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Hohe Steuern und Arbeitskosten: Ausländische Firmen investieren weniger in Deutschlan
Hans-Peter Merten/ Getty Images

Der Standort Deutschland verliert für ausländische Investoren deutlich an Attraktivität. Laut einer neuen Studie fällt die Bundesrepublik im europaweiten Vergleich erstmals zurück.

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mr.room 04.06.2019, 08:39
30. Von wem stammt der Artikel?

Vom Arbeitgeberverband?
Mann kann es nicht mehr hören. Gut ausgebildete Leute kosten Geld. Das immer darauf gedrängt werden muss, das wir alle Chinesen werden. Da ist es ja nicht mehr weit bis wir zum Beispiel unser lästiges Justizsystem nach deren Vorbild "optimieren" sollen. Wir überspringen dann Prozesse und gehen gleich zu öffentlichen Erschießungen in Fußballstadien über.
Oder soll der Artikel nur darüber hinwegtäuschen, das Unternehmen und Unternehmer kaum Steuern zahlen bei uns? Ich weiß es nicht. Vielleicht sollten mal 20 Millionen Arbeitnehmer Zuhause bleiben, weil Sie mit der Steuerlichen Belastung nicht einverstanden sind.

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Fkdu 04.06.2019, 08:40
31. Ergänzung

Das Problem der Arbeitskosten sind die Brutto, nicht die Netto Löhne. Aber vor allem die Vorschriften.Es würde uns auch Konkurrenzfähiger machen, wenn die so teuren Arbeitnehmer nicht auch noch die ganzen Beamtenpensionen erwirtschaften müssten. Folglich würde uns eine Bürgerversicherung für Investoren interessanter machen. Und eine solche Versicherung würde dann auch nicht mehr von Scholz und Konsorten geplündert, weil sie nur anderen und nicht sich selber schaden!

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Misanthrop 04.06.2019, 08:40
32. Leistungsprinzip

Zitat von okav
Es macht einfach keine Spaß mehr, wenn einem die Hälfte vom Lohn abgezogen wird um den Apparat und das Sozialsystem am laufen zu halten.
Sehe ich auch so. Daher plädiere ich für 100% Erbschaftsteuer (Das entsprechende Gesetz müsste natürlich "gut" und ohne Schlupflöcher gemacht sein.) und im Gegenzug eine _starke_ Senkung der Lohnsteuer. Dann bekäme "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied." wieder Gültigkeit.

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koch-51 04.06.2019, 08:43
33. Wirtschaftswachstum als Problem

Die Bundesrepublik als "Wachstumsmotor" Europas ist aber auch das Problem Europas. Eine Angleichung an die wirtschaftlichen Entwicklungsdaten z.B. Frankreichs führt auch zu einer Harmonisierung und dem Abbau von Spannungen in Europa. Es ist nicht gut, wenn Frankreich als Führungsmacht der EU in der wirtschaftlichen Dynamik der Bundesrepublik hinterherhinkt. Deshalb fordern ja die EU-Institutionen ständig, dass in der Bundesrepublik die Sozialleistungen deutlich erhöht werden. Eine Verringerung der Leistungsfähigkeit der bundesrepublikanischen Wirtschaft darf deshalb unter europäischem Blickwinkel nicht nur negativ gesehen werden.

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Freier.Buerger 04.06.2019, 08:44
34.

Zitat von egoneiermann
Wenn Sie so gut Bescheid wissen, dann verraten Sie mir bitte, welche Steuern in den letzten zwei Jahren erhöht wurde.
In D gibt es eine Progression der Lohn-/Einkommenssteuertarife. Da die Werte in den letzten 20..30 Jahren nur unzureichend - fast gar nicht - an die Inflation angepasst wurden zahlen heute Durchschnittsverdiener 10..20% mehr von ihrem Einkommen Lohnsteuer als vor 20 Jahren.
Das ist reale regelmäßige geplante Lohnsteuererhöhung.

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wolfgangselig 04.06.2019, 08:49
35. Kein Wunder bei dem Wahlvolk...

Wundert mich jetzt nicht wirklich. Die Arbeitnehmer jammern, dass netto nichts rüber kommt, weswegen qualifizierte Zuwanderer keinen Bock auf Deutschland haben. Und die Arbeitgeber und potentiellen Investoren jammern, dass brutto alles so teuer ist. Recht haben beide. Aber da die breite Masse der Wahlbevölkerung anscheinend kein Problem damit hat, dass der deutsche Einkommenspitzensteuersatz statt beim 15fachen des Durchschnittseinkommens in den Gründerjahren der BRD inzwischen nur noch beim 1,3fachen beginnt, braucht man sich nicht wundern.

Die Lösung ist im Prinzip ganz einfach: Einkommensteuer v.a. für untere und mittlere Einkommen runter, Erbschaftsteuer und CO2-Steuer rauf zur Gegenfinanzierung bzw. Umweltsteuerung und die Sache passt wieder. Dafür ist die versammelte Elite von FDP, Union, SPD, Kirchen und Medien bis zu den Gewerkschaften zu neidisch, zu egoistisch, zu stark an Partikularinteressen orientiert und zu mutlos. Und teilweise einfach wirtschaftlich zu ungebildet, das muss man leider bei vielen so feststellen. Und so bleibt halt alles wie es ist bis zur nächsten Wirtschaftskrise, wo die unterbliebenen Investitionen erst so richtig weh tun.

Hilft nichts, wer nicht hören will muss fühlen. Leider fühlen da aber auch welche mit, bei denen das Wohlstandsniveau jetzt schon ziemlich niedrig ist, und die eigentlich Investitionen für gut bezahlte Jobs bräuchten.

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Tom77 04.06.2019, 08:50
36. Wird noch schlimmer, wenn Grüne regieren

Wenn die Grünen irgendwann in der Regierung sind, wird das noch schlimmer werden. Denn dann werden nicht nur ausländische Unternehmen nicht in Deutschland investieren. Auch inländische Unternehmen werden dann möglichst das Weite suchen. Dann haben wir zwar tolle Umweltgesetze, aber auch eine hohe Arbeitslosigkeit. Was am Ende für die Umwelt doppelt gut sein wird, denn wer kein Geld hat, fährt auch kein Auto mehr. Demzufolge werden die Grünen sicher frohlocken.
Zudem haben die Grünen noch weniger digitalen Sachverstand als die anderen Parteien. Da wird der Standort Deutschland erst Recht nicht zum Technologie-Standort ausgebaut. Und die grün-soziale Umverteilungs- und Neidpolitik wird ihr Übriges dazu beitragen, dass sich unternehmerisches Risiko in Deutschland nicht mehr lohnen wird, da das verdiente Geld am Ende sowieso nur umverteilt wird.

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karlsiegfried 04.06.2019, 08:51
37. Die Karawane zieht weiter

Das ist doch wirklich keine Neuigkeit. Jeder Unternehmer will zum Höchstpreis verkaufen und zum Niedrigstpreis einkaufen, auch Arbeitslöhne. Es gibt immer noch genug Länder auf dieser Welt, in denen ein Arbeitslohn von 2 Euro/Stunde ein Vermögen ist. Deshalb, die Karawane zieht weiter. Zurück bleibt verbranntes Land.

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zausi 04.06.2019, 08:51
38. Da ist es wieder...

Der böse Minderleister verhindert maximalen Profit. Weg mit dem Arbeitsrecht, und auch gleich weg mit dem Arbeitsschutz. Holzbaracke bauen und 1euro am Tag. Im Gegenzug die Kosten am Ende des 14std Arbeitstages für 10min Duschen mit 1Euro belegen.
Es gehört definitiv ein Ende des Neoliberalismus.

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Freier.Buerger 04.06.2019, 08:56
39.

Zitat von cyberpommez
Weniger Investitionen = weniger Produktion = weniger CO2 und sonstiger Dreck der anfällt = gelebter Umweltschutz. Man muss nur einsehen, dass Wachstum gleichbedeutend mit Zerstörung ist, dann kann man die Nachricht auch positiv sehen, alternativ kann man aber auch weiter auf Wachstum setzen, nur hinterher bitte nicht weinen. Sicherheitshalber habe ich mal keine Kinder in diese Welt gesetzt, denn ich denke, dass die meisten weiter auf Wachstum setzen werden, mit den bekannten Folgen.
Ich habe meinen Jungs in der Produktion gerade gesagt, dass Wachstum schlecht ist. Wir verzichten darum dieses Jahr nicht nur auf Umsatz- sondern auch auf Lohnwachstum. Als Beitrag für den Klimaschutz, haben wir das Urlaubsgeld gestrichen. Fliegen ist Mist und Balkonien ist billig.
Sicherheitshalber habe ich meinen Kindern gesagt, dass auch Rentenwachstum Mist ist. Sie sollen darum nur für sich und natürlich für mich ansparen.

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