Forum: Wirtschaft
Hilfe für Bauern: EU bunkert größten Milchpulvervorrat seit 20 Jahren
DPA

Für ihre Milch bekommen Bauern immer weniger Geld. Um die Preise zu stützen, lagert die EU Milchpulver ein - und hat jetzt so viel wie seit 20 Jahren nicht. Nun soll China helfen.

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schgucke 27.07.2017, 07:50
1. Wirtschaft mit Plan

vielleicht sind die freie oder soziale Marktwirtschaft doch nicht das Maß aller Dinge, hm? bisschen Planen im Vorherein wäre besser als danach verplant dastehen.
ja, wohin jetzt damit? weitere Kühe damit füttern oder doch nach Afrika verschenken um dort alle und weitere satt aber unzufrieden zu machen? und auf jeden Fall mit Volldampf weiter produzieren was geht, oder?

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Schnabeltier 27.07.2017, 08:02
2. Hier...

....muss endlich die Überproduktion aufhören. Weniger Kühe, diese aber artgerecht gehalten, weniger Milch zu einem anständigen Preis, weniger kranke Tiere aufgrund Hochleistungszucht und -fütterung, weniger Gülle, weniger Nitrat im Grundwasser, weniger Methan in der Atmosphäre, weniger Magermilchpulver in sämtlichen industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln als billige Proteinquelle und zur Feuchteregulation. Erzählt mir nix von wegen "Es kann sich nicht jeder teure Milch leisten." - ist Unsinn: Reine Milch wird von sozial Schwachen kaum konsumiert ("schmeckt nicht"), sondern überwiegend in verarbeiteter Form und meist ohne, dass es den Konsumenten bewusst ist (Magermilchpulver eben - raus aus der Nahrung, wo es eh nicht reingehört!). Man muss nur mal schauen, was Kinder in der Schule so essen, und mal fragen, was zu Hause gegessen wird.

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ulrich_loose 27.07.2017, 08:02
3. Interessant

wird nicht auch Butter und Käse aus Milch gemacht? Magermilchpulver deutet ja darauf hin, dass die EU - genauer die armen Hochsteuerzahler - die "Reste" übernimmt und die Bauern mit den vorher ausfilterten? Fetten ihr aktuelles Geschäft zu Höchstpreisen betreibt. So zahlt wir immer der Bürger doppelt bis dreifach.

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susuki 27.07.2017, 08:04
4.

Die homogenisierte Silo-Fütterungs-Plörre schmeckt nach nichts.

Ich esse aber gerne Rohmilch-Käse und andere Milchprodukte.

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bausa 27.07.2017, 08:04
5. Schulmilch

kostenlos für alle einführen und das Problem ist gelöst.

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Larnaveux 27.07.2017, 08:05
6. Perverse Situation

Die Milchpreise für die Bauern sinken also, und ich zahle mittlerweile 50 Cent mehr pro Butterstück als noch vor wenigen Wochen. Auch Käse ist mal locker innerhalb eines Monats um rund 30% teurer geworden. Interessant, was für Handelsmargen sich daraus ergeben. Verlierer? Die Bauern und die Verbraucher, wie's aussieht.

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ayee 27.07.2017, 08:13
7. Niemandem wird damit geholfen

Den Bauern wird damit nicht geholfen, denn sie produzieren damit weiterhin für einen Bedarf, der nicht existiert und der Milchmarkt hat weiterhin nichts mit einem Markt zu tun. Man produziert so viel Milch, dass man die sogar nach Afrika schifft, was der dortigen Agrarwirtschaft sicherlich auch nicht hilft. Man hilft auch nicht den EU Bürgern, denn Milch ist zwar im Supermarkt günstig, aber gleichzeitig zahlt man die Subventionen per Steuer. Und nicht zuletzt ist die massive Überproduktion auch komplett unökologisch. Also, wem genau hilft man damit?!

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blauerapfel 27.07.2017, 08:16
8. Überkapazitäten

Schon witzig, da drängt die EU China regelmäßig, die Überkapazitäten abzubauen.

China nimmt Europas Milch ab, Europa Chinas Stahl, wäre doch für beide Seiten ein guter Deal.

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joe_ 27.07.2017, 08:18
9.

Funktioniert so die angekündigte Marktregulierung nach Freigabe der Milchquote?
Als Nächstes kommt dann der Butterberg! Aber unsere ach so intelligenten DE/EU Politiker
wissen bestimmt damit umzugehen.

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