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Hundekrieg in Duisburg: Auf ihn mit Gebell!

Die*größte Zoohandlung der Welt*hat fast jedes Tier im Angebot: vom Fuchs übers Krokodil bis hin zum Nasenbär. Doch nun*will*Inhaber Norbert Zajac*eines der beliebtesten Haustiere*verkaufen: Hunde.*Weil er damit ein Tabu bricht,*haben plötzlich viele*Kritiker Schaum vor dem Mund.

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hubelwutz 23.07.2011, 14:52
10. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von snef
Nein ernrsthaft: Hundezucht ist im Prinzip immer ein Minusgeschäft, dafür kostet die Pflege bis zum Verkauf einfach zuviel.
Dann würde es wohl längst keine Hundezüchter mehr geben...
Aber es soll ja Leute geben, die Geschäfte auch fortführen, wenn sie rote Zahlen schreiben.

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capitolversicherung 23.07.2011, 14:59
11. Wuff!

Zitat von _gimli_
Der Mann will Geschäfte machen und weiß vermutlich, dass sein Handeln nicht im Interesse der Gesundheit der Welpen ist. Aber auch die Kunden müssen hier in die Pflicht genommen werden. Wer seine Welpen in solchen Anlagen kauft, hat keine Ahnung von Hunden und wundert sich dann später, wenn diese Aggressionen oder andere psychische Fehlentwicklungen zeigen.
Dann muss man sich natürlich fragen, aus welchen "Anlagen" wohl diejenigen Hundehalter ihren Hund bezogen haben, von denen man immer mal wieder liest, das sie einem Kind auf dem Spielplatz das Gesicht weggebissen haben.

Ob die Hundezüchter, die ihre Köter irgendwo im Grünen unter Ausschluß der Öffentlichkeit heranziehen da besser sind, als ein Großhandel wie Zajak kann man wohl getrost bezweifeln.

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tromba 23.07.2011, 15:05
12. Ignoranz II

Zitat von fallobst24
Was genau ist jetzt das Problem? Beim Verkauf der anderen Tiere gab es ja anscheinend keine Probleme. Wo ist jetzt der Unterschied? Kann mir das vielleicht jemand hier von den Hunde-Psychologen erklären?
Wenn Sie das grundsätzliche Problem nicht verstanden haben, sollten Sie den Artikel vielleicht nocheinmal lesen und die wichtigsten Passagen unterstreichen (hilft beim Verständnis). Wissen wir, ob es nicht auch bei den anderen Tieren bereits Probleme gab? Unterschiede zwischen Terrarien-/Aquarien-/Käfigtieren und mit dem Menschen eng zusammenlebenden Hunden werden Sie sicher auch selbständig finden...

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Blaue Fee 23.07.2011, 15:07
13. Fci

Die internationale Dachorganisation FCI, dem der VDH (Verband für das deutsche Hundewesen) angegliedert ist, verbietet den Verkauf an Zoohandlungen.

Das führt z.B. hier in Mexiko dazu, dass man bei der grössten Tierhandlungskette nur Tiere mit AKC-Ahnentafeln (American Kennel Club) kaufen kann, da der AKC nicht Mitglied bei der FCI ist, die einheimische FCM (Federación Canófila Mexicana) aber schon.

Ich würde mir da keine grossen Gedanken machen.

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regensommer 23.07.2011, 15:10
14. Hundezucht

Viel bleibt bei einer "kontrollierten" Hundezucht nicht übrig.
Einmal decken kostet 700€ (schon mal 1 Hund vom Wurf weg). Tierarzt und impfen für den Wurf = schon wieder ein Hund vom Wurf weg. Futter für den Wurf = schon wieder 2 Hunde vom Wurf weg. Nicht enthalten die Eigenkosten und die Kosten für die Behörden, usw. usw.
Daher ist "Schwarz"zucht fürs Überleben fast notwendig. Das ist halt so, viele viele Vorschriften bis man keine Luft mehr bekommt. Dann wundert man sich, wenn sich die Züchter andere Wege suchen.
(Angemerkt: ich bin kein Züchter, ich kenne lediglich eine Doggenzucht etwas besser)

Von einem Wurf bleibt nicht viel übrig. Wenn dann jemand kommt und sagt, ich mach das für dich mit der Impferei, ist das sicherlich eine Entlastung für den Züchter.
Am besten fährt man, wenn man einen Deckhund hat. So was bringt noch Geld.

Es ist sicherlich davon auszugehen, dass kein Laden so stark beobachtet und kontrolliert wird wie dieser. Und sollte ein Welpe auch nur etwas traurig schauen, so werden sämtliche Tierschützer Klagen in die Tasten hauen, dass es kracht.

Es ist wie mit einem Drucker. Viel Geschäft lässt sich damit nicht machen, die Tinte bringt es.

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KTScholz 23.07.2011, 15:14
15. Zustimmung und Frage

Zitat von franks meinung
Tierschützer sind eine besondere Sorte Mäuse. Ich kenne viele, bin selbst Mitglied in so einem Verein. Aber was man da teilweise sieht und hört, lässt einen oft zu der Erkenntnis kommen, dass Tiere dem Menschen wohl in mancherlei Hinsicht deutlich überlegen sind. In besagtem Artikel kann man auch wieder einige an Argumenten lesen, was so genannte Tierschützer deklassiert. Sie haben schlicht keine Ahnung. Hunde (Canidae) sind nicht traumatisiert, wenn sie ohne Oma, Sofa mit Kuscheldecke und Gummiknochen die ersten Wochen und Monate ihres Lebens verbringen. Im Gegenteil, sie bleiben normal. Hunde fühlen sich unter Seinesgleichen sehr wohl und werden leider all zu oft auch von Tierschützern einzeln gehalten. Zwangsweise bleibt ihnen nichts anderes über, als die Menschen als Ersatzpartner/Ersatzrudel zu akzeptieren. Füchse gehören übrigens auch zu den Hunden. Genauso, wie Kojoten oder Wölfe. Seltsam, dass sich also vorher keiner über den Verkauf von Füchsen aufgeregt hat. Die Thematik ist sehr ähnlich. Bei Füchsen aus verschiedenen Gründen aber noch problematischer. Soll ein Hund in einer Familie leben, ist es natürlich besser, ihn möglichst früh an diese seltsamen Rudelmitglieder zu gewöhnen. Aber hätte er eine Wahl, würde er sich immer für einen Hund entscheiden. Hunde, die im Rudel groß werden, sind meistens optimal geprägt. Sie zeigen noch normales Verhalten, werden selten gegenüber anderen Hunden aggressiv usw. Wer mal einen Hund, der ein Jahr in einem deutschen Tierheim war, mit einem Hund aus dem Süden vergleicht, der ein Jahr im Rudel lebte, wird schnell den Unterschied erkennen. Leider ist Tierschutz immer auch ein emotionales Thema. Und gerade deswegen ist es selten möglich, sich über dieses Thema sachlich auszutauschen.
Liegt das vieleicht daran das Tierschutz oft ein Sinnfüller eines anderweitig langweiligen Lebens ist?
"Information" wird meiner Meinung nach zu oft als unnötig betrachtet, da die meisten Menschen glauben mit ihrer schnell gefassten Meinung alles zu wissen und nur die massive Bestätigung Gleichgesinnter brauchen um ganz sicher zu sein,

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joerg20 23.07.2011, 15:16
16. Scheinargumente

Zitat von fallobst24
Was genau ist jetzt das Problem? Beim Verkauf der anderen Tiere gab es ja anscheinend keine Probleme. Wo ist jetzt der Unterschied? Kann mir das vielleicht jemand hier von den Hunde-Psychologen erklären?
Dem schließe ich mich voll und ganz an. Wenn er Äffchen, Füchse, Nasenbären und Krokodile verkauft, kräht kein Hahn danach, aber die Hunde wären mit einem Mal traumatisiert? Die "Tierschützer" argumentieren hier doch mit Scheinargumenten!

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stefanaugsburg 23.07.2011, 15:16
17. Scheinheiligkeit ...

Ja, der 'Deutsche an sich' ist schon ein besonderes Exemplar - wenn Leute in Ihren Wohnungen wegsterben und keiner merkts, wenn Eltern ihre Kinder misshandeln und keiner wills gemerkt haben, wenn auf der Strasse die Leute betteln müssen und keiner guckt hin - aber wenn eine Zoohandlung HUNDE VERKAUFT - oh mein Gott, dann kann der Händler aber was erleben.

Geht für mich mittlerweile in die gleiche Kathegorie wie Pelzgegner, die Pelzträger (fast) umbringen wollen, im Gegensatz dazu aber kein Problem mit Lederschuhen haben, oder gegen die Abholzung der Tropenwälder protestieren und trotzdem gerne zu IKEA gehen, obwohl die einen großen Teil Mitschuld daran haben ... etc etc. Das ließe sich noch endlos fortspinnen. Fakt ist, hört auf mit der Scheinheiligkeit und seht den Fakten ins Gesicht.

Tiere werden nun mal verkauft - und ein Vogel oder ein Fisch oder eine Eidechse ist um keinen Deut besser oder schlechter als ein Hund, auch wenns der Deutsche gern glauben will. Amen ...

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eiffe 23.07.2011, 15:19
18. Menschenhandel

Zitat von LeisureSuitLenny
Mutig, der Herr. Soll er ruhig damit brechen, das Hunde etwas ganz besonderes sind und besser als andere Tiere. Sind sie nämlich nicht. Das könnte neue Perspektiven eröffnen.

Mutig, der Herr. Soll er ruhig damit brechen, das Menschen etwas ganz besonderes sind und besser als andere Tiere. Sind sie nämlich nicht.

Das könnte neue Perspektiven eröffnen.

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agricolo 23.07.2011, 15:24
19. Eine Frage!

Zitat von _gimli_
Der Mann will Geschäfte machen und weiß vermutlich, dass sein Handeln nicht im Interesse der Gesundheit der Welpen ist. Aber auch die Kunden müssen hier in die Pflicht genommen werden. Wer seine Welpen in solchen Anlagen kauft, hat keine Ahnung von Hunden und wundert sich dann später, wenn diese Aggressionen oder andere psychische Fehlentwicklungen zeigen.
Woher kennen Sie "solche" Anlagen?

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