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Hohe Immobilienpreise: Junge Menschen kaufen seltener ein Eigenheim
DPA

Häuser und Wohnungen werden in Großstädten immer teurer - das schreckt gerade junge Leute vom Kauf ab. Laut einem Zeitungsbericht ist der Anteil der Eigenheimbesitzer unter den 30- bis 40-Jährigen gesunken.

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MisterD 07.06.2017, 08:46
20. Ich sehe keinerlei Grund zur Sorge...

... denn wenn man sich diese Zahlen mal anschaut, was sieht man da?
Schweiz, Schweden, Dänemark, Niederlande, Österreich... alles Länder mit relativ geringer Eigenheimquote, denen es aber wirtschaftlich ganz gut geht...

Dagegen stehen Ungarn, Rumänien, Spanien mit traditionell sehr hoher Eigenheimquote... und wie geht es den Menschen dort damit? Sie sparen sich die Miete, aber die Arbeitslosigkeit ist hoch...

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akg-1 07.06.2017, 08:49
21. Worin begründet sich die Annahme Immobilien seine gute Altersvorsorge?

Worin begründet sich die Annahme Immobilien seine gute Altersvorsorge?
Wenn die Geburtenstarken Jahrgänge aus den Immobilien in die Altersheime ziehen werden (in 10-20 Jahren) erden die Preise ins bodenlose fallen.
Hoffentlich sind dann genug Chinesen hier, die die gute Luft und das saubere Wasser geneissen wollen und von hier aus Ihre Unternehmen steuern werden.

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klowasser 07.06.2017, 08:49
22. Junger Mensch

ich bin junger Mensch und frage mich, wieso ich mir Eigentum zulegen soll: 1. Habe ich ohnehin noch 15.000 € Schulden aus dem Studium, 2. Habe ich zwar Vertrag, weiß aber nicht wo ich in 1 Jahr arbeite, weil ggbf. der AG pleite ist. 3. Bin ich froh, wenn ich die psychische Belastung aus 1. los bin und halse mir doch nicht den nächsten Kredit auf. Wenn er mir überhaupt wegen möglichem Schufa-Eintrag gewährt wird, hätte ich dann doch erneut schlaflose Nächte, wie ich das alles jemals abbezahlen soll.

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horstvonork 07.06.2017, 08:49
23.

Zitat von kritischer-spiegelleser
... Deshalb haben heute viele junge Leute die Chance, ein Eigenheim zumindest zu erben. Die Nachfolgegeneration schafft das nicht mehr. ...
Naja, im zuge zukünftiger Pflege der Eltern werden viele Immobilien nicht mehr zum Erbfall sondern zwangsweise für die spätere Unterbringung und Pflege der Eltern draufgehen. Damit fällt die Variante des Erbens aus und es bleibt bei keiner eigenen Immobilie!

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maulwurf09 07.06.2017, 08:50
24. Deutschland besteht nicht nur aus Großstädten..

auch wenn der Artikel das suggeriert. Ich habe letztes Jahr auf dem Land ein Häuschen in einem älteren Wohngebiet gekauft, in traumhafter Umgebung, mit großem Grundstück und zum Preis eines Mittelklasseautos. Vergleichbare Häuser kosten in Großstadtnähe das 6 bis 8-fache. Derartige Angebote gibt es im ländlichen Raum viele. Die 30 Minuten Autofahrt zum Arbeitsplatz ohne jeden Stau nehme ich gerne in Kauf.
Es wäre wünschenswert, wenn die Preisexplosion der Immobilien in Großstadtnähe irgendwann zur Belebung des ländlichen Raums führen würde.

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xireney 07.06.2017, 08:51
25. grenzwertig / zweischneidig

die Situation ist für die "jungen" 30-40 jährigen ehrlich grenzwertig:
1. für Mietwohnungen fast schon an Offenbarungseid grenzende Offenlegung persönlicher Verhältnisse, Schaulaufen beim Massencasting im Businessanzug etc... (habe mit meinem Vermieter in 2016 15 Termine gehabt bis der richtige Nachmieter gefunden war)
2. für Eigentum freche Abgaben und Steuern für Null Leistung (besonders Makler) etc und unverschämte Preise, gerade für etwas neuere Wohnungen/Häuser auch in Randlagen von nicht großen Städten außerhalb der Reichweite selbst eines jungen Paares ohne Kinder mit 5.000 Euro Netto pro Monat.

Einschränkung:
1. Es ist erstaunlich dass auch diese (meine Generation) doch als Objekt der Begierde alle das gleiche auswählen: Angesagtes Neubauviertel in einer hippen Stadt, in dem die Häuser alle gleich und hässlich sind (siehe Luftbild oben,"Architekten- oderDesignerhäuser" weiß gemalert, graue Details, kleiner garten, oft Flachdach, dann aufwendig "individuell" mit "Designerlaminat" ) und dann Preise von 250.000 Eur plus für 70 m² Wohnungen/300.000+ für ein Haus normal sind

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thoerchen 07.06.2017, 08:56
26. Wo früher ein einzelnes Einkommen...

...ausreichte, um der Familie bescheidenen Wohlstand samt Eigenheim zu sichern, sind heute zwei Vollzeitgehälter notwendig. Zumindest im städtischen Einzugsgebiet. Das kann bei zunehmend prekären Beschäftigungsverhältnissen und der Notwendigkeit, alle paar Jahre den Arbeitgeber zu wechseln, nicht funktionieren.

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Ökofred 07.06.2017, 08:57
27. weil....

Zitat von Blendy
Warum nicht einfach komplett finanzieren? Es gibt einige Banken, die das machen. So haben wir es auch gemacht... Welche jungen Menschen (abgesehen von einigen FDP-Sprösslingen) starten heutzutage schon derart gut betucht durch, .....
Das widerspricht dem deutsche Banken Risikoverständnis. Falls sich überhaupt eine Bank drauf einlässt zahlt man einen deutlich höheren Zins. Und 10 % des Bau/Kaufpreises gehen ja auch für die Nebenkosten drauf, die dann eben nicht mehr im Wert der Immobilie drin sind.

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m_aus_w 07.06.2017, 08:59
28. Zinsentwicklung nicht beachtet?

Man sollte nicht nur Steigerung der Immobilienpreise beachten, sondern auch das im Gegenzug die Zinsen massiv gefallen sind. Mussten man vor 15-20 Jahren noch gerne mit 5-6% für 10 Jahre finanzieren liegt man heute bei gleicher Laufzeit bei ~ 1,5 - 2%.
So wie ich das bei uns sehe ist es auch nicht das die jungen Leute nicht wollen, sondern das es einfach keine passenden Immobilien (Bremen & Weyhe) gibt. Die wenigen die gebrauchte Häuser verkaufen wollen haben dagegen teils illusorische Vorstellungen, die nicht einmal ansatzweise dem aktuellen Markt entsprechen, und wenn doch mal was interessantes dabei ist dann ist es nach einem Tag schon reserviert/verkauft.

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curiosus_ 07.06.2017, 09:02
29. Ein weiterer Schritt in Richtung auf...

...das Auseinandergehen der Schere zwischen den oberen Zehntausend und dem Rest. Denn die nicht-Eigentümer wohnen ja auch irgendwo. Und das gehört in der Regel auch jemand. Eben den Vermögenden.
Da fallen mir auf die Schnelle zwei Abhilfen ein:

1. Es den nicht-Käufern ermöglichen doch zu kaufen
2. Die Lösung Wien (Stichwort "Gemeindebau").
Beides läuft auf eine Umverteilung hinaus. Bei 1. entweder staatlicherseits (Besteuerung und Zuschüsse) oder über Löhne/Gehälter. Bei 2. wird Vermögen von einzelnen auf die Gemeinschaft umverteilt.

Alles im ökonomischen Mainstream ziemlich unpopulär. Ich persönlich würde den Punkt "Löhne/Gehälter" bevorzugen.

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