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Hyperinflation in Venezuela: Sozialismus ohne Bargeld
AP

Die Inflation in Venezuela erreicht geschätzte 388.000 Prozent: Im täglichen Leben ist Bargeld praktisch verschwunden. Glücklich, wer Dollar oder Gold besitzt - alle anderen hungern.

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fritzberg11 21.05.2018, 08:18
150. Ernst gemeint?

Zitat von herwescher
... Man kann ja auch nicht leugnen, dass sich gleichnamige Ladungen gegenseitig anziehen ... (Coulombsches Gesetz ...)
Doch man kann.
Jedes mir bekannte Physikbuch leugnet das.

:-)

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jufo 21.05.2018, 08:25
151. Deckt sich mit den Berichten meiner Kollegen in Venezuela

Viele kommen nicht zur Arbeit weil sie kein Bargeld bekommen um das Busticket zu kaufen und die wesentliche Gehaltskomponente ist das kostenlose Mittagessen welches mit nach Hause genommen wird damit die Familie auch etwas zu essen bekommt. Ich weiß gar nicht, wie viele arbeitsfähige Menschen noch in Venezuela leben, sehr viele haben das Land verlassen. Sehr traurig das Ganze, die Schuldfrage mag ich hier nicht erörtern, die ist sicherlich vielschichtig.

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restoff 21.05.2018, 08:33
152. Ist das euer ernst?

Beängstigend zu lesen wie viele hier Venezuela bzw. Maduro in der Opferrolle sehen.
Da blenden viele einfach die Realität aus um ihr Weltbild vom bösen Westen und romantischem Sozialismus nicht zu zerstören.
Das Maduro und seine Clique einfach mal das legitime, vom Volk noch ehrlich gewählte, Parlament entmachtet hat wird einfach ignoriert?
Welches Indiz braucht es denn noch um zu sehen, dass Maduro vom Volkeswillen nichts wissen will?

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Fantastic 21.05.2018, 10:22
153. Das verstehe wer will

Zitat von monolithos
Die Demokratische Volksrepublik Korea (allgemein bekannt als Nordkorea) wurde 1948 ausgerufen. Das ist immerhin schon 70 Jahre her. Venezuela befand sich vor 40 Jahren mitten in der Phase der postdiktatorischen Demokratie, die 1958 mit dem Sturz des damaligen Diktators Marcos Pérez Jiménez begann und nach westlicher Lesart 1998 mit der Wahl von Hugo Chávez endete (was allerdings auch 40 Jahre Differenz sind). Warum Sie die Grenze gerade dort ziehen, sollten Sie vielleicht noch erklären. Die Autos in Kuba, auf die Sie sich beziehen, sind übrigens mindestens 59 Jahre alt, da es Kubanern bis vor Kurzem nur erlaubt war, Autos zu kaufen oder zu verkaufen, die vor der Revolution 1959 gebaut worden waren. Bleiben die DDR und das Flugzeug, was man auch so formulieren könnte: Der Westen braucht ca. 40 Jahre, um den Sozialismus auszuhungern.
" Der Westen braucht ca. 40 Jahre, um den Sozialismus auszuhungern."
Den Soziallismus in seinem Lauf, hält werder Ochs noch Esel auf,
weil er ja überlegen ist. Insofern müßte es doch gerade umgekehrt sein?

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Aberlour A ' Bunadh 21.05.2018, 11:37
154. Keine Opferrolle sondern sachliche Analyse. Ist aber nicht so einfach

Zitat von restoff
Beängstigend zu lesen wie viele hier Venezuela bzw. Maduro in der Opferrolle sehen. Da blenden viele einfach die Realität aus um ihr Weltbild vom bösen Westen und romantischem Sozialismus nicht zu zerstören. Das Maduro und seine Clique einfach mal das legitime, vom Volk noch ehrlich gewählte, Parlament entmachtet hat wird einfach ignoriert? Welches Indiz braucht es denn noch um zu sehen, dass Maduro vom Volkeswillen nichts wissen will?
Da Problem scheint mir eher, dass "Maduro und seine Clique" von westlichen Mainstream-Medien instrumentalisiert werden. Ich zumindest habe überhaupt nichts gegen eine sachliche Analyse der vielschichtigen Probleme in Venezuela. Leider ist das Thema mit dem Begriff "Sozialismus" verwoben und schon sind wir gleichsam gedanklich sofort wieder im "Kalten Krieg". Und damit einer sachlichen Auseinandersetzung nicht mehr fähig. Und zwar auf beiden Seiten der "Systemauseinandersetzung". Dabei ist das in Venezuela bei genauerem Hinsehen gar nicht so einfach. Ökonomisch gesehen hat Venezuela immer noch einen relativ großen privaten Sektor, internationale Banken (vorzugsweise US-amerikanische und spanische), internationale Marken wie McDonalds, gleichzeitig gibt es es freien Internetzugang und Zugang zu Social Media wie Facebook, Twitter, Netflix etc. (was wir von Cuba oder China nicht behaupten können). In diesem Sinne könnte man die ökonomische Basis als "kapitalistisch" bezeichnen. Gleichzeitig gibt es eine "duale Ökonomie" mit rationierten Produkten, Höchstpreisen und allen was dazu gehört, samt leerer Regale und Warteschlangen. Auf politischer Ebene haben wir ein militarisiertes Regime mit der Ausschaltung wichtiger parlamentarischer Spielregeln, aber eben keine klassische südamerikanische Militärdiktatur, wie wir sie aus den 1970er Jahren kennen. Es existiert eine Opposition, die in Parteien organisiert ist (gibt's in China nicht). Die Opposition wird zwar behindert und kann sich nicht offen ausdrücken und bezeichnet offizielle Wahlen als "Farce", aber das gibt's leider überall auf der Welt, siehe Russland.. Es gibt hohe Kriminalitätsraten wie in vielen Ländern dieser Welt. Venezuela ist sicherlich keine Demokratie nach mitteleuropäischen Muster. Wer wollte das bestreiten. Es ist aber auch keine klassische Militärdiktatur, "Abstimmung mit den Füßen" ist bei offenen Grenzen jederzeit möglich. Und BBC Korrespondent Daniel Pardo, der in Venezuela lebt, schätz die Zustimmung für Maduro immer noch bei ca. 30% der Bevölkerung. Mehr als de Präsidenten von Brasilien oder Kolumbien haben. Eine Erklärung dafür habe ich hier schon gegeben

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gale_boetticher 25.05.2018, 15:33
155. Fehler im Artikel

1. "64 Prozent haben bis zu 11 Kilo abgenommen" ist überhaupt keine nachvollziehbare Aussage. Darunter fallen ja auch Leute, die gar nicht abgenommen haben. Es ist auch unklar, was auf die anderen 36 Prozent zutrifft (haben sie noch mehr abgenommen?).
2. In Venezuela wird bestimmt nicht mit deutschen EC-Karten bezahlt, sondern mit anderen Debitkarten.
3. Die korrektere Übersetzung von soberano wäre eigenständig oder unabhängig (soberano=souverän) anstatt erhaben. Bolivar soberano wäre also eher als "eigenständiger Bolivar" oder "souveräner Bolivar" zu bezeichnen. Das ist im Kontext von pais soberano = unabhängiges Land zu sehen.

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klaus_ohde 25.05.2018, 15:59
156. @seine durchlaucht

Nichts, abedr auch wirklich gar nichts funktioniert so. Erinnern Sie sich bitte, die USA ist schon in den 20ern des letzten Jahrtausends wirtschaftlich zusammen gebrochen und hat die halbe Welt ins Chaos geführt. Ich sage nur Börse. Das war und ist Kapitalismus.

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yippieh 25.05.2018, 22:29
157. Manche Deutschländer

Manche Deutschländer brauchen immer jemanden, der Schuld ist. Bäh! Möglichst Einer. Wahlweise USA, der Westen, der Jude, der pöhse Kapitalismus (der in Wirklichkeit einen einzigartigen Wohlstand und Arbeit geschaffen hat oder mit der sozialen Marktwirtschaft ein Erfolgsmodell, das seines Gleichen sucht). Statt sich dem bewusst zu sein was man hat, gehts lieber darum was andere (mehr) haben. Tragisch! Neid und Missgunst.
Ich feier dieses Land, dieses System und den Westen für das, was ich jetzt 40 Jahre friedlich erreichen konnte.
Auswüchse lehne ich genauso ab. Wachstum, Raubtierkapitalismus, zynisches Investment etc.
Im Bewusstsein die Welt ist ungerecht und wird es immer bleiben.
Chavez Engagement für Ärmere sah gut aus. Leider vergass er dabei die Modernisierung und das Aufrechterhalten der Produktion inkl Fachkräfte. Aktuell haben wir nun aber ANIMAL FARM und Kleptokratie. Und die USA auch Fraking.
Ein Regimechange, gern auch durch die CIA, ist Pflicht.

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