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Huawei-Konflikt: Chinas rücksichtslose Revanche
REUTERS

Der Huawei-Konflikt zwischen Kanada und China eskaliert: Peking beantwortet die Festnahme einer Topmanagerin mit Repressionen gegen völlig unbeteiligte Kanadier - und bestätigt jedes Vorurteil über das rücksichtslose Regime.

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antelatis 13.12.2018, 18:23
90.

Zitat von Geopolitik
Der aus vielen Kommentaren triefende anti-Amerikanismus ist schon erschreckend. Man biedert soch einer Macht an die gerade beweist, dass der Faschismus erfolgreich sein kann und opfert die beiden Kanadier, weil die boesen Amis ja den Streit vom Zaun gebrochen haben. Ja, die Amerikaner duerfen uns Sanktionen nicht vorschreiben und sollten auslaendischen Firmen die nach lokalen Recht weiter mit Iran Geschäfte machen nicht verfolgen. In diesem Fall soll die Beschuldigte allerdings Geschäfte mit Iran unter Einbeziehung amerikanischer Finanzdienstleister gemacht haben und dies waere eben ein Rechtbruch den die USA legitim ahnden können.
Ist eine Anit-Haltung denn etwas Schlimmes, wenn man damit dem mächtigsten Land der Welt übelnimmt, dass es seine Macht seit Jahrzehnten hauptsächlich dazu einsetzen, einen egoistischen Vorteil aus allem zu ziehen, anstatt sich dafür einzusetzen, dass es Frieden, Naturschutz und faire Umverteilung gibt?

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pterodactylus 13.12.2018, 18:25
91. Man könnte auch argumentieren

was interessieren China Sanktionen, die die USA im Alleingang beschlossen haben, die garantiert nicht vom UNO Sicherheitsrat abgesegnet sind, da China dann ein Vetorecht hätte. Dann ist die Festnahme der Managerin nämlich auch ein Akt der Willkür, dann sind de facto Sanktionen gegen chinesische Manager verhängt, die nie ausgesprochen wurden. Und Willkür mit Willkür beantworten, da bin ich mir nicht sicher, ob man das als wirklich falsch oder als wirklich richtig beurteilen kann. Und zwar für beide Seiten.

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adal_ 13.12.2018, 18:25
92.

Zitat von charlie95
Was die US- Amerikaner dürfen - dürfen andere Nationen nicht ?
Doch, Verstöße gegen die Iran-Sanktionen dürfen auch von anderen Nationen geahndet werden.

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jasuly 13.12.2018, 18:27
93.

"Das US-Justizministerium beschuldigt Frau Meng, sie habe die Wirtschaftssanktionen gegen Iran unterlaufen, und verlangt, dass Kanada sie ausliefert." Welches Recht haben die USA, anderen Ländern vorzuschreiben, mit wem sie Handel treiben oder nicht?

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ulrich-lr. 13.12.2018, 18:28
94. Toll?

Zitat von vulcan
"kanada musste erpresst werden"?? Wo haben Sie denn den Quatsch her? Wohlweislich lassen Sie sich darüber nicht aus, denn dann würde sich Ihr gesamtes restliches lächerliches Konstrukt umgehend in Luft auflösen. Wenn Sie China so toll finden und meinen, die würden alles richtig machen - gute Reise.
Sie glauben also, dass die Kanadier völlig aus freien Stücken und völlig unbeeindruckt von den Maßnahmen Chinas die Dame auf Kaution so zügig freigelassen hat? Der war gut!
Dann dürfen wir ja mal gespannt sein, ob die Kanadier die beiden Angelegenheiten wirklich völlig separat von einander regeln.

Ob ich China toll finde, tut hier wirklich nichts zur Sache.

Eines dürfte klar sein: Wenn die Kanadier unter dem gleichen Vorwand eine Isländerin festgesetzt hätten, säße diese heute noch im Bau und/oder wäre schon auf dem Weg in die USA. Gleiches würde wohl auch im Falle einer Deutschen zutreffen. Oder?

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multi_io 13.12.2018, 18:31
95.

"...und US-Präsident Donald Trump deutet an, dass er sich das mit der Auslieferung noch einmal überlegen werde."

Da fehlte jetzt der Hinweis, dass Trump das "noch einmal überlegen" spezifisch für den Fall angekündigt hat, dass China beim Zollstreit die US-Forderungen erfüllt. Das wiederum ist schlicht Erpressung, und nebenbei natürlich ein Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz. Insofern arbeitet Trump wirklich hart daran, dass die USA von China ununterscheidbar werden.

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Hythlodeus 13.12.2018, 18:33
96. Wir ahben das so herbeigezaubert

Hatte Anfang der 80 iger zum ersten mal mit chinesischen Verhandlungspartner zu tun. Wem damals nicht schon die Lampen angingen, wie die sich aufstellen wollten, der hatte zwar Dollarzeichen in den Augen aber keine Ahnung , was da abgehen wird.

Also weiter jetzt sich gegenseitig die Köpfe einschlagen.

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dr.Ö 13.12.2018, 18:34
97.

ich bin bestimmt weder Freund Chinas noch der US Politik, aber Huawei verkauft auch in den USA, der Konzern muss auch also auch an us recht halten. daher ist die Missachtung der Sanktionen auch ein zu Angeber Rechtsbruch in den usa. diese Verflechtung aus handelsbeziehungen ist im übrigen der Grund für 70 Jahre Frieden in Europa. was die Verhaftung der Kanadier angeht, zeigt aber China, dass sie bereit sind sich über internationale Standards hinweg zu setzen. ein Großmachtsanspruch, den die USA seit 70 Jahren för sich beanspruchen

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ulrich-lr. 13.12.2018, 18:40
98. Keiner muss müssen

Zitat von jowitt
So ein Unsinn. Die Dame hat offensichtich die Ausfuhrbestimmungen der USA umgegangen. Und Kanada hat einen Ausliefurungsvertag mit die USA. Die mussten so handen.
Du lieber Himmel! Die Kanadier! Die müssen gar nichts. Das haben sie oft genug bewiesen. Die haben völlig völkerrechtswidrig in Serbien herumgebombt. Und sich sogar abschießen lassen. Da werden die doch wohl ein bilaterales Abkommen mit den USA kreativ interpretieren - also nicht einhalten können. Come on!

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schwaebischehausfrau 13.12.2018, 18:40
99. @geopolitik: Drängt sich die Frage auf..

Zitat von Geopolitik
Der aus vielen Kommentaren triefende anti-Amerikanismus ist schon erschreckend. Man biedert soch einer Macht an die gerade beweist, dass der Faschismus erfolgreich sein kann und opfert die beiden Kanadier, weil die boesen Amis ja den Streit vom Zaun gebrochen haben. Ja, die Amerikaner duerfen uns Sanktionen nicht vorschreiben und sollten auslaendischen Firmen die nach lokalen Recht weiter mit Iran Geschäfte machen nicht verfolgen. In diesem Fall soll die Beschuldigte allerdings Geschäfte mit Iran unter Einbeziehung amerikanischer Finanzdienstleister gemacht haben und dies waere eben ein Rechtbruch den die USA legitim ahnden können.
...wieviele Top-Manager, dieser von Huawei einbezogenen "amerikanischen Finanzdienstleister" denn in den USA verhaftet wurden?
Diese Verhaftung war wohl eher ein kleines Dankeschön für diverse Entgegenkomen der USA beim Abschluß des neuen Freihandels-Abkommens zwischen USA, Kanada und Mexiko, vorauseilender Gehorsam und Zeichen dafür, dass die USA ihren kleineren Nachbarn wieder auf Linie gebracht haben.
Wegen mir können die USA Sanktionen gegen die ganze Welt verhängen. Sie sollten dann aber einfach auch die daraus entstehenden Nachteile und Umsatzverluste für US-Firmen und die eigene Wirtschaft akzeptieren, anstatt den Rest der Welt und ausländische Unternehmen in Geiselhaft zu nehmen für die geopolitischen US-Interessen.

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