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Höhere Zusatzbeiträge: Krankenkassen verlieren nach Beitragserhöhung Mitglieder
DPA

Krankenversicherte reagieren offenbar prompt auf Beitragserhöhungen. Einer Untersuchung zufolge hat allein die DAK seit Jahresbeginn 184.000 ihrer Versicherten verloren.

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jonas_c 25.04.2016, 08:12
10.

Und man muss sich auch überlegen WER da kündigt: Die jungen gesunden... Nicht die Leute, die die Kosten verursachen.

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winki 25.04.2016, 09:06
11. Warum nur muss es so viele Krankenkassen geben?

3 oder 4 reichen doch auch. Was da an Kosten frei würde ist ein dreistelliger Millionenbetrag jährlich. Eine andere Sache wäre, wenn jeder der ein Einkommen bezieht einen bestimmten Prozentsatz einbezahlt. Nebenbei kann wer möchte noch eine Zusatzversicherung abschließen. Das gab es schon einmal in Deutschland und hat sich bewährt. Allerdings war das in der DDR und was es damals gab ist natürlich alles falsch gewesen.

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febes 25.04.2016, 09:16
12. Kontrolle

Was fehlt ist endlich ein vernünftiges Kontrollsystem zur Überprüfung, ob abgerechnete Leistungen auch tatsächlich erbracht wurden. Wir werden nicht nur von von Osteuropäischen Pflegemafiosi betrogen. Die Anzahl der durchschnittlichen Arztbesuche pro Kopf halte ich für ein Gerücht.

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jhea 25.04.2016, 09:20
13.

Zitat von winki
3 oder 4 reichen doch auch. Was da an Kosten frei würde ist ein dreistelliger Millionenbetrag jährlich. Eine andere Sache wäre, wenn jeder der ein Einkommen bezieht einen bestimmten Prozentsatz einbezahlt. Nebenbei kann wer möchte noch eine Zusatzversicherung abschließen. Das gab es schon einmal in Deutschland und hat sich bewährt. Allerdings war das in der DDR und was es damals gab ist natürlich alles falsch gewesen.
Zusatzversicherungen kann immer noch jeder bei seiner KK abschließen um mehr Leistungen im Krankheitsfall zu haben.

Das ist alles drin.

Und alles was es damals gab ist natürlich nicht schlecht.
Sonst würden wir heute nicht ein Tierschutzgesetz haben.
Danke Adolf.

Oder uns würde nicht beigebracht dass a² + b² = c² sind
Danke Pythagoras!

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CancunMM 25.04.2016, 09:36
14.

Zitat von frank57
zum fröhlichen Schröpfen der Versicherten und vor allem der Rentner! Wenn die Erhöhung der Renten gleich wieder von Steuern und Beiträgen aufgefressen wird ist was faul im Staate, wie so vieles!
Warum vor allem der Rentner ?
Sicher gibt es heutzutage Rentner, die einen niedrige Rente haben, aber die müssen auch keine Steuern zahlen. Wenn jemand eine so hohe Rente hat, dass er Steuern zahlen muss, warum auch nicht ?

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Susi64 25.04.2016, 09:39
15. Fehler im System

Zitat von febes
Die Anzahl der durchschnittlichen Arztbesuche pro Kopf halte ich für ein Gerücht.
Die Anzahl der Arztbesuche ergeben sich zum einen dadurch, dass Sie bei einer läppischen Erkältung mindestens 2 Arztbesuche haben.
Außerdem werden heute viele Krankheiten im Verbund von Hausarzt und Spezialisten behandelt.
Wenn also ein älterer Mensch seinen Hausarzt und einen Kardiologen und dann noch einen Internisten hat, dann gibt es immer wieder Überweisungen, die der Hausarzt ausstellen muss = Arztbesuch.
Damit kein Medikamentenmissbrauch passiert gibt es nur relativ kleine Packungsgrößen, sind sie nun aber chronisch krank wird in regelmäßigen Abständen ein Rezept ausgestellt = Arztbesuch.
Damit nicht zuviel Geld ausgegeben wird dürfen nicht alle Ärzte alles verordnen. Beispiel: ein Schildrüsenkranker sucht zusätzlich einen Augenarzt auf wegen einer typischen Komplikation, die eben gerade die Augen betrifft. Dann darf der Augenarzt das Schildrüsenmedikament nicht verschreiben = neuer Arztbesuch beim Hausarzt.
Unterm Strich ergeben sich dann viele "Arztbesuche" durch Rezptausstellen/-abholen und Überweisungen abholen, den Arzt sehen sie dabei in vielen Fällen gar nicht.

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Flegel 25.04.2016, 09:39
16. Gesundheitsdienstleister an den Kosten beteiligen

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Versicherten müssen immer mehr zahlen, damit die Gesundheitsdienstleister in der BRD ihre Pfründe pflegen können. Sie verteilen nämlich jedes Jahr ca. 300 Milliarden EURO untereinander. Das ist ungefähr so viel, wie der Bundeshaushalt umfasst. Das finanzielle Risiko teilen sich nach ausdrücklichem politischen Willen nur noch die Versicherten. Arbeitgeber wurden aus diesem Risiko ebenso ausdrücklich entlassen.
Ich bin dafür, die Krankenkassen zukünftig an den Gewinnen dieser Gesundheitsdienstleister zu beteiligen, damit die für die von ihnen verursachten Beitragserhöhungen ebenfalls ihren Obolus leisten.

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o-w 25.04.2016, 09:40
17. Zukunft...

In einem geschlossenen System von Anbietern desselben Leistungsspektrums von A nach B zu wechseln wird für den Versicherten nur kurzfristig etwas ändern, wenn er seine KK verlässt. Unterschiede bei der Vergütung oder dem Angebot der Leistungsträger, die die Qualität beeinflussen, interessieren mangels transparentem Vergleichs nicht, sind aber wichtiger als 0,5% Differenz zu einer konkurrierenden Krankenkasse. Um Kosten zu sparen und Mitglieder zu halten, werden Kassen langfristig fusionieren und Leistungen gestrichen. Das Angebot wird sich mangels Wettbewerb der Übriggebliebenen auf Rumpfmedizin reduzieren und die Lücken durch private Zusatzversicherungen ergänzt. Ein echter Leistungsvergleich findet dann ausserhalb der Krankenkassen statt und die Leistungsträger schliessen sich zur Kosteneinsparung in Kliniken oder Ärztezentren zusammen.

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CancunMM 25.04.2016, 09:41
18.

Zitat von febes
Was fehlt ist endlich ein vernünftiges Kontrollsystem zur Überprüfung, ob abgerechnete Leistungen auch tatsächlich erbracht wurden. Wir werden nicht nur von von Osteuropäischen Pflegemafiosi betrogen. Die Anzahl der durchschnittlichen Arztbesuche pro Kopf halte ich für ein Gerücht.
Ja klar, das kostet dann auch wieder.
Warum halten Sie die Anzahl der durchschnittlichen Arztbesuche für ein Gerücht ? Weil Sie nicht so häufig zum Arzt gehen ?

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kub.os 25.04.2016, 09:45
19. Nur so kommt Bewegung rein

In Zeiten gleicher - politisch diktierter - Beitragssätze dümpelte jede KK vor sich hin. Die KK war den Mitgliedern gleichgültig; in etwa gleiche Leistungen zum gleichen Preis. Mit Einführung flexibler Zusatzbeiträge kommt wieder Bewegung in die Sache. Zum Erschrecken der KK-Vorstände lassen sich die Mitglieder höhere Kosten nicht mehr bieten. Plötzlich muss in den Führungsetagen über den Mitgliederschwund nachgedacht werden. Und da helfen häufig Fusionen. Der Wettbewerb wird dadurch nicht merklich eingeschränkt. Oder warum soll beispielsweise die kleine IKK noch bundesweit 5-6 Mal bundesweit vertreten bzw. aufgesplittert sein? Ja, die Zusatzbeiträge helfen, die Anzahl der KK zu verringern. Die Kosten für Mitgliedergewinnung/-haltung jeder einzelnen KK sind ganz enorm und - bei gesättigtem Markt - völlig überflüssig.

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