Forum: Wirtschaft
Höchstens acht Euro pro Quadratmeter: Warum der Berliner Mietendeckel ungerecht ist
Nikada/ iStockphoto/ Getty Images

Die Berliner Bausenatorin will die Mieten in der Hauptstadt bei knapp acht Euro pro Quadratmeter deckeln - und damit den Marktmechanismus aushebeln. Das mag gut gemeint sein, ist aber ökonomischer Irrsinn.

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Knosa 26.08.2019, 11:04
140. Hä?

Zitat von spmc-12355639674612
Ja, hätte Herr Kaiser den Berliner Mietspiegel etwas genauer studiert, hätte er erstaunt festgestellt - aber möglicherweise hat er das vorsichtshalber verschwiegen, dass die im Entwurf für den Mietendeckel genannten Limits ziemlich nah am Mietspiegel liegen. Für den Entwurf waren möglicherweise die Zahlen vom vorherigen Mietspiegel relevant, da der neue bisher kaum zur Anwendung gekommen sein dürfte.
Wenn die gedeckelten Mieten ziemlich nah am Mietspiegel liegen, dann hat Berlin, außer in begehrten Lagen, kein Problem mit Mietpreisen. In jeder X-beliebigen Kleinstadt sind die Mietpreise in mindestens gleicher Höhe. Dann wäre die Frage: Was soll das?

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cacophonieallergikendes 26.08.2019, 11:04
141.

Zitat von TimurB
Bei allem Für und Wider scheint mir das Rentabilitätsargument am schwammigsten. Als hätten alle Vermieter bis vor kurzem noch knapp vor der Pleite gestanden und würden erst jetzt endlich "gerechte" Mieteinnahmen erhalten...
Wer damals günstig eine Wohnung gekauft hat, macht jetzt Gewinn.
Wer kürzlich eine Wohnung gekauft hat, braucht die hohen Mietpreise um kein Minusgeschäft zu machen.

Damals waren Mieten und Kaufpreise niedrig. Entsprechend gering der Wunsch zu kaufen. Das rächt sich jetzt.

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claus7447 26.08.2019, 11:04
142. Es ist ein Kommentar

... mit viel Gefasel. Hat der Schreiber ein Gegenmittel? Bis die von Ihm genannten Punkte Wirkung zeigen - vergehen ca. 4-8 Jahre - und bis dann eine Anzahl von bezahlbahren Wohnungen da sind nochmal 15 Jahre.

Dann sind die Großstädte entweder ausgestorben - man wird kaum jemand finden der dort Dient tut wie Polizisten und Feuerwehr - weil nicht mehr am Ort wohnend.

Meckern ist einfach - besser machen wäre vorteilhaft.

Übrigens: Eigentum verpflichtet - steht im GG - ich frage mich wie früher die Wohnungsbesitzer durch das Leben gekommen sind - vermutlich mussten sie hungern!

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kraijjj 26.08.2019, 11:05
143. Da wird

Suggeriert, wie nennt es der Autor so schön, Berlin würde zu einem „Labor“, womöglich sogar einem sozialistischen Experiment ala DDR 2.0.
Da sollte er mal einen Blick über den großen Teich werfen.
In New York, dem kapitalistischen Epizentrum unserer Welt und Heimat der NYSE, wurde am 14 Juni, also noch vor Berlin, eine Mietendeckelung für die Wohnungen von 2,4 Mio. New Yorker eingeführt.
Ich frage mich warum darüber nicht berichtet wird. Einzig der Berliner Tagesspiegel ging mit einem Artikel darauf ein.

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matthias0815 26.08.2019, 11:06
144. Echt jetzt?

Der Autor weiß nicht, was er will: Einerseits benennt er klar die Probleme (rasanter Mietenstieg, Marktversagen), andererseits kritisiert er den ersten konsequenten vernünftigen Lösungsansatz, nämlich der Spekulation den Boden zu entziehen. Was also? Um es mal klipp und klar zu sagen: Der Markt dient den Menschen, nicht umgekehrt. Ökonomischer Irrsinn wäre es, einem nicht funktionierenden Immobilienmarkt, der zusätzlich angeheizt wird durch weltweit niedrige Zinsen, keine Schranken zu setzen. So wie der Autor kann nur argumentieren, wer sein Scherflein im Trockenen hat.

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markus_wienken 26.08.2019, 11:07
145.

Zitat von paultietze
Ich finde die Lösung sehr gut. Natürlich entstehen wie immer auch Ungerechtigkeiten. Aber die Entwicklung das man sich das Wohnen nicht mehr leisten kann muss gestoppt werden. Wohnen ist ein Grundrecht und darf kein Spekuationsobjekt sein! Hoffentlich wird dieses Model Bundesweit Schule machen.
Also ich finde es auch gut, verringert sich meine Miete doch erheblich und ich kann noch mehr sparen und anderweitig gewinnbringend investieren.
OK, volkswirtschaftlich gesehen natürlich völliger Blödsinn, die Wohnungsknappheit wird sich noch verschlimmern für mich privat wäre das aber finanziell nur von Vorteil.

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halverhahn 26.08.2019, 11:07
146. Mietpreisdeckelung ja, aber höher ansetzen.

Es muss was getan werden, und zwar rasch. Aber round about 6-7€ ist viel zu tief gegriffen. Eher um die 9-10€ pro qm und je nach Alter/Zustand des zu vermietenden Wohnobjekts.
Damit kommt man den Vermietern etwas entgegen und meinethalben rund 500€ für ne 50qm Wohnung oder 800€ für ne größere 80qm Wohnung in einer Großstadt erachte ich voll ok.

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florianduenninghaus 26.08.2019, 11:07
147. Ganz ehrlich... super!

Es ist mir völlig egal wie es gemacht wird, Hauptsache die Vermieter können die Mieter nicht weiterhin mit ihren Wucherpreisen schröpfen. 8€ pro Quadratmeter sind vielleicht etwas sportlich, aber gehen fast in Ordnung. Ich zahle in der Innenstadt von Halle (Saale) 9,10€ pro qm2, was noch vertretbar ist.

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fe.h. 26.08.2019, 11:07
148. Blick nach Schweden: Folge ist zu 90% nur noch Wohnungen zum Verkauf

Es führt nichts an kommunalem Wohnungsbau und Förderung von genossenschaftlichem Bauen mit einer scharfen Auslegung des Genossenschaftsrechts dran vorbei.

Der wahre Hintergrund sind aber die laschen Gesetze zwecks Immobilienerwerb für dubiöse Investoren sowie das bereits zum Fenster herausgepulverte Helikotperkreditdarlehen der EZB. Gebt es den Reichen!

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max-mustermann 26.08.2019, 11:08
149.

"Der Immobilienmarkt funktioniert anders als die Märkte in Ökonomie-Lehrbüchern."
Das ist schlicht falsch, nirgendwo anders als auf dem Immobilienmarkt kann mann das Prinzip von Angebot und Nachfrage anschaulicher betrachten. Wenn der Wohnraum knapp ist und gleichzeitig die Nachfrage danach immer weiter steigt (wie in Berlin) werden auch die Preise für Immobilien/Mieten weiter steigen. Wogegen in dünnbesiedelten Gebieten im Osten wo großer Leerstand herrscht die Preise und Mieten sehr niedrig sind und ehr sogar fallen.

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