Forum: Wirtschaft
Höherer Ertrag, frühere Saison: Umweltschützer kritisieren Zunahme von Erdbeer-Gewäch
Christophe Gateau / DPA

Landwirte bauen Erdbeeren vermehrt in Gewächshäusern an - und haben dadurch höhere Erträge sowie eine längere Saison. Umweltschützer kritisieren das - und sehen die Verbraucher in der Pflicht.

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boenisch 21.05.2019, 12:35
20. Die Erdbeeren schmecken doch nach nichts mehr!

Das geschmackvolle Erdbeeren nicht lange lagerbar sind (1-2 Tage) hat man sie einfach so gezüchtet dass die Lagerbarkeit erhöht wird. Hier blieb der Geschmack auf der Strecke und der Verbraucher kaufts weil diese Dinger nach Erdbeere ausschauen.
Man macht nun einfach einen Salt draus, dass Essigaroma richtet es schon. Gott was für eine Welt!

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fin2010 21.05.2019, 12:40
21. der Verbraucher - schlechtes Gewissen

bestimmte Gruppen sind einfach nicht glücklich, solange sie nicht auch bei den besten Dingen noch irgendwas finden, um dem Verbraucher ein schlechtes Gewissen einzureden und ihn zu gängeln. Leider fallen erhebliche Teile der Wahlbürger drauf rein und wählen die Leute auch noch. Beim Kaufverhalten sieht es dagegen ganz vernünftig aus.

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Henning Boetel 21.05.2019, 12:45
22. Fortschritt?

Ich habe Erdbeeren irgendwie anders in Erinnerung. Die Früchte rochen und schmeckten intensiv und mussten nach dem Pflücken schnell verbraucht werden, da sie sonst verdorben waren. Was ich heute weitgehend finde, ist nahezu geruchs- und geschmacksfrei. Dafür kann man sie tagelang lagern - ich warte auf die Erdbeere zum Einkellern. Ich habe den leisen Verdacht, dass das Zeug im Winter als Tomate angeboten wird. Das Geschmackserlebnis zumindest ist schon identisch.....Das ist dann wohl Fortschritt in der Landwirtschaft. Wer’s mag...

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Sokratester 21.05.2019, 12:46
23. Kommerz vor Geschmack

Als Erdbeerfan habe ich neulich deutsche Erdbeeren am Bauernstand gekauft. Die Enttäuschung war groß. Die unter Folie angebauten Früchte hatten kein Aroma und waren wässrig. Die "Optimierung" der Landwirtschaft richtet sich wohl nur an kritiklose, sparsame und geschmachsneutrale Verbraucher.

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jujo 21.05.2019, 12:55
24. ....

Zitat von so-long
Nachdem auch Lidl keine fair-trade Bananen mehr verkauft mangels Nachfrage (Preis!), werden die Leute auch die Erdbeeren an der günstigsten Quelle kaufen. Zwischen „sagen“ und „tun“ liegen -wie immer- Welten. Auch an die Weihnachtserdebeeren haben wir uns erfolgreich gewöhnt. CO2? Wen interessiert es?
Ich bin trotzig! Ich kaufe Erdbeeren nur wenn Freilandsaison ist, in Deutschland ab Mai oder jetzt in Schweden ab Juni.
Das gleiche gilt für Spargel und Kirschen.
Ich kaufe auch im September kein Weihnachtsgebäck und zu Weihnachten Osterhasen.

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Reg Schuh 21.05.2019, 13:14
25. Geschmack

Ein aktueller individueller Eindruck:
Die heimischen Früherdbeeren, die ich in einer Torte vorfand, schmeckten auch nicht.
Ich könnte mir vorstellen, daß die frühtauglichen Sorten - nämlich dieselben, die man im März aus spanischen Gewächshäusern importiert sieht - halt auch einfach nicht schmecken.
Und ich freue mich auf die Saison, wenn ich Juni endlich die ersten Erdbeeren pflücken kann. (Wenn man die selbstgepflückt hat, und weiß, was man dafür getan hat, schecken sie tatsächlich am besten. Kann man auch ruhig mal den Kindern beibringen, wenn es ein günstig erreichbares Selbsterntefeld gibt.)

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Schartin Mulz 21.05.2019, 13:18
26. Ich habe nie

Druck ausgeübt, dass ich im März schon Erdbeeren haben möchte.
Dass ich, wenn ich tatsächlcih vor der offiziellen Erbeerzeit die angebotenen Erdbeeren kaufe, jetzt schuld sein soll daran, das da Plastikfolien verwendet werden, ist eine absurde Logik.
Ich habe nie erlebt, dass in früheren Zeiten die Menschen Erdbeeren im März gefordert hätten. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen. Irgendwann wuirden sie angeboten udn duie Menschen haben sie gekauft, weil sie angeboten wurden. Das ist alles.

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jujo 21.05.2019, 13:44
27. ....

Zitat von Schartin Mulz
Druck ausgeübt, dass ich im März schon Erdbeeren haben möchte. Dass ich, wenn ich tatsächlcih vor der offiziellen Erbeerzeit die angebotenen Erdbeeren kaufe, jetzt schuld sein soll daran, das da Plastikfolien verwendet werden, ist eine absurde Logik. Ich habe nie erlebt, dass in früheren Zeiten die Menschen Erdbeeren im März gefordert hätten. Das ist eine Verdrehung der Tatsachen. Irgendwann wuirden sie angeboten udn duie Menschen haben sie gekauft, weil sie angeboten wurden. Das ist alles.
Das ist doch auch die Strategie der Autohersteller, die vorgeben der 4ltr. 6Zyl. 190PS SUV wird von den Kunden verlangt deswegen werden sie gebaut. Hätten die solche unnötigen Monster nie gebaut würde
diese niemand vermissen, daher auch nicht verlangen.

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regelaltersrentner 21.05.2019, 14:00
28.

Zitat von lujowa
Der Anbau in Mega-Foliengewächshäusern hat m. E. nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun. Die Pflanzen wachsen ja auch nicht mehr im gewachsenen Boden, sondern in einem Substart. Die Flächen werden vorab aufbereitet, jegliches Flächenrelief wird beseitigt. Es handelt sich in Summa um eine einzigartige Flächenversiegelung. Hier müsste die Raumordnung/Landesplanung ordnend einschreiten, denn die Betriebe greifen auch massiv in die Grundwasserneubildung ein. Große Betriebe sollten eigentlich nur innerhalb von Gewerbegebieten errichtet werden.
Zumindest bei uns in Mittelbaden gibt es nur wenige Erdbeeren, die im Substrat wachsen, man sollte sich auch im klaren sein, dass 80 % der Gurken und Tomaten im Substrat wachsen.

Es handelt sich auch nicht um eine Flächenversiegelung. Der Regen, der auf den Tunnel fällt, landet daneben auf dem Feld und versickert dort in das Grundwasser.

Warum diese Betriebe in Gewerbegebiete angesiedelt werden sollen,
sollten sie uns noch genauer erklären, Umweltmäßig macht dies keinen Sinn.

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k70-ingo 21.05.2019, 14:04
29.

Zitat von awoth
der/die weiss, wieviel von dem Plastik durch die Gegend fliegt. Da gilt nicht nur für Erdbeeren, sondern besonders auch für Spargel. Von Südspanien mal ganz zu schweigen. Da hat der Plastikmüll es dann nicht so weit ins Meer. Wie auch von den Müllkippen der Drittweltländer, wohin wir unseren Gelbetonnen-Inhalt mit gutem Gewissen exportieren. Wenn man Glück hat, schnappt sich noch ein kleines Müllkippenkind die Alditüte, um sie zu Geld zu machen. Sonst ist sie auch im Meer. Aber wir beruhigen Politik getrieben unsere Gewissen und sind "Vorreiter in Europa", weil wir keine Plastikstrohhalme mehr benutzen. Das spart in meinem Fall ca. drei Strohhalme im Jahr....
Also hierzulande fliegt dieser Plastikmüll nicht durch die Gegend. Wenn mal ein Frügjahrssturm eine Plane wegreißt, dann wird sie wieder eingesammelt.
Ich wohne in einer Gegend, in der Spargel und Erdbeeren angebaut werden und habe noch nicht ein Fitzelchen von diesen Folien irgendwo anders als im ordnungsgemäßen Gebrauch feststellen können.

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