Forum: Wirtschaft
Herbstgutachten: Wirtschaftsforscher warnen vor einheitlichem Mindestlohn
DPA

Ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro könnte "zu einem beträchtlichen Stellenabbau" führen: Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute warnen vor einer einheitlichen Untergrenze für Löhne. Gewerkschaften werfen den Ökonomen Zynismus vor.

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henrikw 17.10.2013, 13:34
30. Inflation

Ich bin schon auf die Inflationsrate gespannt. Von vielen Dienstleistungen bis Lebensmittel wird es teurer. Wobei wir davon ausgehen können, dass es, mit einem zusätzlichen Aufschlag, TEURO mäßig abläuft.

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kdshp 17.10.2013, 13:35
31.

Zitat von rick1979
1. Schließlich gehen ja bei weitem nicht alle Arbeitsplätze verloren, die heute unter 8,50 € pro Stunde liegen. Die meisten dieser Arbeitnehmer werden von einer einheitlichen Lohnuntergrenze profitieren. 2. Bedenken Sie, welche Ungerechtigkeit sich am Markt durch das Aufstocken ergeben. Es handelt sich dabei um nichts anderes als eine Einkommens-Subvention für Ausbeuter zu Laster der Unternehmen, die faire Löhne bezahlen.
Zu 2: Der "witz" ist ja das die unternehmen die aufstockungen selber finanzieren via steuern. Die aufstockung kostet die unternehmen ja mehr als wennsie einen mindestlohn zahlen würden weil die verwaltungskosten des amtes dazu kommen.

Ein Teufelskreis! (TV Kaiser)

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Spassbremse 17.10.2013, 13:36
32. Wirtschaftsforscher warnen

Mindestlöhne schmälern die Profite hart arbeitender Arbeitgeber. Langfristig bedeutet dies eine triste Existenz als Millionär, der Aufstieg in die Riege der Superreichen wird vielen hoffnungsvollen Leistungsträgern dann verwehrt bleiben. Kann es sich ein Land wie Deutschland, das zurecht stolz auf seine international gefeierte Elite ist, erlauben, hier an der falschen Schraube zu drehen? Lieber eine Million Arme, als ein armer Millionär, oder?

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rosenvater 17.10.2013, 13:36
33.

Zitat von nrq
was sind das denn für Ausbeuter die Leute dafür beschäftigen?
Taxiunternehmer, Hotels und Gaststätten, Reinigungen, Call Center etc. Alles Unternehmen, bei denen die Kundschaft nicht bereit ist, mehr für die Dienstleistung zu zahlen.

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rosenvater 17.10.2013, 13:39
34. Richtig

Zitat von kalle blomquist
Zynisch sind doch diejenigen, denen all die kleinen selbständigen Krauter egal sind, die selbst für kaum acht Euro werkeln und bei Einführung des famosen Mindestlohns ihre geringqualifizierten Helferlein entlassen müssen. Zynisch sind die, denen das Schicksal dieser Entlassenen wurscht ist, die dann das Hartz-Heer und damit die Masse der Abhängigen vergrößern. Wollen wir wirklich französische Verhältnisse, wo ganze Erwerbslosen-Ghettos entstehen, in denen alle Geringqualifizierten als Kriminelle und/oder Assistierte vegetieren? Ist da nicht besser, geringbezahlt aber integriert in die Arbeitswelt eine Chance auf eine bessere Zukunft immerhin zu bewahren?
Diese Seite der Medaille scheinen viele aber nicht sehen zu wollen, sondern versteigen sich zu wilden Spekulationen über ausbeuterische Unternehmer, die sich die Taschen voll machen.

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infonix123 17.10.2013, 13:40
35. Stimmt - Weniger Lohnsklaven

Die Haltung von Lohnsklaven wird dadurch unrentabeler. Jetzt soll man denen auch noch menschenwürdige Löhne zahlen und die Chefs sollen wohl auch noch auf den 3. Daimler mit Blattgoldauflage und Diamantplitter-Radfelgen verzichten.
Schlimme Zeiten für Sklavenhalter! Das geht nich sagt die CDU auch, dann gibt es weniger Großspenden.

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krulle 17.10.2013, 13:45
36. Hm...

Wie wollen die Firmen denn die Jobs der untersten Lohngruppen ins Ausland verlegen?
Reinigungsfachpersonal, Fensterputzer, Briefzusteller, Werbeprospekteverteiler..... müssen immer noch in DIESEM Land putzen/austragen, um hier sauber zu machen/die Werbung/Post/Pakete zu zu stellen. Und so lange sie HIER arbeiten, sollten die Leute einen fairen Lohn bekommen (ob 8fünfzig oder 10elf überlassee ich gerne den Tarifpartnern).

Bestimmte Jobs lassen sich ncht verlagern, und das sind die mit den untersten Gehältern. Von einem "Jobkahlschlag" zu reden lässt deutlich erkennen, wie fern der Realität manche sind, die solche "Empfehlungen" abgeben.

Dagegen wäre ein gesetzlicher Mindestlohn sogar gefährlich für die Industriemitarbeiter, die im Moment mehr verdienen. Die Industrie wird versuchen, Neueinstellungen von Fliessbandmitarbeitern und ähnlichen nur noch zu diesem Mindestlohn durchzuführen, mit der Begründung, dass der Staat ja schliesslich festgestellt hat, dass ein solcher Lohn zum Leben reicht (bei Vollzeit). Damit werden hier die Lohnpreise sogar fallen, und somit Jobs nach DE geholt.

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rosenvater 17.10.2013, 13:46
37. Abendland

Zitat von docmillerlulu
können, ohne daß es zu Massenarbeitslosigkeit kommt, dann dürften 8,50.-/h für geleistete Arbeit wohl für die Wirtschaft zu verkraften sein? Das ist der Betrag den unsere Produktionsmittelbesitzer durch miese Investments ausserhalb von Deutschland in den Sand gesetzt haben, übrigens unter Zuhilfemahme von gesunkenen Reallöhnen. Ich glaube kaum daß der Untergang des Abendlandes zu erwarten ist.
Das Abendland wird aber mal wegen Unwissenheit untergehen. Haben Sie sich schon mal damit beschäftigt, in welchen Branchen "Geringverdiener" beschäftigt sind? Das sind keine "Produktionsmitteltbesitzer die durch miese Investments außerhalb von Deutschland in den Sand gesetzt haben".

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SchnurzelPuPu 17.10.2013, 13:47
38. Hilfe Inflation

wenn die Tagelöhner auf einen Schlag so viel Geld mehr verdienen steigen ja auch die Preise für Luxusgüter!

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zero-bond 17.10.2013, 13:48
39. .

Zitat von LorenzSTR
Wer um alles in der Welt nimmt die tendenziösen Erzeugnisse solcher "Institute" auch nur halbwegs ernst? Ah, stimmt, die deutsche Journaille mit ihrem Pseudojournalismus - und jetzt kann ich mal gespannt sein, ob dieser Kommentar überhaupt veröffentlicht wird.
Genau, was fällt der Journaille ein. Schließlich haben Gewerkschaften völlig neutral festgestellt, das ein Mindestlohn keine negativen Auswirkungen hat. Genau wie alle anderen Forderungen.

Btw.: Das DIW ist durchaus gewerkschaftsnah.

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