Forum: Wirtschaft
Hilfe für Familien: Kauder wirbt für Baukindergeld
DPA

Unions-Fraktionschef Volker Kauder setzt sich für das sogenannte Baukindergeld ein. Es soll jungen Familien beim Eigenheimbau helfen. Die CSU scheiterte mit derselben Idee vor Jahren.

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mhwse 31.10.2016, 10:26
1. wenn 3 reiche Familien

die sich das Bauen ohnehin leisten können darauf hin Häuser bauen, löst das weder das Nachwuchsproblem für die Rentenkassen, noch das Wohnungsproblem.

Zurück bleiben Familien in Privat-Insolvenz mit schlecht ausgebildeten Kindern - naive Konservativen Denke ..

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willi_ac 31.10.2016, 10:27
2. Wie wäre es denn ...

... die Grunderwerbssteuer für eine selbstgenutzte Immobilie zu streichen? Einerseits ist Mobilität von Arbeitnehmern erwünscht, andererseits verbrennt man durch Kaufen und Verkaufen einer Wohnimmobilie z.B. aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels sehr viel Geld. Hier könnte man sehr einfach etwas für "den kleinen Mann" tun und Spekulanten und Investoren etwas bremsen.

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kunnukun 31.10.2016, 10:29
3. Flächenverbrauch

Ich bin sehr angetan von der Förderung weiteren Flächenverbrauchs und empfehle Herrn Kauder Lektüre:

http://www.difu.de/publikationen/difu-berichte-22010/nachhaltige-flaechenpotenziale-erfassen-und-bewerten-neue.html
http://www.springerprofessional.de/innenentwicklung-vor-aussenentwicklung/4094578.html

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kuschl 31.10.2016, 10:30
4. Die Politiker entdecken das Volk wieder

Ist ja bald Wahljahr, da entdecken die Politiker das Volk wieder. Der Wähler, der im ersten Jahr nach der Wahl die Giftlisten vorgesetzt bekommt, kann sich jetzt seiner Wiederentdeckung in Sachen Wahlgeschenke freuen, ansonsten soll er die Klappe halten.

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willi_ac 31.10.2016, 10:33
5.

... weil die Preise in die Höhe geschossen sind" - das klingt vielleicht im ersten Moment logisch, wenn man aber marktwirtschaftlich denkt, wird andersherum ein Schuh 'draus: Offensichtlich sind viele Menschen willens und in der Lage sich eine Immobilie anzuschaffen, so dass bei einem begrenzten Markt die Preise in die Höhe gehen. Gäbe es keine ausreichende Anzahl ernsthafter Kaufinteressenten bzw. Käufer, würde der Preis sinken. Also nicht nur jammern, sondern dabei auch festhalten, dass es ausreichend viele Menschen bzw. Familien gibt, die in diesem Markt mitspielen können.

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funny-smartie 31.10.2016, 10:33
6. warum Baukindergeld?

Alles was bisher als zusätzliche "Hilfe" wie niedrige Zinsen, Eigenheimförderung, etc. gebracht wurde, wurde immer durch die Baukosten aufgezerrt.

Außerdem warum "Baukindergeld" und nicht generelle Unterstützung der Eigenheimbauten? Egal welcher Familienstand jeder hat. Als Unverheirateter mit Lebenspartnerin und Steuerklasse I schaut man dann wieder mal in die Röhre. Für Familien wird schon sehr viel getan und irgendwann ist auch mal Schicht im Schacht.

Allein wenn ich an die Eigenheimförderung aus den 90er Jahren zurückdenke, wurden in einigen Familien ein zweites oder drittes Kind mal noch schnell ins Leben gerufen um die damalige Eigenheimförderung ausgeprägter in Anspruch nehmen zu können.

Viel wichtiger ist es dass Bauen generell billiger zu machen. Verzicht auf KfW, weil dies mit teuren Investionen gekoppelt sind, Verzicht auf teure Auflagen und und und. Vielleicht sollte der Staat lieber sich für den Bau von Siedlungen speziell für Familien verstärkt einsetzen. Sprich, man "teilt" sich Architekten- und Planerkosten, kauft gemeinsam das Material billiger ein, man wird von Handwerkern angeleitet selber Elektroleitungen, Fußbodenheizung und Sanitärleitungen verlegen zu können, von mir aus mehrere Familienväter die sich gegenseitig helfen, etc. Sozusagen die Überwachung und der endgültige Anschluss erfolgt durch den Fachmann selbst, aber die Hauptarbeit wird von den Bauherren selbst geleistet. Solche Wohnungsbauprogramme in diesem Stil finde ich persönlich von seitens des Staats förderlich und würde in meinen Augen Sinn ergeben, da hat eine Familie am Ende vielleicht 40.000 oder 50.000 € gespart und damit dann aber einen entscheidenen Beitrag von seitens des Staats erhalten. Solche Förderprogramme sind es wert, denn viele Handwerksbetriebe sind beim jetzigen Bauboom eh überlastet.

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gimmendorf 31.10.2016, 10:37
7. Guter Vorschlag

Als wir Anfang der siebziger Jahre unser Haus bauten, waren wir noch keine 30 Jahre alt, hatten 2 kleine Kinder und kein üppiges Gehalt. Aber: Es gab Leistungen und Unterstützung vom Staat, die im Laufe der Jahre fast alle kassiert wurden, wie Grunderwerbssteuerbefreiung (inzwischen 5,5 %) Grundsteuerbefreiung für 10 Jahre, 7b-Abschreibung auf die Baukosten für 7 Jahre, die Bausparprämien waren wesentlich höher. Zwar waren die ersten Jahre hart, aber niemals hätten wir unter den heutigen Gegebenheiten an den Bau eines Hauses auch nur denken können.

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willi_ac 31.10.2016, 10:39
8.

... weil die Preise in die Höhe geschossen sind" - das klingt vielleicht im ersten Moment logisch, wenn man aber marktwirtschaftlich denkt, wird andersherum ein Schuh 'draus: Offensichtlich sind viele Menschen willens und in der Lage sich eine Immobilie anzuschaffen, so dass bei einem begrenzten Markt die Preise in die Höhe gehen. Gäbe es keine ausreichende Anzahl ernsthafter Kaufinteressenten bzw. Käufer, würde der Preis sinken. Also nicht nur jammern, sondern dabei auch festhalten, dass es ausreichend viele Menschen bzw. Familien gibt, die in diesem Markt mitspielen können.

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gustavsche 31.10.2016, 10:42
9.

Zitat von willi_ac
... die Grunderwerbssteuer für eine selbstgenutzte Immobilie zu streichen? Einerseits ist Mobilität von Arbeitnehmern erwünscht, andererseits verbrennt man durch Kaufen und Verkaufen einer Wohnimmobilie z.B. aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels sehr viel Geld. Hier könnte man sehr einfach etwas für "den kleinen Mann" tun und Spekulanten und Investoren etwas bremsen.
Absolut richtig, was Sie schreiben.

Dieser Subventionsirrsinn muss gestoppt werden. Im Gegenzug müssen Steuer radikaln gesenkt werden. Da wird so viel Geld bei der Grunderwerbssteuer verbrannt; das ist einfach unglaublich. Es ist das achte Weltwunder, dass es immer noch genug Privatleute gibt, die sich die Immobilie kaufen.

Der Staat versündigt sich. Die eigene Gier ist so groß, dass er billigend in Kauf nimmt, dafür seine Bürger ins finanzielle Unglück zu stürzen.

Das schlimme ist ja, dass der Staat problemlos darauf verzichten kann, denn wenn mehr Geld in den Taschen der Bürger verbleibt, heißt es ja nicht, dass es dort versauert. Die Leute würden mehr Möbel kaufen oder im Baumarkt stärker zulangen. Das gäbe Umsatz-, Gewinn- und Gewinnsteuern. Wenn aber das Geld zu früh in den staatlichen Kreislauf geschleust wird, ist es sehr, sehr problematisch. Damit würgt der Staat alles ab. Das Geld kann sich in der Privatwirtschaft kaum entfalten. Arbeitslosigkeit ist die Folge und dann muss der Staat wieder eingreifen. Der Staat schafft die Probleme, die er zu lösen vorgibt.

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