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Hilfe für strukturschwache Regionen: Seehofer verspricht aktiveren Staat
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Mit einem gesamtdeutschen Fördersystem will die Bundesregierung abgehängte Regionen aufpäppeln und die Lebensverhältnisse angleichen. Innenminister Seehofer fordert dazu einen "aktiveren Staat".

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streckengeher 10.07.2019, 11:24
1. Warum Förderung nur für NAH-Verkehr?

Die strukturschwachen Regionen kranken ganz oft auch daran, dass man sie nur noch umständlich erreicht. Wer zieht freilwillig in eine Ecke, die er nur umständlich mit x-mal Umsteigen im schneckenlangsamen Nahverkehr erreicht? Schnelle Verbindungen in die attraktiven großen Monopolen und zu den Flughäfen sind eine Grundvoraussetzung, wenn man eine Region entwickeln will!

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einfachgudd 10.07.2019, 11:35
2. bin mal gespannt....

Ich habe die Vermutung das es hier im Endeffekt um an ein Rumfummeln am Länderfinanzausgleich geht...
"Allerdings gibt es noch keine gemeinsame Strategie von Bund, Länder und Kommunen. Auch wo das Geld herkommen soll, bleibt vielfach offen."
Das es schon eine Umverteilung unter den Ländern gibt und das da Bayern nach Jahrelangen entnehmen jetzt auch mal bezahlen müssen stinkt der CSU schon lange....

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Katzazi 10.07.2019, 12:00
3.

Zitat von streckengeher
Die strukturschwachen Regionen kranken ganz oft auch daran, dass man sie nur noch umständlich erreicht. Wer zieht freilwillig in eine Ecke, die er nur umständlich mit x-mal Umsteigen im schneckenlangsamen Nahverkehr erreicht? Schnelle Verbindungen in die attraktiven großen Monopolen und zu den Flughäfen sind eine Grundvoraussetzung, wenn man eine Region entwickeln will!
Klar wäre schneller öffentlicher Verkehr zu jedem Punkt schön. Nur dass das eben nicht geht. Es sind ja die Halte, nicht die Fahrten, die eine Verbindung langsam machen. Aber um alle anzuschließen, muss man dann auch überall halten. Und kann eben nicht mit 300 durchfahren. Ohne Umsteigen wird es nie gehen. Aber das ist auch für Städter so. Auch dort muss man erst Mal zum Fernbahnhof kommen, um dann die schnelle Verbindung zu genießen. Und das macht man regelmäßig ebenfalls mit deutlich langsameren Bussen, U-Bahnen, S-Bahnen, Fahrrad oder Auto. Auch das kann je nachdem, wo man wohnt schon mal knapp eine Stunde dauern, selbst in der Stadt. Ja, auf dem Land ist beim Nah-Verkehr sicherlich einiges im Argen. Aber man braucht eben diesen Nah-Verkehr, um an den Fern-Verkehr angeschlossen zu werden. Hier kann man auch über neue Konzepte nachdenken, wie Sammel-Busse oder ähnliches. Aber mehr Fernverkehr wird diesem Problem nicht gerecht.

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t_mcmillan 10.07.2019, 12:05
4. Es braucht...

... Struktur- und Wirtschaftspolitik. Ansiedlungsanreize für Gewerbe und Industrie.

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urbuerger 10.07.2019, 12:10
5. Es gibt schon längst eine Finanzierung für dieses Problem!

Es nennt sich solidarpakt Ost!
Wir haben 30 Jahre dafür gezahlt, aber wie so oft, wurden die Gelder des Soli nicht wirklich dazu eingesetzt, wozu sie ehemals gedacht waren!
Schon vor einigen Jahren stand zur Diskussion diese Solidäritätssteuer zu verwenden, um Strukturprobleme in den gesamt Deutschen Bundeslânden anzugehen!
Nun kommen die Politiker daher und fördern die Abschaffung einer Steuer, die noch immer gebraucht werden könnte!
Seehofer will sich hier auf Kosten der Steuerzahler, mit einer neuen Steuer machen, in dem er die schwachen Regionen unterstützen will!
Warum also nicht weiterhin den Soli nehmen und damit die Probleme der ländlichen Gebiete angehen, denn das ganze ist bereits da und würde so einen riesigen Administrationsaufwand verhindern!

Aber es ist bezeichnend dass die Damen und Herren der GroKo nicht weiter als bis zu ihrer Nasenspitze denken!
Es wären also Milliarden vorhanden, so dass man direkt loslegen könnte die Infrastruktur schwachen Gebiete umgehend auf zu bauen, nur der Wille der Politiker ist es Mal wieder nicht, die müssen erst abwägen, wer durch welchen Vorschlag wieder in die Medien kommt und bessere Chancen auf die nächsten Wahlen hat!
Es wird wie immer am Eigennutz der Politik scheitern, schlussendlich wird gar nichts passieren, weil sie ein an der Abschaffung des Solis festgebissen haben, auch wenn es der g4ößte Blödsinn ist, ihn nicht für das anstehende zu verwende!!!

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streckengeher 10.07.2019, 12:19
6.

Zitat von Katzazi
Klar wäre schneller öffentlicher Verkehr zu jedem Punkt schön. Nur dass das eben nicht geht. Es sind ja die Halte, nicht die Fahrten, die eine Verbindung langsam machen. Aber um alle anzuschließen, muss man dann auch überall halten. Und kann eben nicht mit 300 durchfahren. Ohne Umsteigen wird es nie gehen. Aber das ist auch für Städter so. Auch dort muss man erst Mal zum Fernbahnhof kommen, um dann die schnelle Verbindung zu genießen. Und das macht man regelmäßig ebenfalls mit deutlich langsameren Bussen, U-Bahnen, S-Bahnen, Fahrrad oder Auto. Auch das kann je nachdem, wo man wohnt schon mal knapp eine Stunde dauern, selbst in der Stadt. Ja, auf dem Land ist beim Nah-Verkehr sicherlich einiges im Argen. Aber man braucht eben diesen Nah-Verkehr, um an den Fern-Verkehr angeschlossen zu werden. Hier kann man auch über neue Konzepte nachdenken, wie Sammel-Busse oder ähnliches. Aber mehr Fernverkehr wird diesem Problem nicht gerecht.
Ich plädiere keineswegs dafür, statt des Nahverkehr auf Fernverkehr zu setzen. Das wäre Un sinn, wie Sie zu Recht schreiben. Ich plädiere auch nicht dafür, "jeden Punkt" schnell anzubinden. Das wäre genauso Unsinn. Ich plädiere dafür, das der Bund einen vernünftigen Mix aus beidem unterstützen muss. Es ist nämlich keines wegs so, dass man nur den Nahverkehr entwickeln muss und schon kommt auch der Fernverkehr. Genau das passiert nämlich nicht, weil der Fernverkehr "eigenwirtschaftlich" sein soll, was in den letzten 20 Jahren dazu geführt hat, dass sich der Fernverkehr aus ganzen Landesteilen zurückgezogen hat und riesige Gebiete in Deutschland keine schnellen Anbindungen an Flughäfen und Metropolen mehr haben. So etwas nicht zu haben ist aber ein ganz enormer Standortnachteil, den man beheben muss, wenn die Regionen sich entwickeln sollen. Mit dem Straßenbau wartet man ja auch nicht, bis die Stadt aus allen Nähten platzt, sondern man baut sie erst, um die Entwicklung in Gang zu setzen. Genauso ist es bei der Bahn.

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Mr Bounz 10.07.2019, 12:29
7. Aha und dann ...

Aha und dann wird als erstes der Länderfinanzausgleich zusammengestrichen, denn die Bayern wollen nicht Zahlen!

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GoaSkin 10.07.2019, 12:29
8. Die CSU widerspricht sich selbst

Seehofer möchte nun ein System, um strukturschwache Regionen zu fördern, sieht es aber zugleich nicht ein, warum Bayern auf Basis des Länderfinanzausgleiches ärmere Bundesländer finanzieren soll. Das passt beides nicht zusammen und spricht nicht gerade für eine besondere Glaubwürdigkeit der CSU.

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vantast64 10.07.2019, 12:32
9. Reicht denn Aussitzen nicht mehr aus?

Das war doch ein Erfolgsmodell vergangener Jahrzehnt und nun auf einmal nicht mehr?
Mit einer Klimakanzlerin und einer zu allem fähigen Automobilindustrie sind wir doch Weltspitze, auch die Waffenproduktion kann auf gute Erfolge hoffen. Und Machterhalt ist doch etwas Schönes, wenn man ihn nur um seiner selbst willen anstrebt.
Der Boden verarmt, das Meer vermüllt, die Luft wird stickiger, die Armen werden ärmer, die Reichen reicher, ist das denn nichts?
Wir sollten unsere Kanzlerin als Exportmodell in ferne Länder bringen,
dort braucht man Leute, die nichts tun als heiße Luft zu erzeugen.

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