Forum: Wirtschaft
Hohe Tagessätze: Teure Praktikanten von McKinsey für das Flüchtlingsamt
McKinsey

McKinsey soll dem Flüchtlingsamt BAMF hohe Tagessätze für Praktikanten berechnet haben - laut "Bild"-Zeitung mehr als 2000 Euro pro Tag. Die Beraterfirma spricht von einem Versehen und Einzelfällen.

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hermy 30.04.2017, 15:58
30. Das Problem

mit den Beratern ist doch, dass wenn sie mit 35 Jahren aus der Beratungsfirma ausscheiden, werden sie bei ehemaligen Kunden untergebracht. So durchziehen diese ehemaligen Berater die ganze Wirtschaft, die Ministerien. Was glauben sie, wenn ein Beratervertrag angedacht wird, wer den bekommt ? So kommt es dazu, dass wir in Unternehmen und Ministerien nur noch von BWLern regiert werden. Denen ist es auch ganz egal, ob sie die Kosten einer Schraube, oder von einem Flüchtling ausrechnen, und runterrechnen.

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Spiegelleserin57 30.04.2017, 16:10
31. mal nachrechnen!

Zitat von hador2
370 Personen zu 2700 € pro Tag ergibt rund 1 Million Euro Kosten pro Tag. Die 2 Praktikanten sind mir da herzlich egal und selbst wenn die tatsächlichen Kosten nur bei 500.000 Euro täglich liegen ist das schlicht eine Frechheit. Nur mal zum Vergleich: Die Kosten pro Flüchtling und MONAT werden auf ca. 1.000€ geschätzt! Soviel wie man McKinsey hier in den Rachen wirft kann man gar nicht einsparen!
bei 370 Personen sind das laut meinem Rechner 7, 28€ PRO TAG, also noch nicht mal Mindestlohn!
Witzig dass niemand da mal nachrechnet. Natürlich weisen die Zahlen pro Monat einen hohen Betrag aus, aber das bei 370 Personen. Wenn man mal in Betrieben rechent was dort das Personal kommt kostet ekommen gleiche millionensummen pro Monat auf. Man rechne nur mal einen normalen Angestellen, der kostet mindestens 70 OOO € pro Pro Jahr, der Arbeitgeber zahlt nämlich einen Zusatzbeitrag an Abgaben der gar nicht auf dem Lohnzettel erscheint, ca. 25% des Brutto . Zahlen können durch sehr täuschen wenn man sie nicht differenziert, wird gerne auch beim Einkauf benutzt. Da steht dann 100 gr kosten 99 Cent, man rechne mal um und erfährt dann was man selbst bezahlt und staunt nicht schlecht.
Also nicht gleich in die Irre führen lassen!
1000 € pro Monat für einen Flüchtling, die Armutsgrtenze liegt aktuell bei 980€ pro Monat, also fast gleich!!! :)

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Justitia 30.04.2017, 16:17
32.

Wer ein Beratungsunternehmen beschäftigt gesteht damit in der Regel die eigene Unfähigkeit zur Lösung der Probleme ein. Das mag bei kleineren Unternehmen noch in Ordnung gehen, da diese nicht für jedes Problem einen eigenen Spezialisten haben können. Bei einer riesigen Behörde, bei der es "nur" um die Abwicklung der eigentlichen Behördenaufgabe geht, kann es jedoch nicht sein, dass man dazu für horrentes Geld externe Berater heranzieht und nicht die erforderliche Kompetenz selbst im Hause hat oder zumindest in kürzester Zeit selbst die Kompetenzen schafft. Meiner Ansicht nach muss das Konsequenzen innerhalb der Behördenleitung haben. Ausserdem stellt sich für mich die Frage, ob die Verwendung der hier im Raum stehenden Summen für die Bezahlung von 370 (!!!) "Beratern" nicht den Tatbestand der Untreue erfüllt. Was genau konnten denn beispielsweise Praktikanen an Beratung leisten, die einen Tagessatz von 2700 Euro auch nur im Ansatz rechtfertigen könnte?

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der-michel 30.04.2017, 16:18
33. Flüchtlinge...

Unabhängig vom aktuellen Fall wird mir eines immer klarer, Flüchtlinge sind ein großes Geschäft. Egal ob Beratungsunternehmen, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften.... Nur für die, die diesen ganzen Spaß bezahlen müssen, ist es kein Gewinn. Ganz im Gegenteil!

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wi_hartmann@t-online.de 30.04.2017, 16:20
34. Staatsapparat

Fast jedes neue Gesetz braucht neue Stellen, jeder illegal Ein-
gereister bekommt neben Barem Betreuung durch einen
Angestellten vom Staat. Der Moloch Staatsapparat frißt
bereits den Großteil der Steuereinnahmen, daran werden
wir eines Tages ersticken.
Nicht die Steuerverschwender werden strafrechtlich verfolgt,
sondern der Arbeitnehmer der seine Spesen falsch abgerechnet
hat.

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eckbusch 30.04.2017, 16:22
35. Alles eine Clique

Ob Draghi von Goldman Sachs zur EZB ging, ob Blessing von McKinsey zur Commerzbank, ob Schulz in Brüssel seine persönlichen loyalen Gefolgsleute versorgte, ob aus Steuermitteln für jedwede politische Entscheidungsfindung sogenannte Gutachter bezahlt werden, oder ob nun McKinsey das Bundesamt für Migration betrügt, es ist immer das Gleiche: nichtsnutzige Parasiten sahnen ab und der/die kleine Mann/Frau bezahlt.

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Spiegelleserin57 30.04.2017, 16:27
36. ich hatte auch nicht an Beratungsfirmen geglaubt....

Zitat von Nordstadtbewohner
Externe Beratungsunternehmen sind in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Sektor unverzichtbar. Denn nur sie garantieren, dass es mit zunehmender Größe in Unternehmen und Ministerien nicht zum Leben in einer Blase kommt. Eigene Beschäftigte bekommen mit der Zeit einen Tunnelblick nach dem Motto: "Das machen wir schon immer so". Gerade bei notwendigen Beratungstätigkeiten sind Make-or-buy-Entscheidungen existenziell und zwar vor vollem bei Behörden. Wer das Verbot von externen Beratern einführen will, verordnet Behörden geistige Stagnation. Der Neid gegenüber Beratungsunternehmen kommt oftmals von jenen, die einfach nur Neid empfinden, wenn Leistungsträger bei Mc und Co mehr verdienen als sie selbst. Das Verrechnen von Praktikanten ist nicht unüblich, denn auch sie bringen Arbeitsleistung, die selbstverständlich vergütet wird.
wurde aber aber eines Besseren belehrt! Ich habe sie im Bereich Gesundheitswesen kennen gelernt und hätte nie gedacht das so eine Firma aus der Wirtschaft da aufräumen kann da man denkt sie hätten ja von der Branche keine Ahnung, weit gefehlt!
Vor Ort arbeiten sie mit den Abteilungsleitern zusammen und lassen sich deren Zahlen zeigen und optimieren die Abläufe nach den Zahlen.
Außerdem haben sie Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen selbst angestellt die die durchaus das beurteilen können was ihnen vorgewiesen wird, auch Ärzte arbeiten dort.
Wer glaubt dass die Leute der Beratungsfirmen in einem 8-Stunden-Job arbeiten wird getäuscht, da sind 12 Stunden keine Seltenheit. Meistens werden die Projekte über mehrere Jahre begleitet und regelmäßig an Hand von Daten die Erfolge überprüft.
Was diese Frimen leisten wird deutlich sichtbar denn die Personaldecke wird gestrafft, Stellen zusammengelegt, Abläufe optimiert und meistens hinterlassen diese Firmen ein Stöhnen unter den Mitarbeitern die ihren Arbeitsalltag locker gesehen haben.
Nachdem ich selbst so eine Begleitung miterlebt habe kann ich deren Arbeit durchaus befürworten da mancher Apell an die Arbeitsmoral der Angestellten doch gerne ignoriert wird bis dann der Schuldenberg so hoch ist dass man solche Firmen einsetzen muss damit die Zahlen sich nachhaltig verbessern. Ich war sehr erstaunt wie sich dies deutlich verbessert hatte.
Übrigens ich arbeite bei keiner Beratungsfirma, habe nur deren Erfolg , was ich vorher kaum für möglich gehalten hätte, miterlebt. Unser Betrieb hat über 3000 Angestellte!

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NickKopernikus 30.04.2017, 16:27
37. @gordenfreeman

Zitat: "Wozu bezahlen wir denn in den Behörden hohe Beamte?Deren Aufgabe währe es doch diese Aufgaben zu übernehmen!"

Das Problem ist, wie in allen öffentlichen Bereichen, dass im öffentlichen Dienst kaum noch richtig gute Leute sind. Wieso sollte man auch in den Staatsdienst gehen, wenn selbst das Einstiegsgehalt bei McKinsey höher ist als das des Abteilungsleiters?

Der normale Arbeiter schreit nur: "Die Beamten verdienen zu viel." Die Konsequenz ist aber dann auch: Die Gesetze werden von Beratern und Lobbyisten geschrieben; öffentliche Projekte werden nur noch mit externer Hilfe sinnvoll realisiert; an den Schulen finden sich kaum die besten Absolventen; .........

Aber das checkt hier bei SPON/Kommentare auch fast keiner. Wer gute Leute im Staatsdienst haben will muss Sie auch entsprechend bezahlen. Und für Uni-Absolventen sind die A-Gehälter meist eher lächerlich. In der freien Wirtschaft werden Boni gezahlt, wofür der normale Staatsdiener erst mal 1/4 Jahr arbeiten muss.

Fazit: Wer Experten im Staatsdienst will muss dafür auch bezahlen.

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Dr. Murks 30.04.2017, 16:36
38. Der Fische stinkt vom Kopf

Zitat von Justitia
Wer ein Beratungsunternehmen beschäftigt gesteht damit in der Regel die eigene Unfähigkeit zur Lösung der Probleme ein. Das mag bei kleineren Unternehmen noch in Ordnung gehen, da diese nicht für jedes Problem einen eigenen Spezialisten haben können. Bei einer riesigen Behörde, bei der es "nur" um die Abwicklung der eigentlichen Behördenaufgabe geht, kann es jedoch nicht sein, dass man dazu für horrentes Geld externe Berater heranzieht und nicht die erforderliche Kompetenz selbst im Hause hat oder zumindest in kürzester Zeit selbst die Kompetenzen schafft. Meiner Ansicht nach muss das Konsequenzen innerhalb der Behördenleitung haben. Ausserdem stellt sich für mich die Frage, ob die Verwendung der hier im Raum stehenden Summen für die Bezahlung von 370 (!!!) "Beratern" nicht den Tatbestand der Untreue erfüllt. Was genau konnten denn beispielsweise Praktikanen an Beratung leisten, die einen Tagessatz von 2700 Euro auch nur im Ansatz rechtfertigen könnte?
Minister, Staatsekretäre und Behördenleiter sind doch meist durch Parteizugehörigkeit auf ihre Posten gemkommen und nicht durch Fchkompetenz (v. d. Leyen: Schmalspurdoktorin (Medizin), Gabriel Lehrer, Nahles Dauerstudentin).

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unimog_andi 30.04.2017, 16:36
39. Und darunter

"Das Kartell der Abkassierer"
Und hier wird den Abkassierern noch Honig um den Bart geschmiert.
Man könnte es auch deutlicher ausdrücken: Abzocke auf Kosten des Steuerzahlers.
Ab die, die die Verträge mit den "Berater"-firmen schlussendlich unterschreiben, bleiben ja auch ungeschont.

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