Forum: Wirtschaft
Hilfe für Bauern: EU bunkert größten Milchpulvervorrat seit 20 Jahren
DPA

Für ihre Milch bekommen Bauern immer weniger Geld. Um die Preise zu stützen, lagert die EU Milchpulver ein - und hat jetzt so viel wie seit 20 Jahren nicht. Nun soll China helfen.

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koves 27.07.2017, 08:53
20. Der Ankauf von Dieselfahrzeugen

könnte ebenfalls eine Entspannung der aktuell schwierigen Marktsituation bei Gebrauchtwagen bringen und damit tausende 'Fähnchenhändler' die Existenz sichern....

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Ossibär 27.07.2017, 09:02
21.

"Schenkt das Milchpulver einfach den Chinesen" Einen Teil könnte man aber auch abfüllen und hier verkaufen. Wer Milchpulver statt haltbarer Milch im Kaffee mag muss das im Internet bestellen. Als 1 kg Packung in den Handel bringen spart auch Verpackungsmüll.

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fd53 27.07.2017, 09:07
22. Butterpreis: 2016 noch 79 Cent, jetzt 179 Cent

Und angeblich soll das daran liegen, dass die Milch auf dem Markt knapp ist und der Milchpreis für die Bauern nur um 8 bis 10 Cent gestiegen ist. Damit der Milchpreis nun endlich wieder die Kosten der Bauern deckt.
Übrigens für alle Nörgler an den Bauern: die extrem niedrigen nicht kostendecken Preise für Milch in den Jahren 2014 bis 2016 führten in der BRD zur Aufgabe bei mehr als 12 % der Milchproduzenten. Die Milchpulverberge stammen vor allen aus den Jahren 2011 bis 2016.

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kinzigriver 27.07.2017, 09:09
23. Das Problem liegt doch eher beim zuständigen Ministerium

Dieser jetzige Agrarminister ist die größte Fehlbesetzung im Kabinett. Da geht doch rein gar nichts. Wie viele Reports sind in den öffentlichen Sendern ARD und ZDF gelaufen und haben auf bestehende Probleme hingewiesen - aber an diesem Mann prallt alles ab. Da werden Tonnen von hier in Europa nicht absetzbarem Hühnerfleisch nach Afrika geschafft, und dann brechen dort die Märkte zusammen. Fischereischiffe fahren hinaus und fangen vor fremden Küsten alles was nicht schnell genug wegschwimmt und diese Landwirtschaft, die vielfach Tierschutzgesetze mit Füßen tritt, wird hofiert und geschützt - gleichzeitig aber ökologisch arbeitenden Kleinbetrieben massiv Knüppel zwischen die Beine geworfen. Ein unhaltbarer Zustand, aber im Schatten von weiteren Fehlbesetzungen wie von der Leyen, Maiziere, Dobrindt und Co, fällt dieser Minister gar nicht auf - nur so mal am Rande beim Besuch der Wagner-Festspiele in Bayreuth. Da hat der Minister Zeit und grinst unverschämt in die Kameras.

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Blendy 27.07.2017, 09:10
24. Exporte für Tierprodukte verbieten!

Zitat von WWW-Schizo
Die Lösung wäre doch simpel: weniger Milchkühe. Man kann nicht ewig für einen Bedarf produzieren, den es am Markt nicht gibt. Der Export nach China ist auch eine gute Idee, falls China den Import zulässt. Viele Branchen mussten oder müssen sich bereits umstellen, z.b. die Telekommunikations- oder Automobilbranche, da ist die Landwirtschaft keine Ausnahme.
Auf jeden Fall weniger Kühe! Es kann doch wohl nicht sein, dass wir mit unseren kleinen Flächen für ein riesiges Land wie China produzieren???! Dann verringert die Kuhbestände und gebt ihnen mehr Platz und einen gehörigen Teil der Milch den Kälbern! Es ist doch die Gelegenheit, diesen entarteten Wirtschaftszweig mal wieder gerade zu rücken oder was?

Dass hier Kühe leiden um damit Chinesen zu füttern, geht gar nicht!

Aber, auch der Verbraucher ist wieder (wie immer) gefragt: Bitte kauft gute "Bioland(-Siegel)"-Milch und nicht den billigen Discounter-Scheiß (gut&günstig / ja! usw..) Die Kühe haben dort kein schönes Leben, um es mal gelinde auszudrücken.

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svizzero 27.07.2017, 09:29
25. Ist doch egal...

... ist doch egal ob Butterberg oder Magermilchberg. Hautpsache jemand verdient daran. Übrigens, die meiste Milch in Rumänien stammt aus der EU. Weil diese billiger ist. Dafür kriegt Rumänien finanzielle EU Hilfe. Das zeigt wie absurd dieses Konstrukt ist. Denn Rumänien hat wohl so ziemlich das beste Ackerland das sich ein Bauer wünschen kann. Und die unzähligen, weiten, saftigen Wiesen sind auch nicht von Pappe.

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gelbesvomei 27.07.2017, 09:37
26. Gerade im Moment ...

läuft irgendwo in Deutschland mindestens ein Beratungsgespräch, wo ein Raiffeisen-, oder Genossenschafts- oder sonstiger Berater einem Milchbauern die Welt so erklärt: "Wachsen oder Weichen - das ist das Gebot!
China, Russland ... das sind die Märkte der Zukunft! DA ist noch RIESIGES Wachstumspotential! Nur die BÖSE Milchquote hat uns daran gehindert unsere Potentiale WIRKLICH auszuschöpfen!" Und tatsächlich: Der einzelne Landwirt kann sich der Systematik nicht widersetzen. Ihm bleibt nur, sich auf Nischen zu konzentrieren (Demeter und Konsorten) oder tatsächlich zu weichen ... Mich treibt schon länger die Frage um: Wer bezahlt die anfangs genannten Berater eigentlich wirklich?
Kleine Anekdote am Rande: Nachdem alle Produktionsmengenhürden gefallen sind, gilt es jetzt, die Milchproduktion bei vorgegebener Fläche zu maximieren (Zupachtung oder Zukauf ist wg. des "Landgrabbings" der noch höher subventionierten Mais-für-Biogasanlagen-Anbauer für Milchbauern nicht finanzierbar). Neueste Beratungslinie: KEIN Weidegang mehr! Nur noch Heu und Silage. Der Grund: Beim Weidegang zertreten die Kühe zuviel Gras. Wenn der Bauer es mäht, kommt mehr in der Kuh an - und mehr Milch raus ... (die dann teuer und energieintensiv getrocknet und eingelagert wird ...) DAS ist EU-Realität - DIESE EU braucht kein Mensch!

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uban1 27.07.2017, 09:51
27.

Die europäischen Werte dienen der Gross-Industrie, anstatt kleine, dezentrale, ökologisch und regionale Strukturen zu fördern wird das Geld lieber den internationalen Multis in den Gewinn geschoben, die dann mit ihrer Masse die kleinen Produzenten abwürgen.

Unsere Politiker hören auf die finanziell starke Lobby, der Wähler interessiert hier nicht. Fatralerweise werden heute die reginalen Initiativen gerne auch in die rechte Ecke gestellt, denn regional ist ja gegen multikultiinternationalglobal, d.h. die die globalen Konzerne haben die politische Korrektheit für ihre Zwecke eingespannt und die Gutmenschen merken es nicht.

Fubnktioniert mit Afrika ganz gut, hier indurtriell Nahrung erzeugen, Billigprodukte nach Afrika, subventioniert expotieren, den dortigen Markt kaputt machen, die armen Afrikaner kommen zu uns, und wer verdient daran? Wer muss das alles bezahlen?

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suedseefrachter 27.07.2017, 09:56
28.

Ich bin schon sehr lange gegen die EU...
Die Missstände in der Landwirtschaft, Entsorgungspolitik, Subventionen, Einkommen der bei der EU beschäftigten (einfach viel zu hoch gesehen an deren Leistung) stimmen einfach nicht.

Es hat mit Demokratie auch nicht viel zu tun, sondern mit Wettbewerbsverzerrung und Diktatur (man nehme den Steuerzahlern X EUR weg und verteilt diese dann an Landwirte).

Gerade gestern gelesen nicht genug Flüchtlinge arbeiten als Helfer auf einem Hof in Österreich (die Situation ist auch auf Deutschland übertragbar).

Der Landwirt erhält pro Jahr ca 21.000 EUR Förderung, die Arbeiter bekommen 1000 EUR/Monat.
So wie rechtfertigt man dann überhaupt die Förderung für den Landwirt? Soll er doch selber seine Gurken pflücken.
Ein Landwirt ist nach diesen Regeln für mich sicher KEIN Unternehmer.

http://derstandard.at/2000061528783/Wenig-Asylwerber-als-Erntearbeiter-auf-dem-Feld
Bauer: Bernhard Mayr, Ansfelden, Österreich
Förderung 2016: € 21.263,25
Förderung 2015: € 21.135,84
https://transparenzdatenbank.at/

Gut hierbei geht noch Versicherung für den Hof und Maschinenkosten ab, aber einem richtigen Unternehmer werden diese Dinge auch nicht bezahlt. Und wenn's nicht funktioniert dann muss ein richtiger Unternehmer auch dicht machen.
Das die Maschinenkosten sehr hoch sind ist klar, aber viele Höfe benötigen keinen eigenen Traktor bzw. Maschinen, diese können genau so genossenschaftsmäßig gehalten werden.

Analog für Deutschland:
https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

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schwerpunkt 27.07.2017, 10:14
29.

Kuhmilch nach China! Prima Idee!
Kuhmilch in China und vor allem deren Produkte wie Joghurt und Käse sind dort in etwa so gut verkäuflich wie Schlangenschwänze in Europa. Käse gilt dort als vergammeltes Lebensmittel. Ich habe noch keinen Chinesen (in Asien) erlebt, der so was freiwillig gegessen hätte. Und in Restaurants dort sucht man Milchprodukte ebenfalls vergebens.
Ich denke der Markt für Milchprodukte im fernen Asien ist daher eher limitiert.

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