Forum: Wirtschaft
Hyperinflation in Venezuela: Fünf Nullen weniger auf den Scheinen - Händler schließen
DPA

Ein Kilo Fleisch für dreieinhalb Monatsgehälter: Im Kampf gegen die rasante Inflation legt Venezuelas Linksregierung Zwangspreise fest - und macht alles nur noch schlimmer.

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abufrejoval 27.08.2018, 17:54
10. Universal Basic Income

Dieser Mindestlohn wird an anderer Stelle, unter anderem von Josef Käser (aka Joe Kaeser, Siemens CEO) als Universal Basic Income propagiert. Wie gut da funktioniert, sollte man sich hier sehr genau einprägen.

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Fantastic 27.08.2018, 18:56
11.

Zitat von kayakclc
Mir tuen die Menschen in dem Land unendlich Leid. Nur weil eine korrupte Kaste und eine egoistischer, überforderte Narr an der Macht kleben bleibt, treibt er das Land in den Abgrund. Es wäre Zeit für eine Revolution, wo das Volk diese Leute aus dem Amt jagen und ihnen dann den Prozess machen.
Die Venezuelaner haben zunächst den Sozialisten Hugo Chavez ins Amt gewählt und danach seinen Nachfolger Maduro bestätigt.
Bereits Chavez hat Betriebe und Produktion verstaatlicht und Wohltaten unter das Volk gebracht, bezahlt aus den Öleinnahmen.
Mit Verfall des Ölpreises war eine kostendeckende Produktion nicht mehr gegeben, Innländische und ausländische Produzenten hatten sich schon zurückgezogen, die Pflege der Ölförderung wurde eingestellt, Experten wanderten ab. Heute gibt es kaum noch irgendeine Produktion im Lande.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen!
Wer Alles versprechende Populisten wählt, bekommt diese dann eben auch.

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malte_engel 27.08.2018, 19:04
12.

Zitat von Le Commissaire
Die venzolanische Regierung hat seit vielen Jahren getan, wovon viele Linke auch in Deutschland träumen: (Wieder-)Verstaatlichung von Unternehmen, Sozialprogramme und viel Schulden. Das Ergebnis: Hyperinflation, Versorgungskrise, Massenflucht und horrende Kriminalität. Venezuela hat die größten Erdölreserven der Welt, das Land ist somit unsagbar reich. Die dortige Situation erinnert an den alten Spruch: "Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird? Ein paar Jahre lang nichts, dann wird der Sand knapp."
Linkes, also mit Ausrichtung auf die Bevölkerung gerichtetes Denken, wird doch, wo es nur geht von aussen torpediert... Habe null Ahnung von Wirtschaft, kann aber hin und wieder logisch denken. Also wie wahrscheinlich ist es, dass diese Krise von aussen begünstigt wurde, um keinen Präzedenzfall zu schaffen, der andere südamerikanische Staaten auf die Idee bringt, sich von dem heiligen, alles vernichtenden, amerikanischen Kapitalismus zu lösen?

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ruhepuls 27.08.2018, 19:05
13. Nicht nur Linke machen Fehler...

Zitat von bepekiel1
In Brasilien in den end80ger Jahren. Auch dort Inflation von über 80%pro Monat. Dann wurden 3 Nullen gestrichen und die Preise eingefroren. Resultat nichts in den Supermärkten. Nur unter der Hand mit Aufschlag. Und da war es keine linke Regierung
Die dumme Idee mit den eingefrorenen Preisen hatten nicht nur Linke, aber die lernen am wenigsten draus. Die "verlockende" Idee per Gesetz die Wirtschaft zu "regeln" befällt viele Politiker. Zum Glück für uns sind die meisten Unternehmen noch privat - und können auf den Politikerunfug entsprechend flexibel reagieren. Planwirtschaft funktioniert nur auf dem Papier gut.

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ruhepuls 27.08.2018, 19:10
14. Demokratie und Sozialismus?

Zitat von Pickle_Rick
Den Venezuelanern dürfte es auch durch die Freuden des Sozialismus irgendwann nicht gut gehen. Das endet ja in der Regel so. Allerdings leidet man aktuell eher unter der Tatsache, dass dort eine korrupte Elite das Land regiert und sich die Taschen voll macht. Das ist eher ein Drogenkartell als eine Regierung.
Demokratie und Sozialismus gehen nicht zusammen. In der Demokratie kann man Politiker abwählen - und die Ideologie, die sie vertreten - wenn das, was sie tun nicht funktioniert - und eine Mehrheit das so sieht. Sozialismus funktioniert nie wirklich gut, weil er die Privatinitiative abwürgt und zum "Dienst nach Vorschrift" verleitet, sodass Mangelwirtschaft die Folge ist. Also würden seine Vertreter früher oder später abgewählt. Das aber darf nicht sein, daher kann es keinen demokratischen Sozialismus geben, der diese Bezeichnung verdient.

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ruhepuls 27.08.2018, 19:34
15. Immer diese Verschwörungen...

Zitat von malte_engel
Linkes, also mit Ausrichtung auf die Bevölkerung gerichtetes Denken, wird doch, wo es nur geht von aussen torpediert... Habe null Ahnung von Wirtschaft, kann aber hin und wieder logisch denken. Also wie wahrscheinlich ist es, dass diese Krise von aussen begünstigt wurde, um keinen Präzedenzfall zu schaffen, der andere südamerikanische Staaten auf die Idee bringt, sich von dem heiligen, alles vernichtenden, amerikanischen Kapitalismus zu lösen?
Klar, am Sozialismus kann es ja nicht liegen. Nur, warum haben sich die Chinesen und Russen dann von ihm abgewandt? War das auch die böse CIA? Venezuela hatte alles, um wirtschaftlich unabhängig zu sein. Seine enormen Ölvorkommen hätten - siehe Norwegen - durchaus zum Nutzen des Volkes verwendet werden können. Ganz egal, ob die Amerikaner das nun gut fanden oder nicht. Aber wie alle die "Null Ahnung von der Wirtschaft" haben, dachte auch Chaves und anschließend Maduro, dass man nur Anweisungen geben muss - und schon läuft der Laden. Tut er eben nicht. Die einzigen Märkte, die in der DDR funktionierten, waren die Schwarzmärkte. Da gab es den Trabbi gleich - von der Regierung dauerte es Jahre, bis die Zuteilung kam. Klar, die Leute auf dem Schwarzmarkt hatten ein Eigeninteresse, die in den Ämtern verdienten ihr Geld auch, wenn sie eine ruhige Kugel schoben. Und in Venezuela wird man reich, in dem man sich bestechen lässt. Egal, was die Regierung befiehlt, die selbst korrupt ist.

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Zorpheus 27.08.2018, 19:57
16.

Zitat von malte_engel
Linkes, also mit Ausrichtung auf die Bevölkerung gerichtetes Denken, wird doch, wo es nur geht von aussen torpediert... Habe null Ahnung von Wirtschaft, kann aber hin und wieder logisch denken. Also wie wahrscheinlich ist es, dass diese Krise von aussen begünstigt wurde, um keinen Präzedenzfall zu schaffen, der andere südamerikanische Staaten auf die Idee bringt, sich von dem heiligen, alles vernichtenden, amerikanischen Kapitalismus zu lösen?
Es werden sich in den Artikeln auf Spiegel und hier im Forum genug Gründe genannt, warum Venezuelas Politik nicht funktioniert. Das Problem ist, dass linke Politik auf dem Ignorieren wirtschaftlicher Zusammenhänge beruht.
Das Geld was die Regierung verschenkt muss irgendwo herkommen. In Venezuela kommt es daher, dass man einfach neues Geld druckt, also die Geldmenge vergrößert. Das Ergebnis ist, dass das Geld weniger wert ist, da der wachsenden Geldmenge der selbe reale Wert gegenübersteht. Durch massives Vergrößern der Geldmenge ist die jetzige Hyperinflation entstanden.
Außerdem arbeitet Venezuela viel mit dem Festschreiben von Preisen, anstatt die Preisbildung dem Mechanismus von Angebot und Nachfrage zu überlassen. Da die Preise zu niedrig sind bricht das Angebot ein, während die Menschen mehr als sonst kaufen, wenn auch die Chance ergibt.

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Softeis 27.08.2018, 20:27
17.

War ja klar, dass die Kommentare hier jetzt alle gegen den Sozialismus gerichtet sind. Venezuela hat es einfach falsch gemacht. Man kann eine sozial-liberale Wirtschaft auch richtig führen.

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Aberlour A ' Bunadh 27.08.2018, 22:21
18. Wirtschaft auch richtig führen

Zitat von Softeis
War ja klar, dass die Kommentare hier jetzt alle gegen den Sozialismus gerichtet sind. Venezuela hat es einfach falsch gemacht. Man kann eine sozial-liberale Wirtschaft auch richtig führen.
Die Problematik in Venezuela scheint mir auch darin zu liegen, dass überraschend viele marktwirtschaftliche Elemente weiterhin bestehen und eine sozialistische Regierung keine Kohärenz herstellen kann. Das heißt, wir haben es mit einem Mischsystem zu tun, das Chaos generiert. Die Lösung wäre dann entweder ein Monopolkapitalismus alter Prägung oder - was für eine sozialistische Regierung mehr Sinn macht - Planwirtschaft ohne marktwirtschaftliche Elemente, wobei wie in einer riesigen Firma Kohärenz über Weisungsbefugnis von Vorgesetzten mit Hilfe betriebswirtschaftlichen Routinen hergestellt wird. Die chaotische Mischung von Plan und Markt in Venezuela jedenfalls ist für das Land die schlechteste aller denkbaren Lösungen.

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markus_wienken 28.08.2018, 07:55
19.

Zitat von Softeis
War ja klar, dass die Kommentare hier jetzt alle gegen den Sozialismus gerichtet sind. Venezuela hat es einfach falsch gemacht. Man kann eine sozial-liberale Wirtschaft auch richtig führen.
Unsinn
Im Sozialismus gibt es keine Leistungsanreize. Daraus folgt Ineffizienz, daraus folgt Mangel, noch mehr Ineffizienz, noch mehr Mangel, daraus folgt Unzufriedenheit, um diese Einzudämmen wird die Regierung zur Diktatur und die, die die Macht und die Möglichkeit haben werden korrupt...

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