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HEK: Gesetzliche Krankenkasse schürt Angst vor Bürgerversicherung
DPA

Schreckgespenst Bürgerversicherung: Nicht nur die privaten Krankenversicherer wettern gegen SPD und Grüne. Auch eine gesetzliche Kasse warnt ihre Versicherten vor einem Umbau des Gesundheitssystems - und wirbt indirekt für Schwarz-Gelb.

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Kris 19.09.2013, 11:47
330. @inuk

Die GKV pfändet wahrscheinlich die komplette Existenz weg, die PKV
überführt irgendwann in den Basistarif oder den neuen Notlagentarif.
Kündigung kommt trotzdem nicht mehr in Frage. Zumindest bei der PKV.
Da die GKV ja so supersolidarisch ist gehe ich davon aus, dass es bei denen auch nicht passiert. Ich habe jetzt aber das SGB V nicht direkt vor Augen.

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Kris 19.09.2013, 12:06
331. @juttakristina

11,5 Mrd. ? Zuschuss aus Steuermitteln für 2013 und 14 Mrd ? für 2012.
Für "Versicherungsfremde Leistungen".
Diese versicherungsfremden Leistungen sind Leistungen sind:
- beitragsfreie Krankenversicherung von Kindern (!)
- Leistungen für Schwangerschaft und (!!)
- Leistungen für Mutterschaft

Na, das muss ja ein tolles System sein, das ausschließlich durch den Nachwuchs der Ressource "Beitragszahler" überlebt es aber nicht als seine Kernaufgabe begreift diese auch zu Hegen und zu pflegen und mit allen Mitteln zu fördern.
Und nein, ich das hat sich nicht Herr Bahr ausgedacht.

Bei einer Bürgerversicherung wird es dann auch endlich nicht mehr erforderlich sein, diesen systemfremden Mist mit Steuergeldern zu subventionieren. Dann wird das schön mit Beiträgen finanziert.
Wo wird wohl der Beitrag für Kinder liegen? 100 ?, 120 ??

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Eberhard JuliusRüdiger 19.09.2013, 13:43
332. CDU Gesundheitskonzept von 2003/4

Das Thema Grundabsicherung für Alle, die in Deutschland leben, war schon 2003/4 Thema der CDU. Damals wurde unter Vorsitz der Altbundespräsidenten Herzog und von Weizsäcker eine Konzept für eine Bürgerabsicherung entwickelt, die von der SPD und von den Grünen im Wahlkampf 2005 bekämpft wurde.
Dabei ist eine Neuordnung der Absicherung der Bürger im Falle einer Krankheit notwendig. Man denke nur an die Problematik von Art. 3 und Art 6 GG. Die sog. Unisextarife beseitigen einen geringen Teil der Probleme, aber eine Grundversorgung aller Bürger wäre auch mit dem Konzept der SPD heute nicht gewährleistet.
Eine Einheitskasse für alle ohne jede Ausnahme. Also Wegfall der Sondertarife für Beamte, Selbständige, Soldaten, Abgeordnete u.a. Die Vielzahl an Kassen ist nicht notwendig bei einer Grundversorgung. Wer es besser haben will, soll es aus versteuertem Einkommen zahlen.
Wer keine Einheitstarife haben will, sollte diese dann an die Steuerveranlagung knüpfen.
Vorbild wären die Lösungen in Australien und Kanada.

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bellissima 19.09.2013, 17:54
333. Bürgerversicherung

Zitat von mischpot
ist die Realität die private ist zu teuer. Die gesetzliche für Alle die einzige Altnernative.
Sollte Rot/Grün/Rot wirklich kommen, dann tröstet mich nur eines, nämlich dass wirklich fast alle deutlich mehr bezahlen werden. Fröhliches Erwachen!

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bellissima 19.09.2013, 17:57
334. Bürgerversicherung

Zitat von kdshp
Da gehen bei mir die alarmglocken an! Wenn wer für eine partei wirbt verspricht er sich selber starke vorteile UND das sehe ich hier. Eine bürgerversicherung wäre nicht nur gerechter sondern würde uns auch mrd einsparen. DAS die lobby wie jetzt hier dagegen ist erscheint logisch denn diese mrd gehen denen verloren!
Eine Bürgerversicherung würde nicht Milliarden einsparen, sondern uns Bürger Milliarden zusätzlich kosten. Warten Sie ab, Sie werden es noch spüren!

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diplpig 19.09.2013, 18:26
335. Hanse Merkur hats sich auch disqualifiziert

... schickt ein ganz klare Wahlempfehlung gegen SPD und Grüne auch an gesetzlich Versicherte raus, die nur eine priavte Zusatzversicherung haben. Jetzt weiß ich wen ich nicht wähle.

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intenso1 20.09.2013, 11:20
336. Zusatzversicherung?

Zitat von osuniemi
Es ist einfach nicht wahr, dass die Bürgerversicherung für alle gestzlich Versicherten Vorteile bringen wird. Die Mehrzahl der Versicherten werden Zusatzversicherungen abschließen müssen, weil das system so nicht zu finanzieren ist. Der Blick auf die europäischen Partner sollte zeigen wo die Nachteile zu suchen und zu finden sind. Wer dann noch für eine Bürgerversicherung votiert ist selber Schuld. Es ist interssant zu wissen, dass alle führenden Sozialdemokraten privat versichert sind. 50% aller SPD Abgeordneten im deutschen Bundestag sind privatversichert. Der Papst aller Kritiker des deutschen Gesundheitssystems, Herr Lauterbach, ist auch zusätzlich im Vorstand der Rhön Kliniken, welches eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft ist. Noch Fragen?
Dann schauen sie sich mal die Zusatzzahlungen heute an - Medikamente, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen usw.
Rechnet man diese Extra-Kosten mal zusammen können sie gut und gern eine Zusatzversicherung bezahlen.

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Neuer Debattierer 20.09.2013, 15:29
337.

Zitat von osuniemi
Es ist einfach nicht wahr, dass die Bürgerversicherung für alle gestzlich Versicherten Vorteile bringen wird. Die Mehrzahl der Versicherten werden Zusatzversicherungen abschließen müssen, weil das system so nicht zu finanzieren ist. Der Blick auf die europäischen Partner sollte zeigen wo die Nachteile zu suchen und zu finden sind. Wer dann noch für eine Bürgerversicherung votiert ist selber Schuld. Es ist interssant zu wissen, dass alle führenden Sozialdemokraten privat versichert sind. 50% aller SPD Abgeordneten im deutschen Bundestag sind privatversichert. Der Papst aller Kritiker des deutschen Gesundheitssystems, Herr Lauterbach, ist auch zusätzlich im Vorstand der Rhön Kliniken, welches eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft ist. Noch Fragen?
Ja, so ist das nun mal, wenn man vor der Abgeordnetenzeit Beamter war. Da hat man nur folgende Wahl: Beihilfe mit PKV als Ergänzung oder GKV mit der Folge, dass man Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge aus seinem Einkommen bezahlen muss. Was wählt aus der Beamte? Die PKV mit Zuschuss aus Steuern, wenn man Medikamente braucht oder zum Arzt geht. Das kann man dem einzelnen Beamten nicht verdenken. Doch zeigt es die Absurdität des Systems. Etwa die Hälfte der PKV-Vollsicherten sind Beamte, von denen sich die meisten die PKV nur leisten können, weil der Staat mit Steuergeldern einspringt. In anderen Branchen nennt man das Subventionierung.

Solch eine Zweiteilung hat kein anderer europäischer Staat. Die anderen Ländern haben sogar teils niedrigere Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit bei mindestens gleich gutem Versorgungsstand.

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Peter500500 21.09.2013, 01:41
338.

Zitat von Neuer Debattierer
Ja, so ist das nun mal, wenn man vor der Abgeordnetenzeit Beamter war. Da hat man nur folgende Wahl: Beihilfe mit PKV als Ergänzung oder GKV mit der Folge, dass man Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge aus seinem Einkommen bezahlen muss. Was wählt aus der Beamte? Die PKV mit Zuschuss aus Steuern, wenn man Medikamente braucht oder zum Arzt geht. Das kann man dem einzelnen Beamten nicht verdenken. Doch zeigt es die Absurdität des Systems. Etwa die Hälfte der PKV-Vollsicherten sind Beamte, von denen sich die meisten die PKV nur leisten können, weil der Staat mit Steuergeldern einspringt. In anderen Branchen nennt man das Subventionierung. Solch eine Zweiteilung hat kein anderer europäischer Staat. Die anderen Ländern haben sogar teils niedrigere Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit bei mindestens gleich gutem Versorgungsstand.
Solange nicht begriffen wird, dass die Beihilfe dem Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung eines Angestellten entspricht, solange verstehe ich sogar, dass man es als ungerecht empfindet.

Der Unterschied ist lediglich, dass der Staat sagt, er könne seine Beamten besser versichern als eine Krankenkasse. Deshalb zahlt er den Arbeitgeberanteil nicht an eine Krankenkasse, sondern übernimmt die Hälfte der Versicherung selbst. Die andere Hälfte muss der Beamte dann selbst absichern. (manchmal auch 70 %, aber Kinder sind ja in der GKV auch kostenlos versichert)

Somit ist hier keine Subventionierung zu erkennen, sondern einfach ein anderes System.

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Ratzbär 23.09.2013, 08:59
339. Temporär

Zitat von Utx
Defizit? Die GKV erwirtschaftet riesige Überschüsse.
Ja, für die ersten 6 Monate vielleicht, leider wird die Schlussrechnung meist am Ende eines Jahres gemacht und die sieht selten gut aus.

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