Forum: Wirtschaft
Hilfe für strukturschwache Regionen: Seehofer verspricht aktiveren Staat
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Mit einem gesamtdeutschen Fördersystem will die Bundesregierung abgehängte Regionen aufpäppeln und die Lebensverhältnisse angleichen. Innenminister Seehofer fordert dazu einen "aktiveren Staat".

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poetnix 10.07.2019, 14:25
40. Vergesslichkeitssyndrom

Seehofer fordert einen aktiveren Staat ?!
Von wem ?
Waren die CDU/CSU nicht im letzten Jahrzehnt in der Regierung ?
Sind unsere Regierungspolitnix schon so vergesslich ?
Wenn ja, sollten sie so schnell wie möglich aufs Altenteil !

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three-horses 10.07.2019, 14:27
41. Wie die Zeiten besser werden.

Zitat von Allgemeinbetrachter
dann hätte die Treuhand nicht alle Unternehmen im Osten platt machen sollen. Dann gäbe es diesen Solidarpakt "Ost" nicht. Das Ost ist in Anführungsstrichen, da es Schwachsinn ist und Fehl am Platz. Beschäftige dich mal mehr mit der Geschichte bevor solche unplatzierten Kommentare kommen. Wenn der Osten nicht gewesen wäre dann wäre der Westen schon in den 80zigern bankrott gewesen und nach der Wende gabs dann noch mal nen Schub, da ja alles Kaputt gemacht werden musste, damit die Westdeutschen Unternehmen Ihre Waren hier verkaufen konnten. Also du Urbürger erst denken dann schreiben.
Na, so loyal war der Osten also nicht. Ich kenne einige der Supermärkte die nach Osten expandiert haben und gerade deswegen
insolvent geworden sind. Der Grund, man kaufte in Polen und Tschechien, war billiger. Am Ende zog sich die w-Industry zurück. Man sollte immer wieder die Ursachen mit den Folgen verbinden. Der Zustand der DDR Industry will ich lieber nicht kommentieren, aber die über die Grenzen nebenbei habe ich gut gekannt. Und das Land kann sich heute selbst unterhalten. Auch ohne der eine geschenkte Billion.
Man kann es nicht glauben wer Metro regieren soll. Und China bei Daimler. Ich kann die Bilder, die Katie Melua 'Nine Million Bicycles' von
Beijing, war das noch Gestern?

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bodoochjag 10.07.2019, 14:30
42. alles ist relativ:itz:

Ha, ha, ein Witz ist immer gut im Sommerloch. Falls es Geld gibt, wird ein Konzerthaus, Theater oder Oper und was auch immer dafür gebaut, für die wenigen die letzten Endes diese Institutionen benutzen. und wie wir wissen, so kostet das weitaus mehr als man bekommt..Alles schon mal dagewesen, und das beste es wird weitaus mehr kosten als geplant. So: falls da noch ein Eimer Fassadenfarbe übrig ist wird der wohl ausgelost unter den die es brauchen könnten...

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mina2010 10.07.2019, 14:32
43. Stimmt ...

Zitat von Sharoun
Also in unserem Teil der DDR sah es in einigen Ecken so aus, aber längst nicht überall. Dafür gab es bis in die kleinsten Dörfer überall Gaststätten, Clubs, Kinos usw. Heute ist alles dicht, verrammelt oder abgerissen. Und sieht an einigen (nicht allen) Stellen häufig GERADE heute erst so aus, weil mit dem anhaltenden Leerstand der Verfall so richtig einsetzte.
aber auch staatlich alimentiert ...
Ich habe nach der Wende reichlich von der EX-DDR kennengelernt.
Wismar - nur zum Heulen ...
Stralsund - eine Schande
Greifswald - zum abbrennen
usw.
Halle ist ist in einigen Teilen auch heute kaum besser.
Früher gab ein Bier für 0,60 Mark, einen Essen für 2,30 Mark, ging auch mit DDR-Einkommen immer.
Mit DM-Preisen ?????

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Koana 10.07.2019, 14:35
44. Visionen, Utopien sind naiv.

Gier und die daraus folgenden Dystopien sind intelligent. Die gebildeten Mitmenschen machen mir meine Heimat seit ich leben kaputt, sie zwangen mich in ihre Konditionierungsanstalten, wollten mich anschließend zwingen mich als Mörder konditionieren zu lassen, zu entwürdigen und mich vollkommen ins Glied einzureihen.
Noch lebe ich da, wo ich geboren wurde, inzwischen führt eine Behelfslandebahn für Kriegsflugzeuge durch unser Tal, auf dem bis zum letzten Tag die Pendler mit den 40Tonnern um die Wette rasen, dem Lärm muss ich nun durch tägliche Wanderungen entkommen, mein Leseplatz ist nicht mehr am Bachlauf, da der begradigt und einbetoniert, seiner Schönheit und durch die monströse Raserstraße seiner Idylle beraubt wurde.
Dabei lebe ich noch in einer "strukturschwachen" Gegend, EU Fördermittel haben das zigtausend Kubikmeter Erdreich verdrängende Ungetüm möglich gemacht, konnten dem Pendler 30 Sekunden Zeitvorsprung auf 5 km bescheren, konnten die Topographie bei mir in die Erinnerung zurückdrängen, da die Realität ja den Fortschritt der gebildeten Mitmenschen zeigt.
Meine Vision von einer lebensfreundlichen und achtsamen Kluturlandschaft, die sich mit der Natur arrangiert und sie respektiert ist naiv, meine Utopie von sozialen und hilfsbereiten, von geistig anspruchsvollen, materiell genügsamen, von kommunizierenden und miteinander Kultur schaffenden Menschen im Alltag, sie ist naiv.
Nur in den Rückzugsnischen streng reglemtierter Räume findet noch so etwas wie gemeinsame Kultur statt, die dann eher absurde Rituale, und einen letzten Rest Gemeinschaft verkörpern.

Der Mensch, der gebildete Mensch, zerstört sich selbst und seine Räume, er lässt in winzigen Nischen Modellräume kreieren, wo sich die privilegierten Schichten vergnügen, er verdammt die Masse dazu, sich bedingungslos ins Glied einzureihen, sonst droht dem Einzelnen die letzte Möglichkeit, der Rückzug ins eigene Ich, wenn nicht gar der Auflösung seiner Lebensspanne.

Was hier im Forum wiederklingt, der Mensch kennt nur eines, wie kann er sich noch effizienter anbiedern, noch schneller in den Kreislauf der Renditespiele eingeschleust und ausgequetscht werden, wie muss die Natur zurechtgeschnitten werden, damit er überall eine Chance hat, sich im Spiel des Wahnsinns erfolgreich behaupten zu können.

Ich denke das Game over, es liegt nicht mehr fern. Aber es ist klug in den Abgrund zu rennen, es ist naiv, stehen zu bleiben, nachzudenken und sich eine Vision als möglich vorzustellen!

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misterknowitall2 10.07.2019, 14:40
45. Ich behaupte mal....

ganz ketzerisch, dass es sich nicht lohnt in solche Gegenden auch nur einen weiteren Euro zu stecken. Für wen und was soll dann da passieren? Vielleicht wollen viele in diesen Regionen auch gar keine "Weiterentwicklung"? Sonst wäre da sicher schon was passiert. Wem es dort nicht gefällt, der kann ja weiterziehen.

Außerdem ist das nur ein müder Versuch seinem "Heimat"- ministerium irgendeinen Sinn überzustülpen.

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weitergedacht2.0 10.07.2019, 14:50
46. Ich plädiere für Verlegung folgender Einrichtungen

Bundesinnenministerium nach Angermünde
Charité nach Pasewalk
Bundesverfassungsgericht nach Brüssow
Alle Fraunhofer Institute nach Groß Miltzow
Flughafen BER nach Anklam (braucht ja keiner mehr)
.
.
.
...das wird helfen.

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Freidenker10 10.07.2019, 14:53
47.

Zitat von misterknowitall2
ganz ketzerisch, dass es sich nicht lohnt in solche Gegenden auch nur einen weiteren Euro zu stecken. Für wen und was soll dann da passieren? Vielleicht wollen viele in diesen Regionen auch gar keine "Weiterentwicklung"? Sonst wäre da sicher schon was passiert. Wem es dort nicht gefällt, der kann ja weiterziehen. Außerdem ist das nur ein müder Versuch seinem "Heimat"- ministerium irgendeinen Sinn überzustülpen.
Die Städte platzen aus allen Nähten, also bleibt eigentlich nur der ländliche Raum. Man muss diesen nur wieder attraktiv machen! Guter Öffentlicher Nahverkehr für Pendler. Kita Plätze für Familien. Steuerliche Förderung für Unternehmen und Einzelhandel die sich dort ansiedeln wollen. Medizinische Versorgung stärken. Usw usw, bin mir sicher das bei guten Angeboten auch mehr Menschen wieder aufs Land ziehen. Vor allem für Familien wäre das Land bei geeigneter Infrastruktur eine Lösung! Aber alles nur so laufen zu lassen und zu hoffen reicht eben nicht mehr!

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telarien 10.07.2019, 14:56
48. Blühende Landschaften Gesetz

Wäre das nicht ein schöner Name? Hat Herr Seehofer denn alle anderen Probleme schon gelöst? Oder hat er nur die Aufgabe, den braunen Sumpf trocken zu legen, völlig missverstanden?
Aber bleiben wir realistisch, eher geht es um gezielte Fördergelder für CSU Hochburgen.

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alternativlos 10.07.2019, 14:56
49. Gesucht, eine neue Umverteilungsprämie?

Wie sich kürzlich rausstellte, erfreut sich die aktuelle Umweltprämie besonderer struktureller unternehmerischer Beliebtheit, weil ihre Anrechnung an einem neuen Kaufvertrag entgegen aller ökologischer Vernunft insbesondere zu einer Verbesserung der ökonomischen Verhältnisse führt, ohne zweckmäßig zu wirken.

Der Trick dabei ist, dass diese Prämie in Begutachtung seines Zwecks nicht nach Abschluss des Kaufvertrages von einer unabhängigen Stelle ausgezahlt wird, sondern am Anfang der Vertragsverhandlung bei der Preisfindung mit einbezogen wird.

Hierzu braucht es nur ein kleines rechtlich bedeutendes Detail; das unabhängige Gutachten für das Altfahrzeug fällt genau um den Teil der Prämie günstiger aus als es eigentlich marktüblich wäre. Damit wäre zumindest die Marge des Primärmarktes aufgebessert.

Wird diese Methode systematisch auf ganz Deutschland ausgeweitet, in dem nur ausgewählte Regionen von einer solchen Umweltprämie profitieren, dann wäre es rein fiskalisch betrachtet ein systemischer Umverteilungsschlüssel zu Gunsten Umsatzschwacher Regionen.

Dumm nur, dass die bisher ausgewählten Regionen garnicht so umsatzschwach sind und sie nur zur Renditesteigerung von Vermögenden beiträgt, ohne dabei die Effizienz des Programms unter Beweis stellen zu müssen.

Ach ja, sollte der Verkäufer (Primärmarkt) mit dem unabhängigen Gutachter (Sekundärmarkt) hierbei gemeinsame Sache machen, wäre es natürlich Betrug. Aber das wäre schon schwer zu Beweisen, vorsorglich hat man hier die Stellen rechtlich (Freelancer) vom Verkaufsraum getrennt.

Seltsam ist nur, dass nach ein paar Jahren die handelnden Personen für ihr Stillhalten die Rollen tauschen und diese Methode zu einem immanenten Schneeballsystem ausgewachsen ist, dessen Rückabwicklung zu einer Gefährdung des Regionenwohls führt.

Weiterhin Alles Gute

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