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Hunderte neue Filialen: Burger King sagt McDonald's den Kampf an
DPA

Das Fastfood-Unternehmen Burger King plant in Deutschland 300 neue Filialen. Das wäre ein Plus von 40 Prozent - und ein Frontalangriff auf Konkurrent McDonald's.

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HerrPeterlein 17.06.2018, 09:40
10. Veraltet

McDonalds und besonders Burger King sind komplett veraltet was die Nahrung dort anbelangt, dass Wachstum machen andere. Extrem Billig gibt es bei den Discountern, die anderen mit etwas mehr Anspruch gehen woanders hin. Schon jetzt sieht man auf dem ersten Blick, dass MCDonalds und Burger King Filialen oft nicht besonders gut laufen.

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Meckerameise 17.06.2018, 09:40
11.

Es ist schon interessant. Vor einigen Jahren ging die Nachfrage nach dem schnellen Essen zurück. Burger King und McDonalds haben wie verrückt versucht, mit Salaten, Wraps usw. ihr Image vom "Hartz IV Essen" loszuwerden. Heute identifizieren sich die Leute mit Lebensmitteln, die etwas außergewöhnliches haben. Anstatt bekannte Stangenbiere zu trinken, die den Lebensstil eines Bauarbeiters mit seinem Feierabendbier im Zug rüberzubringen scheinen, sind Craftbiere total angesagt. Den Burger, den man immer aß wurde durch Versionen ersetzt, die sich nun viel edler geben (ein Instagramfoto mit einem Angusrindburger mit dicken, vielleicht sogar handgeschnittenen Fritten sieht halt mehr nach besonderem Lifestyle aus als der Minutenburger, den Billiglöhner in Rekordzeit wie einen essbaren IKEASchrank fertigen und die Pommestüte, deren Fritten vor 20 Sekunden noch in einem riesigen Fetttrog dahinblubberten). Diesen Weg wollen die zwei bekanten Ketten wohl nun auch gehen. Da haben beide wohl erkannt, dass der Trend dahin geht, in der Standardfertigungsgesellschaft mit Individualismus eine Identität aufzubauen. Es muss spezial sein. Wie ein Geheimtipp.

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PolitBarometer 17.06.2018, 09:53
12.

Ja sicher, "Alle wollen Burger"!
Wie kommt jemand, der nicht gerade selbst Betreiber einer solchen Fastfood-Kette ist, auf so einen hahnebüchenen Unsinn? Burger sind und bleiben nun mal "Arme-Leute-Essen", und das zu massivst überzogenen Preisen.
Und was da wirklich drin ist, interessiert eh' die meisten Konsumenten nicht mehr, oder es hat sie auch noch nie interessiert.
Liegt wohl auch an der Käuferschicht. Echt und qualitativ gut ist das jedenfalls alles nicht. Hier geht es nur noch um Gewinnmaximierung!

Ich wäre zu DM-Zeiten jedenfalls nicht auf die Idee gekommen, mir in einer Fastfoodkette oder anders gearteten Bruzzelbude ein Komplett-Menü für 16 DM (oder mehr) zu bestellen. So einfältig ist mancher wohl erst geworden, als die Ketten den ehemaligen DM-Wert exakt in EUR umbeziffert haben. Aber das merkt ja heute sowieso keiner mehr.

Hat nicht erst kürzlich Konkurrent KFC ähnlich rumgetönt, deutschlandweit weitere 400 Filialen eröffenen zu wollen? Irgendwer im Konzern hat da wohl herausgefunden (Hirngespinst), dass es in Deutschland weiteren Bedarf nach fettigen (Kunst-)Chicken-Factories gibt. Ich weiss bis heute nicht, an was man solche Stimmungen festmachen kann. Mit der Realität hat das allerdings wenig zu tun.

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mwroer 17.06.2018, 09:57
13.

Zitat von dagmar1308
sind die Produkte bei beiden US Ketten, wenn man sie sauber mit dem Angebot vieler Bäcker aber auch Pizzerien vergleicht. Lediglich einige Sonderaktionen passen, so 2 Big Mac zum Preis von einem. Da fragt man sich, wenn man die dortige Käuferschicht betrachtet, wie man so blöd sein kann und sein weniges Geld noch solchen Milliardenkonzernen unüberlegt hinterher wirft. Macht Armut dämlich oder ist man arm weil man dämlich ist, denkt man da leider spontan. Klingt hart, aber manchmal hilft das nur. So auch bei derzeit gemeldeten Abi Bällen. Dämlich ist da jeder, wenn er exzessive teuere Veranstaltungen mitmacht.
Wer glaubte McDonalds und Burger King sind billig der lag schon vor 20 Jahren falsch.

Allerdings frage ich mich warum Sie als Vergleich ausgerechnet Pizzerien und Bäcker hernehmen? Bestimmen Sie ob ein E-Bike z.B. überteuert ist, in dem Sie den Preis mit einem Moped oder Mofa vergleichen? Alle haben 2 Räder und bewegen Sie von A nach B ... trotzdem ist der Vergleich unsinnig.

Wie Sie jetzt darauf kommen das die Kunden dort dämlich sind und arm .... bleibt Ihr Geheimnis. Ich sehe da im Sommer draußen eigentlich nur gut gekleidete Menschen mit jeder Menge Einkaufstüten sitzen die es sich gut gehen lassen. Da mir das Zeug nicht schmeckt, gehe ich nicht hin aber das ist auch der einzige Grund.

Zum Glück haben wir Alternativen in der Stadt - und wenn ich Lust habe auf Burger dann werfe ich den Grill an. Andere gehen halt zu den Fast Food Ketten - die übrigens schon lange nicht mehr so ungesund sind wie Sie ggf denken.

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olli0816 17.06.2018, 10:10
14. Keine überraschende Entwicklung

Zum einen nimmt der Tourismus in Deutschland zu und gerade Leute aus Asien mögen die Fastfood-Läden ganz gerne. Im KFC in München sehe ich viele Asiaten. Dazu ist Fastfood trotz anderer Strömungen einfach sehr beliebt. Dazu kann man stehen wie man will, aber wenn die Nachfrage da ist, dann wird eben investiert. Ich selber bin ziemlich selten in einer der Burgerketten, aber so alle drei Monate esse ich da auch etwas. Finde ich nicht verwerflich. Billig ist der ganze Spaß allerdings nicht. Wenn ich selber koche, bekomme ich für den gleichen Preis ein schönes Steak mit Beilagen und das ist bei mir definitiv beliebter.

Anstatt zu schimpfen kann man alternativ auch investieren. KFC gehört YUM und McDonalds ist als AG gelistet. Im Grunde sind diese Ketten auch nicht umwelschädlicher als ein normales Restaurant. Im Gegenteil: Die werden viel strenger überwacht. Ich habe in meiner Schulzeit kurz in der Gastronomie gearbeitet: Das ist alles nicht sonderlich umweltfreundlich. Von der Hygiene brauchen wir gar nicht zu reden...

Die Leute werden dort nicht toll bezahlt. Aber wenn ich sehe, wer da arbeitet, sind es sehr häufig ausländische Bürger, die sich ansonsten schwer tun, etwas anderes zu bekommen. Es ist sicher nicht ideal, aber es sind andersherum viele Leute dabei, die sonst H4 mit all den Grausamkeiten beziehen müssten. Es ist nicht alles negativ, aber natürlich gehts immer besser, keine Frage.

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ansv 17.06.2018, 10:10
15.

Zitat von PolitBarometer
Ich wäre zu DM-Zeiten jedenfalls nicht auf die Idee gekommen, mir in einer Fastfoodkette oder anders gearteten Bruzzelbude ein Komplett-Menü für 16 DM (oder mehr) zu bestellen. So einfältig ist mancher wohl erst geworden, als die Ketten den ehemaligen DM-Wert exakt in EUR umbeziffert haben. Aber das merkt ja heute sowieso keiner mehr.
Wenn Sie heute noch in DM denken, ist ihr Preisgefühl 2002 stehengeblieben. Also vor 16 Jahren. Damals kostete ein Brot auch keine 8 Mark, oder?

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damp2012 17.06.2018, 10:17
16. Da klären wir...

.. auf: über Nachhaltigkeit, Fleisch, Zucker, schlechte Ernährung, Übergewicht etc. etc. Noch nie war der Verbraucher so gut informiert wie heute bzw. kann wirklich jeder Sache auf den Grund gehen und kritisch hinterfragen bzw. entscheiden. Und ich habe nach wie vor den Eindruck, die Menschheit wird immer dümmer und dümmer.... Nun gut - wie hier im Forum schon angemerkt: Am Ende wird er (der Mensch) es schaffen, sich abzuschaffen..

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crunchy_frog 17.06.2018, 10:31
17. Meine Güte

Zitat von PolitBarometer
Ich wäre zu DM-Zeiten jedenfalls nicht auf die Idee gekommen, mir in einer Fastfoodkette oder anders gearteten Bruzzelbude ein Komplett-Menü für 16 DM (oder mehr) zu bestellen. So einfältig ist mancher wohl erst geworden, als die Ketten den ehemaligen DM-Wert exakt in EUR umbeziffert haben. Aber das merkt ja heute sowieso keiner mehr.
Vielleicht wollen Sie auch noch Vergleiche in Reichsmark oder Taler anführen? Die D-Mark ist mittlerweile seit 16 Jahren Geschichte, seither hat sich wirtschaftlich nahezu alles verändert, die Gehälter, die Zinsen, einfach alles. Zudem ist die Teuerungsrate seit Euro-Einführung im Durchschnitt geringer (1,6%) als sie es noch zu DM Zeiten war (2,2%).

Aber leben Sie ruhig weiter in der Vergangenheit, wenn Sie mit der gegenwart nicht zurecht kommen.

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spiegelleser987 17.06.2018, 10:31
18.

Was heißt es denn, 300 neue Filialen zu öffnen. Wieviel werden denn geschlossen. Hier waren in der Nähe mal zwei von Burger King.. Eine davon ist schon seit etwa drei Jahren weg und die zweite hat Ende vergangenem Jahres geschlossen. Die von Mc Donalds ist seit etwa zwei Jahren auch weg.

Das betrifft aber nicht nur die. Hier in Berlin haben in den vergangenen Jahren immer mehr Läden dicht machen müssen. Vor einigen Woichen haben die nächsten wieder begonnen. Dort steht jetzt "Wir schließen".

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Tom Tom B 17.06.2018, 10:33
19. Consulting leicht gemacht

Man muss einfach hier nur die Kommentare lesen, da steht viel richtiges drin (kommt selten vor, ich weiss). BK ist qualitativ hochwertiger als McD, aber das eigene Marketing kommt nicht am Marktführer vorbei. Da werden einfach nur mehr Filialen nicht helfen. Im Gegenteil, man wird feststellen, dass viele dieser Filialen nicht kostendeckend arbeiten. Viele Alt-Filialen werden jetzt schon mit einer Personaldecke betrieben, die sehr dünn ist. Schon jetzt denkt man sich bei der Wartezeit wenn nichts los ist, was die wohl anstellen, wenn mal Andrang herrscht. Und wenn, dann gehen sie regelmäßig unter. Viel schwerwiegender ist aber, dass man nicht erkannt hat, dass der Trend im Burgerbereich weg von Fastfood geht. Es eröffnen sehr viele kleine Burgerläden und kleine Ketten mit frischer Zubereitung und frischen Zutaten. Wer mal in einem solchen Laden gegessen hat, der ist für die Globalplayer wie McD und BK ohnehin verloren. Der Kuchen äh der Burger wird nicht größer, eher kleiner.

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