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Hyperinflation in Venezuela: Sozialismus ohne Bargeld
AP

Die Inflation in Venezuela erreicht geschätzte 388.000 Prozent: Im täglichen Leben ist Bargeld praktisch verschwunden. Glücklich, wer Dollar oder Gold besitzt - alle anderen hungern.

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wekru 20.05.2018, 13:13
20. Hyperinflation

Die Hyperinflation Venezuelas ist ganz einfach erklärt. Da die Regierung mit ihren Verstaatlichungen die Produktivität im Land dramatisch vermindert hat, fehlen ihr aus diesen Bereichen die Steuereinnahmen. Um die fehlenden Einnahmen auszugleichen, druckt sie Geldscheine und bezahlt damit was zu bezahlen ist. Da Papiergeld kein knappes Gut ist, reale Waren aber schon, rollt die Entwertung des Papiergeldes. Und da so ein Geldsystem nicht wirklich funktioniert, geht die Wirtschaftsleistung immer weiter zurück. Das alles hat mit den Sanktionen der USA nichts zu tun, sondern alleine mit der Dummheit eines Busfahrers, der in Venezuela auf Präsidenten macht und und sein Gewurschtel den Leuten als "Sozialismus" verkauft. Wenngleich viele Ahnungslose sich für Sozialisten halten, ist nicht auch wirklich jeder einer. In Armut alle gleich zu machen, ist kein Kunststück. Wenn dann noch ein ganzes Land praktisch von Drogendealern regiert wird, sollte man auch als "Sozialist" die Kurve kriegen und es als das benennen was es ist: eine tumbe Kleptokratie.

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markus-hailer1 20.05.2018, 13:13
21. Die Segnungen des Sozialismus

Jedes mal wenn der Sozialismus wieder sein wahres, nämlich sehe hässliches Gesicht zeigt, sollte man meinen die Menschheit lernt endlich dazu, und entsorgt den Sozailismus dahin wo er hin gehört - in den Abfalleimer der Geschichte.

Aber weit gefehlt, es finden sich immer und immer wieder Leute, die der Illusion anhängen, der Sozialismus sei sozial, oder sonstie positiv.

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pansatyr 20.05.2018, 13:13
22. Und jetzt

Zitat von bluebill
Zum einen ist es nicht gerade die reine Lehre des Sozialismus, wenn eine korrupte Machthaber-Clique sich dumm und dämlich verdient und alle anderen hungern. Zum anderen dürfte das Mutterland des Kapitalismus, die USA, durch seine Sanktionen den Zusammenbruch verursacht haben, weil sie eben den Sozialismus auf diese Weise bekämpfen wollen. Man könnte sagen: Selber schuld, dann soll Venezuela als Staat sich eben brav dem Kapitalismus anschließen, natürlich als Vasallenstaat der USA. Dem "kleinen Mann" auf der Straße wäre das sicher egal, Hauptsache er hat etwas zu essen. Und wahrscheinlich kommt es früher oder später auch so, wenn die Machthaber-Clique gewaltsam entmachtet oder von den USA gekauft wird. Aber wäre das wirklich die integerste und moralisch erhabene Lösung? Ein leuchtender Sieg des Kapitalismus über den bösen Sozialismus? Glaube ich nicht. Eher das Gegenteil.
verraten Sie uns bitte einmal, wann jemals der Sozialismus in welchem Land funktioniert hätte? Dass bisher der Sozialismus nie richtig umgesetzt wurde, ist doch eine hilflose Legende.

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ruzoe 20.05.2018, 13:13
23. Ist Kuba

wirklich so weit weg, dass keiner sich erinnern kann, wie man so ein Problem auch in Venezuela angehen kann?

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rolandjulius 20.05.2018, 13:15
24. Der Spiegel

Was hat Venezuela getan, dass der Spiegel so viel hetzt? Es gibt nur negative Artikel über dieses herrliche Land.

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cwoller 20.05.2018, 13:18
25.

Die Staatsquote der Wirtschaft in Venezuela beträgt gerade mal gut ein Viertel. Drei Viertel sind immer noch privat, also kapitalistisch.

Abseits davon ist eine staatliche Wirtschaft kein Sozialismus. Sie muss in der Hand der Gesellschaft, der societas liegen - daher kommt der Name nämlich - um sozialistisch zu sein.

Wir habe hier also wieder mal nur die üblichen Schauermärchen, die schlichtweg nur unser krankes System verteidigen und als alternativlos hinstellen sollen. Nur Privat rettet - dabei sind es auch in Venezuela Oligarchen (die auch bei uns die Wirtschaft und damit die Bevölkerung beherrschen), die das Land in die Katastrophe treiben, garantiert nicht zu viel wirtschaftliche Macht bei der Bevölkerung.

Eine derart abartige Inflation in Friedenszeiten ist nebenbei mehr als nur ungewöhnlich und stinkt nach absichtlicher Manipulation.

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monolithos 20.05.2018, 13:22
26. Sozialismus

Zitat von seinedurchlaucht
...funktioniert einfach nicht.
Genau! Und das Kaninchen ist Schuld, wenn es vom Fuchs gefressen wird. Hätte es sich mal lieber auch ein Raubtiergebiss wachsen lassen, am besten noch mit Hauern. Dass Sozialismus nicht funktioniert, stimmt. Aber wer ergründen will, WARUM Sozialismus nicht funktioniert, muss in die USA gucken. Gäbe es die in der heutigen raubtierkapitalistischen Form nicht, hätte Sozialismus durchaus eine Chance, auch in Venezuela.

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cwoller 20.05.2018, 13:24
27.

Zitat von jan07
Stimmt, Deutschland stand auch schon mal kurz vor dem 'Endsieg'. Aber es ist schon merkwürdig: immer wenn ein Land den Sozialismus einführt, steht es wenige Jahre danach vor dem Ruin. Aber klar: es sind immer die Anderen Schuld, im Zweifelsfall die Amis.
So? Wo? Sozialismus ist klar definiert. Eine demokratisch, also vom Volk geführte Wirtschaft, im Gegensatz zu Kapitalismus, wo die Wirtschaft von Oligarchen geführt wird.

Nennen Sie ein Land, wo das Volk die wirtschaftliche Macht hatte - und wenn Sie denn eines finden, können Sie auch gleich noch erklären, wo das inwieweit schlechter war als die neofeudalistischen Prinzipen des Kapitalismus.

Kleiner Tipp:

Unser Wohlstand beruht auf Raubbau, Raubmord und weltweiter Sklaverei und der technologische Fortschritt ist eine völlig normale, zeitliche Entwicklung, keine Errungenschaft des Kapitalismus, der Fortschritt in vielen Bereichen sogar verhindert.

Würde nebenbei der Rest der Welt, den wir ausplündern uns stattdessen so behandeln, wäre hier absolut Schicht im Schacht und das innerhalb eines einzelnen Tages.

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schlauchschelle 20.05.2018, 13:24
28. Bei diesen Sätzen

wie, Zitat SpON: "Koste es, was es wolle, ich werde mein Leben dafür geben und eine Wirtschaftsrevolution starten, welche die Welt erschüttern wird." Zitat - Ende, klingelt es in meinen Ohren. Ähnliche Sätze kamen von Ulbricht, Honecker und etlichen anderen Vertretern des ehemaligen Ostblockes. Was blieb davon? Sozialismus und Kommunismus KÖNNTE klappen, wenn da nicht der Mensch wäre. Dessen Ziel ist es nunmal, Besitz anhäufen, sich besser als Andere zu stellen und über sie erheben zu wollen, Stichwort Individualisierung. Daher bilden sich immer, egal wo auf dem Planeten, elitäre, bevorzugte Grüppchen, die meinen, sich über das Volk stellen zu müssen. Ergebnis bekannt. Der Kapitalismus, allen voran dessen Finanzeliten in den US of A, aber auch sonstwo in der 1. Welt, haben das längst erkannt. Diese wollen auch die Menschen untertan machen, um sich als Weltelite herrschend zu etablieren, nur machen die es clever und nutzen die menschliche Gier für sich aus, indem sie mit Geld und Luxus wedeln, genau wissend, dass 98% der Menschen wie der Esel der Karotte vor ihm nachhecheln. Die einzige Gesellschaftsordnung, welche langfristig funktioniert, ist die Feudalherrschaft mit "Teile und Herrsche" - "Brot und Spiele". Der Plebs muss soviel haben, dass er im Hamsterrad bleibt ohne aufzumucken, weil er zuviel zu verlieren hat, darf aber nicht zuviel besitzen, dass er der Elite zu nahe kommt. Fehlentwicklung der Evolution eben.....

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r.voelckel 20.05.2018, 13:25
29. Ja so ist das

Das Schicksal Venezuelas lässt die neue Regierung Italiens und den Wunsch nach einer Bankenunion und ihren Einfluss auf den Euro in einem interessanten Licht erscheinen.

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