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Hohe Methan-Emissionen: Forscher halten Erdgas für klimaschädlicher als offiziell ang
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Erdgas gilt als wichtige Brückentechnologie für die Energiewende. Doch laut einer Studie, die dem SPIEGEL vorliegt, sind die offiziellen Angaben über klimaschädliche Methanemissionen oft zu niedrig.

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aspi01 13.09.2019, 11:33
90. Alles ist schlecht...

Ich warte auf den Tag, wo Klimaforscher "herausfinden", dass Windräder die Strömungsverhältnisse in der Atmosphäre negativ beeinflussen. Ist nicht so abwegig, (hinter jedem Windrad nimmt der Wind stark ab) es gibt ja auch Klimaforscher-Arbeiten, wonach die Urwälder Klimasünder sind, weil sie so viel Methan ausstoßen. Ach ja, und: Vor der Besiedlung Amerikas lebten dort schätzungsweise 30 Millionen Bisons, die der Mensch dann nahezu ausgerottet hatte. Bisons sind rund doppelt so schwer wie Kühe, alleine die amerikanischen produzierten daher ungefähr so viel Methan wie 60 Millionen Kühe. Gut, das wir die ausgerottet haben, oder ??? Am Schluss können wir alles anprangern.

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jkb-news 13.09.2019, 11:34
91. Am Klimaschädlichsten sind...

die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, gewählt und gefördert von immer-weiter-so-Ignoranten.

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Hamberliner 13.09.2019, 11:38
92. Re: Lecks vermeiden

Zitat von jj2005
Die Schlussfolgerung des Artikels ist unsinnig. Nicht Erdgas vermeiden, sondern das Entweichen des Methans während der Förderung. Das kann teuer werden, klar, aber Erdgas ist ein wichtiger Faktor beim Ausbau der regenerativen Energien, denn Erdgaskraftwerke können schnell hochgefahren werden, wenn Wind und Sonne simultan streiken.
Wieso nur bei der Förderung? Ich habe den Verdacht - genau weiß ich es nicht - dass die technischen Standards wie bei allen möglichen brennbaren Gasen nur auf Explosionsschutz, Gesundheitsschutz und vermeidung wirtschaftlicher Verluste ausgelegt sind. Das reicht nicht. Ich hatte zwar schon wissenschaftlich mit Erdgas-Infrastruktur zu tun, aber das war nicht mein Thema. Ich bin skeptisch.

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knuty 13.09.2019, 11:46
93. Aus Biogasanlagen entweicht kein zusätzliches Methan

... sondern lediglich Methan, dass bei der Zersetzung in der Natur komplett in der Atmosphäre landen würde.
Biogasanlagen, in denen organische Abfälle verwertet werden, reduzieren sogar die Methanemissionen.

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Zauderer 13.09.2019, 11:54
94. Alternative Vorschläge?

Zitat von dk.bied
.... ein ständiges Herunterstammeln von Phrasen wie "wenn man es nur wirklich richt will,..." oder "Erneuerbare werden immer billiger" oder "Dunkelflauten gibt es gar nicht..." Das vom mir - zugegeben sehr grob - überschlagene Szenario stell eine Situation dar, die laut DWD 2018 als "in Ordnung" aufgefasst wird. Natürlich können wir die installierte Leistung von Wndkraftanlagen und PV-Farmen erhöhen. Als Folge werden wir immer mehr Zeiten erleben, in denen sich PV und Windkraft selbst kannibalisieren - ohne dass sich die Zeiten unzureichender Einspeisung wesentlich verkürzen (Ganz, ganz viele Windmühlen mal kein Wind macht nunmal NULL Einspeisung). Was eine Begrenzung der Förderung für den Windkraftausbau bedeutet, erleben wir im ersten Halbjahr 2019. Weniger als 100 Winkraftanlagen (Ich glaube, es waren 52!) sind im ersten Halbjahr in De netto zugebaut worden. Will man den Ausbau weiter forcieren (ISE-Fraunhofer hatte - glaube ich - mal 576 GW genannt (von derzeit ca. 110 GW), dann wollen die Investoren Zaster sehen! Wer bezahlt das wohl letztendlich? Man hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera: Unsummen für weitere Überschusskapazitäten an Windkraft und PV ausgeben oder aber für Speicher (oder für beides, denn bei einem integralen Wirkungsgrad von 25% bei PtGtP wird bei starker Nutzung von PtG wohl beides nötig sein). EE-Befürworter scheuen sich davor, eine sachlich nachprüfbare Zahl oder Schätzung) für das, was die Stromkunden künftig für die Nutzung elektrischer Energie zu bezahlen haben, zu nennen. Man flüchtet lieber in Phrasen "günstige EE". "konkurrenzfähige EE" usw.
Lieber dk.bied, wir warten weiterhin auf ihre alternativen Vorschläge. Im übrigen "kostet" uns die Nutzung fossiler Energieträger auf (gar nicht mehr so) lange Sicht deutlich mehr, als es jegliche EE jemals könnte.

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taglöhner 13.09.2019, 11:55
95. Postdemokraten

Zitat von jkb-news
die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, gewählt und gefördert von immer-weiter-so-Ignoranten.
Weshalb uns Wissenden nur das Absondern von demokratiezersetzenden Schablonen bleibt, gell?

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quark2@mailinator.com 13.09.2019, 12:04
96.

Dann vermute ich mal, daß Erdgas, welches unter der Ostsee transportiert wird, besser dran ist, als Frackinggas, welches unter Hochdruck per Schiff kommt ... Ansonsten ist es natürlich klar, daß man im Idealfall nur Ökoenergie nehmen würde, wenn man könnte. Leider haben wir keine Speichertechnologie. Irgendwie nervig, das immer wiederholen zu müssen. Witzigerweise ist ja ein Vorschlag, Ökoenergie in Wasserstoff zu verwandeln. Und wenn man den vernünftig speichern und transportieren will, bietet sich wieder die Umwandlung in Methan an ... Die einzige echte Alternative ist im Moment natürlich die Kernenergie, aber die haben wir ja auch abgewählt. Mitunter könnte man glauben, diese Superspezialisten wollen einfach, daß wir komplett ohne Versorgungssicherheit beim Strom auskommen. Einfach dran gewöhnen, daß er halt nicht immer da ist. Ging von 150 Jahre ja auch. Nur wurde damals halt Holz verbrannt. Naja und Kohle natürlich.

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quark2@mailinator.com 13.09.2019, 12:11
97.

Zitat von Niteftef
Das können höchstens die Erdgaskonzerne so sehen. Wer sein Hirn anschaltet, merkt, dass es vollkommener Quatsch ist, in eine lediglich leicht CO2 ärmere (nach Artikel wenn überhaupt) Technologie zu investieren, wenn CO2 neutrale Erneuerbare schon längst ausgereift sind. Brückentechnologien braucht man, wenn man die eigentliche Technologie nicht hat. Das ist hier nicht der Fall.
Oder andersrum - Daran, daß wir uns mit Brückentechnologien befassen, können Sie erkennen, daß eben keine ausgereiften klimaneutralen Technologien ausreichend zur Verfügung stehen. Es wird Gründe geben, die verhindern, daß wir genug Gezeiten- oder Wasserkraftwerke bauen können, Wind- und Solarenergie sind unzuverlässig und Biomasse haben wir wohl nicht genug (produziert auch wieder Methan und oft genug sehr undicht, wie vor 6 Monaten berichtet). Kernfusion ... tja, irgendwann hoffentlich ...

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Glasbach 13.09.2019, 12:36
98. Auf geht´s ....,

Nun können wir die nächste "Sau" durchs Dorf treiben und Stimmung machen. Der Zeitpunkt der Fertigstellung von "Nord-Stream 2" rückt ja immer näher. Ein Schelm der "Böses" dabei denkt.....!!!!!!!!!!

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Ökofred 13.09.2019, 12:59
99. Was kostet die Enegiewende?

Zitat von dk.bied
EE-Befürworter scheuen sich davor, eine sachlich nachprüfbare Zahl oder Schätzung) für das, was die Stromkunden künftig für die Nutzung elektrischer Energie zu bezahlen haben, zu nennen. Man flüchtet lieber in Phrasen "günstige EE". "konkurrenzfähige EE" usw.
Fragen wir doch mal die, die es Wissen müssen: Die Bundesregierung geht von 550 Mrd Euro aus bis 2050. Das sind ZUSÄTZLICHE Investitionen, aber dafür gehen natürlich eingesparte Brennstoffkosten ab. Das sind pro Jahr ca. 18 Mrd. Das sind ja gigantisch Summen! Unsere BIP ist grad wie hoch? 1.400 Mrd oder so. Das sind … also mindestens 1.2% vom BIP. (von denen nohc der gesparte Brennstoff abgeht, Gas und Kohle sind ja nicht für umme)
Interessanter wäre das jetzt auf den Strompreis umzulegen. Wenn man davon ausgeht, dass der erzeugte Strom von jetzt 200TWh aus erneuerbaren Quellen dann auf ca. 800TWh steigt (ist 250 TWH mehr als wir jetzt haben, braucht man aber wg. E - Mobilität und Sektorenkopplung,die konv. sinkt reziprok auf vlt 50 TWh) sind das bis 2050 ca. 10.000 TWh insgesamt, für ca. 5.5 Eurocent / KWh. Wohlgemerkt für alles, inkl Autofahren. Und wie durch Zufal ist das etwa soviel wie wir jetzt mit der EEG Umalge zahlen. Wie kann das sein? Dazu muss man sich nur die Entwicklung der Energiepreise aus Solar und Wind ansehen.
ISt die Frage wie realistisch die 550 Mrd sind... das rechne ich gleich mal nach....
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/energiewende/was-bringt-was-kostet-die-energiewende-394146

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