Forum: Wirtschaft
HEK: Gesetzliche Krankenkasse schürt Angst vor Bürgerversicherung
DPA

Schreckgespenst Bürgerversicherung: Nicht nur die privaten Krankenversicherer wettern gegen SPD und Grüne. Auch eine gesetzliche Kasse warnt ihre Versicherten vor einem Umbau des Gesundheitssystems - und wirbt indirekt für Schwarz-Gelb.

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Tamarind 18.09.2013, 19:39
300.

Die Idee Bürgerversicherung ist gut. Aber ich traue dem Lobby-Land Deutschland den Mut, die Entschlossenheit und die dazu nötige Einigkeit nicht zu, das GKV-System zu zerschlagen, durch welches ein Wasserkopf abgebaut und Kosten drastisch reduziert werden können. In Hundert Jahren nicht. Okay, vielleicht in Hundert. Dann noch den Pharma-Lobbyismus beseitigen, okay, das in vielleicht 120 Jahren. ;-))

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Kris 18.09.2013, 19:42
301. Kapitalmarkt

Zitat von rudyf
Nun die PKV*s müssen ebenso, wie private Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, am Kapitalmarkt agieren, die Resultate sehen wir die Beiträge steigen dort ins Uferlose. [...] Mit den Folgen leben wir nun (!) Deshalb Bürgerversicherung auf alle Fälle sie ist jeder Kapitalversicherung weit überlegen wenn die Grundbedingungen eingehalten und nicht verletzt werden und stärkt besonders Verhandlungsposition gegenüber Pharmakonzernen (-Medikamentenpreise etc.pp-), ist zudem keinen Schwankungen am Kapitalmarkt ausgeliefert (!) und das ist mit das Wichtigste (!)
Ja, Kapitalmarkt. Und ?
Die Alterungsrückstellungen der PKV sind von 113 Mrd € 2006 auf 169 Mrd € 2011 gestiegen. Eine DKV und eine Debeka erzielen pro Beitragseuro 25 Cent Zinsen aus den Kapitalanlagen.
Ganz schlimm .... schei*** Zocker ....
Was haben die Rücklagen der GKV in dem Zeitraum gemacht ?

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xcountzerox 18.09.2013, 19:50
302. fern der realität

Zitat von OskarVernon
Immerhin: Das System PKV mit Rechnungen, Selbstbeteiligung und Beitragsrückvergütung bei Nichtinanspruchnahme motiviert ungemein, sparsam damit umzugehen. In der "Bürgerversicherung" fällt diese Motivation, gesund zu leben und kleinere Wehwehchen selber auszukurieren, halt ersatzlos weg - so einfach ist das.
wohl nie erlebt, wie gerade die privatversicherten gezielt abgemolken werden. welcher privatversicherte hat ahnung, was mit welchem satz abgerechnet noch seriös ist.

ich wünsche ihnen keine krebserkrankung als privatversichertem. das ist das grosse geschäft für all die helfenden ärzte und kliniken. sie werden arm, bevor sie sterben.

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Peter500500 18.09.2013, 19:52
303.

Zitat von ichliebeeuchdochalle
Erklären Sie mal, was schlimm an dem Nachteil ist, daß in Österreich der KV Beitragssatz 7 Prozent ist und bei uns 15 Prozent! Das nenne ich mal einen "entscheidenden Nachteil", allerdings nicht für die Bürgerversicherung. Wieso? Für wen? Was haben Sie gegen das Modell in Österreich?
Ist es in Österreich nicht so, dass das Gesundheitssystem auch mit einem nicht unerheblichen Teil mit weiteren Steuergeldern finanziert wird?
Oder lediglich aus dem Beitragssatz?

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Peter500500 18.09.2013, 19:56
304.

Zitat von xcountzerox
wohl nie erlebt, wie gerade die privatversicherten gezielt abgemolken werden. welcher privatversicherte hat ahnung, was mit welchem satz abgerechnet noch seriös ist. ich wünsche ihnen keine krebserkrankung als privatversichertem. das ist das grosse geschäft für all die helfenden ärzte und kliniken. sie werden arm, bevor sie sterben.
Mit den Sätzen ist es prinzipiell nicht so schwer. 2,3 ist der Regelsatz und 3,5 der Höchstsatz. Darüber hinaus muss eine Honorarvereinbarung unterzeichnet werden in der Sie darauf hingewiesen werden, dass übersteigende Honorare selbst gezahlt werden müssen.

Der krebskranke Privatpatient wird sich bestimmt beklagen, dass er ordentlich versichert ist. Woran soll er Pleite gehen?

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Kris 18.09.2013, 19:59
305.

Zitat von ant-ipod
Selbstständige und Freiberufler fallen zu hunderttausenden aus dem System und sind teilweise gar nicht versichert - ein Skandal.
Ein echter Skandal!
Ich will die Namen aller GKV'en, die so etwas zulassen.
Seit 2009 darf eine Krankenversicherung / Krankenkasse den Versicherten nur "freilassen", wenn er eine Folgeversicherung
nachweisen kann.
Es besteht Versicherungspflicht in Deutschland !

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OskarVernon 18.09.2013, 20:03
306.

Zitat von xcountzerox
wohl nie erlebt, wie gerade die privatversicherten gezielt abgemolken werden.
Selbst wenn, ist das doch nur ein Beweis mehr für die Überlegenheit der PKV: Die schafft es doch tatsächlich trotzdem, bei niedrigeren Beiträgen höhere Arzthonorare zu bezahlen... ;-)

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Kris 18.09.2013, 20:04
307.

Zitat von Traumschau
Sie haben noch nicht verstanden, dass sich alle die ein bißchen mehr verdienen aus der Solidarität verabschiedet haben und somit die Sozialsysteme ruiniert werden. Die Klientelpolitik hat das bewirkt - oder besser gesagt Korruption. Die PKV kann nur deshalb überleben, weil sie Risikoauslese betreibt. Müsste diese jeden zu einem bestimmten Tarif aufnehmen, würde sich das nicht mehr rechnen.
Die PKV muss seit 2009 jeden in einem bestimmten Tarif aufnehmen.
Willkommen in der Wirklichkeit.

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Kris 18.09.2013, 20:06
308. Kinder

Zitat von Peter500500
Für manche sind zwei Euro schon enorm. Risikoselektion findet selbstverständlich statt. Allerdings lehnt die PKV Beamte bei der Ernennung auf Probe nicht ab. Zusätzlich wurde dies von einigen PKV-Unternehmen für freiwillig versicherte eingeführt. Über manche Arbeitgeber kann man Zusatzversicherungen erhalten ohne Gesundheitsprüfung.
werden in der PKV eines Elternteils innerhalb von 2 Monaten immer ohne
Gesundheitsprüfung versichert.

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kuac 18.09.2013, 20:09
309.

Zitat von Kris
In der PKV gibt es im übrigen gar keine Gleichbehandlung. Der eine will einen Grundschutz und braucht keinen Heilpraktiker oder findet Regelunterkunft-/versorgung im Krankenhaus ok, der andere, ich zum Beispiel, will "all-you-can-eat". Wen nehmen wir denn jetzt als Modell für alle ?
Heilpraktiker, 1 oder 2 Bettzimmer, das sind Trivialitäten. Die Krankenbehandlungen sind für alle PKV Mitglieder gleich. Wer ein paar Euro mehr zahlt, bekommt auch den Chefarzt zu sehen. Meistens ist er nicht der bessere Arzt, weil er viel Zeit mit Verwaltungsarbeiten verbringt. Ich spreche aus eigener Erfahrung.

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