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Hohe Gebühren, wenig Rendite: So vermeiden Sie die Kostenfalle bei der Riester-Rente
DPA

Unter den Riester-Produkten war die Uniprofirente von Union Investment bislang ein Geheimtipp. Doch jetzt verringert das Management die Ertragschancen - die hohen Kosten aber bleiben. Wie Anleger reagieren können.

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ichbinmalweg 11.07.2015, 14:47
1. Zu Riester ...

... gibt es folgendes zu sagen:

Herr Tenhagen bemängelt mal nicht die Kosten, da ja eine "Mörderrendite" rumkommt.

Ein böses Erwachen wird es geben, wenn diese Gewinne realisiert werden (Auszahlphase). Denn da wird er entdecken, dass Steuern auch Kosten sind. Der "echte" Steuerdeal ist die Differenz zwischen Steuervorteil und Steuernachteil. Aber egal, diesen wichtigen "Umstand" blendet man halt aus.

Ich halte es wirklich für hochproblematisch, nur die Fondskosten zu betrachten, die Steuerproblematik aber gar nicht anzuschneiden.

Vielleicht hat Tenhagen ja den besten Riester entdeckt. Was nützt es, wenn Riester per se einfach K.... ist?

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Hatch 11.07.2015, 15:40
2. Riester ??

Die Riesterrente ist eine einzige Lüge.
Der Kabarettist Volker Pispers hat das wunderschön erklärt. Wer im Alter bedürftig ist, bekommt einen bedarfsorientierten Lebensstandart gesichert. Die Riesterrente wird mit diesem verrechnet. Er erklärte es an einem Beispiel. Wer 2000€ Brutto verdient, der muss 85 Jahre alt werden, um einfach nur das eingezahlte Geld wieder rauszubekommen. Wer 3% Zinsen auf sein eingezahltes Geld haben will muss schon 95 Jahre alt werden und wer auf sein Geld einen Inflationsausgleich haben will, der muss mit Nachnamen Heesters heissen. Das wurde von Profis durchgerechnet.
Es gibt auch keine Witwen Riesterrente oder Waisen/Halbwaisen Riesterrente etc.

Ich kann für die Zahlen nicht bürgen, aber der gute Mann erzählt sonst eine Menge Sachen, die viel Sinn machen und tourt mit diesen Zahlen durch Deutschland und bisher habe ich niemanden gefunden, der mal Bezug darauf genommen hätte, um die Aussagen zu widerlegen.

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Antiseptisch 11.07.2015, 15:53
3. Das ist Wehrkraftzersetzung!

Zitat von ichbinmalweg
... gibt es folgendes zu sagen: Herr Tenhagen bemängelt mal nicht die Kosten, da ja eine "Mörderrendite" rumkommt. Ein böses Erwachen wird es geben, wenn diese Gewinne realisiert werden (Auszahlphase). Denn da wird er entdecken, dass Steuern auch Kosten sind. Der "echte" Steuerdeal ist die Differenz zwischen Steuervorteil und Steuernachteil. Aber egal, diesen wichtigen "Umstand" blendet man halt aus. Ich halte es wirklich für hochproblematisch, nur die Fondskosten zu betrachten, die Steuerproblematik aber gar nicht anzuschneiden. Vielleicht hat Tenhagen ja den besten Riester entdeckt. Was nützt es, wenn Riester per se einfach K.... ist?
Sie wissen doch ganz genau, das die Schuldenfinanzierung in Deutschland via Lebensversicherungen erfolgt. Das das Kind jetzt Riester heißt und am Ende das Geld nicht mehr im Stück sondern als Rate ausgezahlt wird, ist doch egal. Gut, beim frühen Ableben gewinnt die Versicherung die Wette, das ist schon mal ein Fortschritt gegenüber früher. Ansonsten ist es jedoch unsere Aufgabe mehr Bürgern eine Riester-Rente einzureden und das hat Herr Tenhagen mit seinem Artikel wirklich vorbildlich gemacht. Daran können Sie sich mal ein Beispiel nehmen!
Lustig finde ich immer wieder, das man den Bürger mit Steuervorteilen locken kann, als wenn er nicht verstehen würde, woher die Steuereinnahmen des Staates kommen. Da bin ich wirklich froh, das der Deutsche das trennen kann.

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Badischer Revoluzzer 11.07.2015, 16:07
4. Diese Zusatzrente, Riester genannt,

ist eine Bankrotterkläung der Politik für die Rentenkasse, die diese jahrzehntelang geplündert hatten. Und weil man ja etwas für seine Klientel tun muß,hat man Riester eingeführt, als Präsent für die darbende Versicherungswirtschaft.

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keksguru 11.07.2015, 16:13
5. Gebührenbetrug....

wenn ich aus geschätzten 10% Förderung 5% Gebühren zahlen muß dann ist das ganze Modell fürn Arsch - mit überhöhten Gebühren kassieren die ca. 50% der staatlichen Förderung wieder ein - dafür war die Riesterrente nicht gemacht, und das ist der Konstruktionsfehler schlechthin. Da hätte ein Passus hineingehört "Verwaltungskosten werden nur zum Selbstkostenpreis akzeptiert" der bei günstigen Fonds unter 1% liegt.

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stirnrunzlerin52 11.07.2015, 16:45
6. In der DDR gab es mal eine FZR

eine Freiwillige Zusatzrentenversicherung. Wie man weiß gibt es die DDR nicht mehr und das eingezahlte Geld wurde ersatzlos gestrichen. Bedenkt man das der sogennante Generationenvertrag 2020 sich rein rechnerisch erledigt hat bedeutet es im Umkehrschluss das sich Banken und Sparkassen gut finanzieren konnten. Betrug staatlich gestützt ist eben für die meisten dann kein Betrug, da vor allen Dingen viele Fachleute und Gutachter es empfehlen. Das wirkt eben immer statt sich mal hinzusetzen und es selber durchzurechnen.

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ein-berliner 11.07.2015, 16:54
7. Herr Tenhagen

Warum machen Sie eigentlich bei dieser Volksverdummung mit? Die Abkassierungsmaschine war doch von Beginn an durchschaubar, neben Spesen nichts gewesen.

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flo_bargfeld 11.07.2015, 17:00
8. Ich würde von der Maschmeyer-Rente grundsätzlich abraten ...

... und das Kapital stattdessen bis zum Beginn der gesetzlichen Rente privat akkumulieren, etwa über ETFs bei einem Discountbroker. Beim Eintritt ins Rentenalter kann man dann immer noch entscheiden, ob man sein Kapital dem Versicherer über eine Rentenversicherung mit Einmalzahlung anvertrauen mag. Deren Vorteil im Vergleich zur Maschmeyer-Rente ist, dass nicht die gesamte Auszahlung, sondern lediglich der Ertrag pauschal zu versteuern ist. Dass man auf die "Geschenke vom Staat" (= Riester-Förderung) verzichtet, ist im Grunde unerheblich, da diese ja ohnehin, wie Herr Tenhagen implizit gesteht, sofort an die Assekuranz durchgereicht werden.

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naklar? 11.07.2015, 17:01
9. Lupenreiner Staatsbetrug und daß da noch mehr wie ...

... 30% der Wähler überhaupt noch an einer BT-Wahl teilnehmen ist für mich die gelungene Verblödung, denn die Politiker sollten eigentlich merken, daß es langsam anfängt im Topf zu brodeln.

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