Forum: Wirtschaft
Historiker gegen Fox-Moderator: "Du hast ihr schmutziges Geld genommen"
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Beim Weltwirtschaftsforum forderte der niederländische Historiker Rutger Bregman höhere Steuern für Reiche. Dann lud ihn ein Moderator von Donald Trumps Haussender Fox News zum Interview - das in wüsten Beschimpfungen endete.

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Schartin Mulz 21.02.2019, 12:00
30. Witzig,

wer in Deutschland höhere Steuern für Reiche fordert, wird in den Medien zerrissen.
Wer im Ausland höhere Steuern für Reiche fordert, wird als Held gefeiert.

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fred_m 21.02.2019, 12:14
31. Eine Offenbarung

Beide Namen (Carlson und Bregman) waren mir bisher völlig unbekannt.

Eine Suche bei Youtube liefert als erstes Ergebnis den Mitschnitt des Interviews, welches seit der Veröffentlichung vor 16 Stunden knapp 800.000 mal aufgerufen wurde.

Das von Youtube danach angebotene Video enthält eine sehr beeindruckende Präsentation von Bregman über Armut. Titel: "Poverty isn't a lack of character; it's a lack of cash".

Wenn Carlson sich vor dem Interview orientiert hätte, dann hätte er wissen müssen, dass er gegen Bregman keine Chance hatte.

https://www.youtube.com/watch?v=6_nFI2Zb7qE
https://www.youtube.com/watch?v=ydKcaIE6O1k

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lermann 21.02.2019, 12:21
32. Utopien für Realisten

Bergman fasst in seinem Buch "Utopien für Realisten" seine Thesen sehr gut zusammen. Alles nichts Neues, wenn man genauer hinschaut. Es geht jetzt nur darum, dass man mal handelt und Dinge wie BGE und höhere Steuern anpackt. In Davos passiert nichts, in der Bundesregierung auch nicht. Also organisieren und auf die Straße. Es läuft gerade gut, mit der Stimmung in der Bevölkerung lässt sich was machen.

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carlitom 21.02.2019, 12:26
33.

Zitat von taglöhner
Fox ist doch nicht "das Land". Sowenig wie die "Sun" GB, "Blick" die Schweiz oder "RT" Deutschland repräsentiert.
Die Kritik des Foristen ist trotzdem berechtigt. Die persönlichen Beleidigungen anstelle des Austausches von Argumenten ist tatsächlich ein Merkmal der us-amerikanischen "Diskussionskultur". Gehen Sie mal auf die Seite von Nancy Pelosi und schauen Sie sich an, wie oft da ein "idiot" oder ganz andere Beschimpfungen - und zwar von Sympathisanten wie von Kritkern Pelosis - an die Stelle von Argumenten treten. Das ist unerträglich. Tiefer kann das Niveau nicht mehr sinken.

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carlitom 21.02.2019, 12:28
34.

Zitat von acitapple
Da haben Sie recht. Schon teilweise peinlich welch undifferenzierte Behauptungen hier von den selbsternannten Hütern der Moral hier verbreitet werden. Es gibt etliche Demonstrationen gegen Trump, selbst die Gegner in der eigenen Partei mehren sich. Davon zu sprechen die ganzen USA seien so zeugt von massivem Schubladendenken. Aber es bestätigt das eigene, einfache Weltbild.
Es ging nicht darum, ob man für oder gegen Trump ist, sondern der Forist beklagte das tiefe Niveau der Auseinandersetzung darüber, wo plumpe und persönliche Beschimpfungen an die Stelle von Argumenten treten. Und das ist sehr wohl sehr typisch für die aktuelle USA. Und zwar total unabhängig davon, ob man Trumpkritiker oder Trumpfreund ist.

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glissando 21.02.2019, 12:32
35. Ja, aber...

Stimmt schon, es erwischt mal genau den Richtigen. Ich finde aber, dass Bregman eben nicht sachlich bleibt ("bla, bla, bla" z. B. hat in einem sachlichen Argument nichts verloren) und von Anfang an die persönliche Angriffslinie vorbereitet hat. Nachdem Carlson beim ersten Vorstoß (Trumps tax evasion, corruption) nicht passend anbeißt, legt er mit persönlicher Kritik an Carlson nach. Kann man machen, ist dann eben nicht sachlich, sondern persönlich. Vielleicht ist das mal nötig, um Schwung in die Sache zu bringen, ich finde es jedoch eine unerfreuliche Art zu argumentieren. Ich hätte Bregman noch überzeugender gefunden, wenn er das "millionaire funded by billionaires-Argument" ohne Angriff auf eine spezielle Person gebracht hätte. Sei's drum. Es zeigt, wie unglaublich dünnhäutig und billig Carlson ist.

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Tobias Tan 21.02.2019, 12:43
36. Bitte Neutralität!

Warum impliziert die Überschrift des Artikels dass der Fox Moderator das Arschloch der Debatte war? In meinen Augen hat zwar Bregman komplett recht, aber keinen Grund den Moderator einer Sendung die ihm und seiner Meinung eine breite Plattform gibt so zu diskreditieren... Ich halte das für einen schlechten und entzweienden Schritt um auf die Ungleichheit des kapitalistischen Systems hinzuweisen... Auch wenn Carlson und Fox die Spielregeln für ein gerechtes System zu ihrem Gunsten beugen, bringt es wenig die Menschen in dieser Sache zu entzweien anstatt Lösungen für das Problem zu finden.. Deshalb war für mich Bregman genauso unklug und schuldig, wie Carlson dass diese Debatte aus dem Ruder lief...

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Raisti 21.02.2019, 12:47
37.

Zitat von Newspeak
Die Demokraten sollten Bregman als Praesident aufstellen. Geht vermutlich leider nicht, wegen irgendwelcher dummer Staatsangehoerigkeiten.
Sie haben offensichtlich keine Ahnung vom Amerikanischen Parteiensystem.

Ich habe den Eindruck Sie machen den klassischen Fehler die Demokraten als Links einzuordnen und die Reps als Rechts.

Das ist aber falsch !!!
Auch die Demokraten sind Rechts was die Wirtschaftspolitik anbelangt.

es gibt keine Linke wirtschaftspolitik in den USA.
Sobald auch nur der Ansatz einer linken Wirtschaftspolitik ins Spiel gebracht wird, beginnt das Geschrei "Socialist". Das ist für Amerikaner das Reizwort schlechthin und verteufelt bis zum geht nicht mehr.

Deswegen kann man sich auch nur wünschen das Bernie Sanders nicht der Kandidat der Demokraten wird, den Bernie wird mit Sicherheit als Sozialist niedergebrüllt werden und somit Trump eine 2te Amtszeit bescheren.

Das ist leider die Realität in den USA

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Emderfriese 21.02.2019, 12:50
38. Sprengkraft

Zitat von gracie
Ich glaube ist einfacher als das: Carlson ist intellektuell einfach unterlegen. Zu mehr als Moderator bei Fox-News hat es und wird es, nie reichen.
Wozu auch? Solange er damit Millionen verdient und sich selbst zur "Upper-Class" rechnen darf, ist für ihn die Welt in Ordnung. Aber genau das ist das Problem des Reichtums, der jenseits begreifbarer Welten liegt: Er kann alles bezahlen, was ihm nützt! Menschen, Material, Länder und sogar Glauben und Denken. Das ist der Grund, warum Millionäre ab einer bestimmten Größenordnung, ganz sicher aber Milliardäre verboten sein sollten. Geld sprengt die Demokratie!

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bicyclerepairmen 21.02.2019, 12:54
39.

Zitat von taglöhner
Fox ist doch nicht "das Land". Sowenig wie die "Sun" GB, "Blick" die Schweiz oder "RT" Deutschland repräsentiert. Murdoch ist Australier und weltweit aktiv. Kanonenfutter für Hetzblätter ist international besonders unterhalb eines gewissen Bildungsniveaus stets verfügbar.
Mag sein, nur legt die Murdoch via seinem Medienimperium die Saat die in GB einen Brexit erst möglich macht oder flankiert solche Kerzenlosen Torten wie Donald Trump....

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