Forum: Wirtschaft
Herbstgutachten: Wirtschaftsforscher warnen vor einheitlichem Mindestlohn
DPA

Ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro könnte "zu einem beträchtlichen Stellenabbau" führen: Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute warnen vor einer einheitlichen Untergrenze für Löhne. Gewerkschaften werfen den Ökonomen Zynismus vor.

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joey55 17.10.2013, 12:56
1.

Immer her mit den Markteintrittsschranken und Arbeitsplatzvernichtungsmaßnahmen für Arbeitnehmer.

Dann kann die Politik das bei der "Aufstockung" eingesparte Geld wenigstens wieder für ABM- und Wiedereingliederungsmaßnahmen und dortige Lohnzuschüsse einsetzen. Dann hat man das eine Problem "gelöst" und ein neues um das man sich kümmern kann. So geht der Politik wenigstens die Arbeit nicht aus.

Mag zynisch klingen, aber die Realität ist selten nett.

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ganymed1234 17.10.2013, 12:57
2. Natürlich...

... warnen die "Experten" davor. Dann können die Arbeitgeber ja nicht mehr Angestellte mit Dumpinglöhne zu modernen Sklaven machen. Würde mal gerne wissen wer dieses Gutachten in Auftrag gegeben hat. Evtl. der Arbeitgeberverband?

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lkm67 17.10.2013, 12:59
3.

Zitat von sysop
Ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro könnte "zu einem beträchtlichen Stellenabbau" führen: Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute warnen vor einer einheitlichen Untergrenze für Löhne. Gewerkschaften werfen den Ökonomen Zynismus vor.
Da sind sie wieder die Mahner, die Mietmäuler . . . meine Güte
wovor wurde in Deutschland nicht bereits alles gewarnt, der
Tod unserer Industrie wurde schon in den 70er Jahren prognostiziert
wenn man Filter in Schornsteine und Kläranlagen bauen müssen etc.

Das ist doch alles Lobbyisten Geplapper. Ein bisschen Sinn für
Gerechtigkeit und Fairness würde auch diesen Sesselpupsern
gut tun oder aber sie sollen sofort solidarisch auf entscheidende
Teile ihres eigenen Gehalts verzichten.

Nur sind diese Leute Mahner . . ., darin ist auch Miss Merkel
gaaaaanz stark, sie mahnt immer (toll). Durch mahnen ist noch
keine Krise gemeistert worden, keine Innovation entstanden und
keine Gesellschaft für die Zukunft gerüstet worden.

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sebastian.teichert 17.10.2013, 13:01
4. Hmm...

Nur wenn viele Menschen wenig Geld haben, können wenig Menschen viel Geld haben...

Es wird zu einem explosionsartigen Ansturm bei Zeitarbeitsfirmen kommen. Leute werden statt 8 Stunden für je sagen wir mal 7 Euro nur noch 4-5 Stunden dann aber für 8,50 beschäftigt... Dann musst du halt aber auch echt ranklotzen wo du vorher mal nen Kaffe zwischen durch hattest. Sonst kommt wer neues...

Es wär ja schön, wenn es möglich wäre allen Menschen ihre Arbeit zu vergüten sodass es fair wäre. Aber solange in Grenzländern billiglöhne weiterhin gezählt werden ist es einfach eine Utopie!

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LorenzSTR 17.10.2013, 13:04
5. Klar doch

Wer um alles in der Welt nimmt die tendenziösen Erzeugnisse solcher "Institute" auch nur halbwegs ernst? Ah, stimmt, die deutsche Journaille mit ihrem Pseudojournalismus - und jetzt kann ich mal gespannt sein, ob dieser Kommentar überhaupt veröffentlicht wird.

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a.vollmer 17.10.2013, 13:06
6. optional

Nach Angaben auf tagesschau.de erhält der durchschnittliche Aufstocker 4,34€ pro Stunde. Mit diesem Betrag werden vom Steuerzahler derzeit die Dumpinglöhne unterhalb 8,50€ subventioniert. Damit kann dann der Unternehmer, der auf dieser Basis Kleinstlöhne zahlen kann, locker seine Konkurrenten, die tarifgebundene Lohnstrukturen haben, unterbieten. Das ist mittelstandsschädigend, Aushöhlung des Solidarsystems und Aushebelung des Prinzips des freien Markts.

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Moewi 17.10.2013, 13:09
7.

Zitat von joey55
Immer her mit den Markteintrittsschranken und Arbeitsplatzvernichtungsmaßnahmen für Arbeitnehmer. Dann kann die Politik das bei der "Aufstockung" eingesparte Geld wenigstens wieder für ABM- und Wiedereingliederungsmaßnahmen und dortige Lohnzuschüsse einsetzen.
Lieber dort, als im regulären Arbeitsmarkt, wo jeder Arbeitgeber mit Dumpinglöhnen seine Wettbewerber unter Druck setzt, es ihm gleichzutun. Ist ja egal - der Steuerzahler subventioniert es doch...

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rick1979 17.10.2013, 13:10
8. Wir reden hier über eine Vollzeit-Brutto von 1450 €!

Arbeitsplätze, die eine Lohnuntergrenze von 1450 € brutto bei Vollzeit nicht tragen können, sind nicht erhaltenswert. Das dahinterstehende Geschäftsmodell basiert auf reiner Ausbeutung.

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schmiergelsiepen 17.10.2013, 13:14
9. schmiergelsiepen

Die Auftraege die da sin, muessen erledigt werden. Wieso weniger Beschaeftigte? Die Arbeitnehmer werden ja nicht aus Barmherzigkeit beschaeftigt. Die Arbeigeber wollen verdienen. Aber sie wollen wenn moeglich wesentlich mehr verdienen.
Wie kann nur jemand so dumm sein, das nicht zu verstehen.

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