Forum: Wirtschaft
Höchster Stand seit Wiedervereinigung: Zahl der Erwerbstätigen stieg 2018 auf Rekordh
DPA

Im vergangenen Jahr waren so viele Menschen in Deutschland erwerbstätig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Im Jahresdurchschnitt hatten rund 44,8 Millionen Personen einen Job.

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frank57 02.01.2019, 10:25
1. Und warum

diskutieren wir dann immer noch über niedrige Renten? Demografiegründe als Fake?

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Nordstadtbewohner 02.01.2019, 10:30
2. Eine positive Nachricht

"Die Zahl der Selbstständigen sank 2018. Sie ging im Jahresdurchschnitt auf 4,22 Millionen zurück (minus 1,8 Prozent)."
Die hohe Erwerbstätigkeit ist eine positive Nachricht. Ich hoffe, diese Tendenz setzt sich in den nächsten Jahren fort. Viele Menschen in Deutschland profitieren von der guten Wirtschaftslage.

Die Zahl der Selbstständigen sinkt, was vor allem daran liegt, dass es weniger kleine Krauter (= Solo- und Kleinstselbstständige) gibt. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich der Markt konsolidiert und Unternehmen mit geringer Wirtschaftlichkeit und Rentabilität vom Markt verschwinden.

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rantamplan 02.01.2019, 10:34
3. Schön und gut...

....alle haben Arbeit.
Nur leider können immer mehr von dem Lohn nicht mehr leben.
Immer mehr Leiharbeit (moderner Sklavenhandel) im Niedriglohnsektor.
Arbeitsschutz und Umweltschutz bleiben auf der Strecke.
Und darauf ist unsere Regierung stolz.
Man kann sich alles schön reden.

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oranje-web 02.01.2019, 10:40
4. von dem leider

viele nicht leben können und sie müssen sich daas Geld vom amt holen. das nennt sich dann positive Nachricht.
ich kann mich noch an eien soziale Marktwirtschaft erinnern, mit starken Gewerkschaften, mit Flächen Tarifverträge. Aber das wurde alles ausgehebelt.
Ich kann mich auch erinnern das der spiegel früher so etwas nicht gefeiert hätte und als erfolg verkauft sondern hinterfragt...
Aber den gibt es schon lange nicht mehr

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peter-11 02.01.2019, 10:41
5. gute Nachrichten

Das liegt nahe bei Vollbeschäftigung und kann sich im internationalen Vergleich sehen lassen. Sicher wird es hier im Forum die üblichen Kritiker geben, die das dann doch nur schlecht schreiben. Klar, die Vollkaskomentalität eben. Sicherlich gibt es Härtefälle, aber wer heute gesund ist und nicht alleinerziehend, muss nicht mehr arbeitslos sein. Bildung hilft auch weiter.

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m.sc. 02.01.2019, 10:41
6. Universitäten

die Arbeitsbedingungen sind selbst an Unis mies. Doktoranden erhalten oft nur die Hälfte ihrer Stunden bezahlt. Also 2 Leute beschäftigen zum Preis von einem. Gratulation.

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diorder 02.01.2019, 10:43
7. Quantität ist noch nicht Qualität

Vielleicht reicht dazu ein Hinweis auf Marcel Fratscher und sein Interview im Tagesspiegel heute. Aber das bringt SPON wohl kaum. https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/diw-oekonom-fratzscher-die-erhoehung-des-mindestlohns-ist-ein-placebo/23814246.html

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Nordstadtbewohner 02.01.2019, 10:46
8. Die Rentenproblematik bleibt unverändert

Zitat von frank57
Und warum diskutieren wir dann immer noch über niedrige Renten? Demografiegründe als Fake?
An der eigentlichen Rentenproblematik ändert sich nichts, denn die Tendenz des demografischen Alters bleibt weiterhin bestehen. Jetzt den Alten die Renten zu erhöhen, würde junge Menschen mit höheren Rentenversicherungsbeiträgen belasten, so dass sie weniger für den eigenen Lebensabend vorsorgen können. Denn die Zahl der Rekordarbeitnehmer bedeutet für die Zukunft auch eine Rekordzahl an Rentenempfängern. Die Rentner von heute sollten sich daher in Zurückhaltung üben.

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Plasmabruzzler 02.01.2019, 10:50
9.

Ich dachte, Journalismus hätte den Anspruch, nicht einfach nur die Zahlen zu nennen, sondern sie auch zu reflektieren.
Beispiele: wenn so viele in Lohn und Brot stehen, warum wird das Rentenniveau sukzessiv gesenkt? Wenn so viele Arbeit haben, warum wir die Zahl der Tafeln stetig mehr?
Und ich hätte noch die Bitte, "Job" und "Arbeit" nicht synonym zu nutzen. Das sind zwei qualitativ unterschiedliche Dinge.

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