Forum: Wirtschaft
Höhere Gebühren: Was der EC-Karten-Betrug die Kunden kostet

Deutschlands Banken haben ein Problem: Abzocker*sammeln in großem Stil Kundendaten an Geldautomaten*- darum müssen die Institute*die Geräte*austauschen und die Technologie der EC-Karten verbessern. Doch wer bezahlt den Aufwand? Und bringt der Umbau wirklich Sicherheit? Ein Überblick.

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Lapalma 11.05.2011, 17:06
1. Sicherheit erweitern wäre

eine Lösung. Die CS in der Schweiz versendet auch ins Ausland kostenlos Transaktionscodes für Onlinebanking. Dies könnte man auch am Automaten nutzen. Da beim Geldabheben am Automaten auch die Kreditwürdigkeit geprüft wird könnte bei der Prüfung Software einen Transaktionscode generieren und den auf ein Mobiltelefon übertragen. Der Code müsste dann für die Auszahlung am Automaten zu dieser Transaktion eingegeben werden. Sicherlich nicht völlig sicher, aber es müssten neben den Kartendaten auch noch das Telefon gestohlen werden. Das erschwert den Missbrauch deutlich.

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dimetrodon109 11.05.2011, 17:07
2. Ohne Titel

Zitat von sysop
Deutschlands Banken haben ein Problem: Abzocker*sammeln in großem Stil Kundendaten an Geldautomaten*- darum müssen die Institute*die Geräte*austauschen und die Technologie der EC-Karten verbessern. Doch wer bezahlt den Aufwand? Und bringt der Umbau wirklich Sicherheit? Ein Überblick.
Es zahlt doch immer der gleiche = WIR.
Erwischt man die Täter, sind es gut organisierte Banden (Osteuropa) deren Mitglieder zumeist mit leichten Bewährungstrafen davon kommen. Klar denn wir haben es ja und zahlen und zahlen..... .

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shine31 11.05.2011, 17:17
3. Re: Bei einem Stückpreis von 25.000 bis 50.000 Euro

Zitat von
Laut "FTD" mussten Privatbanken im vergangenen Jahr 2500 Automaten komplett austauschen. Bei einem Stückpreis von 25.000 bis 50.000 Euro würden die Gesamtkosten bei etwa 62 bis 125 Millionen Euro liegen.
Die alten Maschinen werden ja nicht weggeworfen, sondern wahrscheinlich nur aufgerüstet und dann wieder aufgestellt. Oder die Maschinen sind abgeschrieben und es werden daher neue aufgestellt. Daher ist die Rechnung viel zu hoch gegriffen. Die reellen Kosten wären wohl eher bei 10% des geschätzten Betrag zu finden...

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bolonch 11.05.2011, 17:49
4. Nun ja - die Kunden werden's schon zahlen

Manchmal lohnt ein Blick ins Ausland, z. B. nach England:

Chip + Pin ist Standard seit 2005 fuer Kredit- und Debitkarten (Maestro, Visa etc). Magnetstreifen und/oder Unterschrift werden seitdem nur bei Karten aus 3. Welt-Laendern wie Deutschland akzeptiert.

Kontofuehrungsgebuehr: 0
Kreditkartengebuehr: 0
Abhebungen bei fast allen Fremdbanken am Automaten: 0
Wertstellung bei Buchungen innerhalb derselben Bank: sofort (sonst zwischen einigen Stunden und 1 Tag)

Bezahlen mit Debitkarte im Internet (wenn man keine Kreditkarte hat) - problemlos ueberall moeglich

Jede Punk-Kneipe und jeder Kiosk nimmt auch fuer ein Bier oder eine Packung Kaugummis ohne mit der Wimper zu zucken Karten an. Jeder Kellner hat ein drahtloses Terminal zur Hand.

Eh jetzt die Haeme losgeht (England, Banken, Finanzkrise usw.) - viele Banken, grosse wie kleine, sind ohne Blessuren durchgekommen.

Es geht hier darum, dass das Kartell der deutschen Banken, die Verbraucher abzockt indem es schlecht Technik zum teuren Preis verkauft.

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govegan! 11.05.2011, 17:50
5. SMS Benachrichtigung nach Transaktion...

...in den Vereinigten Emiraten in denen wie auch in Frankreich die Handynummer mittlerweile als Hauptdokument gilt, bekommt man bei jeder Transaktion eine kurze SMS gesendet die darauf hinweist das eben eine Abbuchung stattgefunden hat. Natürlich kommen wir bei solchen Einführungen nicht um die Thematik von verschlüsseltem Datenverkehr herum. Der bisherige Stand der Technik wie der eBrief der Post ist eine Lachnummer. Eine ernsthafte Diskussion mit beispielsweise Aktivisten vom AK Vorratsdatenspeicherung und dem CCC ist Grundlagenforschung. Letztlich wären solche einfachen Software-Sicherheitstechnischen Lösungen günstiger und unserem -Des-Informationszeitalter angemessen.

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Anvil2k8 11.05.2011, 18:13
6. Fahrlaessigkeit auch noch bezahlen?

In England kann man an jedem Automaten nicht
nur Geld abheben sondern auch die eigene
Pin beliebig und jederzeit aendern,
gut bei Verdacht oder nur als Routine.
Das ist moeglich mit dem Chip der sich ja
auch auf jeder deutschen Karte befindet.

Wenn aber 2011 in Deutschland weiterhin
das Magnetfeld benutzt/ausgelesen wird
(die diese Pinaenderung nicht ermoeglicht)
wird damit der Kriminalitaet Vorschub geleistet.

Diese Fahrlaessigkeit sollte von den Gerichten in
Kartenbetrugsfaellen die zur Zeit immer noch meist
zugunsten der Banken ausgelegt werden endlich
einmal zu Gunsetn der Geschaedigten
Beachtung finden!

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the_flying_horse 11.05.2011, 18:24
7. chiplosen Länder

Zitat von
Doch weil es außerhalb Europas "Nicht-Chip-Länder" wie die USA gibt...
Es würde mich mal interessieren, ob diese chiplosen Länder auch das Problem mit dem Skimming haben oder ob es das nur bei uns gibt.

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PeteLustig 11.05.2011, 18:26
8. .

Die Banken sollten im Sinne des Verbraucherschutzes (die geskimmten Summen werden den Kontoinhabern erstattet und die daraus resultierenden Kosten auf die gesamte Kundschaft umgelegt -> Gebührenerhöhungen) gesetzlich verpflichtet werden, Auslandsabhebungen grundsätzlich zu sperren und nur auf Antrag des Inhabers (z.B. vor einer Auslandsreise) für eine Frist von meinetwegen drei Wochen für das oder die in Frage kommenden Urlaubs/Dienstreiseländer freigegeben werden.

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the_flying_horse 11.05.2011, 18:44
9. extra Auslandskarte...

Zitat von PeteLustig
Die Banken sollten im Sinne des Verbraucherschutzes (die geskimmten Summen werden den Kontoinhabern erstattet und die daraus resultierenden Kosten auf die gesamte Kundschaft umgelegt -> Gebührenerhöhungen) gesetzlich verpflichtet werden, Auslandsabhebungen grundsätzlich zu sperren und nur auf Antrag des Inhabers (z.B. vor einer Auslandsreise) für eine Frist von meinetwegen drei Wochen für das oder die in Frage kommenden Urlaubs/Dienstreiseländer freigegeben werden.
Ist schwierig, weil doch einige auch recht kurzfristig mal ins Ausland müssen.

Einfacher wäre da, auf Antrag (meinetwegen auch gegen eine kleine Gebühr) eine extra Auslandskarte für das Konto auszugeben.

Die Inlandskarte hat nur den Chip und wird hier benutzt, die Auslandskarte hat zusätzlich den altbekannten Magnetstreifen und wird nur bei Bedarf im Ausland eingesetzt. So hält man das Risiko in Grenzen.

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