Forum: Wirtschaft
Hurrikan-Abwehr in New York: Hier kommt die Flut
Darren Anthony

In New York lebt eine halbe Million Menschen im Überschwemmungsgebiet. Viele bereiten sich auf die Folgen des Klimawandels vor - aber warum pflanzen einige Lorbeersträucher?

Newspeak 08.12.2018, 22:55
1. ....

"In der Tat bewegen sich die New Yorker immer mehr aufs Wasser zu statt davon weg."

Gegen Irrsinn ist eben kein Kraut gewachsen. So ähnlich wie am Vesuv. Am Ende wird das Jammern gross sein, aber einmal vorher eine richtige Entscheidung treffen und solche Gebiete aufgeben, das wollte man auch nicht.

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Ge-spiegelt 09.12.2018, 00:16
2. Ganz schön teuer...

Aber wer am Wasser leben will muss sich auf Hochwasser vorbereiten. Damit meine ich weniger Luxus Bleiben am Beach sondern auch bei uns Überschwemmungsgebiete im Tal und am Berg. Jedes Bächlein kann zur Gefahr werden, war schon immer so.

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tmhamacher1 09.12.2018, 07:16
3. Das wird ja lustig sein!

Man stelle sich das vor: Da kommen arme New Yorker zusammen, um zu überlegen, wie sich sich gegen die Klimaveränderung schützen können, und dann melden sich zuerst ein paar Gutmenschen und erklären, wie man etwas weniger CO2 produzieren kann.

Als ob das irgendetwas an den Problemen der armen New Yorker ändern würde!

Man sollte ökologisch verursachten Schwachsinn als eine neue Geisteskrankheit definieren.

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nimby 09.12.2018, 08:17
4. Allein die Tatsache

das dieser Artikel nicht bei Spiegel + erscheint zeigt schon, wie wenig Interesse für dieses Thema besteht. Da ist es auch klar, dass mal wieder die ärmeren Viertel in New York die wenigste Unterstützung bekommen und nur durch Selbsthilfe voran kommen.

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oliver_kreuzzer 09.12.2018, 08:28
5. Mittel- und langfristige Planungen?

Mich würde brennend interessieren, ob es auch für die deutschen Städte an den Küsten Evakuierungspläne gibt. Ich meine damit nicht Notfallpläne für Sturmfluten, Überschwemmungen und ähnliches. Sondern langfristige Pläne für den mit dem Klimawandel verbundenen Anstieg des Meerespiegels.

Müsste oder sollte man nicht Städte wie Bremerhaven, Cuxhaven, Kiel, Lübeck und Rostock nach und nach Richtung Inland verlagern? Wenn man davon ausgeht, dass der Meeresspiegel in den nächsten Jahrzehnten ansteigt, würde doch eine vernünftige Politik jetzt (wo man das noch geplant und geordnet machen kann) damit anfangen, die Menschen in Sicherheit zu bringen.

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Das Pferd 09.12.2018, 09:22
6.

Zitat von tmhamacher1
Man stelle sich das vor: Da kommen arme New Yorker zusammen, um zu überlegen, wie sich sich gegen die Klimaveränderung schützen können, und dann melden sich zuerst ein paar Gutmenschen und erklären, wie man etwas weniger CO2 produzieren kann. Als ob das irgendetwas an den Problemen der armen New Yorker ändern würde! Man sollte ökologisch verursachten Schwachsinn als eine neue Geisteskrankheit definieren.
Nein, die CO2 Vermeidung ist wichtig. Es ist ja nicht das Hauptproblem unserer Zivilisation, New York etwas zu verlagern oder zu sichern.
Arm ist relativ, auch die untere Mittelschicht in Europa und USA hat einen zu großen CO2-Fußabdruck pro Nase.
Es geht ja in den Projekten um Resilienz, aber arm ist doch nicht die universelle Entschuldigung, so daß der eigentliche Fehler gar nicht mehr angesprochen werden darf. Klar gibt es die bösen Konzerne. Essen die zu viel Fleisch? Fahren die zu viel Auto?

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whitewisent 09.12.2018, 09:33
7.

Irgendwie mögen es Wissenschaftler und Journalisten immer noch nicht glauben. Der Mensch ist unvernünftig, und wenn die letzten 12.000 Jahre etwas bewiesen haben, die Menschheit ist sich selbst der größte Feind, und überlebt trotzdem. Die USA hat allein seit 1990 einen Bevölkerungszuwachs von mehr als 60 Millionen Menschen erlebt, gut 25%. Und das, obwohl schon zuvor dort 250 Mil. die besten Ecken besiedelt hatten. Darum ist es keine Lösung, auf Umzug in vermeintlich "sichere Gebiete" zu setzen, die gibt es nicht. Wenn es nicht das Meer ist, kommen Dürre, Überschwemmungen durch Flüsse, Waldbrände, Schnee und Frost in allen möglichen Extremsituaitonen, von Hurrikans und Tornados mal ganz abgesehen. Da ist es doch natürlich, daß gegen jeden Sinn schöne Lagen wie alte Hafenanlagen wiederentdeckt und besiedelt werden. Wasser und Wanzen kommen und gehen. Was zählt ist die Alternativlosigkeit. Und was das Whinen von "alleingelassenen Mietern" betrifft, so ist dies das amerikanische Prinzip. Wer soll da kommen? Leute, welche die Freiheit haben, sich dort eine Wohnung zu nehmen, haben auch die Freiheit, dort wegzuziehen. Und NIEMAND kann behaupten, in den vergangenen 50 Jahren nicht oft genug gewarnt worden zu sein. Und auch als Deutsche braucht man nicht so arrogant zu sein, wir bauen solche sinnlosen Gebäude wie die Elbphilarmonie mitten ins Überschwemmungsgebiet Hafen, auf eine Insel, samt Besucherzentrum. Es wird schon gut gehen, ansonsten sind die Verantwortlichen ja in Pension.

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sok1950 09.12.2018, 09:43
8. Die Leute wollen am Fluss wohnen...

aber Bitte hinterher nicht jammern.
Interessant ist, dass die hier beschrieben Notstromaggregate mit Erdgas laufen.
Woher kommt das Erdgas, wenn ringsherum die Infrastruktur inkl. Gasleitungen zerstört sind?

Auch leben eine halbe Million Menschen im Gefahrenbereich - wie wäre es, statt der Natur mit Technik trotzen zu wollen und Milliarden auszugeben, mit einer Umsiedlungsaktion für ein Bruchteil der Kosten?

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bestel 09.12.2018, 10:47
9. Bester Marc Pitzer,

ein sehr gut unterbauter Artikel, aber, die Bilder dazu sind am frühen Sonntagmorgen eine riesige seelische Belastung und führt zu den komischten Reaktionen. Wann ist der nächste Flug nach JFK um mein Heimweh nach NYC zu beruhigen, schlimm, sehr schlimm. Jedesmal wenn auf Schiphol aussteigt ist man geneigt umgehend den Retourflieger zu nehmen. Gruss aus Amsterdam

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