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Honorarstreit mit Ärzten: Psychotherapeuten klagen über Ausbeutung
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Die Ärzte bekommen einen neuen Gegner im Honorarstreit. Nach den Krankenkassen gehen nun auch die Psychotherapeuten auf Konfliktkurs. Sie fühlen sich von den Medizinern abgezockt. Eine Therapeutin legt gegenüber SPIEGEL ONLINE ihren Verdienst offen.

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Christ 32 02.10.2012, 15:53
30. .

das scheint jetzt gerade in zu sein das jeder Pfleger, Psychologe, Psycho oder Physiotherapeut bei den Ärzten mehr Einfluß, Geld und Wertigkeit einklagt.

Nix gegen Seelenklempner, aber in einer Branche in der zwei renomierte Kollegen zu zwei grundverschiedenen Diagnosen bei ein und dem selben Patienten kommen kann man kaum mit klassischen Ärzten gleichsetzen. Deren Diagnosen haben eher was mit Glauben als mit Wissen zu tún.

Die erinnern mich immer an dier Klimaforscher, angeblich furchbar gebildet und faktenbasierend und trotzdem nichtmal gesichertes Grundlagenwissen. Ein Physiker würde auch keinem esotherischen Klimaforscher für voll nehmen.

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shine31 02.10.2012, 15:54
31. Re: Auch ich - selbständig - muss Steuern zahlen

Zitat von Wooster
Auch ich - selbständig - muss Steuern und Abgaben bezahlen und meine Bürokosten (etc.) --- bekomme aber beileibe keine 5000 plus! sondern nur knapp die Hälfte pro Monat. Beschwere ICH mich?
Haben Sie auch 8-10 Jahre in Ihre Ausbildung gesteckt? Wenn ja, sollten Sie sich ebenfalls beschweren oder Sie machen wirtschaftlichen Unsinn. Wenn nein, was Ihr aktueller "Verdienst" vermuten läßt, dann sollten Sie mal lieber die Klappe halten, wenn andere um ihr Recht kämpfen.

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ich-kanns-nicht-glauben 02.10.2012, 15:54
32. Jammern auf hohem Niveau

Wenn man sieht, wie sich freie Therapeuten durchschlagen müssen, die zwar auch Psychologie studiert haben und ein oder mehrere Therapieausbildungen (humanistische, systemische, ...) absolviert haben, aber die aufgrund dessen, daß sie keine der beiden "Dinosaurier-Therapierichtungen" (Tiefenpsychologie oder Verhaltenstherapie) gewählt haben, keine Approbation bekommen, dann begreife ich nicht, worüber Therapeuten mit Approbation jammern. Immerhin war die Einführung des "Psychologischen Psychotherapeuten" 1998 ein reiner Kampf um die Pfründe - und die gesammelte Therapeutenschaft hat trotz Warnungen alle Kröten geschluckt - vom "PiP" bis zur Monokultisierung der Therapielandschaft. Mit ihren "Abos" ("Sie kommen jetzt ein halbes Jahr einmal wöchentlich!") haben sie im Verhältnis ein gutes Auskommen bei wenig Risiko. So manche lösungsorientierte Kurzzeittherapie würde das Problem mit einer oder einigen wenigen Sitzungen lösen - aber so etwas wird ja von den Kassen nicht bezahlt.
Ich hätte nichts dagegen, wenn die Kassen bis auf die Bezahlung stationärer Psychotherapie (die manchmal unumgänglich ist) die Bezahlung für Psychotherapie völlig abschaffen - dann würde vor allem Qualität zählen.

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ceefh_ 02.10.2012, 15:54
33. -

Zitat von sysop
Die Ärzte bekommen einen neuen Gegner im Honorarstreit. Nach den Krankenkassen gehen nun auch die Psychotherapeuten auf Konfliktkurs. Sie fühlen sich von den Medizinern abgezockt. Eine Therapeutin legt gegenüber SPIEGEL ONLINE ihren Verdienst offen.
Psychotherapeuten sind nun mal "nur" Psychologen mit zusätzlicher Ausbildung, die meisten haben von Medizin kaum oder teilweise gar keine Ahnung, deshalb nehmen wir sie auch nicht sonderlich ernst. Ob das falsch oder angemessen ist, möchte ich als Kardiologe hier nicht beurteilen. Fakt ist nun mal, dass die wirklich ernsthaften psychischen Erkrankungen eigentlich alle von Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie behandelt werden, da hier eben auch medizinisches und pharmakologisches Wissen von Nöten ist und auch sehr viel verschrieben werden muss. Die Psychologen hingegen haben mehr die Funktion des Zuhörers, der aus dem Gesagten Schlüsse zieht, es analysiert und Hilfestellungen gibt.
6.000€ brutto sind angesichts dieser Arbeit für einen Psychotherapeuten angemessen, möchte er mehr verdienen, muss er sich eben mit den Problemen reicher Privatpatienten beschäftigen oder Gutachten etc. schreiben, damit lässt sich das Gehalt doch recht beträchtlich steigern. Warum der normale Arzt mehr verdienen sollte? Er hat ein größeres Risiko, der Verantwortungsbereich ist viel größer, er hat Angestellte und ein unternehmerisches Risiko, er braucht das nötige Equipment, der Psychotherapeut braucht im Grunde nur ein Zimmer und Stühle/Sessel.

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Aenur 02.10.2012, 15:54
34. Vorsicht mit voreiligen Schlüssen!

Zitat von jamblichos
Interessant zu lesen, wie viel die Ärzte verdienen, die sich doch ständig beschweren, sie müssten im internationalen Vergleich mehr abbekommen. Selbst wenn man woanders wo mehr bekommt, ist das Gehalt doch immer noch gigantisch.
Der Teufel steckt im Detail!
Hier angegeben sind niedergelassene Hausärzte und Radiologen, wobei letztere die absoluten Topverdiener unter den Ärzten sind. Die wirklich lauten Klagen kommen von den Ärzten aus den Krankenhäusern.
Zwar Zahlen von vor 10 Jahren, aber die gehälter haben sich seitdme eh nur unterhalb der Inflationsgrenze gesteigert:
"Danach verdienten junge Mediziner unter 35 Jahren im öffentlichen
Dienst 2002 durchschnittlich 2 009 € netto im Monat." aus einer Broschüre von ECQMed - Seite für Krankenhausmanagement, Medizin-Controlling und Qualitätsmanagement

Also 10 Jahre Spöter vermutlich 2300€-2400€ Netto, bei Arbeitszeiten mit Bereitschaftsdienst von teils über 100h/Woche, Schichtdienst. Das klingt nach einer tollen Aussicht dafür dass man mindestens 6 Jahre studiert hat oder?

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Derax 02.10.2012, 15:56
35. ....

Zitat von rogat
Na nicht doch, genau diese Argumentation führen ja die Ärzte ins Feld. Nur weil Psychotherapeuten keine Pillchen verschreiben, deren komplexe Wirkung im Einzelfall gerade von Ärzten in ihrer Diagnostik nicht hinreichend betrachtet wird? Na vielen Dank... Da bestreitet doch......
Nun ja die wirklich harten Fälle sind nun mal einfach nicht ohne Medikamente zu behandeln. Und klar werden die Nebenwirkungen betrachtet die sind ja auch häufig sogar schon von außen sichtbar. Aber immer dann doch besser wenn man den Stimmen nachgeben muss die einem befehlen vom Dach zu springen oder(ok extrembeispiel)?
Hauptproblem bei Medis ist die fehlende Compliance oder das eigenmächtige Absetzen wenn die Medikamente funktioniert haben und man als Patient die Hoffnung spürt die Krankheit geheilt zu haben.

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Halodri73 02.10.2012, 15:59
36. Wohl wahr!

Zitat von JayArrr
Kann ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen!
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Radiologe für so einen Hungerlohn morgens aufsteht!
:-)

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Ippokratis 02.10.2012, 15:59
37. Dieses arrogante ...

und vor allem ignorante Verhalten zeigt eine große Zahl Ärzte gegenüber anderen medizinischen Berufen. Hier tummeln sich einfach zu viele narzisstisch gestörte, die ihr Ego mächtig aufgeblasen haben und sich gottgleich fühlen. Da bleibt kein Raum für Sachlichkeit und Achtung gegenüber der Vielfalt der thjerapeutischen Berufe. Aber das ist leider nichts neues ...

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freesprit 02.10.2012, 15:59
38. Na,

Zitat von dekkers.e
Und die Leistungen sind meistens miserabel: Lange Wartezeiten, schlechte Beratung, Arroganz. Und die meisten Praxen können noch nicht mal mit E-Mail und Internet umgehen.
Wikipedia sollte man als Arzt aber schon kennen.
Wie will der sonst eine vernünftige Diagnose stellen? :)

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Vaen 02.10.2012, 15:59
39.

Zitat von carolane
Dieselbe Geschichte wie bei den Ärzten: Die Psychotherapeuten vermehren sich wie die Karnikel. Also werden sie schon genug Patienten mit Krankheiten generieren damit sie genug Futter bekommen. Vor allem alles um Burnout und viele andere weiche Seelenwehwehchen gepaart mit allerlei .....
Oh, ich höre, Sie sind vom Fach und kennen die Leiden der Leidenden.

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