Forum: Wirtschaft
Hohe Methan-Emissionen: Forscher halten Erdgas für klimaschädlicher als offiziell ang
AP

Erdgas gilt als wichtige Brückentechnologie für die Energiewende. Doch laut einer Studie, die dem SPIEGEL vorliegt, sind die offiziellen Angaben über klimaschädliche Methanemissionen oft zu niedrig.

Seite 8 von 23
jupp78 13.09.2019, 10:55
70.

Zitat von mostly_harmless
Dafür ist die Wirkung von Methan in diesem Kontext 25x höher als die von CO2
Ja, aber nur für einen begrenzten Zeitraum. Darum gibt es mit Methan keinen nachhaltigen Klimawandel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernst_reimitz 13.09.2019, 10:56
71. und die Radiaktivität kommt mit hoch

Bei allem was man tief aus der Erde holt, kommen auch immer radioaktive Stoffe mit hoch. Diese müssten dann als schwachradioaktiven Müll entsorgt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taglöhner 13.09.2019, 10:57
72.

Zitat von mostly_harmless
Dafür ist die Wirkung von Methan in diesem Kontext 25x höher als die von CO2 https://www.fr.de/wissen/verdraengte-klima-gefahr-11067492.html
Deshalb sollten Methanfreisetzungen inzwischen auch seriöserweise in CO2-Äquivalente umgerechnet publiziert werden, was hier leider wieder einmal nicht geschehen ist. Ansonsten wird in den Laien-Foren damit Schindluder getrieben. Was hier geschieht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ifek 13.09.2019, 10:58
73. offiziell angenommen!?

eine etwas merkwürdige Formulierung.
wer nimmt bei wissenschaftlichen erkenntnissen irgendwas offiziell an?
und: wessen brot ich esse dessen lied ich singe
bei dem auftraggeber, kann doch nur eine gewisse verteufelung von erdgas herauskommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 13.09.2019, 10:58
74. Sie verrennen sich in großen Zahlen...

Zitat von dk.bied
Gemeint ist aber nicht die "Dunkelflaute" (die auch schonmal 10 Tage andauern kann), sondern die Zeiten, wo Windkraft und PV zusammen mindestens 48 Stunden mit weniger als 10% ihrer Nennleistung einspeisen. Grober Überschlag dazu, was lt. DWD "ausreicht": 1.) 60.000 MW Durchschnittsbedarf von De Winter 2.) 2.880.000 MWh Bedarf Stromarbeit für 48 h 3.) 15.000 MW Leistung aus Biomasse, Wasserkraft 4.) 110.000 MW Installierte Leistung Windkraft und PV 5.) 11.000 MW = 10% der install. Leistg. EE lt. DWDausreichend 6.) 35.000 MWh Kapazität aller Pumpspeicher in Deutschland 7.) 264.000 MWh Einspeisung in 48 h aus 10% Windkr. und PV 8.) 648.000 MWh Einspeisung Biomasse u Wasserkraft in 48 h (Annahme: 90% Verfügbarkeit) 912.000 MWh EE-Einspeisung bei 10% Wind+PV ( =7.)+8.) ) 32% des Bedarf werden in dieser Konstellation gedeckt Wo soll der Rest herkommen? 2.880.000 MWh Bedarf für 48 h -648.000 MWh Deckung durch Biomasse u Wasserkraft in 48 h -264.000 MWh Deckung durch 10% Windkraft und PV -35.000 MWh Deckung durch PSP in Deutschland 1.933.000 MWh noch zu decken 120 MWh Kapazität STEAG Großbatteriesystem (größtes in Deutschland, 6 Großbatteriesysteme a 10 Container für zusammen 100 Mio. Euro) 16.108,33 Stück Bedarf an Batteriesystemen der Marke STEAG 100.000.000 Euro Investitionen pro Stück "Steag-Batterie" 1.610.833.333.333,33 Euro Gesamtinvest für Batterien ohne Betriebskosten (alle 10 Jahre). E-Mobilität, grüne Wärme jeweil nicht berücksichtigt. Man darf sich gerne mal ausrechnen, wenn uns eine Reduktion unseres Stromverbrauchs auf ein Drittel zu hoch ist! Oder wenn das Wetter nicht bereit ist, uns nach 48 h soviel Wind und Sonne zu schenken, dass zusätzlich zum Bedarf unsere Batterien wieder geladen werden können.
da verliert man schnell den Überblick, man vergisst oder unterschlägt viele Aspekte und wirft Sachen in einen Topf, die da nicht reingehören. Das Potential der Erneuerbaren wurde vom Fraunhofer mal durchgerechnet und man kann Deutschland mit seinen "Dunkelflauten" problemlos versorgen, wenn genügend Solar und Windanlagen am Start sind. Außerdem müssen sie dezentral denken. Großkraftwerke die halb Deutschland beliefern passen da nicht mehr in die Zeit.

Bringt man Gas als Speicher und Notbrennstoff ins Spiel ist vieles noch erheblich einfacher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gluehweintrinker 13.09.2019, 10:59
75. Prompt folgen die stets gleichen Abwehrreflexe

Diese lauten:
1. hurra, schon wieder Verbote
2. mit großem Aufwand kriegen wir das hin
3. will man uns das jetzt auch noch nehmen
4. es gibt keinen menschengemachten Kkimawandel

...und so weiter und so fort. Wie lange wird es noch dauern bzw. wie oft müssen Dächer weggeflogen und Wohnungen geflutet worden sein, bis auch der Letzte begreift, dass wir den Thermostaten des Planeten in eine Richtung verdrehen, aus der es über sehr lange Zeit hinweg kein Zurück mehr gibt, und das in einem Affentempo? Seltsamerweise scheint das Thema Methanhydrat an den Kontinentalsockeln völlig nebensächlich zu sein. Darin schlummern weitere Gigatonnen Kohlenstoff, und wie wir wissen, reagiert die Temperatur der Meere stark zeitverzögert. Da tickt noch eine Zeitbombe, die den Permafrostboden weit in den Schatten stellen dürfte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Legalantos 13.09.2019, 11:03
76. Man kann die Zukunft auch verspielen

indem man ihr den Teppich unter den Füßen wegzieht...Komisch: Noch kein einziger Tweet einer FfF-Demo wurde von einem Nokia 3210 versendet. Na klar, der Klumpen liegt auch schon seit 20 Jahren im Müll und konnte außerdem weder Internet noch Foto...Na gut. Wenn sich die Jugend von heute ihren Saft von morgen unbedingt abdrehen will, und ganz scharf drauf ist, das der heiße Gadget- Trend des Jahres 2030 eine Handkurbel für das S/W-Telefon im alten Game-Boy Gehäuse sein wird...Bitte sehr...Wer den Level, auf dem unsere Zivilisation steht und funktioniert zurückdrehen will, der wird nicht rigoros auf die Zukunft verzichten, sondern wird nicht mal mehr die Vergangenheit ordentlich rekonstruieren können. Also wird das neueste Iphone anno 2040 eher eine Peer-to-Peer basierte Lösung sein: Zwei Dosen mit einer Schnur verbunden...aber auch nur falls es dann noch Dosen gibt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fritzberg1 13.09.2019, 11:03
77.

Zitat von norgejenta
Erdöl bös, Erdgas jetzt auch bös. wie bring ich bei mir im Randlagengebiet Bayerischer Alpen jetzt die Bude warm? Wir haben hier teilweise von Oktober bis Mai Schnee und die Nächte sind doch bisl frischer als im Ruhrgebiet, Hamburg oder Berlin. Trotz der Klimaerwärmung. Heiz ich jetzt den ganzen Wald ab. ?Solar? wird im Winter nicht ganz einfach. Windkraft ? will jetzt auch keiner weil die Vögel dran klatschen.. Kohle ist auch bäh und Atom geht ja gar nicht. Vielleicht mach ich mir einfach warme Gedanken..
Nun ja, vielleicht merkt man irgendwann dass es keine grundsätzliche Lösung unserer Probleme gibt sondern es gibt nur Maßnahmen die ein kleines bisschen weniger Probleme bereiten als andere.
Es ist wie mit dem menschlichen Leben. Irgendwann ist es eben zu Ende. Das einzige was man tun kann zu versuchen alles zu vermeiden was ein vorzeitiges Ende herbeiführen könnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernst_reimitz 13.09.2019, 11:10
78.

Zitat von jj2005
Die Schlussfolgerung des Artikels ist unsinnig. Nicht Erdgas vermeiden, sondern das Entweichen des Methans während der Förderung. Das kann teuer werden, klar, aber Erdgas ist ein wichtiger Faktor beim Ausbau der regenerativen Energien, denn Erdgaskraftwerke können schnell hochgefahren werden, wenn Wind und Sonne simultan streiken.
Das meiste Erdgas wird nicht in Deutschland sondern in Russland, USA und im Nahen Osten aus der Erde geholt. Deutschland kann da nur dadurch reagieren, in dem dieses Gas nicht kauft.
Woher soll aber dann das Erdgas herkommen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zauderer 13.09.2019, 11:13
79. Was ist die Alternative?

Zitat von dk.bied
Gemeint ist aber nicht die "Dunkelflaute" (die auch schonmal 10 Tage andauern kann), sondern die Zeiten, wo Windkraft und PV zusammen mindestens 48 Stunden mit weniger als 10% ihrer Nennleistung einspeisen. Grober Überschlag dazu, was lt. DWD "ausreicht": 1.) 60.000 MW Durchschnittsbedarf von De Winter 2.) 2.880.000 MWh Bedarf Stromarbeit für 48 h 3.) 15.000 MW Leistung aus Biomasse, Wasserkraft 4.) 110.000 MW Installierte Leistung Windkraft und PV 5.) 11.000 MW = 10% der install. Leistg. EE lt. DWDausreichend 6.) 35.000 MWh Kapazität aller Pumpspeicher in Deutschland 7.) 264.000 MWh Einspeisung in 48 h aus 10% Windkr. und PV 8.) 648.000 MWh Einspeisung Biomasse u Wasserkraft in 48 h (Annahme: 90% Verfügbarkeit) 912.000 MWh EE-Einspeisung bei 10% Wind+PV ( =7.)+8.) ) 32% des Bedarf werden in dieser Konstellation gedeckt Wo soll der Rest herkommen? 2.880.000 MWh Bedarf für 48 h -648.000 MWh Deckung durch Biomasse u Wasserkraft in 48 h -264.000 MWh Deckung durch 10% Windkraft und PV -35.000 MWh Deckung durch PSP in Deutschland 1.933.000 MWh noch zu decken 120 MWh Kapazität STEAG Großbatteriesystem (größtes in Deutschland, 6 Großbatteriesysteme a 10 Container für zusammen 100 Mio. Euro) 16.108,33 Stück Bedarf an Batteriesystemen der Marke STEAG 100.000.000 Euro Investitionen pro Stück "Steag-Batterie" 1.610.833.333.333,33 Euro Gesamtinvest für Batterien ohne Betriebskosten (alle 10 Jahre). E-Mobilität, grüne Wärme jeweil nicht berücksichtigt. Man darf sich gerne mal ausrechnen, wenn uns eine Reduktion unseres Stromverbrauchs auf ein Drittel zu hoch ist! Oder wenn das Wetter nicht bereit ist, uns nach 48 h soviel Wind und Sonne zu schenken, dass zusätzlich zum Bedarf unsere Batterien wieder geladen werden können.
Lieber dk.bied, danke für die vielen Zahlen. Ich spare mir an dieser Stelle, diese auf Korrektheit zu prüfen. Denn egal, ob korrekt oder nicht - was ist denn Ihrer Meinung nach die Alternative zu einem massiven Ausbau der EE?
Den Begriff "Dunkelflaute" habe ich genutzt, weil er eingängiger ist als "die Zeiten, wo Windkraft und PV zusammen mindestens 48 Stunden mit weniger als 10% ihrer Nennleistung einspeisen." Sachlich mag das tatsächlich an dieser Stelle nicht ganz korrekt sein. Dies ist aber kein wissenschaftliches Forum, sondern eines, in dem Leser versuchen ihre Ansichten möglichst leichtverständlich zu vermitteln.
Und natürlich werden wir auf absehbare Zeit nicht vollständig auf die Nutzung fossiler Energieträger verzichten können, aber wir sollten mal anfangen, das mit allen verfügbaren Mitteln in Angriff zu nehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 23