, zentimeterdick verkrusteter Wärmetauscher (oder in Brennwertgeräten auch zwei davon) die Erwärmung des Heizungswassers erschwert und man Geld durch den Kamin hinauswirft. Ein Wartungsvertrag kostet Geld, weil er Geld spart. 2. Manche Vermieter versuchen den Öleinkauf im Herbst komplett in diese Abrechnungsperiode zu packen. Dumm, wenn man dann im Januar auszieht. Dann verbrauchen andere das Öl, was man schon bezahlt hat oder noch bezahlen muss. Ein solches Vorgehen des Vermieters ist höchst illegal, denn er ist verpflichtet, verbrauchsabhängig abzurechnen. Das geht, indem man am Jahresende den Füllstand der meist transparenten Tanks mit Taschenlampe und Zollstock ermittelt und mit ihm das Restvolumen ermittelt (Beim Tankhersteller "Ausliterungstabelle" oder -grafik anfordern). 3. Es ist nicht im geringsten nachvollziehbar, warum die Messkosten nach Heizanteil umgelegt werden, denn Einbau und Betrieb der gemieteten Heizkörperzähler kosten immer dasselbe, egal was sie messen. Der Gesetzgeber hat das aber leider so festgelegt. 4. Schreiben Sie sich in regelmäßigen Abständen die Heizungsgaszählerstände im Keller auf (z.B. alle zwei Wochen). So erhalten Sie die Heizkurve des Gebäudes, Jahresanfang- und Endstände, sowie Zählerstände am Monatsende, wenn Preiserhöhungen für gewöhnlich stattfinden. Bei einem Mieterwechsel entfällt dann die höchst ungenaue Berechnung nach Monatsgradzahltabelle ! 5. Bringen Sie Ihren Vermieter dazu, eine neue, Phasenanschnitt-gesteuerte geregelte Heizungspumpe neuester Pumpentechnologie einbauen zu lassen. Das spart jede Menge Allgemeinstrom. 6. Heizen Sie nur soviel wie unbedingt nötig. 1°C mehr im Raum benötigt 6% mehr Heizenergie und -kosten ! Bei vier Grad mehr sind es schon 26,25% mehr Heizenergie. 7. Besorgen Sie sich beim diesbezüglichen Versorger die Tariflisten, und überprüfen Sie damit und mit den Zählerständen die Abrechnung auf Plausibilität. 8. Entlüften Sie regelmäßig die Heizkörper, falls erforderlich, und lassen Sie an der Heizanlage eine Nachttemperaturabsenkung (18°C) vom Installateur einstellen. 9. Der Vermieter muss Brennstoff wirtschaftlich einkaufen. Falls erforderlich, weisen Sie ihn auf den kostengünstigsten Gastarif des bisherigen Versorgers hin.
Ich gehe davon aus, dass Sie noch nie eine ordentliche Heizkostenabrechnung gesehen haben, sonst sollten Sie wissen, dass in der Kostenaufstellung unter Brennstoffkosten sowohl der Anfangsbestand als auch der Restbestand der im Tank befindlichen Heizölmenge erfasst ist. Somit ist es egal, ob das Öl im Januar oder im Dezember gekauft wird.

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MissMorgan 13.01.2019, 01:18
18. Jedes Jahr der gleiche Ärger

mit der Techem. Falsche Abrechnungen trotz korrekter Datenübertragung. Obwohl die Ablesegeräte teuer gemietet werden, bekomme ich nicht die abgelesenen Werte übermittelt, damit ich selber die Abrechnung machen kann. Das Ergebnis: Jedes Jahr verliere ich die Nachzahlungen. Praktischerweise hat die Techem meine Kündigung nicht erhalten und die vielen Mails, Briefe und Telefongespräche in denen die Kündigung erwähnt wird, zählte beim Amtsgericht nicht. Also kann man nur laut und immer wieder von seinen Erfahrungen berichten und hoffen, dass andere daraus lernen!

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William Foster (d-fens) 13.01.2019, 06:11
19. Vollkommen unrealistische Einschätzung der Vermieter-Motivation

Solche Diskussionen zeigen mal wieder, daß die Leute, die solche Empfehlungen aussprechen, keine Ahnung davon haben, wie ein normaler Vermieter tickt. Ich mache die NK-Abrechnungen für meine Eltern und ich habe keinerlei Interesse, den Mietern da einen reinzuwürgen. Am Ende des Tages geht es darum, die Kosten der MIETER gerecht zu verteilen, nicht darum, daß man daran was verdient. Die Regeln dazu sind mittlerweile teilweise aber inzwischen so absurd kompliziert (z.B. bei Wärmekollektoren), daß viele Vermieter dazu keinen Bock mehr haben (das kostet auch alles Zeit und Geld, ich hab auch noch nen richtigen Job) und eine Hausverwaltung beauftragen, die das dann macht. Ratet mal, wer die Hausverwaltung bezahlt? Der Mieter. Genau das gleiche Thema bei der Heizkostenabrechnung. Wenn mir da bei einem alten Haus, wo bei einer reinen Verteilung nach qm (und da reden wir dann bei normalem Verhalten vll. von ein paar Unschärfen von +-20€ pro Jahr - das ist kein Verdienst, dass ist dann nur nicht korrekt verteilt) ein Mieter so käme, würde ich mir das ganz einfach machen: Zaehler einbauen, Umlage der Wartungskosten alle 5 Jahre auf die Mieter (btw. so 1k€), Ablesung durch ISTA (dann hab ich damit nichts zu tun, nochmal einen ordentlichen Satz an Extrakosten auf die NK) und fertig. Da zahlen die Mieter richtig drauf, aber ich habe den Ärger dann nicht mehr und das ist dann alles formal korrekt. In einem normalen Verhältnis hat ein Vermieter immer Interesse daran, die NK möglichst niedrig zu halten, weil das die Wohung ja auch unattraktiv macht. Wenn mir da aber so ein Querulant käme, der mir wegen 10€ Unschärfe da ständig extra Arbeit macht, dann würde ich da jeden Kram der geht umlegen, und mit Sicherheit auch jedes mal eine Mieterhöhung durchziegen sobald es geht - bis er draußen ist.

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