Forum: Wirtschaft
Höchstens acht Euro pro Quadratmeter: Warum der Berliner Mietendeckel ungerecht ist
Nikada/ iStockphoto/ Getty Images

Die Berliner Bausenatorin will die Mieten in der Hauptstadt bei knapp acht Euro pro Quadratmeter deckeln - und damit den Marktmechanismus aushebeln. Das mag gut gemeint sein, ist aber ökonomischer Irrsinn.

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Frank Meiner 26.08.2019, 11:16
160. Amüsantes Schauspiel

Ich bin fasziniert, dass Leute immer noch über den Irrsinn der Linken erstaunt sind. DIe Vorschläge aus deren Reihen sind durchweg schwachsinnig und nicht umsetzbar. Man muss sich nur mal die linksradikalen Auswüchse aus dem Mund von Frau Jelpke anhören, um das Ausmaß dieses "Irrsinns" zu verstehen .
Und es zeigt sich immer das gleiche Muster: Das komplette Fehlen der Fähigkeit komplexen Denkens bzw. weiter als bis zur nächsten Ecke zu überlegen.

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durch blick 26.08.2019, 11:16
161. @all

Wo steht denn ein jeder hat das Recht auf dem Prenzlauer zu wohnen. Wo steht er darf sich dieses Recht durch fetten Geldbeutel herausnehmen. Schlimm was hier passiert. Spekulanten entmieten mit übelsten Methoden, kein Schutz für Mieter. Leider lassen sich aber solcherlei Missstände nicht mit einer solchen angedachten Preisvorschrift in den Griff bekommen. Das Übel ist wie beim Tourismus, da wird etwas hipp und Millionen Volldeppen wollen an diesem Punkt ein Selvi machen. So nebenbei wird gedankenlos alles platt getrampelt. Die Erkenntniss ist, es braucht Regulierungen, allerdings eine sachlich richtige. Diese fängt bei Mieterschutz an, welcher dieses Wort auch verdient. Eine generelle Preisdeckelung löst kein Problem, sie schafft sicherlich neue andere.
Habe die Ehre
DB

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wasistlosnix 26.08.2019, 11:16
162. Frei nach Honecker

"Wir haben tausende Wohnungen für Familien bauen lassen, was können wir jetzt dafür das die sich scheiden lassen!"

Weder Mietpreisdeckel noch Wohnungsneubau am den Rändern wird das Wohnungsproblem in den Städten lösen. Auch wenn man Eigentumswohnungen nur selber bewohnen dürfte, würde es das Problem nicht lösen. Das ist wie Zugfahren in einem überfüllten Zug irgendwann ist kein Platz mehr da und der Rest muss draußen bleiben, auch wenn das Fahren kostenlos wäre.
Sorry um Städte zu entlasten muss man das Land attraktiver machen und die Städte unattraktiver.
Auf dem Land gäbe es die benötigten Flächen für Wohnungsbau. Aber auch dort wäre der Traum vom freistehenden Haus mit Seeblick nicht für jeden erfüllbar.
Auch würden höhere Gehälter in Städten nichts nützen, diese würden in höhere Mieten aufgehen.

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Bellagio 26.08.2019, 11:17
163. Jetzt kann auch jeder 0815 Mieter endlich zum Miethai werden

Mit diesem Gesetz wird der Berliner Immobilienmarkt endgültig zum "Wilden Westen". Wer die DDR nicht mehr aktiv miterlebt hat, bekommt bald wieder die Gelegenheit. Immobilien- Makler wird bald ein anerkannter Adelstitel in Berlin werden, Menschen die schön länger ein Dach über dem Kopf haben, werden im Handumdrehen reich wenn sie ihre Bude zimmerweise bis zum Balkon untervermieten. Warum ist es eigentlich gerade in Berlin so schwer zu verstehen? Ein freier Markt ist nicht optional, sondern das einzig wirklich alternativlose. Wo man versucht den freien Markt gewaltsam auszuschalten, da setzt er sich auch wieder durch- als Schwarzmarkt!

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heiko.quant 26.08.2019, 11:17
164. Für jedes komplexe Problem gibt es eine einfache...

... und geradlinige Lösung: die falsch ist.

Aber ich bin überzeugt, dass das Bundesverfassungsgericht hier sehr schnell den Weg zurück auf den richtigeren Weg weisen wird. Hoffentlich.

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herrgottmargott 26.08.2019, 11:17
165. Denkfehler

Zitat von iffelsine
Wenn in einem Unternehmen eine Führungskraft solche verrückten DDR-Pläne auf den Tisch legen würde, könnte sie gleich einpacken und gehen. Mir als Kleinvermieter mit 10 Wohnungen jedenfalls geht komplett die Lust verloren, mich hier in Berlin noch mit den idiotischen Auswüchsen der ROT-ROT-GRÜNEN-Regierung zu beschäftigen. Ich steige aus dem Mietgeschäft aus. Jahrzehntelang "hinke" ich dem Mietspiegel hinterher, weil meine Mieter alle freundlich und bei der Mietzahlung pünktlich sind. So war das auch als Altersvorsorge gedacht. Meine Mieter bekommen 3% mehr Rente pro Jahr, oder auch durchschnittliche Tariferhöhungen in gleicher Höhe und zwar auf ihr gesamtes Einkommen. Der Mietdeckel in Berlin verhindert, dass ich auf den Teil, den meine Miete ausmacht, keine gleichartige Erhöhung bekomme. Mein Einkommen bleibt also gleich, inflationsbedingt sinkt es also. Was mir jetzt bleibt, ist, die Wohnungen nebst Mieter an Selbstnutzer zu verkaufen, die dann via Eigenbedarfskündigung ihre Kids reinsetzen und mir dafür einen höheren Preis bezahlen. Die ersten beiden Wohnungen sind schon so weg und die restlichen 10 werde ich in den nächsten Tagen anbieten. Und dann können mir Herr Müller und seine Freundin Lompscher gestohlen bleiben.
Nicht jeder Arbeitnehmer bekommt jedes Jahr eine Lohnerhöhung in Höhe von 3 %. Und dass gerade das Rentenniveau immer mehr sinkt, sollte auch bei Ihnen angekommen sein.
Außerdem ist Wohnungsbesitz keine "Arbeit", sondern eine Geldanlage. Wieso sollte einem hierfür dann ein Inflationsausgleich zustehen? Eine Geldanlage wirft eine Rendite ab, die im besten Fall den Inflationsausgleich übersteigt. Aber auch hierfür gibt es keine Garantie!
Und natürlich steht es Ihnen frei, Ihre Wohnungen zu verkaufen. Aber wen sollte das hier oder im Berliner Senat ernstlich interessieren?

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OompaLoompaOfScience 26.08.2019, 11:17
166. Teufelskreis

Der Punkt ist doch einfach, dass der Teufelskreis aus den irrsinnigen Steigerungen der Immobilienpreise und dem damit einhergehenden Anstieg der Mieten ein Ende haben muss. Wenn man nicht will, dass die Gesellschaft total auseinander driftet, dann muss es für den Durchschnittshaushalt möglich sein, sich im Laufe des Lebens Wohneigentum aufzubauen. Wenn ein kleines, altes Reihenhäuschen dann schon 750.000 EUR kostet, dann sind wir davon schon weit entfernt. Diese Preise sind längst nicht durch die Baukosten gerechtfertigt und haben auch nichts mehr mit gesetzlichen Anforderungen zu tun.

Und jetzt zum Abschluss: Ich besitze Immobilien und vermiete auch welche.

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sfgr 26.08.2019, 11:19
167. Mir kommen die Trönen

„ die sie aus sozialen Gesichtspunkten wirklich nicht nötig hätten.“
Mir ist nicht bekannt, dass Wohlhabende, weil sie es ja nicht nötig haben, im Supermarkt mehr für Lebensmittel ausgeben müssen.
Eine Wohnung hat eine bestimmte Grösse, Ausstattung, etc und deshalb einen bestimmten Preis. Die Mondpreise/Mieten, die jetzt aufgerufen werden, haben rein gar nichts mehr mit ‚sozialer‘ Marktwirtschaft zu tun.
Geldwaschanlagen und Spekulationsobjekte sind es inzwischen. Eine Intervention durch den Staat ist längst überfällig.

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joomee 26.08.2019, 11:19
168. Kein einziges Argument...

Zitat von gottseidank.de
Wenn er hier ein Festhalten am Marktprinzip anführen will. Es ist richtig die Mieten bei 8€ zu deckeln und nicht dem Markt 17, 20, oder gar 25€ pro Quadratmeter zu erlauben. Diese Deckelung führt sicher dazu, dass sich einige Immo-Bonzen am Berliner Markt ordentlich verspekuliert haben werden. Das wäre mal ein schönes Beispiel für MARKTRISIKO! Denn das sollte es nämlich in jedem Markt auch geben! Schade, dass erst die Linke kommen muss, um den Menschen Fairness und Lebenssicherheit zu bieten! Ein gutes Zeichen für den „Markt“, weiter so!
"Diese Deckelung führt sicher dazu, dass sich einige Immo-Bonzen am Berliner Markt ordentlich verspekuliert haben werden. Das wäre mal ein schönes Beispiel für MARKTRISIKO!"

Nein, verspekuliert haben sich die alteingesessenen Berliner.

Denn die haben darauf spekuliert, dass irgendjemand auf alle Zeiten hin in einer der hippsten Städte in der 4. größten Industrienation der Erde Wohnraum für 4, 5 oder 6 Euro zur Miete bereitstellt - anstelle sich vor Jahren für ein Apple und ein Ei selber im großen Stil die damals spottbilligen Wohnungen zu kaufen.

Und nein, es ist kein Beispiel für ein Marktrisiko. Hier wird der Markt ausgeschalten. Es ist ein Beispiel für ein politisches Risiko - und zwar ein verheerendes.

im Übrigen gehen Sie auf keinen einziges der im Artikel zurecht aufgeführten sachlichen und wichtigen Argumente ein. Ihre demagogisches Ausführung und Erklärungsansatz beschränken sich auf "ja, es ist richtig zu deckeln, um es einigen Immobilien-Bonzen zu zeigen".

Keine Argumente, kein Abwägen, kein Nachdenken, keine Plausibilität - nur emotionale und demagogische Platituden...

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mimas101 26.08.2019, 11:21
169. Hmm Tja

Man kann die Werte so lassen - aber nur für Personen die gewisse Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Da müßte halt der Mieter jährlich eine Gehaltsabrechnung oder ähnliches vorlegen. Tut er das nicht bezahlt er automatisch die marktüblichen Mieten.

Auf der anderen Seite: Auch die Politik hat versagt. Sie ließ es zu das die Mieten erst explodierten und z.B. sog. Investoren sich nicht nur die Preise hochschaukelten sondern immer nur Luxuswohnungen bauten und die dann als Eigentumswohnungen mit Gewinn weiterverhökerten. Die sog. weißen Kreise (Mietregelungssystem aus den Änfängen der BR Dtld) und ähnliche Mechanismen waren garnicht mal so schlecht gewesen.
Wegen dem Vergleichsmietensystem treibt das natürlich die Mieten zumal beim berliner Immobilienverband strafrechtlicher Mietwucher offensichtlich Teil des Geschäftsmodells ist wenn man dessen Gejammere, und seinen Aufruf Gesetze zum Wohle der Rendite zu unterlaufen, so liest.
Hier müßte also die Politik mal Einheitswerte auf Mietwohnungen / Mieten festlegen. Das bändigt auch das Unwesen mit den Immobilien-Heuschrecken.

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