Forum: Wirtschaft
Hohe Steuern und Arbeitskosten: Ausländische Firmen investieren weniger in Deutschlan
Hans-Peter Merten/ Getty Images

Der Standort Deutschland verliert für ausländische Investoren deutlich an Attraktivität. Laut einer neuen Studie fällt die Bundesrepublik im europaweiten Vergleich erstmals zurück.

Seite 20 von 24
DutchRules 04.06.2019, 15:06
190.

Zitat von bartsuisse
dass Deutschland in praktisch jeder Beziehung nicht mit Japan mitziehen kann und bei Internet sowieso nicht im Vergleich zu Korea wissen wir alle. Aber warum in die Ferne sehen? 5G ist in der Schweiz gestartet und bis Ende Jahr wollen drei Anbieter das gesamte Gebiet abgedeckt haben. In den Städten läufts schon. Das kleine langsame Hirtenvolk....
Deutschland kann sehr wohl mit Japan mitziehen!
Das Pro-Kopf BIP liegt in Deutschland bei 44.550$, in Japan sind es nur 38.440$. Deutschland exportiert im Jahr Waren im Wert von 1560 Mrd $, Japan lediglich Waren im Wert von 738 Mrd $.
Und last but not least, Deutschland war 4x Fußballweltmeister, Japan hat die WM noch nie gewonnen:)

Und nun mal zum eigentlichen Thema.
Die Abgabenlast ist in Deutschland definitiv zu hoch.Schlecht für die Kaufkraft und den Wohlstand der Bürger und auch schlecht für die Wettbewerbsfähigkeit. Die Frage ist, welche Partei würde daran wirklich was ändern?

Beitrag melden
markx01 04.06.2019, 17:10
191. Zitat:

"So könne die Bundesrepublik mit Infrastruktur, dem stabilen politischen und rechtlichen Umfeld sowie der Qualifikation der Arbeitskräfte punkten. Schwächen sehen die Investoren dagegen bei der Flexibilität des Arbeitsrechts, in Steuerfragen, bei Anreizen und Vergünstigungen für Unternehmen und bei den Arbeitskosten."

Mehr braucht man nicht zu lesen. ich entschuldige mich hierfür öffentlich als "Normalsterblicher" geboren zu sein und Investoren allein durch meine Geburt nur Kosten zu verursachen.

Gruß

Beitrag melden
AlfredZimmer 04.06.2019, 17:40
192. Auch wenn es nicht ganz passend erscheint

Die Basis des Wohlstands des Staates, des Rentners, des Millionärs und des durchschnittlichen Bürgers ist und war die industrielle Wertschöpfungskette.

In den letzten 30ig(?) Jahren wurden - von wenigen Ausnahme einmal abgesehen - die industrielle Wertschöpfungskette der Schwerindustrie, Konsumgüter-Industrie (Leder-und Textilwaren, Radio und Fernsehtechnik, Küchenelektronik, PC-Industrie usw.) aus Deutschland/Europa/USA nach Asien verlagert.
Damit wurden aber bei uns eine Unmenge von Arbeitsplätze und Lehrstellen besonders für gering qualifizierte Arbeitnehmer abgebaut und Asien (Indien, China, Taiwan, Korea) zur Werkbank der westliche Hemisphäre.

Wenn nun (!Globalisierung!) Herr XY in Asien Schuhe für 1,50 € pro Paar herstellen lässt und die für 40,00 Euro oder mehr in Deutschland verkauft, wird Herr XY zum Millionär und der asiatische Fabrikarbeiter, der am entsprechenden Wertschöpfungsprozess beteiligt ist, wird seinen Lebensstandard ebenfalls verbessern. Gleichzeitig wandert aber Geld über Herr XY nach Asien ab, so dass z.B. unsere chinesischen Freunde deutsche Firmen aufkaufen können

Wo industrielle Fertigung existiert, sammelt sich entsprechendes Fachwissen an, gibt es Innovation und Fortschritt. Kein Wunder also, dass China als Wirtschaftsmacht steigt und die westliche Hemisphäre/Europa wirtschaftlich den Bach hinunter geht.

Die andere Seite ist aber, dass der Wohlstand des Durchschnitts-Bürgers und der Staaten der westlichen Hemisphäre - mangels gut bezahlter Arbeitsplätze - den Bach hinunter geht.
Einerseits arbeiten in Deutschland so viele Menschen wie noch nie, andererseits arbeiten eine Unmenge davon in prekären Arbeitsverhältnissen, in Teilzeitjobs oder schlagen sich als Freie Mitarbeiter durch.
Ach ja, der größte Arbeitgeber Deutschlands ist EDEKA, gefolgt von VW, REWE, Bundespost und Bundesbahn.- Ich bitte mich zu verbessern, aber anscheinend ist mit Ausnahme der Autoindustrie in Deutschland nicht mehr viel Industrie vorhanden.

Das, was ich hier erwähne ist aber derzeit absolut kein Diskussionsthema.

So wird auch nicht hinterfragt, warum ausländische Firmen in Deutschland oder Europa investieren sollen, wenn die derzeitigen und vergangenen Regierungen der EU ent- industrialisierten und auf die Finanzwirtschaft setzten und in der Vergangenheit es EU-Menschen waren die in den EU-Staaten investierten.

Beitrag melden
forumgehts? 04.06.2019, 17:53
193. Das

Zitat von markx01
"So könne die Bundesrepublik mit Infrastruktur, dem stabilen politischen und rechtlichen Umfeld sowie der Qualifikation der Arbeitskräfte punkten. Schwächen sehen die Investoren dagegen bei der Flexibilität des Arbeitsrechts, in Steuerfragen, bei Anreizen und Vergünstigungen für Unternehmen und bei den Arbeitskosten." Mehr braucht man nicht zu lesen. ich entschuldige mich hierfür öffentlich als "Normalsterblicher" geboren zu sein und Investoren allein durch meine Geburt nur Kosten zu verursachen. Gruß
ist noch gar nichts gegen die Kosten, die Sie verursachen, wenn Sie einmal ALT sind. Zum Trost: Irgend jemand wird immer an Ihnen verdienen, auch wenn Sie als Arbeitskraft und Konsument ein Totalausfall sind. Denken Sie nur an den Pflegeaufwand, den Sie verursachen werden, wenn Sie Ihre Umgebung mit Ihrer Demenz und klapprigem Gesundheitszustand belästigen. Die Pflege selbst bekommt natürlich so gut wie nichts, aber Sie halten eine Monsterbürokratie am Leben - und DIE verdient nicht schlecht! (solange noch vom Steuerzahler finanzierbar).

Beitrag melden
markx01 04.06.2019, 18:06
194. @forumgehts

Zitat:"Zum Trost: Irgend jemand wird immer an Ihnen verdienen, auch wenn Sie als Arbeitskraft und Konsument ein Totalausfall sind. Denken Sie nur an den Pflegeaufwand, den Sie verursachen werden, wenn Sie Ihre Umgebung mit Ihrer Demenz und klapprigem Gesundheitszustand belästigen. "

Sie verstehen sich außerordentlich gut auf das Trostspenden. Ich danke Ihnen für diese Streicheleinheiten.

Gruß

Beitrag melden
curiosus_ 04.06.2019, 18:48
195. Mentor 54, hierher gehört Ihr post:

Als Entwicklungsingenieur müssten Sie den Unterschied zwischen Insellösungen (Ihr Beispiel mit dem mit dem Forschungsfahrzeug S 500 INTELLIGENT DRIVE, das ja nicht das Geringste mit interaktiver Kommunikation zwischen mehreren Fahrzeugen zu tun hat), und vernetzten Lösungen kennen.

Ähnliches gilt für Ihr Beispiel zum Thema Quantencomputer aus dem Jahr 2006. Dabei handelt es sich um eine prinzipielle Machbarkeitsdemonstration im Versuchsstadium, die noch Lichtjahre von einem real existierenden und in der Praxis funktionierenden Quantencomputer entfernt war. Fragen Sie die Forscher an der Humboldt-Uni doch mal, welche Länder sie heute - also 13 Jahre später, was in diesem Bereich eine halbe Ewigkeit ist - in dieser Disziplin vorne sehen.


Was ich "kennen müsste" weiß ich im Übrigen selber. Aber nun inhaltlich:

Ein "Forschungsfahrzeug S 500 INTELLIGENT DRIVE" ist eine Insellösung? Warum, fuhr der auf leeren Straßen? Oder fahren mit der Einführung von autonom fahrenden Level-5-Fahrzeugen schlagartig alle Level-5-autonom? Falls Sie es nicht mitbekommen haben (trotz meiner links, da geht das eigentlich klar hervor): Es ging darum, dass autonomes Fahren ohne eine 5G-Netzverbindung nicht möglich wäre. Was völliger Blödsinn ist (das habe ich ja wohl ausführlichst belegt, siehe die links). Was hat das mit dem Zusatznutzen durch Vernetzung (V2V, also ohne ein lokales Mobilfunknetz!) zu tun? Es ging und geht "nicht im Geringsten" um "interaktive Kommunikation zwischen mehreren Fahrzeugen und vernetzte Lösungen". Wo soll da die Logik sein?

Ähnliches gilt für Ihr Beispiel zum Thema Quantencomputer: Ich habe mich damals auf diese Aussage von zensurgegner2016 bezogen:

5: Der weltweit erste Photon-Quantencomputer
Chinesische Wissenschaftler enthüllten Anfang Mai 2017 den ersten Photon-Quantencomputer der Welt. Der Prototyp des Quantencomputers ist die erste Quantencomputermaschine, die auf einzelnen Photonen basiert.


Und da haben Sie jetzt sicher Belege, dass das mehr als "eine prinzipielle Machbarkeitsdemonstration im Versuchsstadium, die noch Lichtjahre von einem real existierenden und in der Praxis funktionierenden Quantencomputer entfernt ist" ist. Da bin ich jetzt mal gespannt. Ebenso auf den Beleg, dass mein Verweis auf das Jahr 2006 ("Quantencomputing mit einzelnen Photonen") nur eine "Machbarkeitsdemonstration im Versuchsstadium" und kein "Computing" war. Und welche "Länder heute in dieser Disziplin vorne sind" ist in diesem Zusammenhang völlig irrelevant, es ging (siehe oben) um "den ersten Photon-Quantencomputer der Welt".

Thema verfehlt würde ich da sagen..

Beitrag melden
Einhorn 04.06.2019, 18:48
196.

"So könne die Bundesrepublik mit Infrastruktur, dem stabilen politischen und rechtlichen Umfeld sowie der Qualifikation der Arbeitskräfte punkten. Schwächen sehen die Investoren dagegen bei der Flexibilität des Arbeitsrechts, in Steuerfragen, bei Anreizen und Vergünstigungen für Unternehmen und bei den Arbeitskosten."

Wenn ich das so lese, frage ich mich ja, ob das angeblich schlechte Internet nicht zur Infrastruktur gehört? Und warum der hier so viel zitierte Fachkräftemangel für Investoren kein Problem darstellt.

Und natürlich welche "Anreize und Vergünstigungen" die Unternehmen sich noch wünschen - schließlich wurden reichlich Anreize geschaffen, Unternehmen z. B. in den damals noch neuen Bundesländern anzusiedeln. Sogar eine große Chipfabrik wurde mit Fördermitteln komplett geplant - nur leider nicht gebaut, weil der Investor abgesprungen ist, als klar war, dass er keine Schlüsselfertige Fabrik für umsonst bekommen kann.

In manchen Dingen muss man vielleicht gar kein Spitzenreiter sein?

Beitrag melden
zensurgegner2017 04.06.2019, 19:56
197.

Zitat von curiosus_
.."autonomes Fahren". Glauben Sie mir, da bin ich sicher (als Entwicklungsingenieur bei einem DAX-Automobilhersteller) näher dran als Sie. Hier ein paar Anmerkungen dazu: 1. 2. 3. Falls das nicht reicht, in den oben verlinkten threads können Sie noch viele weitere Posts von mir dazu finden. Die verlinke ich jetzt nicht alle separat. Für autonomes Fahren ist ein flächendeckendes 5G-Netz ungefähr genau so wichtig wie für eine Kuh Schlittschuhe. Mit "zensurgegner2017" (der hieß damals noch "zensurgegner2016", hat aber auch nicht anders argumentiert) habe ich mich da auch schon des Öfteren auseinandergesetzt, das hat z.B. so geendet. Macht aber immer wieder Spaß. So viel zu "nicht auf der Höhe der Zeit" Und zu den "Startup-Statistiken": Welche? Her damit (aber bitte nicht die, die nur angeben wie viele (prekäre) Startups es gibt. Relevant sind die, die Geld verdienen (wie mein "einzelnes Gegenbeispiel"). Und nicht die, die nur behaupten es irgend wann mal zu können).
.Wann waren Sie Entwicklungsingenieur?
In den 90ern?
Wenn nicht, dann kein Wunder, dass Daimler und Co Schiss haben

Wieviel Prozent des weltweiten Fahrzeugabsatzes von Daimler gehen ab 2025 nach China und Asien?
75%? 78%
Um das ein oder andere Prozent muss man nicht streiten.

Und was fordert China: Autonomes fahren auf 5G Basis
Gesetzlich verankert
Was fordert China noch: Totale Kommunikation der Infrastruktur mit den Fahrzeugen/Lenkern
Und was fordern die noch: Positionsbestimmung

Das bedeutet, 75% aller Fahrzeuge von Daimler müssen auf Basis 5G kommunizieren

Weiter:
Was fordert die EU: Positionsbestimmung, Notruffunktion bei Neufahrzeugen ab diesem oder nächsten Jahr

Was glauben Sie wie das funktioniert?
Mit Brieftaube?oder 4G
4G, das ganz sicher irgendwann abgeschaltet wird?

Weiter:
Womit ist Geld zu verdienen

Mit autonomem Fahren Level 4+, dass nur intern kommuniziert
oder
Mit autonomem Fahren Level 4+, dass auch externe Dienstleistungen nutzen kann

Die Liste ist endlos

Und Daimler und Co wird ganz sicher nicht für 5 oder 6% des weltweiten Absatzmarktes, bei denen es KEINE Gesetze für 5G Kommunikation gibt ein eigenes Fahrzeugdesign kreieren

Sie sind ein Theoretiker, der schlicht den ganzen Erdball ausblendet

Beitrag melden
zensurgegner2017 04.06.2019, 19:57
198.

Zitat von curiosus_
Und zu den "Startup-Statistiken": Welche? Her damit (aber bitte nicht die, die nur angeben wie viele (prekäre) Startups es gibt. Relevant sind die, die Geld verdienen (wie mein "einzelnes Gegenbeispiel"). Und nicht die, die nur behaupten es irgend wann mal zu können).
Sie sind angeblich Entwicklungsingeur bei einem schwäbischen Autobauer und digital angeblich eine Kapazität

Und dann fordern sie allen ernstes von Mitforisten eine Statistik zu Start ups, die
1: Geld verdienen und nicht nur behaupten das irgendwann zu werden
2: Die mit der Breitbandanbindung Probleme haben

Ehrlich gesagt habe ich selten so komische, ersnt gemeinte Vorstellungen gehört wie von Ihnen

Beitrag melden
zensurgegner2017 04.06.2019, 20:11
199.

Zitat von curiosus_
.."autonomes Fahren". Glauben Sie mir, da bin ich sicher (als Entwicklungsingenieur bei einem DAX-Automobilhersteller) näher dran als Sie. Hier ein paar Anmerkungen dazu: 1. 2. 3. Falls das nicht reicht, in den oben verlinkten threads können Sie noch viele weitere Posts von mir dazu finden. Die verlinke ich jetzt nicht alle separat. Für autonomes Fahren ist ein flächendeckendes 5G-Netz ungefähr genau so wichtig wie für eine Kuh Schlittschuhe. Mit "zensurgegner2017" (der hieß damals noch "zensurgegner2016", hat aber auch nicht anders argumentiert) habe ich mich da auch schon des Öfteren auseinandergesetzt, das hat z.B. so geendet. Macht aber immer wieder Spaß. So viel zu "nicht auf der Höhe der Zeit" Und zu den "Startup-Statistiken": Welche? Her damit (aber bitte nicht die, die nur angeben wie viele (prekäre) Startups es gibt. Relevant sind die, die Geld verdienen (wie mein "einzelnes Gegenbeispiel"). Und nicht die, die nur behaupten es irgend wann mal zu können).
Eigentlich schon traurig, welche so total von sich selbst überzeugten "Experten" sich hier so tummeln
Und die von sich behaupten, auf "der höhe der Zeit" zu sein


Fragen wir mal den Daimlerchef in Spe Ola Källenius.
"Voraussetzung für eine intelligente und vernetzte Mobilität in der Zukunft ist eine Mobilfunknetzabdeckung entlang aller Verkehrswege"

Konkret fordert Daimler ein grenzüberschreitendes, anbieterneutrales, zuverlässiges Netzwerk auf allen Straßenverkehrswegen bis hinunter auf Gemeindeebene. Eine leistungsstarke Versorgung von Städten und entlang Autobahnen reiche nicht aus. Das Netz müsse niedrige Latenzzeiten von unter zehn Millisekunden und zugleich hohe Datenraten von über 500 MBit/s aufweisen, konstatieren die Stuttgarter. 4G mit Geschwindigkeiten bis 150 MBit/s in höheren Frequenzbereichen reicht ihnen damit genauso wenig aus wie die weitere, auf einem Mix aus Frequenzbereichen basierende Ausbaustufe LTE Advanced mit Datenraten bis zu 300 MBit/s.


Zusammengefasst: Er sagt das 100% Gegenteil Ihrer Behauptung
Und das als Chef von BMW/Daimler/ tw. Bosch betreffend autonomes Fahren

https://www.golem.de/news/mobilfunk-daimler-fordert-5g-entlang-aller-verkehrswege-1810-137280.html

und

https://www.golem.de/news/bundesnetzagentur-5g-kommt-mit-grossen-funkloechern-1808-136299.html

Beitrag melden
Seite 20 von 24
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!