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Hohe Immobilienpreise: Junge Menschen kaufen seltener ein Eigenheim
DPA

Häuser und Wohnungen werden in Großstädten immer teurer - das schreckt gerade junge Leute vom Kauf ab. Laut einem Zeitungsbericht ist der Anteil der Eigenheimbesitzer unter den 30- bis 40-Jährigen gesunken.

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unzensierbar 07.06.2017, 07:53
1. Abwarten...

Das sollte man hier mal abwarten. In gut 10 Jahren, wenn wir eine komplett neue 30er-40er Generation haben wird sich keiner nicht nur ein Eigenheim mehr leisten können, sondern der Großteil wohl auch keine Mietwohnung mehr. Die Löhne werden immer weiter gedrückt und dank der "idealen" 2% Inflation und weil Eigentümern ein freier Markt erlaubt wird, steigen Presie immer weiter. Ich will mir nicht mal vorstellen was ich in Zukunft machen muss, um mir eine einfache 2-3 Zimmer Wohnung leisten zu können.

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elCaputo 07.06.2017, 07:57
2. So what?

Der Artikel bleibt leider die Erklärung schuldig, inwiefern die vergleichsweise niedrige Eigentümerquote ein Problem darstellt, das vom Staat - in Form von Förderprogrammen oder Steuerentlastungen - gelöst werden sollte. Das Wohneigentum als Altersvorsorge wird zwar genannt, aber welcher Politiker, welche Partei interessiert sich seit gut 20 Jahren für die Menschen, die in weiter Ferne in Rente gehen werden? Am Zukünftigen ist unsere Politik doch schon seit Äonen nicht mehr ausgerichtet.

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Crom 07.06.2017, 07:58
3.

Wenn ich mir die Grafik so anschaue, dann gilt wohl je reicher ein Land desto geringer die Eigentümerquote.

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p2063 07.06.2017, 08:01
4.

es ist nicht in erster Linie die Immobilie teuer, sondern das Grundstück. Nah an der Stadt bezahlt man schon locker das drei- bis fünffache pro Quadratmeter als ca 40km außerhalb.

Zwar ziehen auch die Baupreise leicht an, aber das ist eher der niedrigzinsbedingten hohen Nachfrage geschuldet. Nahezu alle Architekten und Baufirmen (zumindest die seriösen) sind terminlich komplett ausgebucht. Unsere zukünftigen Nachbarn haben genau eine Architektin gefunden, die ihnen nicht "kommen sie ende nächstes Jahr wieder" gesagt hat.

Aber offensichtlich gibt es einfach trotzdem noch genug Leute, die bereit sind übertrieben ungesunde Preise für Eigentumswohnungen zu zahlen. Hier kosten 80m² in einem neu gebauten 12-30 Parteien Haus teilweise mehr, als ein Einfamilienhaus mit 400-500m² Grundstück, bloß weil es in der Kleinstadt statt dem 5km entfernten Vorort ist.

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ulrich_loose 07.06.2017, 08:02
5. die geringe Eigentumsquote

könnte nicht nur am Preis liegen, sondern an der deutschen "Gründlichkeit" des Baurechts das ja auf Gemeindeebene bis hin zur Farbe der Dachpfannen reicht und neuerdings extrem kostspielige "Energieverordnungen" beinhaltet. Dazu noch hohe Kaufabgaben... So richtig vergleichen kann man Deutschland mit Rumänien eher nicht. Was da als Wohneigentum gilt, wäre hierzulande sicher gründlich deutsch VERBOTEN.

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funny-smartie 07.06.2017, 08:03
6. Grunderwerbssteuer / hohe Bauauflagen

Die Grunderwerbssteuer ist ein Punkt, den zumindestens die Eigentumswohnungen und Gebrauchtimmobilien stark belastet. Bei Neubau-Einfamilienhäuser finde ich es richtig, dass man nur für das gekaufte Grundstück entsprechend diese Grunderwerbssteuer bezahlt, auf dass was aufgebaut wird nicht. Es wäre gut, wenn bei Kauf von Eigentumswohnungen (egal ob Neu- oder Bestandsbau) und auch bei gebrauchten Häusern inkl. Grundstück der Preis für das erworbene Grundstück "bewertet" wird. Und sei es nur, dass man einen aktuellen durchschnittlichen Quadratmeterpreis unbebautes Grundstück als Richtwert zum Zeitpunkt des Kaufs ansetzt.

Des Weiteren sollten auch diverse Bauauflagen "neu" bewertet werden. Was in den vergangenen 10 Jahren an neue Vorschriften gewachsen ist, schlägt den Boden vom Faß aus. Beispiel: Wir haben eine ETW in 2013 (Nicht-KfW-Standard 70) basierend auf die Energieverordnung von 2009 gekauft. Um den KfW-70-Standard hätten erreichen zu müssen, hätte ein Vollwärmeschutz aufgebracht werden müssen. Wir liegen mit knapp 55 kW ca. 10% über den KfW-70 Standard. Unsere Abrechnung für eine knapp 100 qm große beheizte Wohnfläche hatte im letzten Jahr gerade mal ca. 370 € für das gesamte Jahr inkl. Warmwasseraufbereitung (teilweise über Solar) gekostet. Wenn ich mir vorstelle, wir hätten damals wegen gerade mal 10% mehr Energiebedarf tiefer in die Tasche greifen müssen um eine Neubauwohnung nach KfW70 oder sogar KfW55 Standard erwerben müssen, dann muss ich sagen war der jetzige Kauf die richtige Entscheidung. Denn alle Häuser mit Vollwärmeschutz benötigen heutzutage eine Zwangslüftung. Und hier entstehen auch wieder Energiekosten. Manches Mal muss man auch überlegen wo das "Sparen" aufhört und wo es teurer wird und sich nicht mehr rechnet. Klar, der Umwelt zuliebe ist jeder eingesparte CO2-Ausstoss richtig, aber wenn man genau die o.a. Personengruppe betrachtet, dann tun jede 10.000 € weniger an Investionskosten für ein Eigenheim, insbesondere in Ballungsgebiete gut.

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Blendy 07.06.2017, 08:05
7. 100 % Finanzierung

Warum nicht einfach komplett finanzieren? Es gibt einige Banken, die das machen. So haben wir es auch gemacht... Welche jungen Menschen (abgesehen von einigen FDP-Sprösslingen) starten heutzutage schon derart gut betucht durch, dass man spätestens mit Mitte 30 75.000 € zusammen hat?!

Das soll mir sowieso einer erklären, was gegen eine solche Finanzierung sprechen soll? Das Haus ist als Wert hinterlegt, Risiko eliminiert, Punkt aus.

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p2063 07.06.2017, 08:06
8.

Familien werden schon viel zu stark gefördert. Wenn hier ein Grundstück verkauft wird, wird die Warteliste doch ohnehin nach Anzahl der Kinder sortiert, Kinderlose haben kaum eine Chance was zu bekommen.

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crazy_swayze 07.06.2017, 08:07
9.

Der Artikel spricht die bitteren Fakten an.
Nirgendwo ist es so teuer zu bauen wie in Deutschland.
Nirgendwo ist es für junge Familien schwieriger, Wohneigentum zu erwerben. Dass man gerade mit Wohneigentum einer Verarmung im Alter entgegensteuert, interessiert keinen deutschen Politiker.

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