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Huawei-Konflikt: Chinas rücksichtslose Revanche
REUTERS

Der Huawei-Konflikt zwischen Kanada und China eskaliert: Peking beantwortet die Festnahme einer Topmanagerin mit Repressionen gegen völlig unbeteiligte Kanadier - und bestätigt jedes Vorurteil über das rücksichtslose Regime.

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Johann Dumont 13.12.2018, 16:39
20. beachtliche Aufrüstung

In Youtube findet man mehrer Filme zu Militärparaden - 2017 zum 90th birthday fährt Xi Jinping über mehrere Stunden Formationen in der Wüste ab. In Afrika nimmt die Begeisterung von den Chinesen stark ab. Die Chinesen bleiben einfach dort - und kommandieren rum.

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ulrich-lr. 13.12.2018, 16:39
21. Lehrstunde

Das wirklich Traurige an der Geschichte ist, dass Kanada erst gewissermaßen erpresst werden musste, bevor es sich auf den richtigen Weg begab.
Das sollte uns allen eine Lehre sein. Einerseits motzen wir hier, dass wir gegen die US-Sanktionen gegen den Iran sind, und grübeln, wie wir europäische Firmen vor der US-amerikanischen Vergeltung beschützen können.

Auch die wackeren Kanadier sind doch da auf unserer Seite. Wenn es aber ernst wird, knicken sie ein und setzen ohne Zögern auf Wunsch der US-Justiz eine chinesische Managerin fest, weil deren Firma von den US verdächtigt wird, gegen US-Sanktionen verstoßen zu haben. Geht's noch?

Jetzt muss die Dame sich auch noch im SPON veräppeln lassen: Angeblich kann sie ein stilles Weihnachtsfest in Kanada feiern - ohne Reisepass und mit der tollen Aussicht, an die USA ausgeliefert zu werden und dort nach zermürbenden Verfahren für viele Jahre im Knast zu landen. Da wollen wir doch alle mit ihr tauschen. Oder?

Natürlich ist es ungerecht und rechtswidrig, im Gegenzug kanadische Staatsbürger in China festzusetzen - quasi als Unterpfand. Das riecht nach Geiselhaft.

Allerdings erkläre man uns endlich, wie soll denn nun verhindert werden, dass die USA ihr Rechtssystem über den ganzen Globus ausbreiten und einseitig ihre Sanktionspolitik - immer schön an der UNO vorbei - weltweit durchsetzen können. Wer verpasst denn nun der US-Administration den Dämpfer, damit sie kapiert, dass sie nicht zur Weltregierung aufschwingen kann. Die bärenstarke EU? Kanada?

Es scheint, China erteilt uns auf sehr ruppige Weise Nachhilfeunterricht: Lippenbekenntnisse reichen eben nicht. Heute ist es eine Chinesin und morgen vielleicht eine Deutsche oder ein Kanadier.
Einer muss den Anfang machen und Rückgrat zeigen.

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neanderspezi 13.12.2018, 16:39
22. Geisel gegen Geisel zur Wahrung von Interessen

Vor was sollten Deutschlands Unternehmer in China auf der Hut sein. Solange in Deutschland nicht auf Geheiß der US-Regierung eine chinesische Geschäftsperson abgefangen und in Haft genommen wird, um Gehorsamkeit gegenüber US-Wünschen zu absolvieren, die mal hier und mal da zu Geiselzwecken Personen aus irgendwelchen obskuren Gründen auch außerhalb ihrer Landesgrenzen zur Ausübung von politischem oder wirtschaftlichem Druck aufgegriffen haben wollen, wird die Gefahr für deutsche Unternehmer oder zur Kontaktaufnahme Abgesandte in China gegen Null gehen. Kanada war eben etwas zu willig dem Verlangen der US-Administration zu gehorchen, Frau Meng Wanzhou festzusetzen. China ist nun mal nicht ein gefügiges Opfer für westliche Machtdemonstrationen und durchaus in der Lage, die von dort leichtfertig ausgeübten Maßnahmen unsanft zu erwidern.

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alois.busch 13.12.2018, 16:41
23. Ganz klar

China ist heute eine Großmacht und lässt dies jeden anderen Staat spüren. Im Westen immer nur die Sprüche dass durch Wirtschaftlich Beziehungen in China sich auch die Rechtslage für mehr Meinungsfreiheit verbessern würde.
Alles schöne Reden und nichts dahinter, China ist und bleibt eine Diktatur genau wie alle anderen Despoten.
Innenpolitisch und auch Außenpolitisch wird Hard durchgegriffen, kein Spielraum für Verbesserungen.

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franxinatra 13.12.2018, 16:42
24. Die Botts werden immer redegewandter...

aber es bleiben genug Foristen, denen konstruktive Beiträge zu entnehmen sind. Aber es bedarf schon eines gewissen Reflexionsvermögens sie voneinander zu entscheiden.

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christianu 13.12.2018, 16:44
25. Rücksichtslose Imperialisten kämpfen um die Weltherrschaft

Was die Amerikaner tun, ist in keiner Weise akzeptabel. Sie verlangen, dass amerikanisches Recht über nationalem Recht steht. Auch die Vorgehensweise der Chinesen ist schändlich. Wer einen ihrer Landsleute festsetzt, ganz gleich ob zu Recht oder nicht, riskiert, dass sie zwei seiner Landsleute krallen, ob zu Recht oder nicht definieren sie sowieso allein. Aber man kann auch aus den Vorfällen lernen. Wenn Amerikaner Festsetzung verlangen - einfach ignorieren. Wenn Chinesen Rechtshilfe suchen, sagen wir ihnen, dass Unrechtsstaaten keinen Anspruch darauf haben. Außerdem sind die Chinesen Angsthasen. Sie haben sich nicht getraut, den wahren Verursachern der Krise die Schaufel zu zeigen.

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zvonimir 13.12.2018, 16:45
26. also ehrlich,

dieser Umkehrschluss ist unsinnig. Wenn die USA ihre Spielchen,deren Rechtmässigkeit bezweifelt werden muss , treiben,heisst das doch lange nicht, dass die Chinesen hier im Unrecht sind. Bei der Art und Weise,wie Trump mit dieser Firma umzuspringen gedenkt, ist die Reaktion durchaus verständlich, wenn vielleicht auch nicht elegant.

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rainer goetzendorf 13.12.2018, 16:45
27. Rechtsbrecher sind die USA!

Die EU, China und Russland halten am Iranabkommen fest. Was Huawei macht, ist schon deshalb nicht rechtswidrig. Völkerrechtswidrig ist das Verhalten der USA. Ähnlich ist das Verhalten der USA im Falle Kubas auch schon seit Jahrzehnten. Mit brutaler Gewalt wird versucht, eigene Interessen durchzusetzen. Dies ist einer Gesellschaft, die demokratisch und rechtsstaatlich sein will, nicht würdig. Aber die USA waren schon immer zu unrecht Vorbild für die Demokraten in aller Welt.

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archi47 13.12.2018, 16:45
28. die Frage ist doch, was war früher:

Zitat von mariomeyer
Herr Zand sagt es doch ganz deutlich. Frau Meng wurde auf Kaution entlassen, weil man sich in Kanada an gewisse rechtsstaatliche Regeln halten musste und gehalten hat, weshalb das letztlich möglich war. Die beiden Kanadier, die in der Volksrepublik China verhaftet wurden, können sich auf solche Regeln nicht verlassen - es wird auf den guten Willen der Mächtigen ankommen. Damit ist aus meiner Sicht alles zum Thema gesagt, denn ob jetzt die einen oder die anderen angefangen haben oder ob die einen genauso im Unrecht sind wie die anderen ist für mich irrelevant, wenn die Art und Weise, wie man, nachdem Fakten geschaffen wurden, damit umgeht. Und da sehe ich gewisse Defizite bei den Chinesen.
Die Henne oder das Ei.
Ist Frau Meng erst auf Kaution entlassen worden, als China Kandier festsetzte?
Nimmst du dir eine Geisel - nehme ich mir auch eine Geisel ...

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neutralfanw 13.12.2018, 16:46
29. Wie weit kann man gehen?

Ich vermute mal Herr Trump wollte mal wieder Stärke demonstrieren und hat Kanada dazu missbraucht. Kanada hat jetzt darunter zu leiden und Trump überlegt sich gönnerhaft, ob er um die Auslieferung von Frau Huawei bittet. Die chinesischen Reaktion hatte er schon erwartet.

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