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Hohe Mieten und Nebenkosten: Wohnen wird zum Schuldenrisiko
Julian Stratenschulte/DPA

Teure Mieten und steigende Nebenkosten könnten immer mehr Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten bringen. Schuldnerberater machen Vorschläge, um das Problem zu entschärfen.

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MyMoon 15.05.2019, 09:27
1. Reparaturen

Rücklagen für Reparaturen für Mieter?
Für Reparaturen ist der Vermieter zuständig.
Nur beim Auszug muss wenn vereinbart gestrichen werden.
Das Risiko nur wegen der Miete in Schulden zu gelangen ist für mich nicht nachvollziehbar.
Dann sucht man sich weit vom Schuss etwas außerhalb der Großstadt eine günstigere Wohnung.
Umgekehrt ist es doch so das die Wohnungsbesitzer Schulden (Kredite) aufnehmen. Und da ist das Risiko die Wohnung zu verlieren und auf einem Kredit liegen zu bleiben viel höher. 1 x Jobverlust, Scheidung , schwere Krankheit... Und schon bricht das Kartenhaus zusammen.
Für die ganzen Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosen gibt es doch nicht das Risiko, da kann man alles bei den Ämtern beantragen und es wird dann die Miete bezahlt. Man muss es halt nur machen.
Der Artikel scheint mir wieder so eine Werbung zum Immobilienkauf zu sein. Damit Banken und Immobilienmakler ein fettes Geschäft machen können. Und viele übernehmen sich eher hierbei oder werden über den Tisch gezogen.

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apfeldroid 15.05.2019, 09:27
2. Einfache Lösung:

Niemand darf mehr als 5 Immobilien besitzen. Die Kapitalgesellschaften (Wonovia und co) dürfen nicht mehr als 1% Gewinn erwirtschaften, der Rest geht proportional der Mietkosten an die Mieter zurück. Dann muss niemand enteignet werden. Der Staat MUSS Gesellschaften gründen und fördern, deren Aufgabe Sozialer Wohnungsbau mit dem Zweck der Kostenneutralität durch die Mieteinnahmen in 30-40 Jahren.

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ptb29 15.05.2019, 09:28
3. Negativer Schufaeintrag

Da kann jeder negative Eintrage vornehmen, der nur bezahlt. Selbst bei unberechtigten Forderungen sind die Mobilfunkunternehmen sofort mit einem Schufaeintrag dabei, der nicht wieder gelöscht wird.

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lathea 15.05.2019, 09:33
4. Der Trend wird wieder zu kleineren.....

......Wohnungen gehen. Angebot und Nachfrage regeln nunmal den Markt. Statt Mietpreisbremse sollte es für Mieter mehr Möglichkeiten geben, Wohnungseigentum zu erwerben. Wer allerdings glaubt, sich ohne Einschränkungen eine teure und grosse Wohnung in der City leisten zu müssen, braucht sich nicht zu wundern, wenn weder die Miete noch das Eigentum klappt. Ich wurde noch so erzogen, dass man sich nicht mehr leisten sollte, als man auch selbst bezahlen kann. Dem bin ich selbst immer gefolgt und habe es auch in der Erziehung so weiter gegeben. Es hat uns nicht geschadet, sondern stets weitergebracht.

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freeclimber 15.05.2019, 09:37
5. Woran liegt das?

Wenn Mietinteressenten mit negativem Schufaeintrag nur schwer eine neue Mietwohnung finden, liegt das bestimmt an der Schufa oder an den unverschämt egoistischen Vermietern! Oder gibt es da möglicherweise noch jemanden, der sich an die eigene Nase fassen sollte?

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ThomasS79 15.05.2019, 09:48
6. Zwei Seiten...

Einerseits kann ich die aktuelle Entwicklung im Immobilien- und Wohnungsmarkt nicht gut heißen, andererseits sehe ich aber auch viele selbstgemachte Probleme! Fangen wir mal mit den Mietern an! Die wohnen meist enorm großflächig und zentral, und viele Mieter haben dahingehend Ansprüche, die weder mit der Realität noch mit dem Budget vereinbar sind! 70, 80 und mehr qm für Pärchen oder Familien mit einem Kind sind heute keine Seltenheit sondern Normalität. Bei mehr Kindern dürfen es auch gerne mal 120 oder 140 qm sein! Vor 30 Jahren bewohnte ich als Teenager eine 4-Raumwohnung mit 85 qm in einer 6-köpfigen Familie, heute quasi undenkbar! Häufig stelle ich auch fest, dass viele Menschen sich nicht mehr an die 1/3 Regel halten - sprich Miete maximal 33% des Nettoeinkommens! Das man dann eben in Marzahn, Köpenik oder Hellersdorf wohnt, gehört eben zur Einkommensklasse dazu - das wollen viele Mieter oder die, die es werden oder bleiben wollen, aber nicht einsehen! Wer seine finanziellen Möglichkeiten überschätzt - egal ob bei Handyvertrag oder Mietwohung - landet nun mal in der Schuldenfalle! Ich glaube hier muss sich ganz insgesamt das Bewusstsein, wo und wie wir wohnen etwas der Realität anpassen! Auch ein Bestandsschutz ist durchaus diskutabel, wenn sich in der Stadtentwicklung über 30 Jahre ein Gebiet entwickelt und verteuert, ist das absehbar - ebenso dass Discount-Mietverträge von 1979 dann nicht mehr haltbar sind! Hier wurde sicher etwas Relativierung gut tun! Andererseits ist es sicherlich definitiv nötig, der Wildwuchs-Spekulation mit Immobilien streng und drastisch entgegen zu wirken! Leerstehende (Luxus)Immobilien ohne valides Nutzungskonzept sind hoch problematisch und in keinster Weise nachvollziehbar, hier braucht es dringend strenge und eindeutige Gesetze, die diese Situation effizient und ohne Schlupflöcher eindämmen! Dies betrifft ebenso die deutsche Bau-Bürokratie und sinnvolle Nachnutzungs- und Modernisierungskonzepte für zentrale Bauflächen in den Großstädten! Dort gibt es Unmengen an Potential für sozialen Wohnungsbau! Enteignung ist für jedenfalls m.E. keine Lösung, sondern vielmehr die klare gesetzliche Regelungen für Wohnraum, Mieten und Entwicklungs- sowie Nutzungskonzepte!

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apfeldroid 15.05.2019, 09:51
7. @myMoon: Eine günstigere Wohnung?

Das ist der Trick: auch am Stadtrand werden die günstigeren Wohnungen teurer. Die Konstellationen mit Jobverlust, Scheidung, Krankheit treffen auch auf die Mieter zu. Einzig die Sozialhilfeempfänger sind abgesichert ja, aber die finden dann auch keine Wohnung im Falle von Kündigung. Das Problem schwillt an und die Politik ist tatenlos, es droht ein sozialer Unfrieden, der sich durch Protestwahlen entladen kann. Meinen Lösungsvorschlag siehe Kommentar 2

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chrismuc2011 15.05.2019, 09:51
8.

Zitat:"Die hohen Wohnkosten selbst sind ein Überschuldungsrisiko", sagte Geschäftsführerin Ines Moers der Nachrichtenagentur dpa. "Und Menschen, die ohnehin Schulden haben, sind ganz besonders benachteiligt."
Nun, diese "Benachteiligung" ist doch selbst verschuldet, insofern ist das Wort " benachteiligt" in diesem Kontext einfach falsch. Besser würde hier sein: " betroffen".

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hasselblad 15.05.2019, 09:53
9.

Hypothese: die Mieten sind nicht per se zu hoch. Wer sich mit der Kostenseite einer privat vermieteten beschäftigt kommt schnell auf das Ergebnis, dass der Eigentümer am Ende plus / minus null rauskommt und sich mitnichten auf Kosten der armen, armen Mieter schäbig bereichert. Aber das Agenda Setting war total geschickt von der Politik, denn es zieht die Aufmerksamkeit komplett vom eigentlichen und deutlich ernsteren Problem ab: sämtliche Einkommen in Deutschland sind in so perverser Weise mit Steuern und Abgaben belastet, dass bei den Menschen je nach Höhe des verbleibenden Netto schlicht zu wenig hängen bleibt, um eine angemessene Wohnung bezahlen zu können.

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