Forum: Wirtschaft
Höchstens acht Euro pro Quadratmeter: Warum der Berliner Mietendeckel ungerecht ist
Nikada/ iStockphoto/ Getty Images

Die Berliner Bausenatorin will die Mieten in der Hauptstadt bei knapp acht Euro pro Quadratmeter deckeln - und damit den Marktmechanismus aushebeln. Das mag gut gemeint sein, ist aber ökonomischer Irrsinn.

Seite 8 von 71
XavierBurdain 26.08.2019, 10:34
70. Guter Gedanke, falscher Ansatz

Den Mietzins zu deckeln wäre begrüssenswert, würde es die Konsortien u. Einzel-Personen treffen, welche mehr als bspw. 1000m² vermietbaren Wohnraum in der Stadt besitzen.

Beitrag melden
cacophonieallergikendes 26.08.2019, 10:35
71.

In Spanien gab es eine Mietpreisbremse unter Franco.

Die Folgen sind bekannt.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Francos-Erbe-macht-Wohnen-teuer-article21128212.html

Warum glaubt die Linken-Politikerin, daß es in Berlin anders verlaufen wird?

Frau Lompscher sollte Ihre Argumente mal bekannt machen.

Gab es da nicht eine Definition für Wahnsinn:

Immer wieder das Gleiche versuchen und ein anderes Ergebnis zu erwarten.

Beitrag melden
cord.grasse 26.08.2019, 10:35
72. Irrsinnhochzehn

Die Auswirkungen werden dramatisch sein. Ein Rückgang der Investitionen ist nicht das Problem, denn die Neubaumieten werden dramatisch steigen. Die derzeitigen Mieter werden nicht mehr kündigen sondern die Wohnungen schwarz untervermieten. Es wird keine Investitionen in die Wohnungen mehr geben, da der Mieter seinen Kundenstatus komplett verliert. Eine Deckelung der Mieten kann nur funktionieren, wenn der Flächenverbrauch pro Kopf ebenfalls gedeckelt wird, sonst haben Familien mit Kindern zukünftig auf dem Markt keine realistische Chance auf eine Wohnung. Ach ja kein Vermieter wird so verrückt seine sein Wohnung noch zu veröffentlichen und von Nachfragen überflutet zu werden. Halber Sozialismus wird den Markt ins Chaos stürzen.

Beitrag melden
spieglein-an-der-wand 26.08.2019, 10:35
73. Rot-Grün-Roter Irrsinn

Ein Mietpreisdeckel bei 8,-€ ist das Bescheuertste, was sich dieser linke Senat ausdenken konnte.

Ich zähle nicht zu den Immobilien-Tycoonen, sondern wollte vor Jahren einen Teil meiner Alterssicherung über eine Miet-Immobilie gestalten. Bei auf 10 Jahre sozialgebundener Vermietung, habe ich unbeschreibliche Dinge erlebt. Hunde haben Türen und Böden ruiniert, Mieten und Verwaltungsgebühren wurden nicht bezahlt und vieles mehr.

Als ich nach den 10 Jahren frei vermieten konnte, hat sich das kaum gebessert. Mieteransprüche sind nur noch mit anwaltlicher Unterstützung auf ein Maß zu begrenzen, das die Verluste einigermaßen im Rahmen hält. Und dabei liegt das Objekt in einer Lage (Allgäu), für die man solche Unbill nie erwarten würde.

Da ist nur jedem Immobilien-Eigentümer zu raten, besser das Objekt leer stehen zu lassen. Rot-Grün-Rot hat dann aber schon die nächste Daumenschraube im Visier: Enteignung. Möge dieser R-G-R-Krug an uns auf Bundesebene vorbeigehen.

Beitrag melden
Leibdschor 26.08.2019, 10:36
74. Der Markt

kann vieles regeln, aber ebend nicht alles. Da wo er auswuchert, ist eine Regelung von Außen sinnvoll. Das trifft vorallem Bereiche die dem Allgemeinwohl betreffen wie Gesundheit, Wohnen, Bildung, ÖPNV, Wasser und Strom. Das nennt man dann soziale Marktwirtschaft. Eine Einheitsmiete sehe ich auch kritisch. Um Wucher zu umgehen, gibt es auch andere und bessere Mittel die alle Schichten der Gesellschaft, reich und arm, gerecht werden können. Mietpreisspiegel, Bauquoten für Sozial bis Luxus, Steuer usw.

Beitrag melden
Knosa 26.08.2019, 10:36
75. @5

Kommentar nicht verstanden? Wer nicht sein Haus in guter Lage geerbt oder vor mindestens 15 Jahren gekauft hat, kann gar nicht für 6 Euro qm vermieten, weil er sonst pleite ist. Dafür sind die Immobilienpreise viel zu hoch. Zudem, wer jetzt Mieter einer tollen Wohnung ist, wird bei diesen Preisen erst in 30 Jahren ausziehen, wenn die Wohnung verfallen ist. Dafür aber die Wohnung zu horrenden Preisen untervermieten, schwarz versteht sich. Ich bin auch für bezahlbaren Wohnraum, aber die Mietendeckelung auf so geringem Niveau ist der falsche Weg. Wie wäre es damit den öffentlichen Personennahverkehr auszubauen und vernachlässigte Stadtteile aufzuwerten, damit sich Wohnen mehr verteilt. Wenn Wohnen in Berlin so günstig ist, kommen noch mehr Menschen.

Beitrag melden
alexreil 26.08.2019, 10:36
76.

Tja, solange Wohnen von Geschäftemachern zum Spekulationsobjekt gemacht wird - solange ist es nur recht und billig, wenn man dem Grenzen setzt, indem Mietobergrenzen eingezogen werden.

Da können die Berufsempörten und Berufsbetroffenen noch so viel Planwirtschaft schreien - die Miethaie und Spekulanten haben sich das selbst zuzuschreiben. Wenn die Mieten nur eine Richtung kennen, nämlich die durch die Decke, und die Menschen für die Miete einer halbwegs passenden Wohnung einen weiteren Job annehmen müssen, dann hat der Markt ohne Zweifel nicht funktioniert.

Es kann nämlich nicht sein, dass die Leute nur noch dafür arbeiten gehen, damit sie ihre Miete bezahlen können.

Die deutsche, ehemals soziale, Marktwirtschaft ist zu einer asozialen Marktwirtschaft verkommen, in der sich offenbar nur noch Abzocker und Betrüger tummeln.

Beitrag melden
Leibdschor 26.08.2019, 10:36
77. Der Markt

kann vieles regeln, aber ebend nicht alles. Da wo er auswuchert, ist eine Regelung von Außen sinnvoll. Das trifft vorallem Bereiche die dem Allgemeinwohl betreffen wie Gesundheit, Wohnen, Bildung, ÖPNV, Wasser und Strom. Das nennt man dann soziale Marktwirtschaft. Eine Einheitsmiete sehe ich auch kritisch. Um Wucher zu umgehen, gibt es auch andere und bessere Mittel die alle Schichten der Gesellschaft, reich und arm, gerecht werden können. Mietpreisspiegel, Bauquoten für Sozial bis Luxus, Steuer usw.

Beitrag melden
g0r3 26.08.2019, 10:36
78.

Zitat von echtermünchner
Weshalb haben die hochverschuldeten Länder Europas und die skandinavischen Länder alle ein höheres Vermögen als der Deutsche? Weshalb ist dort die Eigenheimquote höher als in Deutschland? Kleiner Tipp: Vergleichen sie beispielsweise ein Bruttoeinkommen von 4000 Euro in Deutschland mit dem des Franzosen, Italieners,Spaniers, Norwegers oder Luxemburgers. Die lachen über die knappen 2400 Euro netto in Deutschland, die man als Single hier bekommt. Trotz höherer Lebenskosten bleibt allen am Ende mehr im Portemonnaie. Das Wort Altersarmut oder Miete im Ruhestand kennt man in den aufgeführten Ländern nicht.
Sie haben von Tuten und Blasen keine Ahnung.

In Italien/Spanien sind die Gehälter brutto wie Netto deutlich niedriger, (30 respektive 35 % niedriger), bei höheren Lohnnebenkosten. Und durch die schlechtere Sozialversorgung sind sie gezwungen, die eigene Kasse für die Zukunft wenigstens durch Immobilien zu entlasten. Dafür wohnt man halt bis 30 bei Mama. Undja, auch wenn die deutsche Renten- und Arbeitslosenversicherung nicht in die Vermögensrechung mit einfliest - ein Vermögenswert ist sie trotzdem.

Das Gehalt in Luxemburg ist so hoch, weil viele dort arbeiten, aber nur zum Arbeiten hinpendeln. Das ergibt auf dem Papier viel Gehalt für wenige Einwohner. Und Norweger haben einen Staatsfonds, der Geld in die Kassen spült.

Bestes Niveau-Limbo, das Sie hier betreiben. Aber ich fürchte, Sie haben Ihr Bestes gegeben.

Beitrag melden
StefanXX 26.08.2019, 10:36
79.

Zitat von kaffeemail
gottseidank.de hat es gut geschrieben. Wohnen ist ein Grundrecht und kein Markt. Der Autor kann mir gerne erklären wie ich von 1000€ Rente am “Markt” eine Wohnung bezahlen soll. Derjenige der als erster Land verkauft hat, hat es ja nicht selbst geknetet. Oder wie kann man etwas besitzen, was eigentlich uns allen und die flora und Fauna gehört?
Ja wohnen ist ein Grundrecht. Aber es ist kein Grundrecht genau DA zu wohnen, wo sie es gerne hätten, und dann noch dazu günstig.

Beitrag melden
Seite 8 von 71
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!