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Hohe Gewinnausschüttungen: Klamme Lebensversicherer müssen Millionen an Mutterkonzern
DPA

34 deutschen Lebensversicherern drohen laut Finanzaufsicht finanzielle Probleme - dennoch führten diese Unternehmen nach neuesten Zahlen der Bundesregierung 2017 Rekordgewinne an ihre Eigentümer ab.

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tdizz 23.09.2018, 09:49
1. Die Lösung ist einfach:

Verstaatlichen. Mutterkonzerne teilenteignen. Kapitalismus funktioniert nicht, und das zeigt sich immer und immer wieder.

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Zentrist 23.09.2018, 09:51
2. Die Deutschen haben einfach zu viel Angst vor Aktien

Ein breit aufgestelltes Depot mit Aktien, Fonds, daneben noch ein Tagesgeldkonto (für die schnelle Verfügbarkeit, von Zinsen braucht man da ja nicht mehr zu reden) sollten die meisten Sparer glücklich machen.
Statt also den Bürger immer mehr abzuzocken, sollte der Staat dafür sorgen, dass die Erträge aus Depots nicht mehr besteuert werden müssen, da der Bürger ja bereits Steuern auf sein Einkommen leisten musste, aus dem er die Sparraten tätigt.

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fuffel 23.09.2018, 09:58
3. verstehe

ich nicht. Die private Säule der Altersabsicherung ist doch auf die hoch kompetenten, ethisch einwandfreien und humanitären Finanzdienstleister gegründet.
Also an die Fachleute denen wir die Niedrigzinsen verdanken.
Die kleine Delle von 2-3 Billionen 2008 sollte uns nun nicht an dem grundsätzlichen Sinn dieses Spielkasinos zweifeln lassen. Ist doch erfrischend, eine Branche zu unterhalten, die mit einem Schlag die Lebensleistung von Millionen von Menschen pulverisieren kann und dabei prächtig verdient.

Nächste Runde! Ihre Einsätze bitte!

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reinerotto 23.09.2018, 10:00
4. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

Wieder mal ein gutes Beispiel dafür.
Daß allerdings der Gesetzgeber (bewußt ?) eine Lücke gelassen hat, scheint ja mittlerweile Routine zu sein.

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Diskussionsteilnehmer 23.09.2018, 10:03
5. Noch schnell alles in Sicherheit bringen!

Dafür rufen die gleichen Konzerne dann nach Regelungen ihre Verträge mit den Kunden zu umgehen oder gleich gerettet zu werden. Das Risiko tragen immer die einzelnen Bürger, niemals die reichen Konzernbesitzer. Ist aber wichtiger, was mit Maaßen passiert, der wirklichen Gefahr für Deutschland. Im Grunde sind ihm all dankbar, dass er von sozialen und finanziellen Problemen zwei Wochen ablenkt.

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kahlmann22 23.09.2018, 10:03
6. @ Nr. 1 und Nr.2

Zu Nr. 1) Oder als Kunde sich zweimal überlegen, worin man investiert.
Zu Nr. 2) Korrekt. Da man das Geld zudem von seinem Nettoeinkommen zahlt, entfallen die Abgaben für KV und RV. Dies ist ja das, was bspw. bei der Rentenauszahlung immer für große Augen sorgt. Eigentlich sollte der Staat darauf hinwirken, dass das Nettoeinkommen vergrößert wird. Mit Sparplänen, auf die am Ende noch Sozialabgaben stehen, lässt sich keine Rendite erwirtschaften.

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Ein_denkender_Querulant 23.09.2018, 10:03
7. Ein altes Model

Wo ist denn jetzt das Problem? Jeder halbwegs informierte Mensch weiss um die desaströse Situation der Lebensversicherungen. Wer heute noch Geld in diese nicht mehr funktionieren Anlage investiert, ist selber schuld. Das Versicherungen und Banken im wesentlichen für ihren Gewinn sorgen, ist ebenso bekannt. Aktuell läuft das Spiel, Gewinn abzuziehen und hinterher mit leeren Taschen die vertraglich garantierten Mindestauszahlungen nicht mehr leisten zu können. Zum Schutz der Versicherungen werden dann nachträglich Verzinsungen reduziert.

So läuft es überall. der deutsche Michel lässt es mit sich machen. Wer eine Lebensversicheurng zum Schutz der Familie möchte, sollte eine Risikolebensversicherung wählen. Geld legt man in Aktien an. Es gibt kaum Gebühren und langfristig sind die Renditen immer gut, solange man nicht in sterbende Industriezweige investiert.

Vom Gesetzgeber ist keine Unterstützung zu erwarten, dafür sitzen Vertreter der Versicheurngen und Banken zu tief in Expertengremien, die Gesetze mitgestalten. Und so lange sie möglichst laut Jammern, wiord der vertraglich garantierte MIndestzins weiter rückwirkend gesenkt werden, während die Versicherung Geld abzieht. Sauber, so funktioniert Kapitalismus in Phasen des geringen Wachstums, wenn Gewinne durch Verdrängung anderer erziehlt werden.

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Lagrange 23.09.2018, 10:04
8.

Naja die Zinszusatzreserve ist doch quasi eine Eigenkapitalerhöhung. Die Zinszusatzreserve ist übrigens auch gleichzeitig der eigentliche Grund warum so viele Lebensversicherer in schieflage geraten.
Desweiteren wird in dem Artikel auch gar nicht darauf eingegangen, dass es über die Mindestzuführungsverordnung genaue Regelungen gibt, was an die Versicherten geht und was nicht.
Der Artikel ist mal wieder sehr Einseitig und hetzt die Leser gegen die Versicherungen auf. Damit ist wirklich keinem geholfen.
Ausserdem liegt die durchschnittliche Verzinsung der Lebensversicherungsverträge noch über 2% - das ist in der heutigen Zeit gigantisch.
Ich will nicht sagen, dass bei den Lebensversicherern alles toll ist, aber so schlecht wie sie immer gemacht werden sind sie auch wieder nicht.

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jufo 23.09.2018, 10:06
9. #1 nicht das Kind mit dem Bad ausschütten

Verstaatlichung ist Monopolisierung und Machtkonzentration bei den Regierenden. Das geht mit zu weit. Aber Regulierung und Transparenz ist notwendig, was unsere Regierung offenbar entweder aus Rücksicht auf das Kapital nicht wil oder nicht schafft.
Die Niedrigzinspolitik ist an dem Problem der Lebensversicherer mit Schuld und die haben wir aus Rücksicht auf die hohe Verschuldung im Euroraum die wiederum von demokratisch gewählten Regierungen mitverursacht wurde. Fazit: Traue niemandem.

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