Forum: Wirtschaft
Hollandes Euro-Politik: Die Superhits der Achtziger
AFP

François Hollandes prognostizierter Wahlsieg in Frankreich gefährdet den Fiskalpakt der Eurozone. Doch sofern Merkel hart bleibt, könnte es Hollande ebenso ergehen wie seinem Amtsvorgänger François Mitterand: als Sozialist gestartet, als Pragmatiker gelandet.

Seite 3 von 9
E.Cartman 27.04.2012, 14:33
20.

Zitat von Direwolf
Die Ratingagenturen wären vielleicht "verschnupft", die Banken hingegen wären bankrott, ebenso die gesammelten Versicherungen oder um es mal eindeutiger zu formulieren: Alle Spareinlage der Bürger dürften weg sein, also auch Alterrücklagen wie Lebensversicherungen etc.
Ja nu, sowas ist natürlich ärgerlich. Aber bloß weil man über Jahrzehnte "morgen" mit dem Sparen angefangen hat, und sich eingeredet hat "Kinder und Kindeskinder" würden das mal regeln, und das alles sehr praktisch wäre, funktioniert es eben noch nicht. Fraglich ist natürlich, inwieweit sich die Entschuldung "auf Raten", also über Inflation, erreichen lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MiniDragon 27.04.2012, 14:33
21. Spannung angesagt.

Zitat von sysop
François Hollandes prognostizierter Wahlsieg in Frankreich gefährdet den Fiskalpakt der Eurozone. Doch sofern Merkel hart bleibt, könnte es Hollande ebenso ergehen wie seinem Amtsvorgänger François Mitterand: als Sozialist gestartet, als Pragmatiker gelandet.
Jedenfalls scheint François Hollande mehr von Wirtschaft zu verstehen als Merkel und Sarko zusammen.
Auch Gabriel scheint gemerkt zu haben, dass dieser Mann ein anderes Kaliber ist Angela.
Kann jedenfalls noch spannend werden dieses Machtspiel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
recardo 27.04.2012, 14:35
22. .

Zitat von sysop
François Hollandes prognostizierter Wahlsieg in Frankreich gefährdet den Fiskalpakt der Eurozone. Doch sofern Merkel hart bleibt, könnte es Hollande ebenso ergehen wie seinem Amtsvorgänger François Mitterand: als Sozialist gestartet, als Pragmatiker gelandet.
Irgendwann ist eben alles zu Ende: Wir können den Euro abschaffen. Deutschland braucht ihn nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaiserbubu1 27.04.2012, 14:39
23.

Da hat er doch am Anfang Abbitte geschworen für seine "falschen" Thesen, die in der Finanzkrise entzaubert wurden. Und jetzt? Kaden nimmt sich ausgerechnet Jürgen Stark als Zeuge für die vermeintlichen Fehler der EZB. Hallo Herr Kaden aufwachen. Seit die Kanzlerin Europa erpresst mit ihren "Schwäbischen Hausfrau" Modellen ist alles immer schlimmer geworden. Nichts, aber auch gar nichts hat geholfen. Der einzige Hoffnungsträger den Europa im Moment hat ist Hollande. Er bringt genügend Gewicht mit um ein Umdenken in der Strategie zur Bekämpfung der Krise zu erwirken. Frankreich wäre gut beraten Hollande zu wählen. Man kann nur hoffen das er dann auch genügend Eier hat um Frau Merkel zu widerstehen. Übrigens Jürgen Stark war zum Schluß isoliert in der EZB. Die El Pais nannte ihn den "finanzpolitischen Taliban", weil er als Monetarist zum Beginn der Krise noch weiter Feuer schürte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brux 27.04.2012, 14:46
24. -----

Ich erwarte eher, dass Hollande den Schröder machen wird, also Agenda 2010 für Frankreich.

Frankreich hat hohe Schulden, die finanziert werden müssen. Also wird Hollande versuchen, dass AAA-Rating zu retten. Man mag das dann für Wählerverrat halten, aber welcher halbwegs intelligente Wähler glaubt denn seinem Programm wirklich?

Und der alte Versuch, die Deutschen blechen zu lassen, wird ganz schnell scheitern: Die Deutschen 2012 sind nicht mehr die von Kriegsschuld geplagten Deutschen von 1955, und das BVerfG hat ja auch klare Ansagen gemacht zur Vergemeinschaftung von Schulden.

Hollande kommt an die Macht, weil Sarkozy seine Reform-Versprechen nicht gehalten hat, nicht weil die Franzosen auf einmal Sozialisten sind. Die Franzosen sind eher wert-konservative Kleinbürger, die leider von den Medien immer noch beim Thema Eurokrise komplett im Dunklen gehalten werden. In Frankreich weiss kaum jemand, wie schlimm es steht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Klarseherps 27.04.2012, 14:47
25.

Zitat von sysop
François Hollandes prognostizierter Wahlsieg in Frankreich gefährdet den Fiskalpakt der Eurozone. Doch sofern Merkel hart bleibt, könnte es Hollande ebenso ergehen wie seinem Amtsvorgänger François Mitterand: als Sozialist gestartet, als Pragmatiker gelandet.
Wer hätte gedacht das ein sozialistischer Bewerber "Wachstum" als Lösung aller Probleme propagiert. Maggy Thatcher lässt grüssen! Wir können nur Hoffen, dass Hollande nicht gewinnt, ansonsten.....Gute Nacht Europa!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistdalos 27.04.2012, 14:47
26. Marie kann sich freuen

Egal, wie die Stichwahl ausgeht, werden die Probleme sicher nicht gelöst werden können und Marie würde am besten handeln, wenn sie sagt: "Alle, die mich gewählt haben: Geht bitte nicht wählen! Wir haben beiden nicht getraut, wir sind nicht Schuld an den Miseren!"
Dann mal schauen, wie die nächsten Wahlen ausgehen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pdbof 27.04.2012, 14:48
27. Naja

Zitat von 47/11
uns denn besseres passieren als der " big bang " der Finanzen ? Alles zurück auf Start , besser geht es doch nicht . Und die paar Notgroschen auf der Bank ? Was solls,der Verlust durch die Politdiletanten ist jetzt schon viel grösser . Was wir alle brauchen ist genau dieser " Neustart ", nur so können die eklatanten " Konstruktionsfehler " des Parlamentarismus behoben und endlich demokratische Gesellschaftsformen etabliert werden . Lieber " arm " aber demokratisch !!!
Sie haben von Wirtschaft im allgemeinem und Finanzwirtschaft im besonderen in etwa so viel Ahnung wie ein Hamster von Atomphysik.

Notgroschen? Da wären zum einen die ganzen Rentenfonds, die den Bach runtergehen würden, Sparguthaben (lächerliche 626 Mrd. Euro in Deutschland, mal gerade 2 Jahreshaushalte der BRD) wären futsch (da würde es in der Tat eine Revolution geben) Das Guthaben auf sämtlichen Girokonten wäre nicht verfügbar (dann könnte Oma Erna ihren alten Schmuck zum Supermarkt tragen, zwecks Tausch für ein paar Kartoffeln), etc...

Zudem würden Firmen keine Kredite mehr für notwendige Investitionen oder kurzfristige Finanzierungen mehr Bekommen.
Zudem würde es plötzlich zehntausende neue Arbeitslose aus der Finanzbranche und ihrer Zulieferer geben.

Und wenn dann der Private Konsum so richtig im Keller ist, und im Zuge der Antizyklischen Finanzpolitik die Regierung dann die Wirtschaft durch staatlichen Konsum ankurbeln will, kriegt sie nicht mal neue Kredite dafür...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nic 27.04.2012, 14:53
28.

"... als Sozialist gestartet, als Pragmatiker gelandet."

d.h., das sozialistische Politik niemals pragmatische Politik sein kann? Milliardäre aber noch Reicher zu machen ist Pragmatismus?

Mitterand ist nicht als Sozialist gestartet und als Pragmatiker gelandet sondern er hat es nicht geschafft seine Politik durch zu setzen oder er wollte es gar nicht erst. Mit Pragmatismus hat das absolut nichts zu tun. Pragmatismus ist das was Merkel macht: alles an die Wand zu fahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Einweckglas 27.04.2012, 15:08
29. Bitte nicht...

Zitat von analysatorveritas
Leider werden gerade in diesem Spiegel-Artikel wichtige Gründe und Ursachen für diese Währungs- und Überschuldungskrise kaum oder gar nicht analysiert. Die Gründe sind die Ausschaltung des markkonformen....
Warum verschont man uns nicht mit der leidlichen Handelsbilanzdiskussion? Wenn man sich mal Spanien als Beispiel anschaut, und zu deren Handelsbilanzdifizit die Dienstleistungsüberschüsse (Einnahmen ausTourismus etc) addiert, dann erwirtschaftet Spanien durch Ihre Euros sogar einen Überschuss. Sogesehen machen sie mal wieder Urlaub im europäischen Süden. Das hilft allen am ehesten! ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 9