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Höherer Ertrag, frühere Saison: Umweltschützer kritisieren Zunahme von Erdbeer-Gewäch
Christophe Gateau / DPA

Landwirte bauen Erdbeeren vermehrt in Gewächshäusern an - und haben dadurch höhere Erträge sowie eine längere Saison. Umweltschützer kritisieren das - und sehen die Verbraucher in der Pflicht.

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quark2@mailinator.com 21.05.2019, 11:27
10.

Angesichts der verlorenen Flächen schlage ich vor, daß die Umweltschützer erstmal die ziemlich sinnlose Maismonokultur wieder zurückbauen, die sie selbst angerichtet haben. Wenn diese gigantischen Flächen einem gemischten Anbau wieder zur Verfügung gestellt wurden, können wir über die Erdbeeren reden. Da fangen wir aber vielleicht besser in Spanien an, wo das schon seit Jahrzehnten um sich greift. Ich finde es bizarr, daß man das die ganze Zeit hingenommen hat, sich nun aber ausgerechnet über das bischen Erdbeeranbau in DE aufregt.

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mborevi 21.05.2019, 11:50
11. Leider werden ...

... immer mehr Nahrungsmittel nicht mehr in annehmbarer Qualität verfügbar. Das gilt für Spargel ebenso wie für Erdbeeren und viele andere. Wer sich nicht mit Weichmachern aus Folien belasten will, kann diese Gemüse nicht mehr essen. Die EU regelt zwar die Krümmung der Gurken, aber weder die Giftmischerei in der Landwirtschaft, noch die Produktionsmethoden, Stichwort Tierquälerei, noch nicht einmal die Vereinheitlichung der Ladestecker für E-Mobile. Kurz: Was die EU wirklich regeln sollte regelt sie nicht. Dafür erlässt sie unsinnige Vorschriften wie die Hygieneverordnung für Hackfleisch und andere. Dabei drohen uns gesundheitliche Schäden nicht von der Marktfrau mit ihren paar Waren, sondern von den Agrarkonzernen mit ihrer Giftmischerei. Es ist ein Trauerspiel. Und das Wahlvolk? Wählt mehrheitlich die Falschen. Was sagt schon Goethe: "Den Teufel kennt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte" (Faust, Auerbachs Keller).

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mborevi 21.05.2019, 11:52
12. Unter Folien ...

Zitat von zooey_radieux
"Umweltschützer sehen die Folien-Felder dennoch kritisch. "Die Fläche unter den Tunneln geht für die Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum verloren" Dagegen stehen 60% weniger Flächenverbrauch, weniger Pestizide und eine effizientere Bewässerung.
... werden nach Aussage von Kennern mehr Pestizide verspritzt, da das feuchte Klima den Pilzbefall vermehrt.

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ruhepuls 21.05.2019, 11:55
13. Erdbeerfelder als "Biotop"?

Wie naiv sind manche Umweltschützer eigentlich? Kommerzielle Erdbeerfelder sind schon deshalb kein Biotop, weil dort - natürlich - Insektizide und Fungizide eingesetzt werden. Und zwar mehr als unter Glas. Wenn man Biotope schaffen will, dann echte Wildnis - und zwar dort, wo Felder brach liegen, weil sie nicht mehr bewirtschaftet werden. Ansonsten ist jede Erdbeere, die nicht aus Spanien angekarrt werden muss ein Gewinn für die Umwelt.

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fahrgast07 21.05.2019, 12:02
14. Irrtum der Naturschützer

Ist es nicht umgekehrt? Wenn die Erträge je Hektar höher sind, brauchen wir weniger Nutzflächen und können mehr renaturieren. Das ist doch sinnvoll!

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misterknowitall2 21.05.2019, 12:08
15. Ehmm....

Zitat von quark2@mailinator.com
Angesichts der verlorenen Flächen schlage ich vor, daß die Umweltschützer erstmal die ziemlich sinnlose Maismonokultur wieder zurückbauen, die sie selbst angerichtet haben. Wenn diese gigantischen Flächen einem gemischten Anbau wieder zur Verfügung gestellt wurden, können wir über die Erdbeeren reden. Da fangen wir aber vielleicht besser in Spanien an, wo das schon seit Jahrzehnten um sich greift. Ich finde es bizarr, daß man das die ganze Zeit hingenommen hat, sich nun aber ausgerechnet über das bischen Erdbeeranbau in DE aufregt.
dafür trägt wenn überhaupt der Bauer die Verantwortung und nicht der Umweltschützer.

PS: Die Sache wird doch nicht besser, wenn Sie jemanden finden, der es noch schlimmer macht. Ob in Spanien Erdbeeren mit oder ohne Folie angebaut werden hat doch für unseren Anbau gar keine Relevanz.

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qoderrat 21.05.2019, 12:09
16.

Zitat von quark2@mailinator.com
Ich finde es bizarr, daß man das die ganze Zeit hingenommen hat, sich nun aber ausgerechnet über das bischen Erdbeeranbau in DE aufregt.
Regt sich doch niemand auf, die paar verbissenen Ideologen, die Vor- und Nachteile nicht abwägen können, kann man doch getrost ignorieren.

Im übrigen, da ich im Garten einige Erdbeeren in natürlicher Weise wachsen lassen, kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, alleine die ergnomischere Pflückerei für das Personal würde diese Anbauweise bereits ausreichend legitimieren. Mir tut nach 30min Pflücken schon der Rücken weh, ich kann mir kaum vorstellen wie man sich nach einem 8Std. Tag in der Hocke oder auf den Knien fühlen muss, immer vorsichtig dass man nichts zertrampelt. Einfach mal diese Meckerfritzen 2 Wochen zum Ernteeinsatz und das Thema ist für alle Zeiten durch.

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awoth 21.05.2019, 12:12
17. Und wer schonmal an diesen Feldern vorbeigefahren ist,

der/die weiss, wieviel von dem Plastik durch die Gegend fliegt. Da gilt nicht nur für Erdbeeren, sondern besonders auch für Spargel. Von Südspanien mal ganz zu schweigen. Da hat der Plastikmüll es dann nicht so weit ins Meer. Wie auch von den Müllkippen der Drittweltländer, wohin wir unseren Gelbetonnen-Inhalt mit gutem Gewissen exportieren. Wenn man Glück hat, schnappt sich noch ein kleines Müllkippenkind die Alditüte, um sie zu Geld zu machen. Sonst ist sie auch im Meer.
Aber wir beruhigen Politik getrieben unsere Gewissen und sind "Vorreiter in Europa", weil wir keine Plastikstrohhalme mehr benutzen. Das spart in meinem Fall ca. drei Strohhalme im Jahr....

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Grünspahn 21.05.2019, 12:14
18.

Schon in meiner Jugend (70iger Jahre) war es so, dass wenn es viel geregnet hat die Erdbeeren größer und geschmacklich entsprechend wässrig waren, dagegen wenn es wenig geregnet hat, waren die Erdbeeren kleiner und geschmacklich intensiver. Insofern hat der Folienanbau geschmacklich kaum Auswirkungen. Die Erntezeit wird durch Folientunnel verlängert, aber doch nicht wesentlich die Reifezeit der einzelnen Früchte. Die hängt im wesentlichen von der Sonnenscheindauer ab. Gewächshäuser haben sicher einen Einfluss auf die Biodiversität .. geziehlt lassen sich dort Nutzinsekten einsetzen, die im Freiland verfliegen. IUm Vergelich zur restlichen Landwirtschaft insbesondere dem Gemüseanbau ist der Erdbeeranbau unter Folien pillepalle. Solange nicht künstlich beheizt und beleuchet wird ist das nichts anderes wie ein Frühbeet. Aber scheinbar gehört es zur Aufgabenbeschreibung professioneller Umweltschützer immer was zum meckern zu finden.

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lujowa 21.05.2019, 12:18
19. Umweltschützer sehen die Folien-Felder kritisch.

Der Anbau in Mega-Foliengewächshäusern hat m. E. nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun. Die Pflanzen wachsen ja auch nicht mehr im gewachsenen Boden, sondern in einem Substart. Die Flächen werden vorab aufbereitet, jegliches Flächenrelief wird beseitigt. Es handelt sich in Summa um eine einzigartige Flächenversiegelung. Hier müsste die Raumordnung/Landesplanung ordnend einschreiten, denn die Betriebe greifen auch massiv in die Grundwasserneubildung ein. Große Betriebe sollten eigentlich nur innerhalb von Gewerbegebieten errichtet werden.

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