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HEK: Gesetzliche Krankenkasse schürt Angst vor Bürgerversicherung
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Schreckgespenst Bürgerversicherung: Nicht nur die privaten Krankenversicherer wettern gegen SPD und Grüne. Auch eine gesetzliche Kasse warnt ihre Versicherten vor einem Umbau des Gesundheitssystems - und wirbt indirekt für Schwarz-Gelb.

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tabernakelmenetekel 18.09.2013, 13:51
10. als ob eine dieser parteien es gut

Mit den Bürgern meinen würde. Klar wird es mindestens so enden wie in NL. Wer besserung erwartet wie herr behn, der hat wohl zu viel zeit an der hobelbank verbracht statt sich mal mit aktuellen entwicklungen und den absichten der parteien zu beschäftigen. Das ist kein vorwurf, sondern lobenswert. Aber genau das wird eben ausgenutzt. Was herr behn nicht weiß macht ihn nicht heiß sagt man sich partei intern und arbeitet so an einem netz im Namen der gutglaubigkeit, dass einem am ende nur den hals zuschnürt. Ich bin auch gegen private versicherung, aber die alternative bitte nicht geschmiedet von korrupter und unfähiger hand.

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Peter Schlemihl 18.09.2013, 13:52
11. Hier in Österreich

gibt es nicht nur die Versicherungspflicht sondern auch die Versicherungspflicht. Jeder, ob nun Arbeitnehmer oder Selbständiger, ist verpflichtend Mitglied in einer staatlichen Krankenkasse. Wobei Arbeitnehmer in der Krankenkasse ihres jeweiligen Bundeslandes versichert sind und die Selbständigen in einer einzigen Krankenkasse.

Ebenso ist es mit der Pensionsversicherung (so heißt hier die Rentenversicherung). Ausnahmslos alle, sind versichert, unabhängig vom Einkommen. Wobei es lediglich eine Bemessungsgrenze für beide Versicherungen gibt, ab der die Beiträge nicht mehr prozentual steigen.

Der Erfolg ist, daß wir lediglich 7,2% Krankenversicherungsbeitrag haben (AG- und AN-Anteil) während es in D. 14% und mehr sind.

Da ich auch 25 Jahre in D. krankenversichert war, kann ich beurteilen, daß die Leistungen im wesentlichen in Ö. nicht schlechter sind als in D.

Für die privaten KV in D. wäre eine Bürgerversicherung natürlich eine Katastrophe, für die Versicherten ein Segen. Dazu wäre allerdings Solidrität notwendig, denn selbstverständlich würden die jungen Gutverdienenden in einer Bürgerversicherung einen höheren Beitrag zahlen als in der PKV. Es würde aber dem sozialen Frieden gut tun.

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oberallgaeuer 18.09.2013, 13:54
12. 100.000 Arbeitsplätze

Zitat von statler&waldorfmuppets
Die Oppositionsparteien wollen die private KV abschaffen. dies wird rund 100.000 arbeitsplätze kosten und die Standards verschlechtern. Warum sollten sich die Kassen nicht gegen ihre zukünftigen Vernichter wehren? Legal und legitim.
Können Sie diese Zahl belegen? Und wenn Sie schon dabei sind, können Sie auch belegen, wieviel an Provision für die Vermittler gezahlt wurde?

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berns 18.09.2013, 13:57
13. Bürgerversicherung ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Wesentlich besser ist es, alle Krankenkassen abzuschaffen. Das erspart viele Milliarden Verwaltungsgebühren, allein die AOK braucht für Verwaltung jährlich über 15 Milliarden Euro.
Die Finanzierung des Gesundheitswesens könnte nach dänischem Vorbild wesentlich effzienter, kostengünstiger und trotzdem besser drchgeführt werden. Die Krankenkassen werden durch ein staatliches Gesundheitsamt ersetzt. Grundlage der Finanzierung ist eine höhere Besteuerung der Einkommen, Vorschlag: Alle Einkommen bis 2.000 Euro abgabe- und steuerfrei - vom Einkommen darüber 50%, aber ohne Privilegien für einige Steuerzahler. Der Staat würde so viel Steuern einnehmen, dass sogar auch eine Rente von 1.300 Euro für jede/n ab 65 davon bezahlt werden könnte. Da Beiträge für Krankenkasse und Rente dann wegfallen, sind Löhne und Gehälter und andere Einkommen netto höher als jetzt, was der Binnenkonjunktur sehr gut täte.
Nebeneffekt: Mehr Arbeitsplätze zu guten Löhnen sind dann sofort möglich - niemand brauchte mehr Angst haben vor Krankheit und Altersarmut.
Und: Ein total einfaches Steuersystem, was ebenfalls wegen wegfallender riesiger Steuerberatungskosten
von Vorteil ist.

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marinero7 18.09.2013, 13:58
14.

Zitat von wire-less
.....Ich wäre für eine steuerfinanzierte Bürgerversicherung. D.h. die Kassenbeiträge verschwinden, die Steuern steigen. So hätten wir automatisch Beiträge nach Leistungsfähigkeit und nur einmal den Aufwand des Einziehens der Steuern/Abgaben.
Welche Steuern sollen dann steigen? Die Sektsteuer? Die Tabaksteuer? Die Mehrwertsteuer? Oder meinen Sie die Lohnsteuer?

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paris75001 18.09.2013, 13:58
15. Frankreich

Frankreich hat auch nur eine einzige Staatskasse. Die ist schlecht und teuer. Warum diese Deutschen sich immer selbst das Schlechte wollen?

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thommyde 18.09.2013, 13:58
16. Pflichversicherung!!

Ich will die Pflichversicherung allgemein in Frage stellen. Um eine Solidargemeinschaft handelt es sich schon lange nicht mehr. Es gibt Hundertausende, wenn nicht Millionen Versicherte, die an Krankheiten leiden und zu deren (schnellerer) Heilung sie deutlich selbst beitragen könnten, damit auch die Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Das tun sie aber nicht, sondern rauchen und trinken oder ernähren sich ungesund weiter. Dadurch entstehen unnötige Mehrkosten, die auf die Allgemeinheit abgewälzt werden und das muss ich mit bezahlen! Warum! Diese Versicherten zahlen keinen Cent mehr Krankenkassenbeitrag als ich und belasten die Kassen unnötig! Wenn ich mein Auto 5x hintereinander gegen einen Baum fahre muss ich entweder einen horrenden Versicherungsbeitrag zahlen oder meine Versicherung schmeisst mich raus. Warum geht das nicht bei der KKV. Die Menschen müssen wieder mehr in die Verantwortung für sich und ihr Tun genommen werden. Die Experten sagen die Medizin und die medizinische Versorgung werden immer besser (?!?) und teurer und das hätte seinen Preis. Wer fragt mich, ob ich das überhaupt will. Aber ich muss es bezahlen. Ich bin mündig und bewusst genug über mich selbst entscheiden zu können, auch über meine Gesundheit mit allen Konsequenzen. Ich würde mir KKV`s wünschen, wo ich mir meine Versicherungsleistung individuell zusammenstellen und auch bewusst teure Leistungen weglassen kann. Und wer nachweislich einen Gegesungsprozess nicht unterstützt, der soll auch mehr bezahlen.

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ColoradoAvalanche 18.09.2013, 13:58
17. Vernunft

Scheinbar ist die Bürgerversicherung keine Lösung der Vernunft, sondern vielmehr ein teures Monstrum das statt sehr guter Versorgung für die GKV und sehr guter, aber luxuriöserer Versorgung für die PKV, die einheitlich miserable Versorgung stellt.
Die Diskussion kommt den Grünen aber wohl sehr gelegen, lenkt sie doch von der Pädophilen freundlichen Vergangenheit von Herrn Trittin ab.

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kdshp 18.09.2013, 13:59
18.

Zitat von sysop
Schreckgespenst Bürgerversicherung: Nicht nur die privaten Krankenversicherer wettern gegen SPD und Grüne. Auch eine gesetzliche Kasse warnt ihre Versicherten vor einem Umbau des Gesundheitssystems - und wirbt indirekt für Schwarz-Gelb.
Da gehen bei mir die alarmglocken an! Wenn wer für eine partei wirbt verspricht er sich selber starke vorteile UND das sehe ich hier. Eine bürgerversicherung wäre nicht nur gerechter sondern würde uns auch mrd einsparen. DAS die lobby wie jetzt hier dagegen ist erscheint logisch denn diese mrd gehen denen verloren!

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ebensolchen 18.09.2013, 14:02
19. jo so isses !

Zitat von OneTwoThree
Ja, wenn sich die Nutzniesser des momentanen Systems gegen eine Änderung stellen, dann scheint das geforderte System wohl Vorteile für die Kunden (Patienten) zu haben.
von dem bisherigen system profitieren alle - nur die patienten nicht. auch wenn die privatversicherten sich hier anscheinend in sicherheit wiegen sollten sich darüber im klaren sein das ihre beiträge noch in orbitante höhen steigen werden und sich die normalverdiener unter ihnen schon in naher zukunft diese nicht mehr leisten können werden.

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